<2008-12-10> FAQ Warnung vor unerwuenschten Nebenwirkungen im Usenet

Alles, was Sie in eine Usenet-Newsgruppen senden, ist eine Veroeffentlichung und wird nicht nur von den Personen gelesen, die Sie
erreichen wollen, sondern auch von anderen Personen und Robot- Programmen.
Leider kommt es immer wieder vor, dass jemand angegebene Mail-Adressen für Werbung oder Spam missbraucht. Solche unverlange E-Mail (UCE oder UBE, unsolicited commercial mail bzw. bulk mail) einfach zu loeschen und zu ignorieren und nicht darauf zu antworten, ist heutzutage ratsam. Eine Hilfe diese Mails zu vermeiden ist, leicht erkennbare Veränderungen Mail-Adresse einzubauen, die andere User manuell schnell entfernen können, oder aber im Text die Mailadresse, über die man erreichbar ist anzugeben, denn meist suchen Robotprogramme Mailadressen hauptsächlich in der Adressangabe. Der Google-server, beugt diesem Missbrauch beispielsweise automatisch durch das Weglassen der letzten drei Zeichen vor.
Es gibt einige grosse Datenbanken, in denen alle Usenet-Postings gesammelt werden, um eine Suche nach Stichworten und Autoren zu ermoeglichen (z.B. in Dejanews http://groups.google.com/ oder Altavista http://www.altavista.com/ ). Manche von ihnen speichern die Usenet-Postings im Sinne einer historischen Welt-Bibliothek auch ueber sehr lange Zeitraeume hinweg. Sie muessen also damit rechnen, dass auch noch in vielen Jahren jedermann ueberpruefen kann, welche Meinungen Sie in welchen Newsgruppen vertreten haben. Ueberlegen Sie deshalb immer gut, was Sie ueber Usenet-News veroeffentlichen wollen.
Früher wurde im de.usenet oft verlangt, beim Posten seinen Vor- und Nachnamen anzugeben. Diese Forderung ist inzwischen überholt. Seriöse Datenschützer warnen immer wieder davor, besonders auch im Usenet seinen Namen anzugeben. Personalabteilungen bei Betrieben nutzen gern die Erkenntnisse aus Internetrecherchen über Bewerber. Siehe dazu: http://www.datenschutz-bremen.de/sv_internet/anonym.php
Manchmal wird behauptet, dass man als Poster seine Identität nicht geheim halten könne. Diese Aussage ist nur bedingt richtig: Wenn Sie von Ihrem PC daheim posten, kann Ihr Provider dies nachvollziehen und auch gegenüber Behörden diese Daten freigeben. Wenn Sie den Fehler machen (oder gemacht haben) Ihren Realnamen beim Posten zu verwenden und auf ein Pseudonym wechseln, könnte man ebenfalls auf Ihre Identität schließen und es gibt immer wieder "Spezialisten" im Usenet, die sich einen Spaß daraus machen, andere Poster bloßzustellen. Gleiches gilt auch, wenn Sie Ihre Mailadresse mit Ihrem Realnamen verwenden. Ratsam ist es, sich für das Usenet eine Mailadresse zuzulegen, die sonst nicht gebraucht wird.
Fallen Sie nicht auf Tricks herein: Wenn Ihnen jemand sagt, es sei völlig ungefährlich von einer Brücke zu sprigen, dann motiviert Sie diese Aussage ja auch nicht zum Sprung. Nutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand auch im Usenet. Bewerten kritisch Sie Aussagen wie: Du musst hier ... , halte dich daran ... zu tun, lese den Artikel von ... und halte dich daran.
(Nur die Geschäftsbedingungen Ihres Providers sind für Sie bindend. Wenn Sie Zweifel haben, lesen Sie dort nach, ob Sie das eine oder andere tun _müssen_. )
Viel Spaß bei Ihrer Freizeitgestaltung im Usenet- bleiben Sie kritisch.
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