Bis 2050 in D: 80% Wind,Solar + 20% Kohle,Gas,usw.

Am 17.09.2011 13:28 schrieb gUnther nanonüm:


So ein Raketenschlitten hält den Geschwindigkeitsrekord für Landfahrzeuge - Mach 8,5/10325 km/h*. Allerdings unbemannt.
Hm, darf man das einklich noch sagen oder muß das jetzt unbemannt/unbefraut heißen?
Kristian
* <http://en.wikipedia.org/wiki/Rocket_sled
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They send us in front with a fuse an' a mine
To blow up the gates that are rushed by the line,
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Am 17.09.2011 19:33, schrieb Kristian Neitsch:

Hätte ich jetzt nicht gedacht. Wundert mich auch etwas, weil eines des größten Probleme mit den Geschwindigkeitsrekorden immer die Reißlänge des Radwerkstoffs ist. Jetzt ist das aber gleich 10-mal so schnell wie das schnellste Auto der Welt und die Fliehkräfte gehen auch noch mit dem Quadrat der Drehzahl ein. Woraus waren die Räder? Es hatte keine! Es war ein SCHLITTEN. Es handelte sich also um ein gleitendes Fahrzeug. Dann hat es aber mit Rad-Schiene nichts zu tun (weil ja das Rad fehlt), sondern wäre eher was in Richtung Gewehrkugel.
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Servus
Christoph Müller
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Hi, Du hast mal wieder vorgewi...der Großspeicher soll doch nicht alle anderen Kraftwerke tagelang ersetzen, sondern eben nur den Pufferbedarf für Tage decken können. Bis etwa die Sonne wieder scheint oder der Wind weht oder die Bayern den geklauten Strommast wieder hergegeben haben.

Genau. Und die Alpengletscher tauen eh weg. Wenn man ihre "Lager" mit Sprengungen abdichtet und die Täler zukippt, könnte man relativ billig eine "Stafette" von Stauseen haben. Die dem Alpenkleinklima sicher nicht schaden würden. Bislang ist soviel Wasser nicht da, aber das würde man ja auch "ansparen". Ökologisch unschädlicher als andere Lösungen ist "Bergwasser" auf alle Fälle.

Ich glaube, der OP hat da eher an "allersauberste Energieträger" wie H2 oder schlimmstenfalls Methan gedacht. Die ja unter Gründenkern vom Himmel fallen oder sich unschwer aus unerschöpflichen Quellen zapfen lassen. Oder, allerletzte Option, man legt eben mal eben ein billiges hochsicheres Pipelinenetz bis an jeden Baum. Man merkt schnell, daß die an gewisse Rauchkräuter gewöhnt sein müssen.

Dochdoch, die Bahn. Ist das effizientese Fernverkehrsmittel derzeit. Bloß "darf" diese ihre Stärke nicht ausspielen. Das ist dem "Fahrplan" und gewissen Politickern geschuldet. Weiß doch jeder, daß "Planwirtschaft" schiefgeht. Der Fahrplan ist sowas. Denk nur mal, Du hättest genug freie Strecke und wärest für Frachtzüge nicht auf die paar Slots angewiesen, die die ICes freilassen. Dann könnte die gesamte Bahn per Windkraft fahren. Ein eigenes Energienetz hat sie schon. Bei Bedarf führen die Züge eben langsamer, spart Strom. Geeignete Loks gibts ja inzwischen. Wartungsarbeiten an einer Strecke wären zwar immer noch hinderlich, aber ein sinnvolles Schienendesign ohne das altertümliche Kiesgleisbett mit Betonschwellen ist überfällig. U-Bahnen, S-Bahnen fahren teilweise auf Stahlgitter, die Schienenlast ist damit leicht zu erhöhren, gleichzeitig kann der Zug schneller sein, da kein Kies mehr "weggesaugt" werden kann. Die Schienenkastenelemente wären zwar ne heftige Investition in Sachen Stahl, aber dafür modular baubar, an allen Standorten. Die Technologie ist doch uralt, der Eiffelturm war mal eine Schaubauversion solcher geplanter Vorproduktion. Auf Ständern sparsam aufgestellt und bei Bedarf seitlich verkleidet wäre das billiger im Unterhalt als jede Autobahn, fast so schnell wie Flugzeuge und so effizient wie Autoscooter. Bei "variabler" Güterzugnutzung wäre eine "Stellplatzmiete" für den Nahverkehrselektrofahrsessel mal eben von Münster nach Turin auch kein Thema. Am nächsten Bahnhof einen Platz bestellen, der nächste durchfahrende "Kombizug" kriegt irgendwo einen Waggon verpaßt und wartet auf den neuen Gast. Alternativ wartet eben der Waggon samt Gast auf einen "netten Zug"...die Krux derzeit ist leider das Schienennetz. Dessen "Auslastung" ist hoch, dadurch die Bahn unpünktlich und ineffizient zugleich. Ist dasselbe mit der Straße, Innenstädte sind überfüllt mit PKW, die nur sinnlos im Stau stehen. Ergo sich nicht lohnen. Für die meisten Anwendungen eines PKW reicht ein hölzerner Bauwagen mit nem Pony davor. Es geht eh im Schritttempo voran. Wenn es vorangeht. Wirkliche Vorteile haben die vielen PS nicht. Die Japaner haben das schon lange bemerkt, die haben sinnvolle Tempolimits und stapeln zusätzliche Fahrbahnen, damit es genug Platz gibt. Verstopfungen schaden dem Gesamtsystem. Dazu zählt fast jedes Haltesignal bei der Bahn. Man müßte ja nicht gleich alle Gleise tauschen, aber gewisse Transversalen, die Rheinschiene, die Alpenquerungen, die Schnellstrecken...mindestens verdoppeln müßte man die. Und ganz plötzlich wären auch die Fahrpreise wieder bezahlbar. Der ganze teure Luxus etwa ist auch der Verzögerung geschuldet. Auf Holzbänken will niemand tagelang verharren, aber wenns billig geht, stehen manche Leute stundenlang im Bus...diese Option ist weggefallen. Warum wohl...
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mfg,
gUnther
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Interessant und kaempferisch formuliert.

Vergiss lieber rasch die Rheinschiene. Es ist an der Zeit, diese Strecke zu verlagern. Es reicht voellig, wenn nur noch Nahverkehrszuege im dicht besiedelten Rheintal herumlaermen.
K.L.
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Hi, ach quark, die Rheinschiene ist ne Hauptverkehrsader. Leider mit ner Autobahn verschwendet, der Platz. Die Bahn kann man aufständern, darunter ist Platz für Landwirtschaft. Das wäre dann hochwassersicher. Und verkleidet auch leise. Ein Teil des Krachs ist ja das Gerappel der Schweißnähte und Ungenauigkeiten. Wirkliche Schnellzüge haben garnicht soviel "Luft" um die Radreifen, da kann man den Großteil des Fahrkrachs gleich wegfischen. Die tief heruntergezogene Unterbodenschürze der Schnellzüge ist sowas. Früher bei den D-Zügen lagen die Radsätze, ja das ganze Fahrgestell völlig frei, konnte sich herzlich austönen.
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Das wohl, deswegen lohnt sich die Verlagerung, sagt die Verlagerungsfraktion, die auch mehr Geschwindigkeit von Nord nach Sued und umgekehrt will.

Du uebersiehst das Gewicht der Fahrzeuge und den Luft- druck, was die Gebaeude vibrieren laesst. Den Laerm eines jeden Zuges haetten die Rheintalbewohner gerne weg. Die Landespolitik in RLP bearbeitet das Thema.
K.L.
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Am 16.09.2011 21:55, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Per Railtaxi wird 130 km/h gefahren. Bei solchen Geschwindigkeiten hält sich die Schallentstehung noch in Grenzen. Trotzdem wird man Fahrzeuge sehr gut verkleiden. Schon der Aerodynamik wegen. Damit ergibt sich unter dem Fahrzeug ein nahezu geschlossener Raum, in dem sich der Schall austoben und totlaufen kann. Mit gepflegten Rädern und Schienen sollte sich der Lärm des Systems also in sehr bescheidenen Grenzen halten.
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Hi, nö, hab ich erwähnt. Wenn die Schienen "genau" gearbeitet wären und es keine spürbaren Vibrationen gäbe, wären der Krach fast weg und zugleich ne Menge Energie gespart. Krach ist Energieverlust...die aerodynamische Spitze des Zuges ist wichtig, danach ist das derzeitige Hauptproblem das Gleisbett und die dort aneinander "reibenden" Bodenrauhigkeiten und Zugunterseiten voller Aggregate. Wären die Züge unten vollverkleidet und die Gleise offene Rahmen, würde man fast nur einen "Fommp!" bemerken, wenn die verdrängte Luft sich am Ohr vorbeibewegt. "Bullet-Train"...das Geräusch einer fliegenden Gewehrkugel. Den Krach macht die Flinte oder der Einschlag. Im Fluge gibts dagegen nur wenig Krach. Und dieser wäre recht einfach zu dämmen, etwa mittels Grabenwänden nach oben zu reflektieren...es bräuchte nur deutlich mehr Platz als jetzt, der Unterdruck würde den Schotter anheben. Weshalb ich ja die Gleise aufständerte und unten "offen" ließe. Gegen Fluglärm wäre das ein Fliegenschiß... Doch überlastete Gleise mit viel zu langer Betriebszeit bis zum Ersatz machen eben Krach. Neubaustrecken sind viel leiser...schon weil eben die Gleise frisch verschweißt sind und es keine Stöße gibt. Für sowas wurde der IC mal entworfen. Leider muß er auch alte Strecken aushalten, und seine damaligen "Neubaustrecken" sind inzwischen auch alt. Kein Wunder, daß seine Radreifen leiden, seine Achsen brechen. Nachträgliche Umdeutung...so ähnlich wie jetzt mit Biodiesel und Ethanol. Alles auf Kosten des Materials. Autobahnen sind eben kurzfristig "nützlicher" für Langzeitfilzpoliticker.
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Am 17.09.2011 13:40, schrieb gUnther nanonüm:

Wenn man es geschafft hat, die Strukturen nicht mehr vibrieren zu lassen, ist die zweitlauteste Lärmquelle das Abrollgeräusch des Rades. Da insbesondere die Hinterseite. Hier muss die Luft aus der Umgebung nachströmen, was speziell bei höheren Geschwindigkeit für gehörig Lärm sorgt. Da ändert es auch nichts, wenn die Räder und Schienen glatt wie ein Kinderpopo sind. Es ist einfach die Strömung, die den Lärm produziert. Diesen Lärm kann man nur "einsperren" und wegdämpfen. Also möglichst bis zum Gleis runter einen geschlossenen Kasten mit Minifenster für Rad-Schienen-Berührung bauen und innen viel Schalldämmung rein, damit er sich in der Kiste totlaufen kann.

jein. Meistens ist er nur ein Indiz für größere Probleme, die die Energie verheizen.

Die Railtaxis wären aus vielen Gründen vollverkleidet. Die Schienen wären im Wesentlichen die gleichen wie jetzt auch.

Überschallknall ist nicht ohne...

Hängt ja wohl entscheidend von der gefahrenen Geschwindigkeit ab. Bei 130 ... 140 km/h dürfte nicht allzuviel passieren.

Fluglärm will aber auch keiner haben. Nach unten offen heißt aber auch, dass sich der Strömungsschall hinter den Rädern frei ausbreiten kann. Der lässt sich nach unten nicht so leicht einsperren, wenn dort alles offen ist. Am Ende wieder eine Frage der Geschwindigkeit. Mit Hochgeschwindigkeit wird auch deine offene Bauweise keinen rechten Spaß mehr machen.

Es ist eben mit der aktuellen Betriebsweise nicht genug Geld zu verdienen, um die Anlagen ordentlich in Schuss halten zu können.
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Christoph Müller
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Am 17.09.2011 17:04, schrieb Christoph Müller:

Die Luft, die du vorn wegdrückst hinten ran
Das Rad oder die Schiene aus Schaumstoff, aus dünnen Scheiben oder mit Längsprofil
GL
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Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich
euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode
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Am 17.09.2011 18:34, schrieb Franz Glaser:

Genau. Und das OHNE Verwirbelungen. Dann kriegst du 100 Punkte!

trägt nicht viel und ist deshalb schnell kaputt. Aber du liegst schon richtig. Die Flüsterbeläge auf der Straße funktionieren genau so. Die Reifen sind breit. Das hält den Druck in Grenzen, was dann doch noch eine brauchbare Lebensdauer erlaubt.

dünne Scheiben sind's ja schon bei der Eisenbahn.

Oder gar kein Profil. So macht's die Bahn schon seit ewigen Zeiten. Wenn auch aus anderen Gründen.
Was vielleicht helfen könnte, wäre eine Art Banane, die sich eng an das Rad anschmiegt und so verhindert, dass viel Luft in den abhebenden Radteil nachströmen muss. So könnte man evtl. die "Vakuumstelle" etwas nach oben ziehen. Dann wäre sie schon innerhalb der Verbauung, wo sich der Schall dann totlaufen könnte. Müsste mal wer ausprobieren.
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Christoph Müller
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Hallo,
gUnther nanonüm wrote:

:-)
Wenn man so tut, als ob man vom Bahnhof nicht weg müsste, ist das definitiv so. In der Gesamtbilanz sieht es nur auf Langstrecken halbwegs rosig aus.

Notwendige Voraussetzung für hohe Dichte ist konstante Geschwindigkeit.
Außerdem holt man sich mit dem Individualverkehr auch sofort die Staus ins Haus. Ob das Streckennetz aus Straßen oder Schienen besteht, spielt dabei nämlich nicht die geringste Rolle.

Ist klar, und in den Vertrag mit meinen Kunden schreibe ich das Windstärken unter 2 höhere Gewalt sind und Regressansprüche dabei ausgeschlossen sind. Ich behaupte mal die Staus in denen die LKWs stecken sind oft kalkulierbarer.

Die Autobahn ist nur so teuer, weil sie für die gleichzeitige Benutzung bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Bei konstanter Geschwindigkeit bräuchte sie nur einen Bruchteil der Fläche.

Korrekt. Eigentlich müsste man verhindern, dass sie losfahren können, wenn man nicht halbwegs sicher gewährleisten kann, dass sie auch voran kommen.

Das möchte ich bei Berücksichtung des Unterhaltsaufwands für das Pony bezweifeln. ;-)

Die haben keine Alternative. Schau dir mal die Bevölkerungsdichte in den Küstenregionen an. Und Stau kennen die auch ganz gut.
Marcel
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Hi, weil die Politick hier mitgedengelt hat. Die Bahn hatte früher mal "Kurswagen". Kennt noch einer sowas? Das System hatte Sinn, sparte ungemein Zeit in Zeiten handgearbeiteter Zugzusammenstellung. Heutzutage will aber kein Mensch mehr umsteigen, zugleich pfercht man hunderte in Großraumwaggons...die dann "logischerweise" nur an wenigen haltestellen überhaupt noch halten. Die superlangen Züge erreichen ja sonst nie ihr Plantempo.
Nun stell Dir mal ein "Kurswagensystem" vor, das große und kleine Waggons auf der "Schnellstrecke" temporär auflöst, die "Kurswagen" nach Kleinkleckerdorf biegen aufs Bummelgleis ab, der "Restzug" fusioniert wieder und beschleunigt auf Reisetempo bis zum nächsten Auflösepunkt. Wenn man genug Platz hat, kann soeine "Trennstelle" ruhig kilometerlang werden. Diese Ablauftechnik hat man bei Güterzügen ja auch. In Großbahnhöfen steht dann alles, wenn nötig.

Nö. Als wenn alle Bienen schnell flögen. Und hohe Dichte ist garnicht nötig. Du mußt die Fahrgastzahlen schaffen. Guck Dir die Fliegerei an, die Luft hat keine Balken, aber inzwischen mehr als "nur einen" Luftkorridor. Die "stapeln" sich inzwischen. Die Bahn "darf das nicht", zugunsten PKW und Flieger. Denn diese kriegen zwar die Straße oder den Sprit gesponsert, aber selbst das würde nicht reichen...

Das glauben manche. Man darf eben nicht einfach mit dem Denken aussetzen. Individualverkehr meint ja eigentlich sowas wie "zu Fuß gehen, nur schneller". Stattdessen verstehen heuzutage die Meisten darunter, ca. 2 Tonnen Blech möglichst lange mitzuführen. Das ist eigentlich wie bei den Daltons im Knast, jeder hat "seine eigene Kugel am Bein" und ist auch noch stolz drauf. Besonders Averell. Fragt sich, ob der nun ausgerechnet der hellste der Brüder ist :-)

Nur weil Du solche Verträge abschließen willst, kann das doch keiner anbieten. Mein Auto hatte jedenfalls keine Garantieurkunde dabei, daß ich damit jederzeit die technische Höchstgeschwindigkeit in beliebige Richtung fahren dürfe. Ganz im Gegenteil, mein Fahrleher damals meinte deutichst, man müsse sich an "Regeln" halten. Stell Dir mal eine 12-spurige Autobahn vor, abgeteilt für "alles bis 60", dann die effizienten Kolonnenfahrer LKW auf 4 Spuren, die ganz linke mit "Roadtrains", LKWs automatisch gekuppelt...und die Schnellraser mit Spritüberschuß auf ebenso eigener Spur. Mit überhöhter Kurvenneigung und "Flugrampen" in die Botanik, wenn das auch noch nicht genug war. Keine Staus mehr...bei der Bahn käme man mit 4 Spuren hin. Um Platz zu sparen im Doppelstock.

Nunja, auch. Sie ist insbesondere so teuer, weil sie überhaupt für Individuallenker ausgelegt ist. Die Hauptunfallursache ist der Fahrzeuglenker. Oder sein "Ausfall". Dazu kommt die enorme Flächenlast unter sehr verschiedenen Witterungsbedingungen. Schwere LKW, Aquaplaning, Hitze....

Man bräuchte ja kein eigenes Pony, hinter jedem Stau gäbs einen Ponyverleih :-) Oder man schleppt seine Seifenkiste selbst ab.

Ja, kennen die. Aber angesichts deren Zahlen sind unsere Probleme erbärmlich gelöst, bei unserer "Geschichte" als Technologiestaat. Dieses S21 ist auch soein Geldversenker...ein Blick auf GoogelEarth und die Lösung sticht ins Auge...
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mfg,
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Am 16.09.2011 20:43, schrieb gUnther nanonüm:

Kannst auch gleich Railtaxis fahren lassen. Das wäre sozusagen die Krone des Kurswagensystems.

Doch.
Die operieren im 3-dimensionalen Raum. Da kommt man immer irgendwie aneinander vorbei. Die Schiene operiert im EIN-dimensionalen Raum. Da funktioniert das mit dem aneinander vorbei kommen nicht so ohne weiteres.

Je höher die Verkehrsdichte, desto billiger der einzelne Transport, weil sich die Investitionen dann auf sehr viel mehr Nutzen verteilen lassen. Das Blocksicherungssystem verhindert allerdings eine optimale Auslastung. Neue Sicherungsverfahren sind nötig. Damit auch andere Fahrzeuge und andere Organisation des Ganzen.

Schlechtes Argument. Die Bahnbenutzung würde die Kundschaft billiger und die Tür-zu-Tür-Verbindung würde in den meisten Fällen schneller, wenn sie Individualverkehr auf der Schiene in Railtaximanier anbieten würde.

Auf der Schiene wäre das ein Automat, der von vielen weiteren Automaten ständig kontrolliert wäre. Mehrfachredundanzen...

Ausfall gibt's bei der Bahn ganz genauso. Sonst gäb's ja keine Verspätungen.
--
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Christoph Müller
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Hi, ömm, nein. Denn dann müßte Schnellzugtechnik auch enge Straßenkurven machen und ständiges Kurzstreckenstoppngo aushalten. Das wäre ineffizient. All das tote Gewicht...

Nee.
Es gab schon Flugzeugkollisionen...

Das mußt Du mal den Flößern erzählen.

Genau, denn gäbe es nur ein Schiff auf dem Rhein, man bräuchte viel mehr Kontrollstationen. Könnte doch sich selbst rammen oder wegfliegen...

Im Prinzip schon...

Nein, denn das bedeutet viele Bremsvorgänge und viele Gleise sehr nah an Personenkonzentrationen, wie Wohnstätten. Bahnhöfe als "Zughaltepunkte" sollte es so wenig wie möglich geben. Und man sollte sie nicht wie historisch notwendig in Städten anlegen, sondern dort, wo Fläche und Geologie das erlauben. S21 ist doch ein tolles Beispiel, guck auf die Karte. Dort, wo dieser "Kopfbahnhof" liegt, hat man den mal hingelegt, weil die Stadt damals "auch einen Bahnhof haben wollte". Doch gleich hinter der Kurve liegt eine Hauptstrecke, Bad Cannstatt, dorthin eine schnelle Pendelbahn auf 2 Gleisen, Ubahn-System, und fertig ist die Laube. Der ganze Bahnhof ist überflüssig. Merkt aber keiner.

Ach je...Automaten sind ziemlich sicher. Hast Du schonmal von einer "Liftkollision" gehört?

Verspätungen? Huh? Die sind dasselbe wie das Bremsenquietschen beim Auto oder der Stau...bei einem engmaschigen Fahrplan hat eine einzige Wartesekunde zuviel an irgendeinem Kuhsteig in Oberammergau Auswirkungen auf die Verspätung in Norddeich am Kai.....das wird "verhindert" durch Karenzzeiten hie&da. Oder man nimmt es hin. Beim Auto ist das "eingebaut", wer damit nicht pünktlich ist, macht Kavalierstarts an den Ampeln oder flucht auf seine Untermotorisierung...
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Am 17.09.2011 13:55, schrieb gUnther nanonüm:

Railtaxis fahren nicht im Stotterbetrieb von Haltestelle zu Haltestelle, wie man es von konventionellen Viel-Auf-Einmal-Zügen gewohnt ist. Sie fahren am Stück mit 130 km/h durch vom Start- bis zum Zielbahnhof. Die "Züge" werden unterwegs auf der Strecke zusammengestellt und aufgelöst. Dafür braucht man nicht mehr zu rangieren. Siehe http://www.astrail.de/rtbhf.htm

nochmal: http://www.astrail.de/rtbhf.htm Wer am Bahnhof nichts zu erledigen hat, fährt mit gleichbleibender Geschwindigkeit einfach durch. Wieso sollte er dort bremsen müssen?

Also ein Bahnhof in Hamburg und einer in München reicht? Wieso dann S21?
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Am 16.09.2011 19:32, schrieb Marcel Müller:

Das gilt aber nur für übliche Viel-Auf-Einmal-Bahn. Mit Individualverkehr auf den Gleisen sieht so Manches ganz anders aus.

130 km/h beim Railtaxi. Diese Geschwindigkeit hat seine Gründe.

Woher dieser vermeintliche Automatismus?

Aber das Management und die Leistungsfähigkeit spielen eine wichtige Rolle. Krieg' mal eine 14-spurige Richtungsfahrbahn überhaupt so voll, dass sie an ihre Leistungsgrenzen kommt...

Richtig. Praktisch wäre das dann etwa Tempo 60...70 km/h. Würde sich an den langsamsten LKWs orientieren. Allerdings kriegt man damit nur 0,5 Fahrzeuge pro Sekunde unter. Wegen der Sicherheitsabstände, die man in einem zweidimensionalen System braucht.
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On 16.09.11 20.46, Christoph Müller wrote:

Sie wäre auch für Straßen geeignet.

Naja, ohne Weichen wird man nicht auskommen. Und wenn von zwei seiten mehr Wagen kommen, als die nachfolgende Strecke aufnehmen kann, hilft nichts, dann muss die Geschwindigkeit runter.

Dafür reicht eine einspurige Fahrbahn. Voraussetzung ist nur, dass die Fahrzeuge nicht individualgelenkt sind. Das (im Sande verlaufene) Projekt Prometheus aus den 80ern hat es vorgemacht.

Bei (logisch) gekoppelten Fahrverbünden und konstanter Geschwindigkeit könnte man diesen Abstand auf ein Minimum reduzieren. Dann sind es schon eher 3 Fahrzeuge pro Sekunde (bei 18m/s). Das ist letztliuch genauso wie eine eindimensionale Strecke.
Marcel
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Am 17.09.2011 19:03, schrieb Marcel Müller:

Natürlich. Dort würde ich aber ungern im Nullabstand fahren. Das wären dann nämlich rund 7,2 Fahrzeuge je Spur und Sekunde. Üblich sind dort 0,5 Fahrzeuge je Spur und Sekunde an der Auslastungsgrenze. Auf der Schiene liegt diese Grenze in der geeigneten Betriebsweise bei 7,2 Fahrzeugen je Spur und Sekunde.

Schon. Aber die müssen doch nicht zwangsläufig zu Staus führen.

Bzw. rauf. Aber mal ehrlich: Auf welcher Strecke ist mit 7,2 Fahrzeugen pro Sekunde zu rechnen? In einem so langen Verband, dass auch wirklich keine Lücke dazwischen ist oder gebildet werden kann.

Für 7,2 Fahrzeuge pro Sekunde? Auf der Straße?

Was hat das mit der Lenkung zu tun?

Das Projekt wurde zwar abgeblasen und Promote draus gemacht. Tot ist es trotzdem nicht. Die Ideen schwirren nach wie vor in Köpfen rum. Nur verkauft sich diese Entwicklung nicht als "fahrerloses Auto", sondern als Fahrerassistenzsystem. Treibt man diese weit genug, kann man mit solchen Fahrzeugen Rennen fahren. Wird auch längst gemacht. Ganz ohne Fahrer. Zunächst nur durch die Wüste. Inzwischen längst auch im Stadtverkehr. Noch natürlich im abgesperrten. Aber so, wie das ABS den Sprung von der Formel 1 in schnöde Serienfahrzeuge geschafft hat, wird es auch mit anderen Funktionen gehen.

Auf der Schiene würden nochmal gut 3 Fahrzeuge dazwischen passen.

Damit stellt sich die Frage, wieso nicht gleich Schiene. Hätte durchaus einige Vorteile. Leider diese bei den Bahnoberen längst verloren gegangen, weshalb sie diese auch nicht nach außen vertreten können.
--
Servus
Christoph Müller
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Am 17.09.2011 19:03, schrieb Marcel Müller:

gibts da weitere Infos? im Netz find ich nur ein Game und ein NASA-Projekt.
--
Mit freundlichem Gruß


Robert Pflüger
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