Gestern immer noch 2 Millionen ohne Strom an der Ostkueste der USA

Hallo allerseits,
durch den Schneefall am Wochende kam es wieder zu weitraeumigen Stromausfaellen, diesmal an der Ostkueste der USA. Riesige, nasse und dadurch
sehr schwere Schneeflocken liessen in Unmengen Astbruch an Baeumen entstehen. So mancher Baum wird auch ganz umgeknickt sein. Man tat gut daran, seinen Wagen aus Alleen zu entfernen, da das Risiko einer Beschaedigung gross war. Auf Strassen konn- te nur noch Slalom zwischen grossen abgebrochenen Aesten gefahren werden. Man traf auch Situationen an, dass ganz tief haengende Aeste sich gerade daran machten, abzubrechen und in den Strassenraum zu stuerzen.
Die Freileitungen abzuschaffen, ist wohl etwas zu kosten- aufwendig. Oder stoesst das Einbuddeln der Leitungen an seine Grenzen durch die Eigentumsfragen oder Viel- fachnutzungen des unterirdischen Raumes?
K.L.
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Am 02.11.2011 14:46, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Dezentrale Stromproduktion wäre wohl billiger. Mit geeigneten Generatoren produziert man Strom im Inselbetrieb, wenn draußen die Leitungen kaputt gehen.
--
Servus
Christoph Müller
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Christoph Müller schrieb:

Hatten wir das nicht kürzlich? Inselbetrieb, die technischen Voraussetzungen, das Handling?
Frag' ja nur...
PS: was sind "geeignete" Generatoren?
PPS: ich beziehe mich auf den OP (ein Netz mit 2 Mio. Kunden), also keine Stiche oder Ringe.
Jörg
--
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Es scheinen auch heute noch an der Ostkueste unzaehlige Haushalte ohne Strom zu sein. In den Nachrichtensendern wurde heute Abend da- rueber berichtet. Mit dem Aufraeumen der umge- stuerzten Baeume und abgebrochenen Aeste, die im Strassenraum verblieben, ist man auch im Stadtgebiet von NYC noch nicht ueberall fertig. Der Hurrikan hatte weniger Baumschaeden angerichtet wie dieser nassen und sehr schwere Schnee. Wenn sich dieser Schnee aufgrund eines schnellen Kaelteeinbruchs in schwere Eismassen verwandelt haette, saehe es noch schlimmer aus.
K.L.
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Hallo, Joerg,
Du meintest am 02.11.11:

[Trolliges]
Kürzlich? Christoph Müller erzählt solchen Unfug seit Jahren. Und KLD hat schon einige Newsgroups unlesbar gemacht (wenn auch bisher mit anderen Themen).
Viele Gruesse! Helmut
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On 3 Nov., 08:12, snipped-for-privacy@Hullen.de (Helmut Hullen) wrote:

Von Dir kommt was?
K.L.
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Am 03.11.2011 00:11, schrieb Joerg Bradel:

Möglich.
Synchrongenerator und Netzsynchronisierung. Ginge wohl am Einfachsten per Wechselrichter.

Permanent erregte Synchrongeneratoren wird man sicherlich bevorzugen. Ob Insel- oder Netzparallelbetrieb wird man über die Wechselrichter erledigen. Hätte den Vorteil, dass die Kleinanlagen damit auch kurze Lastspitzen bis zum Mehrfachen der Generatornennleistung aus der kinetischen Anlagenenergie holen können. Die Generatorfrequenz sinkt damit zwar erheblich - die Netzfrequenz macht allerdings der Wechselrichter.
--
Servus
Christoph Müller
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Karl-Ludwig Diehl schrieb:

Natürlich sind die Gegebenheiten dort anders als bei uns. Nur, wenn man teilweise im TV Bilder von dortigen Freileitungen sieht, möchte man die Verantwortlichen auffordern, zu Ausbildungszwecken mal zu uns zu kommen. Hier sind auch die Freileitungen wohl weitgehend um ein Vielfaches sicherer gegen Wetterunbilden.
Interessant fand ich folgende Qualitätsaussage: Bei einer Qualitätsstufe von 99% hätten wir täglich eine viertel Stunde Stromausfall. Das muß man sich schon mal ins Bewusstsein rufen.
--
Liebe Grüße, Gerd
Satelliten FAQ, PC-Tipps, Katzen, Mopped, Garten, Heimwerken:
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Am 02.11.2011 15:54, schrieb Gerd Schweizer:

Vielleicht wäre ein Stromnetz, so wie wir es kennen, unter US-Amerikanischen Gegebenheiten einfach zu teuer? Mit Sicherheit setzen US-Amerikaner aber ihre Prioritäten anders als Deutsche. Sir Robert Watson-Watt, ein Brite, hat das einmal so charakterisiert: "Gib ihnen das Drittbeste, um weiterzukommen, das Zweitbeste kommt zu spät, das Beste kommt nie". Gemünzt war das auf die damalige Radarentwicklung aber es dürfte ebenso auch auf die heutige Entwicklung zutreffen.
--
mfg hdw

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Horst-D.Winzler wrote:

Das ist so. Ein paar Stunden Stromausfall juckt die Leute hier nicht besonders. Wenn es laenger dauert und die Tiefkuehltruhe langsam aus der Puste kommt dann schmeisst man den Grill an. Andere Massnahmen zeigen ihre Wirkung erst nach neun Monaten :-)

Ah ja, und jetzt fliegt die Royal Airforce fuer die richtig schweren Jobs C-17 Globemaster von Boeing und Hercules C-130 von Lockheed. Mit amerikanischem Radar.
Landbasierte Radaranlagen scheinen sie auch hier zu kaufen:
https://en.wikipedia.org/wiki/RAF_Fylingdales
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /
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Hi, es ist ne Kostenfrage. Da die Straßen ja auch in miesem Zustand sind, erkennst Du gut die Hopplahoppmethode. Alles billigste Machart. Außer in den "Betonvierteln", downtown wirst Du keine Freileitungen sehen, und in den modernen reichen Suburbs auch nicht. Da hat man eben das Geld. Und Fernleitungen erst recht nicht, die machen dann einen Bogen drum. Die Probleme sind nun schon wieviele Jahre bekannt? Das Grid ist sogar schon Filmthema gewesen, der unzufriedene Kunde sorgt eben selbst für Sicherheit. Alle Hochhäuser haben Backupsysteme für Fahrstühle, Notstromaggregate...bis selbst das Freileitungsnetz dem Bedarf hinterhergerüstet ist, lohnt die Anschaffung schon. Auch in Amiland gibts ne ständige Fluktuation, Wanderungen von Reichen und Neu-Armen...da steigt die Zahl geheizter Pools, ohne daß das Grid mitwächst...
--
mfg,
gUnther
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Hm, kommt drauf an, wo was ablaeuft. Auf Manhattan sind mir, glaube ich, noch keine Freileitungen begegnet. Die Be- bauung ist aber in der Regel 6geschossig und dicht an dicht, oder hoeher. In Harlem sind die Bauten meist aelter und noch ohne Aufzug, also 5geschossig selten hoeher, selten niedriger. Eingesprenkelt sind immer 3geschossige Stadt- hausreihen. Dann gibt es noch die echten Hochhausviertel.
Ich denke, die Art der unterirdische Kabelfuehrung haengt mit der Dichte der Bebauung zusammen und ob der Stras- senraum repraesentativ zu sein hat. Die Wohnhaeuser und Appartments mussten verkaeuflich sein. Da konnten Frei- leitungen stoeren.
Im benachbarten Yonkers verschwinden die Freileitungen ins Unterirdische, wenn dichte staedtische Bebauung im Zentrum einsetzt. Dagegen sind sie in den besseren Vierteln mit Villen durchaus vorhanden.

Die Verhaeltnisse koennen von Grossstadt zu Grossstadt verschieden sein. In Pittsburgh waren ganz hart am Hoch- hausviertel im benachbarten Stadtraum mit Fabriken und Lagerhaeusern sofort wieder Freileitungen vorhanden.
Es stimmt, was Du schreibst. Die Verlagerung der Bevoel- kerungsgruppen in andere Stadtteile findet regelmaessig und relativ geschlossen statt. In New York ist gerade Wil- liamsburg (ein Stadtteil von Brooklyn) en vogue. Noch vor wenigen Jahren lag hier alles brach oder ging ganz den Bach runter. Dann siedelten sich Kuenstler aller Sparten an und der Stadtteil wurde rasch Anziehungspunkt. Der- zeit werden entweder die Fabriken in Lofts verwandelt oder abgerissen, um modernen Wohnhochhaeuser mit Ganz- glasfassaden Platz zu machen. Die Mieten normaler Woh- nungen sind kaum noch bezahlbar. Aber Freileitungen sah ich dort wohl vorher und nachher nicht.
Es waere recht interessant, die politischen Vorgaben ken- nenzulernen, die zur Erlaubnis oder dem Ausschluss von Freileitungen fuehren. Die vielen Parlamente der unter- schiedlichen Kommunen, Counties und Regionen werden hierzu sicher Mitgestaltungsrechte haben. Wie Vorgaenge zu gestalten sind, damit Freileitungen abgeschafft werden muessen, waere auch gut zu wissen. Solche Umstellungen oder Zulassungen werden sicher ueber Vertragswerke mit vorgesehenen Zeitraeumen vereinbart. Vielleicht ist das Teil der Stadt- und Regionalplanung, die in Plaenen Vor- gaben fuer die Gebiete festlegt, die umgesetzt werden muessen.
K.L.
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Hi, um solche "Kurzstreckenleitungen" gehts ja auch nicht, sondern um die Anschlüsse für einsame Vororte und Kleinstädte. Denke da eher an Longisland, Breezepoint etwa. Oder die anderen Inseln...dagegen das urbane Haus-zu-Haus ist kaum vorstellbar nur von Schnee abzureißen. Die Leitung muß dazu schon weiter als nur ein paar Meter hängen.

Das würde doch den meisten Investoren nicht wirklich nützen, die bauen doch nicht zum Verkauf, sondern als Mietskaserne. Und Kabel lassen sich ja nachrüsten. Ich glaube eher an eine "Sparmaßnahme" der EVU, die bei unübersichtlichen oberirdischen Kabelagen zuviele "Verluste" befürchteten. Stromklau a la Palermo :-)

Die Betongroßbaustellen fallen als Traverse aus in der Bauzeit, und Großbauten sind enorme Stromfresser, die eh eigene Leitungen brauchen. Da sind Kabelschächte nur folgerichtig. In "Villengegenden" ist das aber nicht der Fall, eher im Gegenteil, die meisten dieser "Villen" sind ja auch nur Ami-Billigbauten, Holzrahmen, beidseitig vergipst. Die werden schnellschnell in die Gegend gestellt, dabei enorme Erdbewegungen zu machen wäre kontraproduktiv, meist ist die "unverbaute Wildnis" bzw der Rest-Wald ein Kaufargument. Schmale Zufahrten, Erschließung nicht wie bei uns üblich dem Straßenzug folgend, sondern querfeldein...das schreit nach Stromfreileitung.

Wenn erstmal Kabelschächte liegen, werden die wohl weiterbenutzt :-)
--
mfg,
gUnther
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