Gleichstromkopplung von 3 Netzen

Das hier soll in New Mexico gebaut werden: http://www.tresamigasllc.com/about-overview.php
Nur warum baut man die 3 Stationen kilometer auseinander,
waere es nicht sinnvoller sie so nahe wie moeglich aneinander zu bauen, oder gibt es einen Sinnvollen Grund dafuer ?
http://www.elp.com/index/display/article-display/0605782485/articles/utility-automation-engineering-td/volume-15/issue-1/features/tres-amigas_technology.html
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Carla Schneider schrieb:

Angst vor Flugzeugabstürzen.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Am 04.02.2010 10:33, schrieb Carla Schneider:

http://www.elp.com/index/display/article-display/0605782485/articles/utility-automation-engineering-td/volume-15/issue-1/features/tres-amigas_technology.html
Man baut die Energieerzeugungsanlagen nahe am Verbraucher und speist die übrige Energie in ein HGÜ( Hochspannung-Gleichstromübertragung) - Verbundnetz ein. Ein HGÜ-Netz lässt sich wesentlich verlustärmer als ein Drehstrom - Netz betreiben. Die Wüsten von New Mexico eignen sich hervorragend für Solar- und Windparks.
mfg Sepp
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Carla Schneider schrieb:

http://www.elp.com/index/display/article-display/0605782485/articles/utility-automation-engineering-td/volume-15/issue-1/features/tres-amigas_technology.html
Hallo,
diese HGÜ Kopplungen baut man dort weil es dort nicht ein einziges Verbundnetz gibt sondern deren drei. Diese drei Netze können und haben auch zueinander unterschiedliche Phasen und Frequenzen, deshalb kann man sie nicht direkt koppeln sondern nur über die Zwischenstation Gleichspannung. Es gibt dafür sogenannte Kurzkopplungen wenn man Hochspannungsleitungen für beide zu koppelnde Wechselstromnetze direkt nebeneinander hat. Wenn diese drei Wechselstromnetze aber weiter auseinander liegen ist es zweckmässiger die Energie über die grössere Distanz mit Gleichspannung zu transportieren, denn damit kann man geringere Transportverluste pro km erreichen als mit Wechselspannung. Da hier auch noch die Gleichspannung über Supraleiter übertragen wird sind die Transportverluste besonders niedrig. Sogar wenn die Endpunkte der drei Netze eigentlich nahe beieinander liegen kann es sinnvoll sein mit Gleichspannung zu weiter entfernten Punkten des Netzes zu gehen wo man so hohe Leistungen auch einspeisen und entnehmen kann, was an den nahe beieinander liegenden Endpunkten des Netzes nicht der Fall sein muß. Denn an so einem entlegenen Endpunkt eines dieser Netze wurden ja bisher nur kleine Leistungen entnommen oder eingespeist. Eine 380 kV Freileitung kann ja erheblich höhere Leistungen transportieren als eine 110 kV Leitung.
Bye
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Uwe Hercksen wrote:

Hier handelt es sich aber um ein Dreieck aus supraleitenden Kabeln mit einer Kantenlaenge von 2 Meilen, also etwa 3km. Waere die Kantenlaenge 1000 Meilen koennte man es verstehen, aber was fuer einen Sinn machen Supraleitende Kabel dieser Laenge. Waere es da nicht besser die 3 Stationen nur in 20m Abstand zu bauen und ganz normale Kabel zu verwenden ? Oder ist das ganze ein Test fuer die Anwendung Supraleitender Kabel, und ein Projekt mit viel laengeren Leitungen wird folgen ?
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Am 04.02.2010 19:01, schrieb Carla Schneider:

geh´ die Sache mal praktisch an: 3 speisende Netze/ Systeme die verbunden werden sollen, bestehend jeweils aus Trafoblöcken, Gleichrichter- / Wechselrichterblöcken, Schaltanlagen und das ganze Geraffel was man so in Umspannwerken benötigt. Bei HGÜ sind die Luft- und Trennstrecken ein wenig größer als bei den normalen 110 /380KV Systemen. Baut man halt alles mit ein wenig Abstand. Vielleicht spielen ja auch ´ne Rolle, das es drei unterschiedliche Betreiber sind? Die Verbindung zwischen den Koppelstationen sollen dan möglichst verlustarm gefahren werden, deswegen der Schnickschnack mit dem Supraleiter. Wäre zumindest mal mein Lösungsansatz, aber vielleicht findet sich ja auf der Website eine Erklärung...
Gruss Ralle
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Moin Carla,
Am 04.02.10 19.01, schrieb Carla Schneider:

Fläche 22,5 square miles. Die Kantenlänge dürfte eher so bei 4...5 Meilen liegen.

20m ist wohl doch ein wenig knapp. Die Stichworte "Ausbaureserve" und "Flugzeugabsturz" sind schon gefallen, die reinen Mehrkosten für 2 Meilen Leitung sind wohl eher vernachlässigbar. Die müssen ja auch an die Peripherie der drei Teilnetze herankommen - vielleicht gibt es am vorgeschlagenen Standort genau diese Konstellation, so dass man nicht noch Stichleitungen zusätzlich vorsehen muss?
Und: supraleitend klingt auch irgendwie sexier, vor allem für Investoren. Als ich studiert habe, hieß es schon gelegentlich "in 10 Jahren sind wir soweit." Scheint aber irgendwie doch nicht so einfach zu sein.

Das Ganze ist kein Test - nicht einmal die _Ankündigung_ eines Tests, sondern lediglich ein _Vorschlag_ für einen Test.
Die Fläche wird als "granted" bezeichnet - was das heißt, bleibt offen: vielleicht hat da mal jemand mit irgendwem telefoniert, vielleicht gibt es ein LoI, vielleicht auch nicht... Konkrete Informationen findet man (wie zu erwarten war) nahezu keine auf der gesamten Website, nur das Übliche zu vorhandenen Technologien und "Argumentationshilfen" a la "to keep the lights on". Auch zu den Akkus liest man auch nur, dass es sie geben könnte und dass eine Entscheidung zu Speichertechnologie, Anbieter und Speicherkapazität noch nicht erfolgt ist.
MaW: im Moment scheint das wenig mehr als heiße Luft zu sein. Warten wir mal 5 Jahre ab. Vielleicht ist Google Earth dann auch so weit, dass wir selber nachsehen können.
HGÜ mit längeren Leitungen wird sicherlich irgendwann als Backbone hinreichend zuverlässig und wirtschaftlich sein, irgendwann auch supraleitend. Alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit - Kühlung vs. Verluste.
Gruß, Volker.
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On Thu, 04 Feb 2010 10:33:36 +0100, Carla Schneider

Wenn man nur die 5 GW pro Link übertragen will dann nicht. Aber die Anlage soll ja irgendwann mal modular auf bis zu 30 GW ausgebaut werden können. Und da braucht man einfach Platz für die ganzen Hochspannungsschaltanlagen. Und Batteriespeicher sollen ja auch noch installiert werden.
Die Verbindung über supraleitende Kabel hilft dabei die Spannung wie bei den normalen Kurzkopplungen niedrig zu halten. Und wahrscheinlich kostet ein Kupferkabel das dick genug ist, oder mehrere Hochspannungsleitungen, genauso viel wie das Suprakabel.
Was mich tatsächlich wundert ist warum man hier die Netze am äussersten Rand koppelt und die Stationen nicht gleich, über lange HGÜ-Leitungen verbunden, an die Verbrauchsschwerpunkte in den jeweiligen Netzen setzt. Die Netzte sind üblicherweise an den Rändern eher schwach. Und die 10 GW die maximal fließen können müssen auch erstmal vom Rand in die Zentren transportiert werden, und im Endausbau können es ja bis zu 60 GW werden. Aber vieleicht kommt das ja später noch.
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Emil Naepflein schrieb:

Man kann die derzeitige Anlage als "Labor"versuch ansehen. Das Projekt ist in dieser Form gut berschaubar. Luft diese Projekt erfolgreich, kann mit groen HG Kopplungen gerechnet werden. Trifft brigens auch auf de. zu.
-- mfg hdw
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Carla Schneider wrote:

Flugzeugabsturz wurde schon genannt. Dann Terror und so weiter, da will man nicht alles auf einem Punkt haben. Dezentral ist fast immer besser. Der andere Grund ist die Ausbausicherheit. Waere schon ein ganz grosser Driss wenn man eines Tages merkt das es nicht mehr reicht und nun kein Platz mehr da ist. Grund und Boden kosten in solchen Gegenden so gut wie nichts, sind andere Verhaeltnisse als bei Euch.
Ein weiterer Grund ist Unfallsicherheit und Redundanz. Nimm mal an in einer der Stationen kommt es zu einem Grossbrand. Mit einigen Meilen Abstand hat man die Moeglichkeit massiv mit Loeschfahrzeugen anzufahren oder sogar Flugzeuge einzusetzen (hier gibt es eine DC-10 als Feuerloeschflugzeug). Wenn die Stationen zu nahe aneinander liegen und die beiden anderen beinahe im Russ mit ersticken oder Loeschmittel abbekommen kann die ganze Anlage ausfallen. Mit dem Abstand bleiben zwei weiterhin in Betrieb.
Du kannst das System an Strassen sehen. Bei uns geht der Highway 50 vorbei. Er hat hier durchs Dorf vier Spuren so wie die meisten Autobahnen bei Euch, sieht auch fast wie eine Autobahn aus. Nun hat die Bevoelkerung zugenommen und die vier Spuren reichen nicht mehr ueberall. Zum Glueck war man damals vor zig Jahren weise und hat die beiden Doppelfahrbahnen mit einem vergleichweise riesigen Abstand gebaut. Die Addition jeweils einer Fahrbahn um damit auf insgesamt sechs zu kommen ist nun relativ preiswert machbar, ist derzeit im Bau. So sieht das konkret aus:
http://co.el-dorado.ca.us/50HOV/phases.html
[...]
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /
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