Japan verabschiedet sich klammheimlich von der Atomenergie

Hallo, Arno,
Du meintest am 27.03.12:
[...]


Sorry - Nichtexistenz lässt sich nicht beweisen.
Aber wer eine Verschwörung behauptet, der sollte sie auch mit Fakten unterfüttern können.
Viele Gruesse! Helmut
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Am 27.03.2012 17:29, schrieb Helmut Hullen:

"Ending the Depression Through Planned Obsolescence" Bernhard London, 1932
Und des weiteren:
Welchen zwingenden Grund soll es haben, Geräte mit fest eingebauten und nicht austauschbaren Akkus zu bauen, ausser deren Nutzungsdauer auf die des Akkus zu begrenzen? Ja - jetzt wird sicher wieder argumentiert, dass Geräte, wie das iPhone oder etliche EBook-Reader oder Tablets aufgrund ihres Designs nur so gebaut werden können und dass die Kunden das letzlich ja so wollen. Und dann wird sicher gesagt - wenn das niemand wollte, würde es ja auch niemand kaufen.
--
Arno Welzel
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Hallo, Arno,
Du meintest am 27.03.12:

Klar - das ist der ultimative Beweis. Wofür auch immer.
Folgt daraus, dass dieses Prinzip bei der Herstellung meiner Kuchengabeln umgesetzt worden ist?

"zwingend"? Keinen. Nicht mal den von Dir vermuteten.

Wer bitteschön zwingt die Käufer, einzig dieses Produkt zu kaufen?
Solange es Konkurrenz gibt, deren Produkte länger halten: wo ist das Problem?
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen, 2012-03-27 18:03:

Im Wesentlichen ja - Produkte werden in der *Regel* so entwickelt, dass sie nicht so lange benutzt werden, wie es technisch nach dem Stand der Dinge machbar wäre, sondern nur so lange, dass genügend davon neu gekauft wird, um den Wirtschaftskreislauf durch Konsum am laufen zu halten.
Selbstverständlich gibt es Ausnahmen und nicht *alle* Produkte werden so entwickelt. Aber grundsätzlich planen die Hersteller durchaus in von Ihnen gestecken Lebenszyklen - sei es durch künstliche begrenzte Lebensdauer (wie z.B. bei Druckerpatronen mit Chips zur Vermeidung der Wiederbefüllung oder generelle Einstellung der Arbeit x Seiten oder fest eingebaut und nicht austauschbare Akkus in mobilen Geräten) oder durch das Produktdesign, mit dem etwa bei PC-Komponenten alle 6-12 Monate neue Generationen von CPUs, Grafikkarten usw. auf den Markt geworfen werden, ohne dass die Kunden davon einen echten Nutzen hätten.
Und ja - mehr Realismus bei 3D-Shootern sehe ich nicht als "Nutzen". Damit kann man aber eine bestimmte Zielgruppe dennoch davon überzeugen, ihre Elektronik regelmässig wegzuschmeissen, weil sie glauben, man könne ohne die neuesten Grafikeffekte nicht leben.
Oder man nehme das "Feature" der im Gerät programmierbaren Wartungsintervalle, die der Kunde nicht ändern oder abschalten kann und bei elektronischen Fahrradtachos Einzug gefunden haben - inkl. dem Spruch "so ist Kundenbindung vorprogrammiert" - auch wenn nichts kaputt ist oder die Wartung in den eingestellten Intervall nicht nötig ist (siehe auch <http://www.sigmasport.com/de/service_center/fuer_haendler/vkf/fsb/?flash=1 )... der Kunde weiss es ja eh' nicht besser und wird es im Zweifelsfall einfach akzeptieren.

Sondern?
Genau da ist das Problem - so eine Konkurrenz gibt es ja nicht. Bei den Alternativen wird dann eben der Support eingestellt und selbst wenn das Gerät länger halten würde, wird es dann eben nicht mehr mit Softwareupdates versorgt, was mit dem unzumutbaren Aufwand begründet wird. Wer da noch davon spricht, dass die vorgesehene Einsatzdauer nicht durch den Hersteller geplant ist, muss schon sehr naiv sein.
--
Arno Welzel
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Hallo, Arno,
Du meintest am 27.03.12:

Also Verschwörung? Zudem: jetzt schwenkst Du zur Benutzung, also zu etwas, was (erst mal) nicht der Hersteller entscheidet, sondern der Endabnehmer.
Trifft auf meine Rechner zu, auf meine Socken nicht, und auf meine Glühbirnen auch nicht. Vom Toastbrot ganz zu schweigen.

Aha!
Ach so! Und das trifft auch für Kühlschränke und Fahrradschläuche zu? Das trifft auch für die Drucker zu, die ich hier in meinem Haushalt betreibe?
Oder definierst Du "Regel" und "Ausnahme" stets passend?
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen, 2012-03-27 20:20:

Wieso Verschwörung? Ich sehe das als ein wesentliches Prinzip, auf dem das hiesige Wirtschaftssystem aufbaut. Würden alle gekauften Produkte so lange halten, wie es technisch möglich ist, würde davon schlicht weniger verkauft und ein Hersteller könnte davon auf Dauer nicht gut leben. Massenproduktion macht die Herstellung zwar billiger, aber ohne die Sachen müssen ja auch verkauft werden.

Du hast es nicht verstanden. Der Endabnehmen *kann* ein Produkt oft nicht so lange benutzen, wie er gerne würde, weil die Lebensdauer künstlich beschränkt wird.

Bei denen Glühbirnen dürftest Du dich vermutlich täuschen. Und bei deinen Rechnern hast Du wohl nur Glück gehabt bisher. Ich habe in 8 Jahren bei ca. 40 Arbeitsrechnern fast 70% Ausfälle bei den Netzteilen nach 3-4 Jahren gehabt - und das nur bei "Bürokisten", die rund 8 Stunden täglich laufen und keine außergewöhnlichen Belastungen hatten. Und ja - das waren Markengeräte eines Herstellers und nichts selber zusammengeschraubtes.
Bei meinem Netbook (Samsung NC10) war nach weniger als 3 Jahren das Kabel zum Display defekt - und ich kenne mehrere Leute mit dem selben Modell, die exakt das selbe Problem haben. Ich konnte es mit einem Ersatzteil selber reparieren - aber hätte ich es als reiner Endnutzer ohne technische Kenntnisse dazu reparieren lassen wollen, wäre das faktisch ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen, da die Reparatur rund 150 EUR gekostet hätte.
Oder ein anderes Beispiel: Ich habe hier einen USB-Flachbettscanner, den ich etwa 2001 oder 2002 gekauft habe, der nur selten genutzt wird und für meine Anforderungen auch immer noch ausreicht. Dummerweise wird das Ding aber bei neueren Windows-Versionen nicht mehr unterstützt. Da frage ich mich, wieso man überhaupt einen speziellen Treiber braucht und keine generische Schnittstelle wie für Tastaturen oder Mäuse via USB definiert hat, damit genau solche Probleme nicht auftreten. Klar - der Hersteller geht davon aus, dass das Teil nicht 10 Jahre oder länger verwendet wird. Als Kunde sollte man sich lieber ein neues Modell kaufen. Unter Linux dagegen gibt es keine Probleme - aber Linux ist auch kein kommerzielles Produkt, mit dem ein Hersteller Geld verdienen will.

Wieso "Aha!"? Ich habe nie etwas anderes behauptet.

Vermutlich ja.

Wenn es Tintenstrahldrucker sind - sehr wahrscheinlich. Es gibt viele Modelle, bei denen eine vermeintlich "technisch" Betriebsgrenze in der Firmware vorhanden ist, obwohl das Gerät trotzdem noch länger benutzbar wäre oder mit geringem Aufwand eine Wartung möglich wäre.

Regel = Mehrzahl der angebotenen Produkte
--
Arno Welzel
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Geplante Obsoleszenz ist durchaus ein reales Phänomen, aber sie betrifft tendenziell - und auch dort nicht ausschließlich - billige Produkte. Dort ist der Hersteller darauf angewiesen, mit hohen Stückzahlen Umsatz zu machen, und gerät daher in Versuchung, die Lebensdauer künstlich zu begrenzen.
Es gibt aber auch andere Marktsegmente, besonders im Bereich hochwertiger Konsumgüter, die im Gegenteil mit ihrer Langlebigkeit und Servicefreundlichkeit beworben werden, und bei denen die Kunden abspringen würden, wenn diese Versprechen nicht eingehalten würden.
Dass "das hiesige Wirtschaftssystem" auf dem Prinzip künstlicher Obsolesenz aufgebaut sei, ist ganz sicher eine Überhöhung.

Du musstest aber nicht den ganzen Rechner wegwerfen. Das Erfolgsprinzip des PC ist ja die Modularität, die es dir erlaubt, Einzelteile bei Defekt oder zur Leistungssteigerung auszutauschen, ohne dass der ganze Rechner in den Müll wandern muss. In einer Welt, deren "Wirtschaftssystem" ausschließlich auf geplantem Verschleiß beruhte, würde ein solches System gar nicht angeboten, ist also geradezu ein Gegenbeispiel.
Pro-Beispiele sind tendenziell Laptops, bei denen die Wartung durch die proprietären Komponenten teuer gemacht wird, oder die Handys eines bestimmten Herstellers (*hüstel*), bei denen die Akkus fest eingelötet sind. Der hat zwar aus unerfindlichen Gründen Erfolg damit, aber etliche Leute kaufen die Dinger auch nicht, u.a. auch aus dem Grund. Es gibt ja genug Alternativen mit austauschbaren Akkus.

Eigentlich schon. Deine These war, dass das "Wirtschaftssystem" darauf beruhe.
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Tank nur das gute Super rein

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Ja, bei der Packungsdichte kaum anders zu machen.
-ras
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Ralph A. Schmid

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Hallo, Arno,
Du meintest am 28.03.12:

Ja und? Wenn jemand behauptet, die Erde sei eine Scheibe: auch das würde ich selbst bei vielfacher Wiederholung nicht "verstehen".

"oft"? Hast Du dafür statistisch nachprüfbare Daten? Aus meiner Umgebung fällt mir auf Anhieb kein Produkt ein, bei dem die technisch mögliche Lebensdauer "künstlich" beschränkt ist, ohne dass ich das als Benutzer (unter Abwägung vieler Gesichtspunkte) will.
Bei meiner Tageszeitung beispielsweise lege ich überhaupt keinen Wert auf lange Haltbarkeit von Papier oder Farbe. Auch bei vielen anderen Produkten lege ich keinen Wert auf lange Haltbarkeit (nicht einzig bei Lebensmitteln).

Könntest Du mir das bitte etwas genauer erläutern? Ich lasse mich nun mal nur ungern täuschen.

a) meine Rechner bestehen aus mehreren Komponenten, nicht nur aus dem jeweiligen Netzteil. Bei meinen Rechnern verschleissen eher die Netzwerkkarten - bei 10-Euro-Bauteilen halte ich das für verschmerzbar. Netzteile: bei meinen Rechnern haben die nie Probleme gemacht, nicht mal beim C64.
b) auch bei meinen Socken muss ich mit Verschleiss rechnen.

Ja und? Was bitteschön beweist das?

Und beim Thinkpad T40 gab es "Flexing"-Probleme. Ja und? Die hat der Hersteller nicht vorsätzlich eingebaut, um die Lebensdauer "künstlich" zu verringern.

Und daran ist der Hersteller des Scanners schuld? Der hat (weil er schon 2001 wusste, wie Windows 7 gebaut sein wird) sein Wissen so umgesetzt, dass mit Erscheinen von Windows 7 der Scanner nicht mehr benutzbar ist?
Was wolltest Du noch gleich beweisen?
Ich habe hier noch einen Chinon-Hersteller, anzuschliessen an die serielle Schnittstelle. Seit Jahren faktisch unbenutzbar -hat Chinon das vorsätzlich so gebaut?

Ja und? Was wolltest Du noch gleich beweisen? Ich habe hier noch einige Steckkarten für XT- und AT-Rechner, die ich in neue Rechner nicht einbauen kann. Haben das die Kartenhersteller verbockt?

Aha!
Also kann ich meinen Chinon-Scanner dann an meinem Maxdata-Rechner betreiben, wenn ich dort nicht Windows, sondern Linux starte?

Dann präzisiere doch bitte Deine unbestimmten Mengenangaben, z.B. "in der Regel", "Ausnahme", "oft".

Bei Fahrradschläuchen habe ich den von Dir beschriebenen Mechanismus bisher nicht beobachten können. Bei Kühlschränken auch nicht. Wo und wie wird (nach Deinem Kenntnisstand) da die Lebensdauer "künstlich" verringert, wo und wie wird per Produktdesign die akzeptierte Verweildauer in meinem Haushalt reduziert?
Werde doch einfach mal auch für diese Produkte konkret. Oder reduziere Deine Wehklage auf "die Welt ist schlecht!"

Aha. Und Du weisst, dass ich nur diese Modelle gekauft habe, freiwillig oder gar gezwungenermassen?

Ok. Wo könnte ich die Daten dafür nachlesen, dass die Mehrzahl der Tintenstrahldrucker eine derart verringerte Lebensdauer haben? Komm doch einfach mit Fakten, mit Zahlen.
Viele Gruesse! Helmut
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Am 28.03.2012 09:24, schrieb Helmut Hullen:

Das habe ich auch nicht behauptet.

Die Welt funktioniert global so, wie deine persönliche Umgebung? Was Du selbst nicht siehst, gibt es nicht?

Ja und? Habe ich irgendwo behauptet, eine Tageszeitung müsse mindestens ein Jahr haltbar sein?

<http://www.zeit.de/stimmts/1999/199933_stimmts_gluehbir
Richtig. Aber auch dass ein Netzteil nach ein paar Jahren ausfällt, ist für mich inakzeptabel und dass solche Teile dutzendfach in Büro-PCs verbaut waren, war für mich ein Indiz, dass der Hersteller nicht davon ausging, dass die Teile deutlich länger als ein paar Jahre genutzt werden und entsprechend nur Teile verbaut hat, die zumindest die Benutzbarkeit über die Gewährleistungszeit sicherstellen zu können - aber auch nicht viel mehr.

Ich behautpe auch nicht, dass es verschleißfreie Teile gibt. Aber auch bei Textilien kann man haltbarere und weniger haltbare Fasern verwenden.

Dass man hier nicht damit argumentieren kann, dass die Dinger eben extrem billig waren und man deshalb mit mangelhafter Qualität rechnen musste.

Aber er hat auch keine besondere Mühe darauf verwendet, eine Haltbarkeit von vielen Jahren zu ermöglichen, weil er ein Netbook oder Laptop nur für die Nutzungsdauer von ein paar Jahren auslegt, obwohl auch mehr möglich wäre.

Dass die Produktgestaltung nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet ist. Man hat bei USB für Tastaturen und Mäuse nur deshalb einen Geräteübergreifenden Standard festgelegt, weil eine herstellerspezifsche Lösung, wo eine Tastatur nur an einem bestimmten Mainboard benutzbar ist, auch für die Hersteller nicht tragbar gewesen wäre - man hätte eine gigantische Logistik aufbauen müssen, um zu jedem PC die exakt passende Tastatur bereitstellen zu können.
Da wo aber nur der Kunde selber die Kosten zu tragen hat, wenn eine proprietäres Protokoll zwischen Endgerät und PC bei einem neueren Betriebssystem nicht mehr nutzbar ist, verwendet man keine Mühe darauf, daran etwas zu ändern.

Ich sprach von USB. Da hätte man die Möglichkeit einer Neueentwicklung auch nutzen können, für Geräte wie Scanner, Drucker etc. auch eine generische Kommunikation anzubieten, die zumindest einen gemeinsamen Nenner bietet.

Das man beim Design bewusst Punkte weglässt, mit der Endgeräte problemlos austauschbar werden.

Nein, IBM. ISA war nur für langfristige Nutzung gedacht und auch ziemlich schludrig entwickelt.

Es wäre einen Versuch wert. Aber wenn Du es schon probiert hast und weisst, dass SANE den Scanner nicht unterstützt, kannst Du das ruhig sagen, anstatt hier ständig "Aha!" zu sagen.
[...]

Deswegen schrieb ich auch "wahrscheinlich" und nicht "ja, ist so".

Das ist eine logische Folge, wenn in einem Markt die meisten Produkte sehr billig angeboten werden. Oder möchtest Du jetzt auch eine Aufstellung über die aktuellen Preise aller angebotenen Tintenstrahldrucker und der Verkaufszahlen?
--
Arno Welzel
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Hallo, Arno,
Du meintest am 28.03.12:

Woraus hast Du denn diese seltsamen Unterstellungen herausdestilliert?
Du hast etwas behauptet, Du hast zu belegen. Wenn mir auf Anhieb etliche Produkte einfallen, die Deine Behauptung widerlegen, dann könntest Du in Beweisnot geraten.

Demnach gilt Deine Behauptung schon mal nicht für Tageszeitungen. Und wohl auch nicht für etliche andere Produkte. Für welche Produkte gilt sie denn?

Der Artikel "beweist" nur, dass die Lebensdauer einstellbar ist. Mehr nicht. Das gilt auch für die Lebensdauer von Schuhsohlen oder von Luftballons.

Ja und? Hat Dich irgendwer gezwungen, einzig bei diesem Hersteller zu kaufen, einzig diese Netzteile zu benutzen?

Ja - die unverwüstlichen Nylonstrümpfe. Die wurden nur ungern gekauft.

Wer glaubt, dass ein höherer Preis automatisch für höhere Qualität spricht, der hat selber schuld. Er taugt nicht als Beleg für Deine Behauptung.

Echt? Hast Du dafür belastbare Belege? Oder fabulierst Du nur?
[...]

Toll - aus einigen wenigen Spezialfällen bastelst Du eine allumfassende Theorie. Mitsamt Verschwörungs-Komponenten.

Das hat recht wenig mit der Lebensdauer zu tun. Warum zitierst Du dieses abwegige Beispiel?

Wer ist "man"? Sind das "SIE"?

Vor zwanzig Jahren war RS232 ein sehr weit verbreitetes Protokoll, auch zur Anbindung von Geräten. Ist derzeit überwiegend von USB abgelöst, und wahrscheinlich wird irgendwann USB durch was anderes abgelöst.
Was beweist das?

Die allermeisten USB-Tastaturen sind heutzutage problemlos austauschbar. Was wolltest Du beweisen?

Aha - Deine Behauptung trifft also auch für diesen Bereich nicht zu.

Sorry - Du hattest behauptet, "Unter Linux dagegen gibt es keine Probleme". Jetzt bringe ich 1 Problem, und Du bist eingeschnappt.

Zwingt mich irgendwer, die Billigheimer zu kaufen?
Viele Gruesse! Helmut
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Am 28.03.2012 13:10, schrieb Helmut Hullen:

Und mir fallen auf Anhieb etliche Produkte ein, bei denen das so ist.

Du solltest auch langsam gemerkt haben, dass es hier nicht um Verbrauchsgüter wie Klopapier oder Lebensmittel geht und auch nicht um Dinge, deren Nutzungsdauer sachlich bedingt nur ein paar Tage beträgt, sondern technische Geräte - wobei der Einstieg die Frage war, wieso Glühlampen nur 1000 Stunden Lebensdauer haben und ob das von den Herstellern bewusst so vorgesehen ist obwohl technisch auch mehr möglich und bezahlbar wäre.

Als Beispiele - Glühlampen, Unterhaltungselektronik, Computerhardware die für private Endverbraucher angeboten wird und wo der Preis entscheidender ist, als die Lebensdauer.

Na endlich hast Du es verstanden! Genau das ist "geplante Obsoleszenz".
Hersteller "optimieren" die Lebensdauer so, dass der maximale Gewinn dabei entsteht und nicht, dass der Kunde den maximalen Nutzen davon hat oder möglichst wenig Müll durch verschlissene, defekte oder veraltete und deshalb nicht mehr sinnvoll nutzbarer Produkte entsteht. Und damit die Kunden das nicht als Nachteil empfinden, wird es als mit entsprechender Werbung verkauft - etwa bei Tintenstrahldruckern, wo Patronen nicht auffüllbar sind, weil ein (patentrechtlich geschützer und daher nicht legal kopierbarer) Chip deren Nutzungsdauer festlegt und man das dann mit der Qualität der Ausdrucke begründet.
[...]

Das alte Totschlagargument. So gesehen kann man auch Rauchverbote als unsinnig ansehen, weil ja niemand gezwungen wird, eine Kneipe oder Restaurant zu betreten und diese Räumlichkeiten zudem kein öffentlicher Raum sind.
Nein - es wurde niemand gezwungen, eine größere Menge dieser Geräte zu kaufen. Aber ob die Dinger haltbar sind oder nicht, merkt man halt erst nach x Jahren. Und solange der Anteil der ausgefallenen Geräte nur gering ist, unterstellt man erstmal "Pech" und nicht "nachlässig billige Komponenten verbaut".
[...]

Anders herum - die wurden ungern *verkauft*, weil sie eben zu haltbar waren. Man hat die Haltbarkeit nicht deshalb reduziert, weil sie so niemand kaufen wollte.

Ich glaube auch nicht daran, dass hoher Preis zwangsläufig eine hohe Qualität bedeutet. Ich habe das nur erwähnt, damit Du nicht damit anfängst, dass möglicherweise wegen des niedrigen Preises an der Qualität gespart wurde.
Der Preis kann dennoch ein Indiz sein - der Shimano HB-NX32 Nabendynamo hat nachweislich nach 2000-3000 km deutlichen Verschleiß in den Lagern und entwickelt je nach Fahrleistung nach 1-2 Jahren deutliches Spiel. Und das Ding sehr billig. Dagegen ist ein Schmidt Nabendynamo deutlich teurer, aber die Lager haben auch nach der zehnfachen Laufleistung noch keinen erkennbaren Verschleiß und man kann das Ding jederzeit beim Hersteller in Deutschland reparieren lassen, während bei dem Shimano-Teil manche Einzelteile fest verschweisst sind und eine Reparatur bei Lagerdefekten auf der rechten Seite schlicht unmöglich wird.
[...]

Die Tatsache dass es passiert ist, ist der Beleg.
Wären die Dinger haltbarer entwickelt worden, wären diese Probleme nicht aufgetreten. So hat man halt beim Design "lange Haltbarkeit" offensichtlich nicht als wichtig erachtet. Denn das ein Notebook-Hersteller nicht weiss, wie er ein Gehäuse oder eine Verkabelung konstruieren muss, um sowas zu vermeiden, glaubst Du wohl selber nicht, oder doch?

Wieso faselst Du hier ständig von "Verschwörung"? Ich sehe es halt als gegeben an.

Wieso abwegig? Die Tatsache, dass es für USB-Tastaturen einen herstellerübergreifenden Standard gibt, erlaubt es, eine Tastatur auch bei einem neuen PC oder einem neuen Betriebssystem zu verwenden. Der genannte USB-Scanner ist dagegen nur solange benutzbar, solange man kein neues Betriebssystem einsetzt, wo es keine Treiber mehr dafür gibt - und der einzige Grund dafür ist, dass man für Scanner, Drucker etc. keine generische Lösung definiert hat, wie bei Tastaturen, sondern es jedem Hersteller selbst überlasst, wie lange er seine Produkte aktiv unterstützten will.

Nein, die Hersteller der Geräte - konkret z.B. HP, Logitech, Canon, Epson usw.. *kopfschüttel*
[...]

Seufz... Drucker aber nicht, Scanner ebensowenig.

Ok - hier fe lte das Wörtchen "nicht" - ISA war nur *nicht* für langfristige Nutzung gedacht... IBM hatte nie vor, ISA als nachhaltiges Produkt für lange Zeit zu etablieren. Der Erfolg der ganzen "Kompatiblen" war IBM zuwieder und mit MCA hat man u.A. auch versucht, diesen Fehler zu korrigieren.

Du kapierst wohl gar nichts.
Ich habe erklärt, dass *MEIN* Scanner (konkret ein Canon N670U) unter Windows 7 nicht unterstützt wird (weil weder Canon dafür Treiber anbietet, noch Microsoft). Der wird auch unter Linux unterstützt.
*kopfschüttel*

Spielt das eine Rolle?
--
Arno Welzel
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Hallo, Arno,
Du meintest am 28.03.12:

Also gibt es sone und sone. Wenn Du jetzt Behauptungen zu "in der Regel"/"meistens" sowie "Ausnahmen" aufstellst, dann solltest Du mit Zahlen aufwarten und nicht nur mit Empfindungen.

Aha - Du reduzierst das Untersuchungsgebiet weiter. Auch eine Büroklammer ist ein "technisches Gerät". Ein Aktenordner auch. Eine Brücke auch.
Und da hast Du allgemeingültige Gesetzmässigkeiten bezüglich der "künstlichen" Verringerung der Lebensdauer beobachten können?

Aber keine Kühlschränke, Gasanzünder, Rohrzangen usw.? Und wenn Du jetzt die weitere Nebenbedingung "wo der Preis entscheidender ist als die Lebensdauer" herneizauberst, dann hast Du eine sich selbst erfüllende Prophezeihung gebaut: eben weil der Preis dem Kunden wichtiger ist als die Lebensdauer, hält er eine lange Lebensdauer für nicht so wichtig. Grandios.

Demnach ist das (auch nach Deiner Meinung) kein Mangel, sondern nur eine von mehreren Produkteigenschaften?

Ja. Und?

Ja (jedenfalls soweit es die Kunden betrifft). Und?

Echt? 90 Denier war fast unverkäuflich, 50 Denier wurde viel lieber gekauft. Das haben die Käufer(innen) entschieden.

Aus der Tatsache erahnst Du einen Vorsatz? Und machst aus der Ahnung eine Gewissheit? Toll!

Da ist was dran! Der Kunde fragt aber auch nach leichten Geräten, also ist eines der Konstruktionsziele, ein leichtes Gerät zu entwerfen. Das geht (wie bei den Nylonstrümpfen) zu Lasten der Haltbarkeit.

Oder nur bei der Prognose danebengegriffen. Die Reparaturkosten dürften die Vor-Kalkulation versaut haben.

Lass mich raten: Du hast noch nie in der Konstruktion von solchen Geräten gearbeitet?

Mitsamt irgendwelchen Unterstellungen über Vorsatz usw. zum Nachteil des Kunden. Gehört zu einer Verschwörungstheorie dazu.

Weil es überhaupt nichts mit der Lebensdauer zu tun hat.

Ja und? Was beweist das? Wenn ältere Geräte unter Windows 7 nicht mehr funktionieren: welche Absicht haben die Hersteller dieser Geräte damit verfolgt?

Und was hat das mit der Lebensdauer von ISA-Karten zu tun? Du schweifst schon wieder ab.

Ich verstehe immer noch nicht, was Du mit Deinen Ausführungen beweisen willst.
Wenn Du mich nicht verstehst, dann muss das nicht an Dir liegen. Wenn ich Dich nicht verstehe, dann muss das nicht an mir liegen.

Und welche (böse) Absicht hat Canon damit verfolgt?

Ja. Oder warum beklagst Du hier so ausdauernd, dass einige/viele/alle Hersteller von einigen/vielen/allen Produkten deren mögliche Lebensdauer "künstlich" verringern?
Wolltest Du das nur mal gesagt haben, oder möchtest Du, dass dieser (nach Deiner Meinung existierende) Sachverhalt geändert wird?
Viele Gruesse! Helmut
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Helmut Hullen, 2012-03-28 18:05:
(Zu meinem Verweis auf <http://www.zeit.de/stimmts/1999/199933_stimmts_gluehbir )

Um es abzukürzen, weil jegliche Diskussion mit scheinbar zu gar nichts führt:
Ich habe nirgends behauptet, dass geplante Obsoleszenz ein Mangel wäre, noch dass es eine "Verschwörung der von IHNEN wäre", sondern nur, dass es diesen Umstand gibt und dass es für Hersteller sehr wohl wünschenswert ist, die Lebensdauer so kurz wie möglich auszulegen.
Wenn Du das als Unsinn betrachtest, dann ist es eben so - EOD.
--
Arno Welzel
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Hallo, Arno,
Du meintest am 29.03.12:

Ok - das ging aus Deinen bisherigen Beiträgen nicht so deutlich hervor.
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Am Thu, 29 Mar 2012 06:38:16 +0200 schrieb Arno Welzel:

Dann braucht er aber auch eine Menge dummer Kunden um an die dann zum zweiten Mal etwas zu verkaufen.
Die Verantwortung liegt letztendlich immer bei dem der die Kaufentscheidung trifft, Absichten der Hersteller hin oder her.
Lutz
--
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Am 29.03.2012 09:04, schrieb Lutz Schulze:

Es gab zu diesem Thema gestern zwei Beiträge Bei Plusminus in der ARD und Defacto im HR. Siehe auch untenstehenden Link.
http://www.v-22.de/component/content/article/68
--
Gruß
K.F.


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Hallo, Karl,
Du meintest am 29.03.12:

Und bei "+-" wurde schon wieder das Ammenmärchen von den unverwüstlichen Nylons aufgewärmt. Toll!
Klar - wenn es keine Hühnergrippe, kein Hochwasser, keine Lawine, kein Schiffsunglück gibt, dann muss in diese Mottenkiste gegriffen werden.
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Helmut Hullen, 2012-03-29 11:28:

Wo kann man nachlesen, dass dies ein Märchen ist?
--
Arno Welzel
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Hallo, Arno,
Du meintest am 03.04.12:

Die "kritische Betrachtung" gab es schon im Bereich 1955 ... 1960. Schon damals wurde von etlichen Einzelhändlern (insbesondere Damenbekleidung) berichtet, dass die 90-Denier-Strümpfe faktisch unverkäuflich waren, obwohl sie viel länger hielten. Die besonders empfindlichen 30- und 40- Denier-Strümpfe hingegen gingen weg wie warme Semmeln.
Viele Gruesse! Helmut
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