Norwegen stellt seine Stromspeicher zur Verfuegung

Hallo allerseits,
Gabi Kostorz berichtet, dass bei der Ausgestaltung der Energiewende die Loesung angebahnt wurde, die Ener-
giespeicher in Norwegen mit dem deutschen Verbund- netz zu verbinden. Man legt ein Seekabel, durch das Strom fliesst, wenn Solarpanele und Windkraftanlagen untaetig herumstehen, weil entweder keine Sonne scheint oder kein Wind die Muehlen antreibt:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1135454.html
Es gab in de.ALL Stimmen, die behaupteten, dass die- se norwegischen Energiespeicher niemals zum Nutzen der deutschen Netze zum Einsatz kommen werden. Doch der norwegische Energieminister erklaerte, Deutschland bekomme den naechsten Anschluss an das Netz. Er hat sich damit offensichtlich ueber die Stimmen in de.ALL einfach hinweggesetzt. :-)
K.L.
zugl.an:dsa,dsie
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, klingt nach SPON...es wird Jahre dauern, das zu bauen, und noch sind die besagten "Energiespeicher" bloße Wasserkraftwerke, die "Pumpen" brauchts auch noch. Wem das nützt ist dabei wurscht, auch britischer gesparter Atomstrom ist gut für deutsche Umwelt. Popelige 1400MWatt lösen das eigentliche Problem eh nicht. Das ist gerademal ein fetter Meiler...die Leitung müßte Dutzende schaffen für sinnvollen Einsatz.
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
wrote:

Jeder fängt mal klein an und jeder Beitrag hilft. Immerhin wird damit schon die Kapazität eines AKWs ersetzt. Bis 2050 ist noch eine lange Zeit. Da kommen sicher noch viele solche Projekte hinzu.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Hallo, Emil,
Du meintest am 22.06.12:

Das klitzekleine Problem ist der Flächen- und Raumbedarf. Für einen mechanischen Speicher brauchst Du nun mal gaaaanz viel Platz. Schon chemische Speicher (insbesondere Brennstoffzellen) bauen kleiner.
<http://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherkraftwerk
Die derzeit grössten Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland haben gerade mal 1000 MW, da ist es kompliziert, mehrere AKWs (oder Braunkohlekraftwerke) zu ersetzen.

Hoffentlich nicht - Landschaftsarchitektur ist auch wichtig.
Viele Gruesse! Helmut
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 22.06.2012 08:49, schrieb Helmut Hullen:

Deswegen geht man ja nach Norwegen.
MfG Matthias
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, in Großtechnik gilt das nicht...Atom ist da ein gutes Beispiel. Damit wurde Kapital gebunden und enorme Altlasten "dem Volksvermögen zugefügt"...was sind dagegen ein paar Pumpen im Ruhrpott? Solange diese Minileitung im Bau ist, wird "erstmal" nix weiter passieren. Wichtig wäre ein paneuropäisches Grid, das zumindest manche Staaten komplett bestromen kann. Halbe Miete für zukünftiges Desertec... Aber nein, eine "Stichleitung" nach Oslo...anstatt gleich durch Dänemark auch Schweden anzuklemmen. Deren Meiler werden auch nicht ewig halten.
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 21.06.2012 23:00, schrieb gUnther nanon�m:

Das Raumordnungsverfahren für NorGer wurde am 29.03.2011 abgeschlossen.
http://www.mi.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id 023&article_idr831&_psmand3
--
mfg hdw

Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Horst-D.Winzler schrieb:

NorGer ist ein anderes Projekt. Die Meldung bezieht sich auf NORD.LINK, welches aber gegen das schleswig-holsteinische Nationalparkgesetz verstösst und dort nur per Ausnahmegenehmigung gebaut werden kann.
Also beste Voraussetzungen um die 30 Kabel zu bauen, die von diesem Typ bis 2050 benötigt werden.
NorGer seinerseite ist gar nicht dafür vorgesehen, das Stromnetz zu stabilisieren, sondern soll allein dem Stromhandel dienen. Ansonsten hätte es keine Ausnahmegenehmigung für den deutschen Netzanschluss gebraucht. NORD.LINK mindert also ein Problem, an dem NorGer ursächlich beteiligt ist.
Wie man sieht - es geht munter weiter mit der Flickschusterei. Anstatt Probleme zu lösen, wird die Saat für weitere Probleme gelegt.
Siegfried
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Karl-Ludwig Diehl schrieb:

Wenn es eine Planung gibt, ist sie noch nicht nennenswert fortgeschritten.
Siegfried
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Bevor ernsthaft Planungen aufgenommen werden koennen, bedarf es ja einer politischen Zustimmung, an diese Energiespeicher in Norwegen angeschlossen werden zu koennen. Diese hat man jetzt zugesichert bekom- men. Was sich alles daraus ergeben wird, koennen wir noch nicht erkennen.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, Hüah, Liese, Du bist aber falschrum im Sattel. Politik soll ohne Planung entscheiden? Du meinst so wie die Amis? Wir kommen in Frieden, allemann hands up, Öl her... Zuallererstmal wird geplant, und später von der Politik verdorben, erschwert oder konterkariert, so ist es Brauch in Yurop...
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Der Begriff Planung ist bei Dir ein anderer wie der, den ich meine. Fuer die politische Entschei- dung braucht es Grundueberlegungen, also eine Vorplanung. Wenn die Politik das zulassen will, kann man die genauen Durchfuehrungs- plaene erarbeiten lassen, die viel Geld kosten und schliesslich bis zu dem Punkt vorangetrieben werden, in denen den Firmen Ausschreibungen ueberreicht werden, sodass die Kostenermitt- lung zustande kommt. Wenn die Gesamtfinan- zierung steht, werden die Bauauftraege an die- jenigen vergeben, denen man serioese Arbeit zutraut und die kostenguenstige Angebote ab- gaben.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, nicht wirklich. Die "Vorplanungen" müssen immerhin so detalliert sein, dass bereits Auftragsvolumina und Verantwortlichkeiten abgesteckt werden. Wie sonst könnten die Lobbyisten mit ihrer Arbeit beginnen, um der Politik in die Hose zu helfen?
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Die Vorplanung fuer politische Entscheidungen erfor- dert eine Kenntnis des wirtschaftlichen Nutzens und wie in die Landschaft eingegriffen werden muss. Wenn Naturschutzgebiete zu queren sind, muss sicher der Weg geschildert werden, wie mit geringsten Umwelt- beeintraechtigungen verfahren werden kann und ge- schaffene Wunden in der Landschaft rueckgebaut wer- den koennen.
Wenn mit oeffentlichen Geldern zu arbeiten ist, mues- sen natuerlich die Kostenschaetzungen ein moeglichst genaues Bild zeichnen. Wenn Nachweise zu fuehren sind, dass das Projekt finanziert werden kann, muss auch das genau beschrieben werden, wie das organi- siert wird.
Die eigentliche Fachplanung ist aber dann doch sehr anders und sehr detailliert, da die Firmen auf Ausschrei- bungen hin verbindliche Kosten einsetzen muessen. Die Aufgliederung der einzelnen Arbeiten muss so de- tailliert sein, dass spaeter keine daneben laufenden Arbeiten und Zusatzarbeiten anfallen koennen, die ex- tra kosten. Bei schlechter Ausarbeitung explodieren folglich die Kosten.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 21.06.12 19.52, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

einmal etwas überspitzt und aus einem anderen Blickwinkel gedacht:
Erstens: es gibt in Norwegen keine nennenswerte Speicherkapazität. Nach meinem Kenntnisstand wird bei einem einzigen norwegischen Wasserkraftwerk überlegt, ob man konkrete Planungen anstellen soll, es zu einem Speicherkraftwerk auszubauen. Diese Planung ist nach meinem Kenntnisstand noch nicht beendet, so dass das Ergebnis nicht feststeht. Möglicherweise steht noch nicht einmal fest, ob überhaupt - und wenn ja, wann - ein Ergebnis feststehen wird.
Zweitens: aus Sicht der Norweger ist es natürlich eine super Geschäftsidee, zu Zeiten negativer Börsenpreise als Verbraucher zu fungieren. Das ist nämlich noch deutlich wirtschaftlicher, als lediglich nur mit null Kosten des Primärenergieträgers generierte Leistung in ein Netz einspeisen zu wollen, in das wegen des Vorrangs regenerativer Energie in DE ohnehin mehr Leistung eingespeist wird, als die Verbraucher abnehmen. Und mit dem Argument "wir fördern regenerative Energien" wird dann auch noch die Leitung querfinanziert. Chapeau - das ist wirklich genial.
Insofern ist die Behauptung, die norwegischen Energiespeicher kommen niemals zum Nutzen der deutschen Netze zum Einsatz, möglicherweise völlig korrekt: sie kommen vermutlich zum Nutzen der norwegischen kraftwerksbetreiber zum Einsatz.
V.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Fri, 22 Jun 2012 16:00:12 +0200, Volker Staben
Zitat Wikipedia: Die meisten Wasserkraftwerke in Norwegen sind als Speicherkraftwerke ausgeführt. Viele von diesen Kraftwerken haben sowohl einen Ober- als auch einen Untersee, so dass sie mit relativ geringem Aufwand in ein Pumpspeicherkraftwerk umgebaut werden könnten.
--
Norwegen betreibt mit den Wasserkraftwerken nicht nur eine saisonale
Speicherung, sondern eine über Jahre hinweg. Die hohen Abflüsse von
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 23.06.12 07.05, schrieb Emil Naepflein:

"könnten". Um dann elektrische Energie zu speichern, die sie zu dem Zeitpunkt, zu dem sie wieder eingespeist würde, genausogut aus dem Wasser generieren könnten, das ohne Pumpbetrieb ohnehin vorhanden wäre?
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
On Sat, 23 Jun 2012 08:05:36 +0200, Volker Staben

Wie ich schon geschrieben habe, auch ohne Umbau zum Pumpspeicherkraftwerk kann man die Wasserkraftwerke als Speicher nutzen, indem man nichts entnimmt wenn Strom aus dem Ausland zur Verfügung steht.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 24.06.12 08.30, schrieb Emil Naepflein:

Das ist trivial und entspricht genau dem bereits praktizierten Marktgeschehen. Und es hat nichts mit dem Ausbau von Speicherkapazitäten zu tun.
Insgesamt gesehen ist es ungünstig, zu hohen Gestehungskosten eingespeiste Energie zu nutzen und dafür zu niedrigen Kosten einspeisbare Energie nicht zu nutzen. Lokal gesehen ist der Ausbau der Speicherkapazität in Norwegen aber möglicherweise eine wirtschaftlich attraktive Option - attraktiv für die Norweger. Und wenn die Norweger zu diesem Schluss kommen, dann werden sie entsprechend ihre "Stromspeicher" (was das auch immer sein soll) "zur Verfuegung" stellen.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
wrote:

Wenn es fuer die Norweger von Nachteil waere, ginge eine norwegische Regierung auf trans- nationale Vernetzungen nicht ein. Warum sollte man sich schaden wollen?
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.