Plastikramsch fuer 230V

Hallo NG
Schon wieder. Alle Jahre wieder. Ich glaub's nicht.
Vorgestern endlich mal in Ruhe vor der Glotze/PC gesessen.
Plötzlich flackert das Licht. Zuerst dachte ich, schon wieder ein Stromausfall. Vor einigen Wochen hatten wir einen Längern Blackout.
Aber ganz black wurde es nicht, auch war mir, als brutzle irgendwo was. Nicht über alle Zweifel erhaben waren auch die Rauchsignale aus einer Steckdosenkombination im Flur ;-].
An welcher, muss dazugesagt werden, nichts eingesteckt war.
Leider sind die Fotos nicht gut gelungen, man kriegt das wirklich schlecht aufs Bild. Auf Wunsch könnte ich mir eventuell mehr Mühe geben ;-)
http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/schonwieder.jpg
http://homepage.bluewin.ch/bombach/pics/schonwieder2.jpg
Plastikramsch. Sauteurer, BTW. Belastung, nicht an dieser Dose, denn die war, wie gesagt im Flur, etwa 6.5 A. Heizlüfter 1kW, Halofluter 300W, PC, Laptop, Kleinkram. Also thermisch weit unter der Hälfte von 10A. Und sicher wenig Blindstromanteil.
Die Verdrahtung war, IMHO, etwas gewagt. Original von eigentlich gut beleumundeter Firma. L kommt in die Dosenkombination rein und geht an die Steckdose (Draht hier weiss, warum auch immer). Von dort weitergeschleift an ersten Lichtschalter, zentral oben auf dem Bild. Von dort weitergeschleift zum nächsten Lichtschalter in der selben Kombination. Von dort aus dann weitergeschleift zu einer Dose an der Decke, dort dann weiterer Fan-Out zu den Zimmern.
Muss das sein? Konnte Fachkraft überzeugen, die Zuleitung in die Kombination erst mal auf Wagos zu legen und dann von dort aufzu- fächern. Viel anders ging es eh nicht, da man etliche Zentimeter gerösteten Draht abzwacken musste.
Seither wenigstens Ruhe, niemand weiss, wie lange. Aber Wagos hats bis jetzt noch nicht geröstet.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf Bombach wrote:

Waren denn die Klemmen, über die geschleift wurde, zum Anschluss für zwei Leiter ausgelegt?
Wenn ja, dann taugt das Material nichts, wenn nein, dann taugt der Monteur nichts.
--
Gruß Werner
http://www.manndat.de/fileadmin/Dokumente/Plakat_Genitalverst_mmelung.pdf
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Standardmaterial in der CH halt. Sieht nach E**zio/Fe**er aus. Da sind heute immer zwei Klemmen pro Leiter dran, eben, zum Weiterführen.
Felix
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Felix Holdener schrieb:

Leider ja.

Leider ja. :-[
--
mfg Rolf Bombach

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Abgesehen vom Preis (und den finde ich wirklich katastrophal) kann ich mich über dieses Produkt und diese Firma nicht beklagen. Das Konzept modularer Komponenten finde ich spitze. Zudem habe ich von anderen Firmen bisher wesentlich mehr Geräte austauschen müssen, weil Gehäuse gebrochen sind, Schraubhülsen abbrachen, Klemmen zerbröselten und und und. Nur von den alten Keramikdingern will praktisch nie eins kaputt gehen :-)

Mach es dem Hammer nicht zum Vorwurf, wenn ihn jemand als Schraubdreher missbraucht.
Felix
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On Tue, 19 Jan 2010 22:04:18 +0100, Rolf Bombach wrote:

Was ist daran das Problem? Hier ist das IMHO Standard, gerne hängen an einem einzigen Zuleiter dann auch 10 Steckdosen in Reihe, immer von einem zum nächsten weitergeschleift - z.B. bei "gehobener" Raumausstattung mit einer Sicherung je Raum und dort 3x3 + 1 + 1 Steckdosen.
WAGO-Klemmen werden dort nur gesetzt, wenn man nicht mit einer Strecke durchkommt, sondern nochmals abzweigen muss (z.B. nach links und rechts von der Türe).
Was sollte an den Steckkontakten in der Steckdose selbst schlechter sein als an Wago-Klemmen? Die Steckdosen taugen für 1.5 und 2.5 mm^2 Zuleitung. Probleme damit kenne ich bisher nicht.
Schönen Gruß Martin
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Martin Trautmann schrieb:

Bei Schuko ist das eventuell eben massiver.

IMHO hängt das eben vom Material ab. Hier empfinde ich es als grenz- legalen Pfusch: Die Leitung als solche ist mit C13 abgesichert. Die Steckdose ist nur für 10A spezifiziert. Das eidgenössische Stark- strominspektorat geht davon aus, dass der Stromkunde weiss, dass er eine Steckdose nicht mit mehr als 10A belasten darf, obwohl das eigentlich nirgends steht. Aufschrauben und nachsehen darf er ja nicht... Aber nicht mal die gehen so weit, dass der Anwohner wissen muss, dass die Belastung eines Stockwerks nicht über 10A liegen darf, da die Zuleitung über eine Steckdose geschleift sein *könnte*. Muss man die Verdrahtung im Kopf haben? Gar nicht so einfach, sind doch die Sicherungen oft falsch und immer missverständlich angeschrieben.
Hypothetisch: In einem Zimmer läuft das Bügeleisen, im andern ein Halofluter, PC, Laserdrucker und irgendwer hat schon mal im Bad den Wandheizer angeworfen. Wenn das per Zufall an der gleichen Sicherung hängt, hat diese auszulösen, um die Leitung zu schützen. Hier geht die Steckdose im Korridor in Rauch auf, um die Sicherung zu schützen.
Bei mir war es nun so, dass die Summe der Belastungen immer noch weit unter 10A war.
> Was sollte an den Steckkontakten in der Steckdose selbst schlechter sein > als an Wago-Klemmen? Die Steckdosen taugen für 1.5 und 2.5 mm^2 > Zuleitung. Probleme damit kenne ich bisher nicht.
Keine Ahnung, *was* schlechter ist. Es reicht mir völlig, dass es so ist. Im letzten Jahrzehnt ist mir nun ein halbes Dutzend Dosen abgeraucht. Keine hatte ich mit mehr als 9A belastet. Und, wie erzählt, schon zwei mal war das passiert, *ohne* dass lokal was eingesteckt war. Klemmen haben bis jetzt alle gehalten. Die Kontakte in den Dosen sind offensichtlich schwächer. Das sind auch solche, die man durch Druck auf ein Knöppgen lösen kann.
--
mfg Rolf Bombach

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Rolf Bombach wrote:

Das kann man wohl als Pfusch bezeichnen. Die Belastbarkeit aller Teile sollte der Sicherungsstärke entsprechen.
Und Klemmen (egal ob eigenständig oder an einer Steckdose zum Weiterschleifen) sollten so konstruiert sein, dass sie den Strom der dicksten Leitung aushalten, die anschließbar ist.
--
Gruß Werner
http://www.manndat.de/fileadmin/Dokumente/Plakat_Genitalverst_mmelung.pdf
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Rolf Bombach wrote:

In der Schweiz darf der Normalbrger nicht seine Installation installieren oder reparieren? Mit solchen Vorschriften wren hier vermutlich schon mehr wie 50% der Brger Schwerverbrecher oder ohne Strom.
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Äh, das ist ein bisschen komplexer. Die Zusammenfassung aus einem Konsumentenmagazin:
<Zitat Quelle: http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1013403/Laien_brauchen_das_Licht_nicht_zu_scheuen

Tatsache aber ist: Einem Heimwerker sind im Elektro-Bereich enge Grenzen gesetzt.
- Wenn der Sicherungskasten mit einem Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) ausgerüstet ist, darf der Laie Steckdosen und Schalter montieren und auch Lampen anschliessen sowie die dazu nötigen Leitungen legen. Dabei muss er die Vorschriften des Schweizerischen Elektrotechnischen Vereins SEV einhalten und seine Installationen anschliessend von einem Elektriker abnehmen lassen.
- Wenn im Sicherungskasten ein Fehlerstrom-Schutzschalter fehlt, das heisst, nur konventionelle Sicherungen vorhanden sind, darf der Hobby-Elektriker nur Lampen und dazugehörige Schalter montieren. Mehr ist verboten, dafür kann er in diesem Fall aber auf eine Abnahme durch den Profi verzichten.
- Kaputte Steckdosen oder Schalter ersetzen ist grundsätzlich erlaubt. </Zitat>
Felix
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In sterreich ist die Sache simpel - Arbeiten an spannungsfhrenden Teilen nur durch Fachleute, das reduziert die (legalen) Mglichkeiten von Laien auf die Benutzung von Steckverbindungen und den Wechsel von Lampen. Als Fachleute zhlen konzessionierte Elektrounternehmen und Absolventen einschlgiger Ausbildungen, ohne Konzession ist allerdings nur nichtgewerbliche (unentgeltliche) Arbeit zulssig, z.B. im eigenen Haus (zumindest haben wir das so in der HTL gelernt, die Schweizer hier wissen, was gemeint ist *g*).
Sofern ein Elektrounternehmen die Konstruktion eines Laien abnimmt, gilt die Anlage offiziell als Arbeit des Elektrounternehmens und nicht des Heimwerkers.
Gerchteweise habe ich allerdings gehrt, da das aufgeweicht wurde und mittlerweile auch Privatleute Zhlerantrge bei der Wienstrom stellen knnen, aber das mag genausogut frei erfunden sein.
In Deutschland ist die Sache noch viel enger, dort darf nur ein in das Installateurverzeichnis des jeweiligen VNB eingetragener Elektrofachbetrieb an Anlagen arbeiten, nicht einmal ein gebietsfremder Meister.
Wie weit das in der Praxis ernstgenommen wird steht auf einem vllig anderen Blatt.
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska wrote:

Dann wird die Leitung einfach spannungsfrei gemacht wenn gearbeitet wird, einfach das. :) Problem sterreichisch gelst. :P
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Ja, so in etwa ;-) Das wirklich arge bei uns ist halt, da man bei Pfusch nie sicher sein kann, ob der von einem Heimwerker stammt oder von einem saufenden Konzessionierten, dem alles wurscht ist (ich kenn da so gewisse Firmen, z.B. eine mit orangen Autos). 1,5mm2 mit 25A und fehlender Schutzleiter, gelbgrn als geschalteter Auenleiter (Serienschalter mit NYM 3x1,5mm2) gehren zum Standardrepertoire, atemberaubende Erweiterungen von Anlagen mit G-Drhten aus unmittelbarer Nachkriegsproduktion (d.h. sie sind eigentlich schon mehr blank als mit Gummi und Baumwolle isoliert), Steckdosen ohne Schutzleiter (vulgo Lichtstromsteckdosen) obwohl in der Dose ein PE liegt und N-Bcken im Verteiler mit 2,5mm2 fr 35A runden die Sache angenehm ab. Auch sieht man Dinge wie Schukosteckdosen, hinter denen man einen G-Draht (L zum ursprnglich alleine dort residierenden Schalter) und eine Hlfte einer feindrhtigen Zwillingsleitung 0,75mm2 (N, nachtrglich verlegt) findet, abgesichert mit 16A trge (Schmelzsicherung). Dagegen nimmt sich Stegleitung AP auf Holz und eine Leitung mit der Belegung PE blau, N schwarz und L gelbgrn regelrecht gemtlich aus. (Fr die Steckdose ohne PE an 0,75mm2 haben wir sogar eine RECHNUNG die der Vormieterin ausgestellt wurde!!!). Mal berlegen, was hab ich in meinem langen Leben sonst schon gesehen... Zertrmmerte Paschrauben um bequem von 6 auf 16A raufsichern zu knnen... Lusterklemmen ohne auch nur Isolierband eingegipst in der Wand, obwohl 5cm(!) daneben eine Abzweigdose wre, deren Deckel sogar fein suberlich einzeln tapeziert wurde, damit man ihn abnehmen kann... oben erwhnte einzelne Ader 0,75mm2 einzeln mhsam eingegipst, obwohl daneben ein Rohr lag, das man viel bequemer und zerstrungsfreier verwenden htte knnen... UP-Schalter ohne Dose in Loch in der Wand... Leitungen die im Kreis und Zickzack laufen... Freischalten mit der Blechschere (Kurzschlu erzeugen) durch konzessionierten Elektriker... usw. usw.
sg Ragnar
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Also schrieb Ragnar Bartuska:

... STADTWERKE ??? [*1]
;-P

Und Österreich ist noch nicht abgebrannt? *wunder*
Ansgar
[*1] Die fahren bei uns mit den orangen Autos rum.
--
*** Musik! ***

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Hallo Rolf,

Schweiz eben... Naja, ich bin kein Schweizer, hatte aber mal das Vergngen ein komplettes Haus in der Schweiz neu zu installieren - der betreuende Elektriker hatte uns ca 20 50m-Rollen Einzeldraht hingeworfen in allen mglichen lustigen Farben. Grn/Gelb haben wir noch verstanden und fr PE hergenommen. Dann haben wir uns dann fr blau als N und (in Ermangelung von schwarz oder braun - sind ja schlielich nicht-lustige Farben!) fr rot als L entschieden. Als blau und rot langsam zur Neige gingen wurde das blau pltzlich etwas grnlich und das rot auffllig violett... Der betreuende Elektriker fand das alles prima so und hat nicht mal mit der Wimper gezuckt. Sptere Installationen hat ein Schweizer-Elektriker dann in grngelb/ gelb/rot ausgefhrt, welches die "offiziellen" Farben in der Schweiz zu sein scheinen. Stimmt das?
Frage: Welche Farben sind in der Schweiz eigentlich verbindlich fr was vorgesehen und warum ist dort alles immer so bunt?
Andreas
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Andreas Meerbann schrieb:

Passe.
Das ist leicht:
http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Hofmann
Gruß Dieter
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Vielleicht sind dort Rohrinstallationen mit Einzeladern verbreitet, bei Installationen mit Mantelkabel hat man ja gar nicht die Mglichkeit dazu? In meinem mit NYA in Rohren selbstinstallierten Haus in Deutschland ist nmlich auch alles bunt :-)
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Tja, SEV-Normen bzw. Richtlinien liegen mir grad nicht vor, aber:
yg ist PE, war früher yr (ist aber lange her) b ist N, war früher auch mal y r und andere Farben sind L
In Mehrleiterkabeln wurde ca. 2001 bk/r/w auf bn/bk/s geändert.
Etwas anderes als b für N ist (bei Neuinstallation) nicht zulässig.
Und ja: I.d.R. werden hier Elektrorohre montiert, auch mal Kanäle und selten Kabel sichtbar. Kabel unter Putz ist nicht zulässig.
Bunt ist es, damit man geschaltete L erkennt. Und weil man die Farben in den vergangenen 100 Jahren mehrfach geändert hat. In Altbauten kann das schon ziemlich wirr aussehen.
Felix
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Felix Holdener wrote:

Also einmal ausgeschrieben und ins deutsche übersetzt, bitte korrigiere mich falls fehlerhaft...
gelb-grün ist PE, war früher gelb-rot blau ist N, war früher mal gelb rot und alles andere sind Außenleiter bzw. geschaltet
In Kabeln wurde von schwarz/rot/weiß für L1/L2/L3 auf braun/schwarz/ (s sagt mir nix, nur SL für "slate gray" also Schiefergrau) geändert.
blau darf bei Neuinstallationen nur noch für N verwendet werden (entgegen Deutschland, dort darf blau alles außer PE sein)
So richtig? Andy
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Andreas Weber wrote:

Ah, und da du wohl gerne die Farben abgekürzt schreibst: BL ist korrekt für blue und nicht b SL für Slate
Gruß Andy
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