Re: Gegensaetze zwischen Bund und Laender beim Thema Energiewende

Am Wed, 23 May 2012 07:42:02 -0700 (PDT) schrieb Karl-Ludwig Diehl:


Der nötige Wind im Binnenland wird dann im Parteiprogramm gefordert?
Lutz
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Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im
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Als Bauernopfer, weil die "Energiewende" zu scheitern beginnt. Dafür kann er nichts, es ist eine undurchführbare Politik.
http://www.science-skeptical.de/blog/norbert-rottgen-an-der-physik-gescheitert/007740 /

Das EEG ist eine Umverteilung von der Allgemeinheit hin zu wenigen wohlhabenden Investoren, in der Nebenwirkung wird Wohlstand zerstört.
Die Steuerkassen der Bundesländer sind indirekte Nutznießer der Umverteilung durch das Steueraufkommen der wohlstandsvernichtenden Betriebe. Deswegen sind sie interessiert, dass der Zustand bestehen bleibt. Es ist eine Art zweiter "Länderfinanzausgleich" durch die Hintertür, nur ohne jede Regelbarkeit und ohne jegliche Form sozialen Ausgleichs. Allerdings leichter politisch durchsetzbar, weil der Etikettenschwindel derzeit noch in der Öffentlichkeit geglaubt wird.
Ich habe Verständnis dafür, dass die Neuen Bundesländer sich an diesen Strohhalm klammern. Aber wäre es nicht besser, wenn sie statt Empfänger dieser absurden Subventionspumpe wieder Standorte wertschöpfender Industrien werden?
--
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So, wie sich das abzeichnet, soll die Energiewende effek- tiver betrieben werden koennen. Inzwischen wurden die Laenderchefs einbezogen, um sich besser abzustimmen.

Darin las ich reiche Spekulation, etwa diese:
"Wahrscheinlich ist die Energiewende fr die Kanzlerin kein Projekt, das sie aus berzeugung forciert. Sie hat einfach, wie so oft, ein Thema besetzt, um es zu neutralisieren, um ihren Gegnern keinen Angriffspunkt, keinen Raum fr Diffe- renzen und kein Mobilisierungspotential zu berlassen."
Der Autor uebersieht natuerlich den real ablaufenden Vor- gang: die AKW's werden abgeschaltet, Alternativen zuge- schaltet. Es gibt einen Zeitplan. Der soll offensichtlich einge- halten werden.

Das kann nicht stimmen, es sei denn, das Vieldaecherpro- gramm liefe darauf hinaus, dass sich ein Einzelner alle die- se Wohnhaeuser aufkaufen will und dafuer Subventionen erhaelt.
Zur EEG:

Wieso sollten sie sich an einen Strohhalm klammern? Das Umbauprojekt laeuft doch bereits seit Jahren und hat die Republik energetisch erneuert. Damit das Ganze eine klu- ge Fortsetzung findet, wird an dem Projektvorlauf weiterge- arbeitet, sodass es vorankommt.
Unkenrufer muss es geben.
K.L.
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Anders ausgedrückt, diese Politik ist Machtkalkül & Taktik. Sie ist nicht am Allgemeinwohl orientiert. Das seh ich ähnlich.

Es gibt keine Alternativen zu Wärmekraftwerken. Wenn du glaubst, Windräder könnten nur ein einziges Kraftwerk ersetzen, irrst du.

1. Wohlstand wird zerstört, weil Windräder und Photovoltaik nicht wirtschaftlich arbeiten können.
2. Es ist eine Umverteilung, weil die Empfänger der per Stromrechnung eingetriebenen Subventionen per Definition nur hinreichend wohlhabende Menschen sein können, während ausnahmslos alle Bevölkerungsschichten - einschl. der ärmsten - zur Kasse gebeten werden.

Weil alles subventionsgetrieben ist. Es findet gar keine echte Wertschöpfung statt.

In dem Moment, wo die Förderung politisch abgestellt wird, bricht das alles sofort zusammen.
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Dass jemand, der in die Position des/r Bundeskanzlers/in gelangt ist, Machterhalt ueber die Legislaturperiode be- treiben muss, ergibt sich rein logisch. Gerade deswegen steht das Thema "Allgemeinwohl" oben an. Nach dem Atomunglueck in Fukushima ergab sich, fuer das Gemein- wohl am sinnvollsten ist das moeglichst rasche abschal- ten der Atomkraftwerke in der Bundesrepublik. Die Tech- nik ist in besonderen Faellen nicht beherrschbar: Erd- beben, gezielter Absturz eines Flugzeuges auf ein AKW, usw.

Ich glaube da nichts, sondern sehe nur, was gemacht wird. Durch gezielte Foerderpolitik kam eine ungefaehr- lichere Stromproduktion zustande. Andererseits sehe ich, dass in den Haushalten der Familien eine Verteue- rung der Stromkosten eingetreten ist.
K.L.
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Allgemeinwohl-Erwägungen kann ich bei der jetzigen Regierung und zwei oder dreien davor überhaupt nicht erkennen.

Das ist völliger Unsinn. Die Merkel hat das gemacht, weil sie hofft damit eine anstehende Landtagswahl zu gewinnen. Ob die Entscheidung richtig für das Land ist, spielte bei der Entscheidung keine Rolle. Dass es tatsächlich nicht dem Allgemeinwohl dient, sondern dieses beschädigt, hab ich schon dargelegt.

Dann solltest du nicht das Wort "Alternative" benutzen, denn es suggeriert einen Ersetzungsvorgang. Ein solcher findet nicht statt. Er kann gar nicht stattfinden.
--
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Damit unterlaesst Du es ganz bewusst einzugestehen, dass die Ausschaltung der Atomkraftwerke dem All- gemeinwohl dient.

Das ist sicher nicht der Fall. Man faellt nicht eine solche Grundsatzentscheidung, um irgendeine Landtagswahl zu gewinnen. Sie hat gluecklicherweise eingesehen, dass die AKW's Gefaehrdung bedeuten.

Wortspiele. Wenn AKW's abgeschaltet werden, tritt etwas anderes an ihre Stelle. Bis zum einem be- stimmten Zeitpunkt soll 80% des Strombedarfs durch Erneuerbare gedeckt werden.
K.L.
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Nein das unterlasse ich nicht ganz bewusst, ich bestreite das ausdrücklich und behaupte das Gegenteil. Die Abschaltung der Atomkraftwerke hat dem deutschen Volk großen Schaden zugefügt. Durch sie wurden große Vermögenswerte vernichtet, sie hat die Strompreise erhöht, dadurch Kaufkraft abgeschöpft und die Konjunktur gehemmt, in der Folge Arbeitslose geschaffen. Das sind die einzigen Auswirkungen.

Wenn "man" Politiker der aktuellen Generation ist, kommt das schonmal vor.

Was in Merkels Kopf vorgeht, weiß keiner. Dass ihre Entscheidungen ausschließlich taktischer Natur sind, kann aber jeder sehen der Augen hat. Ein deutliches Indiz ist, dass sie weniger als 1 Jahr davor die entgegengesetzte Entscheidung getroffen hatte. So handelt keiner, dessen Entscheidungen von festen Überzeugungen geleitet sind.

Natürlich, nämlich Kohlekraftwerke oder andere Atomkraftwerke, einige davon jenseits unserer Landesgrenzen. Es ist nicht möglich, ein Wärmekraftwerk durch Windräder oder Sonnenkollektoren zu ersetzen, egal wieviele du nennst. Denn wenn es nach Sonnenuntergang windstill ist, dann produzieren die überhaupt keinen Strom, und dann brauchst du genauso viele Wärmekraftwerke um die Stromnachfrage zu decken, wie wenn du nie Windräder aufgestellt hättest.

Und wenn das Politbüro etwas beschließt, kann es kein Unsinn sein.
--
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Davon willst Du anscheinend nicht abruecken.

Eher wurde Schaden abgewendet.

Du kannst Dir auch einen Haufen Gift ins Haus stellen, weil jemand sagt, dies sei billiger als Brot und Fleisch, denn mit einem Essloeffel davon seien alle Probleme der Welt geloest. Es ist dann besser, den Gefahrenherd zu ent- sorgen.

Ein schwaches Argument.
Merkel hat einfach die Herausforderung angenommen, vor der sie sich zuvor gescheut hatte. Nun wird halt umgebaut.
K.L.
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Die Regierung verbietet offenes Feuer -> Feuersbrunst abgewendet Die Regierung verbietet elektrischen Strom -> Stromunfälle abgewendet Die Regierung verbietet Automobile -> Straßenunfälle abgewendet Die Regierung verbietet Eisenbahnen -> Bahnunfälle abgewendet Die Regierung verbietet Schiffsverkehr -> Schiffsunglücke abgewendet ..

Hat dieser Buchstabensalat irgendeine Bedeutung? Kann keine entdecken.

Das ist weniger ein Argument, als eine Feststellung.

Merkel ist opportunistisch, diesmal zufällig in eine Richtung die dir in den Kram passt. Helmut Schmidt, Herbert Wehner oder FJ Strauß hätten nicht im Traum dran gedacht, wegen einer Medienkampagne oder Meinungsumfrage derart umzukippen.

Freu dich nicht zu früh. Merkel ist immer noch opportunistisch. Falls sie demnächst darauf verfällt, dass es ihr nützt wenn sie die Atomkraftwerke wieder anschalten lässt, dann wird sie das tun. Oder ihr Nachfolger, die sind ja alle gleich.
Übbrigenz wage ich mal die Prognose, dass Deutschland in 20 Jahren einen Satz Atomkraftwerke nachbaut, dazu einen Schwung Kohlekraftwerke, und im eigenen Land billiges Erdöl schürft.
Warum? Immer wenn eine Deppenideologie scheitert, folgt darauf ein Exzess ins Gegenteil. Kommunismus gescheitert -> Mauer fällt, alles wird privatisiert. Neoliberalismus fährt gegen die Wand -> Banken werden verstaatlicht (die feine Ironie der Geschichte). Ökologismus kracht zusammen -> Atomkraftwerke werden aufgebaut.
Nehme Wetten an. :)
--
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Thu, 24 May 2012 11:04:51 +0200, Wolfgang Schwanke:

Die Profitte bei kleineren Photovoltaikanlagen vom Handwerker montiert sind sehr überschaubar. Es werden allerdings eine ganze Menge vergleichsweise netter Arbeitsplätze damit geschaffen.
Der Strompreis ist immer noch nicht hoch genug, um im breiteren Umfang zum nennenswert sparsameren Umgang mit elektrischer Energie zu motivieren. Nachbarn mit gleicher Anzahl Menschen im Haushalt verbrauchen zumt Teil das vierfache an Strom wie mein Haushalt. Andere Heizen gar schlecht gedämmte Wohnungen mit Strom oder erzeugen Warmwasser auf diesem Wege. Ganz zu schweigen von Klimaanlagen, dauerlaufenden Monster-PCs etc. pp.
Wenn ich mir etwas Mühe gäbe, könnte ich meinen Stromverbrauch ohne nennenswerten Investitionsaufwand und größere Bequemlichkeitsverlust nochmal halbieren.
In unserer Volkswirtschaft geht die Steuerungswirkung bevorzugt über den Preis. Wenn ein höhere Strompreis dazu motiviert, den Stromverbrauch zu reduzieren und die Mehreinnahmen Investoren motivieren, regenerative Stromerzeugung schmackhaft zu machen, scheint mir das in Kombination nicht doof. Der höhere Preis ist dabei der wichtigere Teil. Damit werden effizientere Lösungen/Anwender belohnt und Verschwender bestraft. Da Strom leicht gemessen und die Kosten konkret auf den Verbraucher umgelegt werden, trifft es i.A. auch den richtigen. Was will man mehr?
Andreas
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In anderen Branchen werden dadurch erheblich mehr Arbeitsplätze vernichtet. Nettobilanz Verlust.

Es ist nicht Aufgabe des Gesetzgebers, die Untertanen zu erziehen. Abgesehen davon ist Minimierung des Elektrizitätsverbrauchs um jeden Preis kein sinnvolles Ziel. Preisgünstige und gut funktionierende Energieversorgung ist dagegen eins.

Künstlich erhöhte Preise sind ein wesentliches Element neoliberaler Umverteilung. Dass das in Ökoblabla-Rhetorik verpackt wird, ist geschenkt.
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Thu, 24 May 2012 19:41:46 +0200, Wolfgang Schwanke:

Wo genau werden Arbeitsplätze durch leicht erhöhte Strompreise "vernichtet"?

Das postulierst Du so. Nunja. Wie erreichst Du denn mit billiger Energie für alle mittelfristig eine deutliche Reduktion im Verbrauch. Akzeptabel gewinnbare fossile Energie ist offensichtlich knapp, andere Weltregionen und Generationen sollten fairerweise auch noch ein Stück davon abbekommen. Kernenergie mag zumindest hierzulande eine große Mehrheit nichtmehr haben. Und regenerative Quellen kommen ohne massive Förderung zu langsam aus den Pötten. Was empfiehlst Du? An das Gewissen der Verbraucher apellieren?

Quark. Beim Einkommens-Steuersystem samt "Bankenrettung" mag das ja stimmen. Aber beim EEG ist doch halbwegs transparent, was mit dem Geld passiert. Und regenerative bedeuten derzeit noch viel Arbeit vor Ort.

Sehr überzeugende Argumentation :-/
Andreas
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Du hast nicht einmal ein Ziel postuliert, sondern es bereits unausgesprochen vorausgesetzt. Da bin ich schon besser. :)

Ich möchte keine Reduktion im Verbrauch erreichen. Ich möchte, dass jede Privatperson und jedes Unternehmen die Energie zur Verfügung hat, die er für seine Zwecke benötigt, und dass er sie sich auch leisten kann.
Die Individuen verhalten sich bereits aus Eigeninteresse ökonomisch. Ein weiteres Eingreifen ist da gar nicht notwendig, sondern kontraproduktiv.

Man nennt diese Vorstellung "malthusianisch". Malthusianismus ist ein fester Bestandteil der Öko-Bewegung, wenn auch nicht damit deckungsgleich. Auch ist er in den deutschen Mainstream-Medien gängige Münze. Er ist nur falsch. Fossile Energie ist überhaupt nicht knapp und wird das auch in 1000 Jahren nicht sein. Ob unsere Nachfahren sie dann noch nutzen, kann uns heute einerlei sein.

Bin ich völlig einverstanden, aber die Voraussetzung dafür ist nicht, dass wir politische Bocksprünge vollführen. Es ist genau gesagt für die völlig egal, was wir machen, denn es ist genug für alle da. Nur für uns ist es nicht egal, wenn wir uns selbst durch Befolgung einer esoterischeN Verzichtsreligion arm machen.

Nichts ändern. Status Quo ante vor EEG (und vor "Liberalisierung" des Strommarkts). Da war alles gut und bedurfte keinerlei Korrektur. Alles was seitdem passiert ist, ist falsch.

Wozu sollten wir denen ein schlechtes Gewissen einreden? Gibt gar keinen Grund dafür.

Es bedeutet für arme Schichten sehr schmerzhafte Konsumeinschränkungen, Reiche zahlen das dagegen aus der Portokasse. Find ich nicht in Ordnung.

Die Öko-Schickeria ist sozial sehr rabiat.
--
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Thu, 24 May 2012 22:07:49 +0200, Wolfgang Schwanke:

Es gibt aber allerorten noch erhebliche Effizienzreserven, die man "heben" könnte.

Nur bei sehr weiter Fassung von "ökonomisch". Da wird sich wegen einem "achicken" Neuwagen hoch verschuldet, man "braucht" kurzlebige Markenklamotten, es wird viel noch benutzbares weggeworfen um "neues" zu kaufen...

Nur dann, wenn man von endlosen Ressourcen ausgehet oder "nach mir die Sintflut" postuliert.

Wo genau nimmst Du die nächsten 1000 Jahre fossile Energieträger her, wenn gleichzeitig jedem Weltenbürger gleiche Chancen wie uns hier zugestanden werden sollen und auch ähnlich ansprüche an fehlende Belastungen in der Nachbarschaft. Setz Du mal Öl-/Gasgewinnung durch Fracking in Europa durch, eine neue Bohrinsel in Küstennähe, Bau ein neues Kohlekraftwerk.

So lebt sich natürlich unbeschwerter...

"Peak Oil" ist also eine Erfindung. Drill Baby - drill!

"Schmerzhafte Konsumeinschränkung" sehe ich bei Strompreiserhöhungen wie zuletzt nicht - eben weil es allerorten noch lässige Einsparmöglichkeiten gibt. Ein wenig Bequemlichkeit zu opfern würde zumindest ich nicht "schwerzhaft" nennen.
Ich könnte genauso argumentieren, dass es doch eine Sauerei ist, dass ich armer mir keinen Hubschrauber leisten kann, während ein paar böse Reiche das können. Unsozial das!
Andreas
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Andreas Oehler schrieb:

Nach der Logik müsstest du auch Lohn-, Renten-, Sozialhilfekürzungen genauso entspannt kommentieren. Die Leute können diese Entreicherung ja mit Stromsparen kompensieren. Bisschen Bequemlichkeit verlieren macht ja nix.
Und im Jahr drauf wieder eine Kürzung. Aber ein bisschen Bequemlichkeit durch Stromsparen verlieren macht ja nix. Und im Jahr drauf wieder eine Kürzung. Aber ein bisschen Bequemlichkeit durch Stromsparen verlieren macht ja nix. .....

Wenn du einen Hubschrauber zum Grundbedarf zählst, kannst du das durchaus. Ist halt nur etwas arg weit hergeholt und du wirst keinen Konsens darüber herstellen, im Gegensatz zu Strom.
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Am 26.05.2012 19:03, schrieb Werner Baumschlager:

Ab 2013 dürfen dann Apotheken, Arztpraxen usw die volle GEZ-Gebühr bezahlen und die gestaffelt je nach Mitarbeitern. Auch diese Beträge werden sich in den Kosten niederschlagen.

Man ist dann ja bereits geübt im Stromsparen. Und weil das Stromsparen so gut geht, werden wir folglich einen höheren Strompreis zahlen müssen, denn die Fixkosten der Unternehmen werden ja nicht sinken.

Einige bekommen für 50h/Woche etwa € 1200,- andere €_35000,-,für die Ansage der Lottozahlen im ÖR-FS. Ist eben eine Sache der Angemessenheit.
--
mfg hdw

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Das ist keine Antwort auf meine Zieldefinition.

Sowohl Unternehmen wie Privatpersonen sind interessiert, Kosten zu sparen, und tun das ohnehin. Die Behauptung, man müsse sie erst dazu zwingen, weil sie es sonst nicht täten, ist Quatsch.

Das hat mit obiger Feststellung wenig zu tun. Du klingst ein wenig wie die Omi, die aus dem Fenster guckt und sich den Mund zerreißt, was die Welt für ein Lotterleben führt.

Schon wieder Malthusianismus. "Es ist 5 vor 12, wir müssen sofort alles verbieten. Wer das bestreitet, ist ein kurzsichtiger Egoist. Die einzigen, die an die Zukunft der Menschheit denken, sind wir Paniker."

Ich persönlich nehme die ganz bestimmt nirgendwo her. Das tun Fachleute, Techniker, Ingenieure, und die Unternehmen die sie beschäftigen.

Ja das wird alles gehn, und du kannst das nicht verhindern.

Du bist so sehr in deinen Öko-Denkfiguren gefangen, dass du meine Aussage gar nicht verstanden hast.
Wir können nicht die Zukunft der Menschheit in 1000 Jahren planen. Die Vorstellung, dafür eine Vorsorge treffen zu wollen, ist absurd. Soweit in die Zukunft zu planen ist absurd. Wir können nicht im geringsten vorhersehen, welche Bedürfnisse die Menschheit dann haben wird, und welche Lösungsmöglichkeiten ihr dafür zur Verfügung stehen werden. Nichts was wir heute tun oder lassen, kann darauf irgendeinen Einfluss haben.
Stell dir vor, was die Menschen vor 1000 Jahren für uns hätten "sparen" können, wenn sie so blöd gewesen wären, daran zu glauben. Was hätten die tun können, was uns heute nützt? Die hatten doch keine Ahnung von unserer Welt. Sowenig haben wir eine Ahnung von der Welt in 1000 Jahren.
Die Öko-Religion ist wie die katholische Kirche im Mittelalter, die den Armen Verzicht predigte mit Vertröstung auf Belohnung im Jenseits. Euer Jenseits sind "zukünftige Generationen", genauso nebelhaft und ungreifbar.

Ja. Und der Rest der malthusianistischen Thesen auch.

Diese zynische Selbstgefälligkeit ist schon eine Zumutung. Weißt du es gibt Leute, denen es schlechter geht als dir. Die sparen sowieso schon wo es irgend geht, die haben keinen Spielraum mehr. Für die _ist_ das schmerzhaft.

Mit genau solchen zynischen Sprüchen rechtfertigen die Neoliberalen ihre Sozialkürzungen. Sogar die Wortwahl ist identisch. Ekelhaft.
--
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Wolfgang Schwanke schrieb:

Es ist wirklich erheiternd, wie du Malthus immer als letztes "Argument" einsetzt. Hätte es nämlich immer nur Menschen wie dich gegeben, hätte Malthus mit seinen Theorien Recht behalten. Wenn seine Vorhersagen bislang nicht eingetreten sind, liegt das einzig an Menschen, die immer wieder gegen die herrschende Meinung etwas neues gewagt haben und die du als Spinner abgetan hättest.
Gernot
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Das ist eigentlich kein Argument, sondern so eine Art Kategorisierung.

Malthus hatte Unrecht, weil sein gesamter Gedankengang auf einem unzutreffenden Weltbild beruht.

Malthus hat u.a. geraten, die damaligen Wohlfahrts-Maßnahmen abzubauen, damit die Armen sich nicht so vermehren. Neo-Malthusianer raten Ähnlihces in drastischerer Form.
Die Malthusianische Katastrophe wurde nicht dadurch "abgewendet", dass solche zynischen "Maßnahmen" ergriffen wurden. Sondern dadurch, dass die Nahrungsproduktion gigantische Fortschritte machte, von denen Malthus nicht zu träumen wagte.
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