Re: In Japan gehen erstmals massenhaft Menschen gegen Atomkraft auf die Strasse



Ja mir war auch aufgefallen, dass die Meldung bei BBC und CNN nicht erschienen ist. Vor ein paar Tagen brachte die Tagesschau sogar einen Filmbericht über einen Protest von ein paar 100 Leuten in Japan. Diese Themenauswahl reflektiert wohl die weltanschauliche Ausrichtung der Tagesschau-Redaktion.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Du monierst die Tagesschau-Redaktion?
Ich schaute mal in die New York Times:
http://www.nytimes.com/2012/07/17/world/asia/thousands-gather-in-tokyo-to-protest-nuclear-restart.html?_r=1
Darin:
"Organizers said 170,000 people filled a Tokyo square to sing songs, beat drums and cheer on a series of high-profile speakers who called for more Japanese to make their voices heard. The police put the number at 75,000, still making it the biggest gathering of anti- nuclear protesters since the Fukushima accident last year."
Die Polizeiangaben werden nicht stimmen. Diesen An- gaben nach, haben die Organisatoren der Veranstaltung die Zahl der Participanten am Protest mit 170.000 ange- geben. Das wuerde die Zahl erklaeren, die sich z.B. bei einem deutschen Presseorgan auffand.
Ein Pressespiegel waere sehr nuetzlich. Er macht dann auch deutlich, welches Meinungsspektrum zum japani- schen Protest besteht.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
wrote:

Ja
Ich bezweifle nicht, dass dieses Ereignis stattgefunden hat. Das Bemerkenswerte ist, dass diese Meldung es in die Schlagzeilen der wichtigsten deutschen Nachrichtensendung gefunden hat, während sie in anderen Ländern unter "ferner liefen" lief. Es ist die Auswahl und die Art der Präsentation der Meldungen, die hier auffällt. Mind you, das ist ein schwacher Abklatsch gegen die Tendenzberichterstattung der Tagesschau im März/April 2011.

Die Tagesschau entscheidet sich nicht nur, diese eher zweitrangige Meldung überhaupt zu bringen, sie übernimmt auch unkritisch die größere Zahlenangabe der Veranstalter, um das Ereignis bedeutender aussehen zu lassen, als es wahrscheinlich ist. Vor ein paar Tagen hatten sie sogar einen Filmbericht(!) von einem Protest in Japan mit höchstens ein paar hundert Teilnehmern, also einem absoluten Provinzereignis.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Kritik laesst sich auch an einer Tagesschau ueben, das stimmt. Aber die Meldung war eigentlich korrekt. Dir waere vielleicht lieber gewesen, sie hatte bedauert, dass in Japan ein solches Protest Movement entstanden ist.

Ach so, dann drueckt die Nachrichtenredaktion damit aus, dass ihr Meldungen zu diesem Thema genauso wichtig sind wie dem groessten Teil der deutschen Bevoelkerung, die ja eigentlich darauf gewartet hat, dass die Japaner end- lich anfangen gegen Atomkraftwerke zu protestieren. Der Protest war eigentlich seit langem ueberfaellig. Er lag so- zusagen in der Luft. Mit jedem AKW, das in Japan dazu- geschaltet wird, wird der Protest zunehmen. Dies als mei- ne Vermutung. Auf Dauer wird das keine Regierung durch- halten koennen.

Mir fehlt inzwischen der Ueberblick, was Maerz/April 2011 alles los war in den ARD-Nachrichten.

Eigentlich nicht. Die Veranstalter sagten 170.000 haben pro- testiert, die japanische Polizei sagt, etwa 75.000 haben oeffent- lichen Protest erhoben. Die Tagesschau nannte, wenn ich das richtig erinnere, die Zahl 100.000 Menschen. Aber jede dieser Zahlen steht als Symbol fuer "viele".

Solche Berichte gab es auch schon frueher, um zu zeigen, wie wenig Widerstand sich in Japan bis dahin regte, obwohl es ein Atomunglueck gab, aber in Wirklichkeit die Japaner diese Atom- meiler gerne los werden wollen. Jedoch, was man monieren kann, waere ja dies: obwohl bis dahin so wenig Japaner zum Protest auf die Strasse gingen, gab es doch die Unterschrifteninitiati- ve Sayonara Nukes, die bereits ber 7,8 Millionen Unter- schriften fr den Atomausstieg gesammelt hat und zehn Millio- nen Unterschriften zusammenbekommen will, um der Regierung zu verdeutlichen, die Bevoelkerung will keine Atomkraftwerke mehr. vielleicht ist darueber nicht ausgiebig berichtet worden.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
KLD

Selbsteinsicht wäre der beste Weg zur Besserung! Immerhin gibst Du mal zu, dass Dir der Überblick fehlt. Ganz speziell, was diverse NGs angeht.
Aber in Deiner Vertrotteltheit kannst Du ja nicht merken, dass ARD-Nachrichten nichts mit den Themata in der NG Elektrotechnik zu tun haben. Peter
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
in

Das bezweifle ich nicht. Bemerkenswert ist, dass es überhaupt berichtet wurde, und wie das geschah.

Ich hätte es eher normal gefunden, die Meldung nicht zu bringen.

Die Tagesschau-Redaktion drückt damit eine klare politische Präferenz aus, was eigentlich nicht ihre Aufgabe ist. Ob die Mehrheit der Deutschen dieselbe politische Ausrichtung hat oder nicht (ich bezweifle es), tut nichts zur Sache. Eine Nachrichtenredaktion hat keinerlei politische Tendenz in ihrer Berichterstattung erkennen zu lassen, weder die einer Mehr- noch einer Minderheit.

Da überschlugen sich alle deutschen Sender (ÖR und Private) in "Fukushima"-Dramatisierungen. Die Tagesschau keine Ausnahme. Hier kritisiere ich natürlich nicht, dass darüber berichtet wurde. Die Art der Präsentation, die Formulierungen, die Bildauswahl und -Zusammenstellung hatte aber eine ganz klare Tendenz. Filmschnipsel einzelner Explosionen in Hyperzoom, Zeitlupe, in Endlosschleifen wiederholt. Das hatte etwas von Videoclip mit klarer politischer Botschaft. Betextung, Auswahl von Interview-Partnern usw. taten ein Übriges.
Die Deutschen befinden sich unter einer medialen Käseglocke, der Medien- Mainstream hier ist völlig anders ausgerichtet als in den meisten anderen Ländern, und das war ein extremes Symptom davon. Die absolut einseitigen Medienkampagnen in der neoliberalen Propaganda-Ära (hallo Skandalos) waren ähnlich volksverblödend. Es gibt da ein Muster.

Du bestätigst mich ja: Im Namen einer politischen Botschaft werden unwichtigste Provinz-Ereignisse vom anderen Ende der Welt bei uns hochgejubelt. Wenn die das mit allen Menschenansammlungen von unter 1000 Personen machen wollten, die weltweit an einem Tag stattfinden, dann müsste jede Tagesschau 5 Stunden dauern. Es wurde da gezielt eine einzige herausgepickt, die möglicherweise in Japan selbst kaum Beachtung fand wegen der geringen Teilnehmerzahl, und hier in der Hauptnachrichtensendung verbreitet. Das sind journalistische Methoden, die ein wenig an die Aktuelle Kamera erinnern.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Da der Bericht, dort das, was passiert ist. Ich war weder in der Redaktion noch vor Ort am Geschehen. Wer vor Ort war, hat auch nur ausschnitthaftes Wissen, von dem, was da ablaeuft.

Solche Vorgaenge verschweigen? Fuer die deutsche Wirt- schaft und die Bevoelkerung koennte sich das zum Nach- teil auswachsen. Firmenverbaende und die angeschlossenen Firmen wollen moeglichst genau wissen, was jeweils vor Ort los ist und wie es im eigenen Land aufgefasst wird. Der Bevoelkerung steht es zu, davon zu erfahren, was vorging. Schliesslich bezahlt sie Fernsehgebuehren. Ueber das "Wie", also wie Nachrichten zu bringen sind, laesst sich streiten.

Sie strebt meist nach ausgewogener Darbietung. Es gibt aber Zeitgeist, d.h. man bringt das, was nachgefragt wird. Der Sender, also auch die Tagesschau, wird fortlaufend kritisiert. Eine Rueckwirkung gibt es dadurch. Natuerlich haben die Redakteure auch ihre eigenen Anliegen. Haetten sie diese nicht, waeren sie nicht zu dem Job gekommen.

Ich vermute 'mal, dass das, was Du schilderst, Illusion ist. Eine Redaktion kann nicht frei von "politischer Tendenz" sein. Sie kann aber versuchen, ausgewogen zu berichten. Vermutlich muss sie das sowieso tun, d.h. alle relevanten Parteien und Personen muessen zu Wort kommen, wobei zudem auf wenige Minuten Sendezeit zu komprimieren und zu kuerzen ist.

War es kein Drama?

Man greift auf angebotenes Material zurueck. Das duerfte viel Geld kosten. Das Drumherum, also die Interviews sollen dazu dienen, Stimmen zur Lage zu hoeren. Das ist wie die Dauer- brieselung durch Usenet-Bashingsbetreiber, und all das laesst sich nur durch Ausschalten des Fernsehers loswerden. Wir greifen derzeit nicht mehr auf Fernsehsender zurueck, beschraen- ken uns auf das, was ueber den Rechner aufrufbar ist. Das ver- ringert Zeitverlust.

Der Unfug, der aus den amerikanischen Sendern herausspricht, wird Dir auch nicht gefallen. Ich schenke mir praktisch jeden Beitrag, bis auf Ausnahmen. Fernsehen in D ist Unterhaltung. die Nachrichten gehoeren dazu. Wer informiert sein will, erarbei- tet sich sein Wissen selbst. Meist sitzt er dann in AG's oder anderen Grueppchen, um die Geschehen und was darueber be- richtet wurde, abzuarbreiten.

Fuer bestimmte Industriezweige waren die Nachrichten aus Japan, also der Protest gegen Atomkraftwerke, aeusserst wichtig. Je eher man eine Einschaetzung der neuen Lage hat, desto klueger kann reagiert werden.
Die Mehrheit der deutschen Bevoelkerung war sicherlich froh, dass die japanische Bevoelkerung mit Massenprotesten begonnen hat. Endlich hat das eingesetzt, werden viele gesagt haben.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Er ist nicht wichtig genug, um in den 15 Minuten der Tagesschau erwähnt zu werden. Es finden wahrscheinlich jeden Tag hunderte von Demonstrationen mit der gleichen oder höherer Teilnehmerzahl auf der ganzen Welt statt. Du kannst nicht erwarten, dass die alle erwähnt werden. Warum diese eine darunter herausgreifen und sie doch erwähnen?

Das Filmmaterial war gekauft, aber die Videoclip-Nachbearbeitung war von der ARD, die Betextung und Interviews sowieso.

Achwas. Die Auwahl der Interview-Partner war halt sehr einseitig. Greenpeacler und andere Ökos wurden als "Experten" vorgestellt, dabei sind das Lobbyisten. Von Nuklearphysikern, Experten für Kraftwerktechnik, Wirtschaftlern war nichts zu hören.
-- Tank nur das gute Super rein
http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
usenet_20031215 (AT) wschwanke (DOT) de
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Wed, 18 Jul 2012 22:29:31 +0200 schrieb Wolfgang Schwanke:

Wofür?
Ich habe Physik als Grundstudium genossen und bemerkt das sich alle die, die versuchten ihr Wissen über die Thematik mit ihren Wertvorstellungen von Menschenrecht und Verantwortung in Einklang zu bringen, sich der Kernkraftindustrie entzogen. Nur die, die die $$ oder €€, oh ne damals noch DM, in den Augen hatten liessen sich darauf ein. Das diese das Licht der Öffentlichkeit scheuen ist nicht verwunderlich.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Für ihre eigene Weltanschauung, für den Spendenumsatz ihrer Organisationen, für den kommerziellen Umsatz ihrer Tochterunternehmen (z.B. "Greenpeace Energy").
[Nuklearphysiker]

Ich denke nicht, dass die das Licht der Öffentlichkeit scheuten. Die TV- Redaktionen haben drauf verzichtet, solche Leute einzuladen. Das war hier das Thema.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Das ist auch bei jeder Partei so, die ueber Praesenz in Sendern zugleich Werbung fuer sich machen kann.

In D soll Mangeln an AKW-Ingenieuren herrschen, die solche Anlagen leiten, betreiben oder ueberwachen koennen. Es heisst, dass der Nachwuchs an Hochschulen in D ausbleibt. Kaum jemand will sich mit dem Themenfeld ernsthaft beschaef- tigen, weil in D die AKW's ein Auslaufmodell sind. Wen sollen die Sender einladen?
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
wrote:

Du hast Recht, dass es Lobbyismus und Missionierungsdrang auch anderswo gibt (auch wenn politische Parteien eher kein geeignetes Beispiel sind). Aber dann ist es Aufgabe einer Redaktion, deren Interessenvertreter nicht als scheinneutrale "Experten" auftreten zu lassen, sondern als Interessenvertreter, und ihnen andere Interessenvertreter zur Seite zu stellen. Man kann das auch sein lassen, es ist nicht unbedingt notwendig Greenpeaclern überhaupt so viel Raum in den gebührenfinanzierten Medien einzuräumern.
Außerdem wären echte Experten einzuladen, also nicht Leute von Greenpeace oder anderen Partikularinteressen.

Das kann ich mir vorstellen, aber ein oder zwei wird's schon geben. Der Mangel solcher Experten war sicher nicht der Grund, warum die Einladung unterbliebe. Grund war die von der Redaktion gewünschte politische Botschaft, die keinerlei positive oder auch nur nichtdramatisierende oder gar beschwichtigende Wertung zulassen wollte.

Die in Betrieb befindlichen Kraftwerke werden nicht von den Putzfrauen betrieben, da gibt es Fachleute. Außerdem machen die Kraftwerksbetreiber auch Öffentlichkeitsarbeit, da gibt es PR-Leute die gern zu Interviews zur Verfügung stehen. Das wäre dann allerdings eher die Empfehlung für spiegelbildliche Interessenvertreter zu Greenpeace.
Für unabhängige Fachleute würde ich raten - allein schon, um dem zu erwartenden Lobby-Vorwurf vorzubeugen -, tatsächlich unabhängige Experten zu befragen. Also weder kraftwerksnah noch öko-ideologisch. Solche Leute gibt es genug.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
wrote:

Das könnte so ähnlich gehandhabt werden wie bei Aktienanalysten. Da steht auch dabei, ob er Aktien dieses von ihm eingeschätzten Unternehmens besitzt oder ihm nahesteht.
Das könnte dann so aussehen, wenn zB Flasbarth was zu AKWs sagt.
Einblendung während des Statements: "Der Redende ist ein überzeugter Vertreter der Solarindustrie, vertritt ihre Interessen und haßt die Atomkraft und die ettablierten EVUs wie die Pest. Außerdem ist er bekannt für verfälschende Darstellungen und Äußerungen, wenn er dadurch einen Vorteil für die Regenerativen Energien erreicht."
So oder so ähnlich. Das wäre ein Beitrag der Medien zu mehr Transparenz.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Ja, oder es steht darin, der Redende vertraut blindlings auf AKW's, ohne Breitschaft zu zeigen, ueber Alternativen nach- zudenken und bessere Wege aufzuzeigen.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Jepp.
Nein. Es gibt ein paar. Michael Sailor beispielsweise- trotz seiner Ttigkeit frs koinstitut. Das groe Problem ist- das Thema ist nicht mehr fair und ausgewogen zu diskutieren, weil es einerseits zu einer Zeit des allgemeinen Ungehorsams mit der Brechstange versucht wurde durchzusetzen und andererseits die Presse nicht neutral berichtet und noch schlimmer, das Thema sachlich sowieso nur von Akademikern verstanden werden kann.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am Thu, 19 Jul 2012 22:05:36 -0700 schrieb Lars Wilhelm:

da wirft mein Post-Parser eine Exception.
Was ist den das? Ein allgemeiner UNgehorsam?
Erstmal müßte man die Frage beantworten, ob es sinnvoll ist 'allgemein gehorsam' zu sein und dann die Frage beantworten, wem gegenüber man gehorsam ist.
Die Betonung von Gehorsam hat immer was damit zu tun, das der Sinn einer Tätigkeit, von dem, bei dem man Gehorsam einfordert, nicht gesehen wird.
Interessant ist das Gehorsam gegenüber den gesellschaftlichen Regeln und Normen oft von anderen eingefordert wird, aber nicht das eigene Handeln bestimmt sondern für das eigenen Handeln werden die Regeln gebogen: "Andere sollen dort wo meine Kinder spielen 30 fahren, dort wo ich fahre spielen keine Kinder...'
Und da stellt sich natürlich auch die Frage, wer Regeln aufstellen kann, die so allgemein sinnvoll sind um einen allgemeinen Gehorsam einzufordern.

Mit der Brechstange wird zur Zeit gar nichts versucht, ausser vielleich Putin und sein genereller Spionageverdacht gegenüber ausländischen NGO Mitarbeiter. Alles andere geht über das hin und her von bunten Scheinchen und mittlerweile der Erpressung mit Rezession und Staatsbankrot.

Nein, die grundlegenden Zusammenhänge sind simpel.
Viel braucht viel, wenig braucht wenig. Jedes Ding will produziert sein und das bedeutet Aufwand. Aufwand von Ressourcen, Zeit und Energie. Und wenn es nicht vollständig in kurzzeitige biologische Kreisläufe eingebunden ist, bedeutet es nachhaltigen 'Müll' und eben Veränderungen der Welt durch diesen Müll. Sei es das uns überall auf der Welt Plastik begegnet, in allen größen, Formen und Farben unter anderem als Strandsand, oder das CO2 in der Atmosphäre, aber auch die Schwermetalleintragungen, die sich in Gemüse von Äckern an Straßen anhäufen...
Diese Zusammenhänge sind einfach zu begreifen und man kann sich sehr gut vorstellen, wie die Auswirkungen des eigenen Handelns sind wenn man mal den sozialen Umweltpuffer wegläßt und sich gedanklich auf ein Glashaus - Arche - Experiment einläßt. Also, ein kleines geschlossenens System in dem das eigene Handeln eine sehr viel größere Auswirkung hat.
ervin
fup2 de.soc.umwelt
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Bei "Jepp" muss ich immer an "Jeep" denken und das Atom- waffenprogramm der USA, die sich als Staat in ihrer Fuehrungs- spitze mit der Frage beschaeftigen musste, wie der 2.Weltkrieg zu gewinnen ist. Danach setzte dann eine zivile Nutzung der Atomkraft ein mit etlichen negativen Folgen.

Der gilt dann als vorbelastet.

Wir Laien hoeren uns dann die Stimmen der Experten an. Zu guter Letzt wird dann deutlich, dass diese Stimmen, die sagen, AKW's koennen nicht sicher konstruiert werden, usw. recht haben. Folglich wollen "wir" die AKW's loswerden.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Aus meiner Sicht schon.

Das ist wieder der alte Reflex. Nagel dir das doch mal an den Schädel, dass uns dieser uralte Atomhickhack aus den 70er Jahren nicht interessiert. Neubau von Kraftwerken steht überhaupt nicht zur Debatte.
Ich möchte unabhängige Experten hören, die die volkswirtschaftliche Folgen der dämlichen deutschen Energiepolitik aufrechnen. Das ist das Thema. Die Ökospinner haben dabei die Gelegenheit darzulegen, dass die deutschen Atomkraftwerke so oberhypersupermega-pop-op-schlimm sind, dass der wirtschaftliche Totalschaden der Sofortabschaltung und der sinnlosen Windrad-Orgien damit zu rechtfertigen ist. Ich hab von euch noch kein Argument gehört, das diesen Unsinn rechtfertigen kann. Was ihr ansonsten über Atomkraftwerke denkt interessiert nicht weiter.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Ein Atomkraftbefuerworter, der sich mit den Erneuerbaren gut auskennt und darin Nutzen sieht, ist sicher auch "vorbelastet", wenn er sagt, es macht Sinn, die Atomkraftwerke abzuschalten, weil sie eine gute neue Entwicklung anbahnte.

Nein, wir wissen durch Experten und reale Ereignisse, dass AKW's nicht sicher baubar sind. Auf Versicherungen, es sei anders, koennen wir nicht mehr vertrauen. Nun sagen wir, es ist besser, wenn wir die AKW's schnell los werden. Allein schon die Beseitigungsfrage des Atommuells ist ein Alptraum.

Wir sehen ja, was der Atomnichthickhack bewirkt hat. Die Befuerworterfraktion hat uns weltweit mit AKW's beglueckt.

In vielen Laendern schon. Auch in den USA.

Volkswirtschaftliche Berechnungen ergeben keine gute Nenn- groesse. Es wurden immer viel zu viele Faktoren nicht berueck- sichtig. Die Bevoelkerung sagt, es werde sowieso alles teurer, macht sich aber Gedanken, ohne dafuer eine gute Wissens- grundlage zu haben. Klar, die Energiewende laesst sich in ihrer Auswirkung auf die Volkswirtschaft diskutieren. Eine sehr klare Vorstellung davon, auf was sie sich wie auswirkt, wird niemand haben koennen. Einige Grundzuege der Entwicklung geistern ja durch Deine Beitraege. Du wirst das auf bestimmte Texte stuetzen koennen.

Also ein Gegenueber der Atomlobby + Wirtschaftsentwicklungs- experten und die Alternativfraktion + Wirtschaftsentwicklungs- experten. A + B = ?
Neues ergibt sich daraus nicht. Dass die Energiewende beschlos- sene Sache ist, laesst sich darueber nicht abwenden.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Blabla. Das ist eine andere Diskussion.

Volkswirtschaftliche Auswirkungen sind das was hier zu interessieren hat. Denn sie können Menschen arm machen, wenn Falsches beschlossen wird, und das sollten wir um jeden Preis verhindern. Ich behaupte, die deutsche "Energiepolitik" erzeugt Armut, und deswegen bin ich dagegen.
Wenn du dem nicht folgen kannst, heißt das du kannst an der Diskussion nicht teilnehmen. Dann gib das zu und hör auf irgendeinen Quatsch zu fordern, dessen sozialen Folgen du nicht abschätzen kannst. Ersatzweise fülle deine Wissenslücken.

Nein eigentlich nichts davon. Lobbyfreie VWL-Experten.
Was du in dem obigen Absatz nicht verstanden hast, formulier ich nochmal anders:
Die aktuelle deutsche "Energiepolitik" kann dann und nur dann gerechtfertigt werden, wenn belegt werden kann dass die angeblichen Schäden eines Weiterbetriebs der noch bestehenden Atomkraftwerke für 20 bis 40 Jahre NOCH GRÖSSER sind als die realen sozialen Verwüstungen ebenjener Politik. Es ist also deine Bringschuld, das darzulegen. Alles andere ist hier nicht gefragt.
--
Tank nur das gute Super rein

http://www.wschwanke.de/ http://www.fotos-aus-der-luft.de /
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.