Re: Lebensraeume werden sicherer: Japan macht das letzte AKW dicht

"Karl-Ludwig Diehl" schrieb im Newsbeitrag
news: snipped-for-privacy@d7g2000vbl.googlegroups.com...
einer Meldung entnahm ich, dass in Japan der
> letzte noch arbeitende Atommeiler dicht gemacht
> wurde:
Hi,
lies das so: Man wartet nicht mit der Revision und schaltet "erstmal" ab.
Spätestens im Sommer aber wird man einige wieder anfahren...oder Tokio
erleidet Hitzschläge. Man baut ja nichtmal an
Schattenimprovisationen...selbst die Saudis sind da ökologischer.
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gUnther nanonüm
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Nein, das entnahmst du nicht der Meldung. Der Meldung entnahmst du, dass der Reaktor heruntergefahren wurde. Den Rest entnahmst du deiner Phantasie.
"Japan's liquefied natural gas imports climbed 18 percent in volume and 52 percent in value to 5.4 trillion yen ($67 billion) in the year through March."
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Werner Baumschlager
Du meinst, in der Phantasie der japanischen Bevoel- kerung herrscht grosse Begeisterung fuer AKW's und ich sehe das falsch?
Mal sehen, was sich die japanische Technik und die japanische Politik einfallen lassen, um aus der Atomkraftbetreiberei aussteigen zu koennen.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl
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Karl-Ludwig Diehl" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@m15g2000vbh.googlegroups.com...
Hi, so homogen ist Japan schon lange nicht mehr. Es gibt dort inzwischen auch Langzeitarbeitlose und eine perspektivlose Jugend...und sowieso ist Tokio schon lange dabei, den Rest des Landes zu kannibalisieren...die Kraftwerke stehen gut verteilt und "bringen Arbeitsplätze", verteilen abr auch das Risiko...und im Sommer wird man ohne AKWs landesweite Stromsperren sehen, damit die Banker in Shinjuku nicht schwitzen...die meisten "Notkraftwerke" stehen eh nahe Tokio. Das Grid kann unmöglich zentral gespeist werden dann.
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gUnther nanonüm
Das gehoert wohl zu jeder Industriegesellschaft dazu.
Was magst Du damit meinen?
Das sagt: Japan ist weit weg und wir wissen wenig ueber die Zusammenhaenge.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl
Ist das so sicher? Oder handelt es sich hier nur um eine "Lebenslüge" die lediglich ein Verteilungsproblem kaschieren soll?
In DE hatten wir zwei Staatsbetriebe, Bahn und Post. Beide hatten die Aufgabe flächendeckend eine Infrastruktur aufzubauen und zu unterhalten. Ziel war einen möglichst gleichmäßig verteilen Wohlstand zu erreichen. Ein andere Aufgabe, die weniger bekannt und wohl aus bestimmten Interesse ausgeblendet wurde,war, überschüssige Arbeitskraft vom Markt zu nehmen. Man war damals der Ansicht, die Menschen sollten für Arbeit bezahlt werden und eben nicht fürs Nichtstun. Das dies für den Neoliberalismus ein großer Sündenfall war, liegt auf der Hand. Andererseits darf die Gesellschaft das Risiko und die Kosten des Neoliberalismus tragen und deren Verfechter meinen immernoch, das wäre so OK. Nun gut, für sie ist diese (Un)Ordnung sehr lukrativ. Fragt sich allerdings wie lange ein immer größer werdender Teil diese ungleiche Belastung noch hinnehmen will?
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Horst-D.Winzler
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@a5g2000vbc.googlegroups.com...
Hi, wieder einer, der kapituliert. Wieso eigentlich? Gab es nie "Vollbeschäftigung"?
Müll und Ressourcen...das eine wandert nach Tokio, das andere liegt überall rum...
Du scheinst sehr selektiv zu lesen. Das letzte AKW muß zwecks Wartung vom Netz, aber im Sommer plant man, mindestens drei anzufahren. Vermutlich werden weitere 10 oder so "in Bereitschaft" stehen. Das dürfte auch vom Gaspreis abhängen dann. Bedenke, Gas bezahlt Tokio, doch das Nuklearrisiko tragen die Regionen... Fuckupshima zeigt sehr anschaulich, wie das Schweinesystem funktioniert. Übrigens gibts in Fuckupshima eine neue Tsunamiwand...aus Sandsäcken. Na dann kann das nächste Starkbeben ja kommen.
Weiß einer, ob es im windreichen Japan auch Windparks gibt? Laut Wikipedia nur eins, Hokkaido onshore, 2 Propeller !!, seit 2004... 42°25'50.06" N 139°50'50.45" O
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gUnther nanonüm
Es gibt soziale Gruppen, die seit Generationen ohne Arbeit sind und kaum in Arbeitsverhaeltnissen verbleiben koennen. Loesungsversuche sind gescheitert.
Genaugenommen entsteht durch die Automatisierung ein Vorgang, dass Arbeitskraefte freigesetzt werden koennen. Im Idealfall sind alle von "Arbeit" freigestellt. Andererseits arbeiten wir sowieso 24 Stunden am Tag (Produktion/Reproduktion), mehr geht nicht.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl
Das Wort "Muell" ist bei Dir so gesetzt, dass es auf Menschen weist. Beim zweiten Lesen liegt er dann herum.
Du meinst, man "will" drei AKW's wieder anfahren? Ich denke eher, man will nicht, hat aber noch keine Loesung parat, die sofort greift.
Politiker, die entscheiden, gehen auch ein Risiko ein, nicht mehr gewaehlt zu werden. Das macht die Situation so interessant.
Man wird sehen, wie die Japaner, welche die Ener- giewirtschaft aufrecht erhalten muessen und Aus- wege suchen, verfahren werden. Einfach ist das nicht.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl
"Karl-Ludwig Diehl" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@n4g2000vbz.googlegroups.com...
Hi, sollen wir daraus lesen, daß für Dich Menschen nur "Ressourcen" sind?
man wird...sonst kommt es schon nächsten Monat zu Zugausfällen und zu Stromsperren, insbesondere im Süden. Da wo Klimaanlagen häufiger sind als Waschmaschinen.
Wenn Japan ein Wahlsystem vergleichbar mit unserem hätte. Doch dem ist nicht so.
Sie haben noch zwei Windparks im Bau...seit 2010. Mit nem Dutzend weiterer Propeller. Und Politiker, die "herabsteigen vom Berge" finden stets ein gutbezahltes Pöstchen, etwa bei TEPCO ;-) Weshalb wohl hat jener Laden soviele Direktoren?
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gUnther nanonüm
Karl-Ludwig Diehl schrieb:
Du behauptetest, das Werk wurde dichtgemacht, da du offenbar nicht willens oder nicht fähig bist, Wunsch und Wirklichkeit zu trennen.
Letztes Jahr demonstrierten zehntausende gegen Kernkraft in Tokio. Dieses Jahr waren es tausende, also fast 0.05% von Tokio. Also voll repräsentativ. BTW, an der Mahnwache in Leipzig waren 100 (einhundert !!!11!!1) Personen.
Immer wieder wird zitiert, dass "weit über 50%" der Japaner gegen "Atomkraft" wären, allerdings wird nicht angegeben, welcher Art welche Umfrage denn nun gewesen sei. BTW, was hat Greenpeace davon, Japan finanziell zu ruinieren?
Wunderlich ist auch das Triumphgeheul, Japan käme, wie zu sehen, jetzt ohne Kernkraft aus. Warum sollten die denn nicht? Die hatten 30% Kernkraft bei 40% thermischer Reserve aus Öl oder Gas. Die Kernkraft war aus aussenwirtschaftlichen Gründen in Betrieb, sieht man ja jetzt deutlich, wo sich die Ausgaben für fossile Brennstoffe fast verdoppelt haben und die Handelsbilanz ins Minus rissen. Die Bemerkung ist ähnlich sinnvoll, wie dass Deutschland auch ohne Wasserkraft auskommen könnte oder die Schweiz ohne Kohlekraft.
: Nuclear power provided almost 30 percent of the electricity to : keep the $5 trillion economy going before the March 11, 2011 disaster : that killed almost 16,000 people and left more than 3,000 missing.
Hier wird wieder mal zwischen den Zeilen suggeriert, das wäre alles eine Atomkatastrophe gewesen.
Die japanische Technik kann genug. Im asiatischen Raum sind allerdings Grosskonzerne und Regierung nicht nur verfilzt wie bei uns, sondern weitgehend identisch.
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Rolf Bombach
Es geht nicht um meine Wuensche, sondern um die der Bevoelkerung Japans. Der Meldung ent- nahm ich, dass der Bevoelkerung Japans an einem Weiterbetrieb der AKW's vermutlich nicht gelegen ist. Wie anders wuerdest Du das Herun- terfahren der AKW's in Japan auswerten? Ob mit der Begruendung volkswirtschaftlicher Zwaenge die weitere Kernkraftnutzung gewagt wird, ist ein anderes Thema. Stresstest kann man vornehmen. Wie sie wirklich ablaufen, wurde inzwischen im Raum der EU deutlich: es ist weitgehend eine Vortaeuschung, welche die Bevoelkerung wieder beruhigen soll.
K.L.
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Karl-Ludwig Diehl
Also schrieb Rolf Bombach:
Muss man halt schnell[tm] noch die eine oder andere HGÜ-Brücke aufbauen... Geschäftsidee: in Deutschland/Europa ist ja damals nach dem Mauerfall ein bisschen entsprechendes Equipment übriggeblieben. Vielleicht hat das Zeug ja wer eingelagert und kann das für günstiges (hihi...) Geld nach Japan verschieben...
Ansgar
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Ansgar Strickerschmidt

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