Stromausfall fuer 5 Millionen US-Buerger usw.

Hallo allerseits,
im Suedwesten der USA, aber auch in Mexiko waren 5 Mil- lionen Menschen ohne Strom:
"The outage occurred at 4 p.m. Thursday after an elec-
trical worker removed a piece of monitoring equipment at a power substation in southwest Arizona, officials at Phoenix-based Arizona Public Service Co. said. It was unclear why that mishap, which normally would have been isolated locally, sparked such a widespread outage. The company said that would be the focus of a probe." (1)
Betroffen waren Gegenden im Sueden Kaliforniens, in Arizona und Mexiko. Peinlich.
K.L.
Anmerkung: (1) zitiert aus: http://www.msnbc.msn.com/id/44449688/ns/us_news-life/?gt1C001
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 09.09.2011 17:07, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Mit einem Automatischen bidirektionalen STROmHandelsSystem für alle (ASTROHS) wäre das vermutlich nicht passiert. Und wenn doch, wären trotzdem die Lichter nicht ausgegangen, weil man dann eben auf Inselbetrieb geschaltet hätte. http://www.astrail.de/astrohs.htm
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Klingt durchdacht und liest sich interessant. Ich hoffe, es funktioniert auch in diesen gros- sen Dimensionen.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 09.09.2011 18:49, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Das System ist für eine beliebige Teilnehmerzahl ausgelegt. Gab auch schon zwei Diplomarbeiten dazu auch eine Patentanmeldung.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Fuer mich wirft das Thema erst einmal mehr Fragen auf, als ich Antworten aus dem Shorttext ziehen kann. Ich bin zu wenig mit dem Stromhandel und den technischen Sicherungssystemen beim Strom- transport vertraut.
Der Stromausfall im Suedwesten der USA ist natuerlich ein technisches Missgeschick. Wieso kann das durch Dein ASTROHS vermieden bleiben?
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 09.09.2011 21:12, schrieb Karl-Ludwig Diehl:

Angebot und Nachfrage regelt den Preis. Nicht Wochen und Monate im Voraus, wie man es von der EEX in Leipzig her kennt, sondern jetzt und gleich in einem echten technischen Regelkreis. In einem solchen Umfeld wird es für träge Großanlagen sehr schwierig werden, noch wirtschaftlich hin zu kommen. Da muss man SCHNELL reagieren können. Man braucht also flinke Anlagen und die sind aus physikalischen Gründen i.d.R. sehr klein. Kleine Anlagen betreibt man nicht auf der Grünen Wiese (wo man seine Abwärme wegwerfen muss), sondern in den Häusern. Dort kann man mit Abwärme noch am Ehesten was Sinnvolles anfangen. Wenn in einem dezentralen Netz mal ein paar Anlagen ausfallen, wird das gesamte Netz das kaum bemerken. Fällt im jetzigen Netz ein Großkraftwerk aus, wird man das sehr wohl bemerken, was auch leicht einen Dominoeffekt nach sich ziehen kann. Wie die praktische Erfahrung auch schon öfters gezeigt hat. Der Ausfall einer einzigen Anlage sorgt für Überlast der nächsten, weshalb diese dann ebenfalls vom Netz geht usw. So fallen dann ganze Landstriche aus.
Mit ASTROHS wird man die Stromproduktion massiv dezentralisieren. Wenn dann Anlagen ausfallen, dann werden sie folglich sehr klein sein, wodurch auch entsprechend wenig Leistung ausfällt. Damit wird ein Dominoeffekt verhindert. Und sollte es wider Erwarten doch mal eine Konstellation geben, die tatsächlich dazu führt, dann werden sich die vielen Anlagen zwar vom Netz trennen. Aber sie werden im Inselbetrieb weiter Strom produzieren können, so dass die Lichter deshalb nicht ausgehen. Lediglich die Stromproduktion wird damit teurer, weshalb man versuchen wird, das Netz baldmöglichst wieder in Ordnung zu bringen.
Die jetzigen Klein- und Microanlagen sind meistens nicht in der Lage, Inselbetrieb zu fahren. Es ist aber zu erwarten, dass sich das mit größeren Stückzahlen zusammen mit ASTROHS ändern wird. Das hat viel mit der Sicherheit des Personals zu tun, das die Stromleitungen zu warten hat. Mit ASTROHS kann diese nötige Sicherheit auch mit inseltauglichen Anlagen realisiert werden.
--
Servus
Christoph Müller
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Christoph Müller wrote:

Schon auf der dortigen Startseite findet man "Strom Intraday". Also wird dort nicht *nur* langfristig gehandelt, sondern *auch* langfristig! Offenbar gibt es dafür Bedarf und folglich wirtschaftliche Vorteile daraus.

Kein Problem, wenn man die Verbraucher steuert, statt die Erzeuger. Dieser Trend ist durch den inzwischen gesetzlich geregelten Einbau von "Smart Metern" vorgezeichnet.

Ja, denn die Abwärmenutzung ist nötig, um dem gegenüber Großanlagen naturgemäß niedrigeren elektrischen Wirkungsgrad auch einen Vorteil entgegen zu stellen. Außerdem gibt es Fernwärmesysteme, die gleich mehrere beieinander liegende Großstädte versorgen. Auch bei Großkraftwerken kann man also Abwärme nutzen.
Deinen übrigen Argumenten stimme ich zu.
Unabhängig von der konkreten Ursache des aktuellen Stromausfalls in den USA ist für mich nicht der Ausfall sondern der Betrieb das erstaunliche Phänomen, nachdem ich gesehen habe, wie selbst in Metropolen wie San Francisco alle Häuser mit Ausnahme von Downtown per Freileitung versorgt werden. Einem deutschen Freileitungsmonteur stehen die Haare zu Berge: Holzmasten, oben Mittelspannung, unten Niederspannung, alle paar Masten ein Trafo oben am Mast. Die Hausanschlüsse gehen nicht etwa vom Mast ab sondern mitten auf der Leitung, natürlich locker durchhängend.
--
Gruß Werner

http://www.youtube.com/watch?v=tCOPjB8BDK0

  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Tja, das waere mal eine Bestandsaufnahme wert. New Jersey, New York State, ueberall daselbe. Die Holzmasten sehen oft genug kurios aus, weil auch Baumstaemme genommen werden, die nicht gerade gewachsen sind, sondern lustig gekruemmt gen Himmel streben.
Das Fuer und Wider wuerde mich mal interessieren. Warum haben die Amerikaner sich in guten Teilen fuer die Aufrechterhaltung der Freileitungen ent- schieden.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Vor mehreren Jahrengabs in Kanada und dann in Folge auch im oberen Osten einen schweren und langen Stromauzsall.
Tagelang Teile von New York finster.
Es hat da tagelang in den Kabelschchten unter den Straen gebrannt.
Und da hat ein gewisser G. Bush gesagt :
Was die Stromversorgung und Stromverteilung Amerikas betrifft, befinden wir uns auf dem Stand eines Entwicklungslandes.
(Manchmal hat sogar ein Legastheniker einen lichten Moment)
Achja, der malerische Rauch frhmorgens aus den Kanalschchten von Manhattan in den Kojak-Filmen war nicht Rauch, sondern Dampf aus den undichten Fernheizungsrohren... Selbst gesehen.
MfG bastian
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Am 10.09.2011 07:08 schrieb bastian:

Ich konnte auch kaum glauben das die offensichtlich in NY noch flächendeckend Heißdampf als Heizmedium verwenden. Das kann man machen wenn man, wie in der Industrie hohe Temperaturen braucht, aber herrgottnochmal doch nicht zum Heizen der Wohnungen. 200°/(16 bar?) in der Wohnung ist jetzt einklich nix was man haben muß.
Da kommts dann auch schonmal zu ordentlichen Dampfschlägen: <http://www.nzz.ch/nachrichten/panorama/explosion_new_york_dampfleitung_1.530111.html
Kristian
--
Support the ban of Dihydrogen Monoxide
www.dhmo.org
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
`.

Interessanter Link.
Eine Dampfleitung aus dem Jahre 1924 mit 60 cm ist explodiert.
Darf die das ? Steht die nicht unter Denkmalschutz ?
MfG bastian
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
bastian wrote:

Der Prozeß wird demnächst eröffnet. Die Leitung erscheint auf eigenen Wunsch nicht persönlich, sondern läßt sich von einer der führenden Anwaltskanzleien vertreten.
vG
--
"1,5 Milliarden DM damals für die DDR. Da sind die noch mal 6 Jahre lang
mit ausgekommen. Mit 17 Millionen Insassen. Da können Sie mal sehen, wie
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Das Verfahren findet sicher in einem Dampfkessel statt, bis die Wut hoch- kocht und sich alle Parteien abreagiert haben. Dann wird die Energiezufuhr ge- drosselt und der Dampf abgelassen und der blaue Himmel wird wieder sichtbar.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Karl-Ludwig Diehl wrote:

Höchstwahrscheinlich überschreiten die Einsparungen des extrem pragmatischen Aufbaus die Kosten der häufigeren Reparaturarbeiten. Sonst würde man es ja nicht so machen.
Hinzu kommt eine kulturelle Komponente: Weniger politische Vorgaben zur Ästhetik und (aber da bin ich unsicher) weniger harsche Sicherheitsregularien.
--
Gruß Werner

http://www.youtube.com/watch?v=tCOPjB8BDK0

  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hi, es ist auch die simple Entfernung. Amiland ist weitläufig. Da sind selbst vereinzelte Häuser weit weg. Und der Boden ist tückisch, selbst im schon lange dichtbesiedelten Germany gibts Bodenstrukturen, die eine Erdleitung schwierig gestalten. Etwa eine Sumpfquerung... der Materialeinsatz für eine gestakte Freileitung ist überschaubar, kann auf Lager bereitstehen und innerhalb Wochen steht die Leitung. Mach das mal mit nem Tunnel. Daß es alle Monate zu Störungen kommt, kümmert ja nicht. Wer besseren Strom braucht, macht ihn selber.
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Die Frage ist vielleicht, wo z.B. in Kalifornien das Holz herkommt, um die Masten stellen zu koennen. Grossraeumig ist dort staubtrockene Landschaft.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
.

Und wo kommt das ganze Holz fr die berwiegend Holzhuser her ?
Kanada lebt gut vom Holzexport....
MfG bastian
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hm, ja. Kanada ist die eine Moeglichkeit. In Berkeley, im Universitaetscampus, hielten Studierende lange Zeit Baeume besetzt, um darauf zu verweisen, dass die Zer- stoerung der noerdlichen Regenwaelder aufhoeren muss. Ob sie die Baeume immer noch besetzt halten, weiss ich nicht.
K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

<nicht.
Hi, war bestimmt ein Workshop "PR and Mediamanagement"...der eigentlich bestellte Elefant hatte Husten, da haben sie eben Bäume genommen.
--
mfg,
gUnther
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Glaub ich nicht, da der Kampf um den Schutz bestimmter Waldgebiete, ziemlich nachhaltig inszeniert ist. Es liest sich immer recht in- teressant, wie es zum Schutz weitraeumiger Gebiete in den USA gekommen ist. Gerade las ich zu Walden Pond, ein Landschaftsraum bei Concord, wo sich der Dichter Thoreau als Squatter ein Holzhaus im Wald baute, um dort zwei Jahre und einige Monate unter einfachsten Bedingungen zu leben. Er hat darueber ge- schrieben. Der Textband heisst "Walden". Er hat sehr viele Architekten in den USA be- einflusst. Hier der Hinweis zum Waldgebiet:
http://www.mass.gov/dcr/parks/walden /
Hier kann man sehen, wie es gelang, immer groessere Teile der Landschaft aufzukaufen, um das Gebiet zusammenhaengend unter Schutz zu stellen:
http://www.walden.org/About_Us
Die Landschaftssicherung fuer die Mammut- baeume war aehnlich interessant verlaufen.
Was waere die Alternative zu den Holzmasten der Freileitungen in den USA? Vermutlich sind es schnellwachsende Hoelzer aus kommer- ziell angepflanzten Monokulturen/"Waeldern", wie wir sie zuhauf in D haben.
greetings K.L.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.