”P, ”C, VHDL usw.

Joachim Gaßler schrub:


Die sollen dann wohl WirtschaftsablÀufe auf.... ach, lassen wir das. :)
Ansgar
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Adresse gibt's bei Bedarf!
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Hallo, Joachim,
Du (gassler) meintest am 31.08.06:

Auch die sollten einen Automaten im Pseudocode programmieren können. Geht in die Gegend von "planmÀssigem Handeln", vielleicht sogar mit Fallunterscheidung usw.
Wenn sie so etwas nicht schaffen: schaffen sie es wenigstens, morgens aufzustehen und in die richtige Vorlesung zu gehen? Oder Geld vom Bankautomaten zu holen?
Viele GrĂŒĂŸe! Helmut
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Hallo Helmut,
Helmut Hullen wrote:

Programmieren konnte ich schon mit 6 od. 7 Jahren. Programmieren = Die Syntax und Befehle einer Sprache (evtl. teilweise) können und aneinanderreihen, um irgendeine Aufgabe zu lösen.
Ich behaupte mal, daß das jeder Absolvent kann, wenn er sich einen Tag zeit nimmt, um Sytax und Befehle zu lernen.
Aber zwischen Programmieren und Software entwickeln/Software Engineering gibt es einen gewaltigen Unterschied. Programmieren ist eine Voraussetzung, um Software irgendwann mal auf einer konkreten Maschine zu realisieren/implementieren. Dazu benötigt man keinen Akademiker. Software Engineering ist ein anderes Kaliber. Aber warum sollte Software Ingenieur auch derjenige sein, der das implementiert?
Lötet jeder Elektrotechniker seine Hardware selbst zusammen, oder gibt es dafĂŒr spezielles Personal bzw. externe Dienstleister? Spezielles Personal (Nicht-Akademiker) ist wesentlich billiger, um diese "niederen" Aufgaben zu bewĂ€ltigen. Dieses Personal kann aber nicht unbedingt Hardware entwickeln. Genauso sehe ich das mit dem Programmieren. FĂŒr mich ist das "niedere" Arbeit. Auch wenn es manchmal sehr schwierig sein kann etwas in einer Programmiersprache umzusetzen und man manchmal ziemlich lange debuggen muß, um einen Fehler zu finden, was eine gehörige Portion Erfahrung und Können erfordert. Aber genauso schwer ist es ein BGA Chip von Hand zu löten ;-)
Aber ein Informatiker soll ruhig selbst programmieren, dann spart er der Firma wenigstens Geld. Geiz ist schliesslich geil :-)
Aber um auf Deine Anmerkung zurĂŒck zu kommen: Jeder Techniker sollte auch die Technik verstehen, die er programmieren soll. In der Informatik geht das Thema "Technik" immer mehr unter und es bleiben viele Aspekte der Software-Entwicklung. Das Gleichgewicht zwischen Technik und Software fehlt. Die heutigen Informatiker wissen kaum noch was ein Transisor ist. DafĂŒr können sie aber ein tolles XML-Protokoll definieren, daß eingebettete Systeme zur Kommunikation verwenden :-) Diese Informatiker beschweren sich dann aber, daß die vorhandenen Resourcen zu knapp sind ;-) [ironie on] Ach ne...Informatiker sollen ja keine eingebetteten Systeme programmieren. Das machen ja die Elektrotechniker. Ich nehme alles wieder zurĂŒck ;-) Dann darf man sich allerdings auch nicht wundern, daß die entstandene Software alles andere als ĂŒberschaubar, wartbar und dokumentiert ist und das Änderungen, die in 5 Jahren mal gemacht werden mĂŒssen einiges an Geld verschlingen wird ;-) Und das obwohl Geiz doch so geil ist :-) [ironie off]
Gruß, Klaus
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Sagen wir mal so: Gelegentliche ProgrammierĂŒbungen (muss ja nix Grosses sein) sind hilfreich, um den Bezug zur Realisierung nicht völlig zu verlieren. Rein theoretische Informatiker tendieren hĂ€ufig dazu, mit Buzzwords gespickte Wolkenschlösser zu entwerfen, und wundern sich dann, warum das Projekt am Ende den Zeit- und Kostenrahmen sprengt oder auf der projektierten Hardware wie eine Schnecke lĂ€uft.
Hergen
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Hergen Lehmann wrote:

Ack Und genauso wichtig ist es, daß ein Informatiker auch "Hardware" lernt, um zu wissen, was er da ĂŒberhaupt programmiert und wie und wieso das alles funktioniert. Jedenfalls sehe ich das so, aber mit dieser Meinung scheine fast alleine dazustehen.

Vielleicht verstehen wir unter "Theoretischer Informatik" etwas unterschiedliches. Die theoretischen Informatiker BeschĂ€ftigen sich mit Automatentheorie, KomplexitĂ€tstheorie, Berechenbarkeit, Grammatiken, formale Sprachen, usw. Also wirklich etwas theoretisches/mathematisches (was ich ĂŒbrigens auch sehr sehr wichtig finde).
Jemand der nicht programmiert, aber Software "auf dem Papier" designed, ist kein Theoretiker. Er ist einfach nur kein Programmierer.
Das ist auch so ein allgemeines MissverstĂ€ndnis: FĂŒr viele ist jemand der etwas auf Papier schreibt ein Theoretiker und jemand der etwas am PC entwickelt ein Praktiker.
Gruß, Klaus
PS: Übrigens sind die die "mit Buzzwords gespickten Wolkenschlösser entwerfen" meistens irgendwelche BWL-Fuzzis die auch noch viel Geld fĂŒr den Mist bekommen :-D
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HÀngt davon ab, wie weit Du das treiben willst. Ein Informatiker sollte sicher lernen, wie ein Prozessor grundsÀtzlich aufgebaut ist und aus welchen Komponenten ein modernes EDV-System besteht. Aber einen Lötkolben handhaben oder die physikalischen Grundlagen einen Transistors verstehen muss er genauso wenig, wie ein Fleischer etwas von Biochemie und Genetik verstehen muss ;)

Durchaus. Aber da es fĂŒr solche Arbeiten ausserhalb der UniversitĂ€ten wenig Bedarf gibt, landen viele (wenn nicht die meisten) Theoretiker am Ende...

... genau da. Und dort ist ihre WissenslĂŒcke dann durchaus hinderlich fĂŒr diejenigen, die die Designs umsetzen mĂŒssen. Darauf wollte ich hinaus.
Hergen
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Hergen Lehmann wrote:

Ein Fleischer muß die Lebensmittel auch nicht genetisch verĂ€ndern oder chemisch analysieren ;-) Ein Einsatzfeld von Informatikern ist auch der Hardware-Entwurf in einer HDL. Es existieren versch. IO-Standards, die von FPGAs unterstĂŒtzt werden. SpĂ€testens wenn er zwischen LVTTL, LVCMOS, PCIX, GTL, ... wĂ€hlen muß ist es erforderlich, daß dieser Informatiker weiß, was das bedeutet. Es ist also durchaus wĂŒnschenswert, wenn auch ein Informatiker die physikalischen Grundlagen von Transisoren, FETs etc. versteht, um erfolgreich in diesem Gebiet eingesetzt zu werden. Halbwissen auf diesem Gebiet finde ich gefĂ€hrlich. Die Situation derzeit fĂŒhrt aber dazu, daß Informatiker zwar bei der Entwicklung von eingebetteten System eingesetzt werden (Software ...), aber das grundlegende VerstĂ€ndnis fĂŒr diese Systeme fehlt, wenn es darum geht die Hardware in Betrieb zu nehmen und Fehler zu suchen (die ja auch vorkommen und die gerade bei Prototypen durchaus noch in der Hardware versteckt sein können).
Ich finde nicht, daß ein Informatiker den kompletten Stoff der Elektrotechniker beherschen soll, aber ein GrundverstĂ€ndnis von diskreten Bauteilen (nicht nur "Funktionsweise einer CPU") finde ich Ă€usserst wichtig. Vorallem auch im Hinblick darauf, mit einem Elektrotechniker kommunizieren zu können.
Ich gebe Dir aber Recht, daß ein "typischer" Informatiker ( Der SOA, MDA, XML, SOAP, EJB, etc. aus dem ff beherrscht und fĂŒr eine Firma Web-Services implementiert) eher weniger Verwendung dafĂŒr hat. Der hat aber auch keine Verwendung fĂŒr die Theoretische Informatik und dann stellt sich mir die Frage, warum man fĂŒr so einen Berufswunsch ĂŒberhaupt an einer Uni studieren muß (kostet ja alles eine Menge Geld und wertvolle Zeit, in der man schon richtig dick Geld verdienen könnte).
Obwohl...jetzt gibts ja den Bachelor, die können dann direkt nach dem Bacholor anfangen zu programmieren ;-)
Naja, jedenfalls sollte die Uni auf alle Einsatzgebiete der Informatiker vorbereiten und nicht auf Software-Entwickler zugeschnitten werden.

Nicht unbedingt. Er arbeitet halt nicht bei Mercedes als Software-Entwickler, sondern bei der Deutschen Bank als Sicherheitsberater. Da die Allgemeinheit diese Leute aber nicht wahrnimmt, weil Informatiker ja Software-Entwickler zu sein haben, bekommen sie das nicht mit ;-)

Nicht, wenn ein "Profi" (=billiger Nur-implementierer ) dieses Design umsetzt. Es ist aber genauso wichtig, vom programmieren Ahnung zu haben, wie von Hardware. Dann ist man als Informatiker sehr wertvoll fĂŒr seinen Arbeitgeber. Dann kann der Informatiker nĂ€mlich mit den Elektrotechnikern und den Programmierern kommunizieren und weiß auch wovon er spricht. Ich stehe immernoch auf dem Standpunkt, daß ein Uni-Informatiker kein guter Programmierer sein muß (genausowenig wie ein Elektrotechniker ein guter Löter sein muß). Das hĂ€tte die Industrie nur sehr gerne, weil sie dann Geld sparen und/oder wieder Leute entlassen können (und um den hohen Lohn fĂŒr den BWL-Fuzzi zu rechtfertigen, der solche Entscheidungen trifft ;-)). Eine Uni soll auch nicht das Training on the Job ersetzen.
Schönes Wochenende
Gruß, Klaus
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Thus spoke Hergen Lehmann:

^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Kann gar nicht sein! Java ist doch eine sichere und SCHNELLE Sprache!!!!!einself!! ;-)
SCNR,
Sebastian
--
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Hergen Lehmann wrote:

Das UnglĂŒck will es, daß hĂ€ufig von BWL-Fritzen oder anderen Juristen ein IT-Experte als "SachverstĂ€ndiger" herbeigerufen wird, wenn es um allerlei Entscheidungen geht. Die fĂŒhlen sich irgendwie wesensverwandt und sprechen eine gemeinsame linqua franca aber haben von der Materie keine Ahnung.
Die Personalentscheidungen, die Investitions- und Kaufentscheidungen sehen entsprechend dÀmlich aus.
MfG
--
das smiley ist im header verborgen


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Hallo Klaus, On Thu, 31 Aug 2006 13:07:33 +0200, Klaus Drechsler

Vielleicht damit er aus eigener praktischer Erfahrung ein GefĂŒhl dafĂŒr bekommt, was praktisch machbar ist und was nur theoretisch ?

Sorry, wenn Du irgendeine Möglichkeit hast, einen _komplexen_ Algorithmus zu validieren, ohne ihn zu testen, oder ein IT-Tool (abseits des Schraubenziehers ;-) zu entwickeln, ohne dass es am Ende auf die eine oder andere Art programmiert wird, dann nur her damit.
Bei mir ist aber wenigstens soviel von der theoretischen Informatik hÀngengeblieben, dass m.W. nach noch nicht mal die korrekte _Terminierung_ eines hinreichend komplexen Algorithmus formal automatisch entschieden werden kann, geschweigedenn seine Korrektheit.
Die Programmiersprachen, egal ob BASIC, C bis C# oder Haskell sind nunmal die Mittel, mit denen am Ende vom Tag das _Ergebnis_ der _erfolgreichen_ Arbeit auch des Informatikers oder seines Teams ausgedrĂŒckt wird.
Solltest Du hingegen meinen, dass Programmieren unter Deiner WĂŒrde ist und man erfolgsorientiertes Arbeiten man lieber den Leuten am Fließband ĂŒberlĂ€ĂŸt, dann befindest Du Dich zwar mit diversen faulen Damagern in bester Gesellschaft, alleine nur:
Der langfristig erfolgreiche Teil der Wirtschaft wird Leute mit dieser Qualifikation ungefÀhr so hÀufig brauchen wie SozialpÀdagogen.
Und noch was: _Anleiten_ kann man andere KrÀfte nur dann, wenn man es selber kann. Ich muss auch bei uns nicht jedes Detail in jedem Code sofort verstehen, dass ein Kollege geschrieben hat. Aber ich _kann_ es verstehen, auch wenn z.B. ein yacc mit im Spiel war.

<mode=Frotzel_wenn_Du_wirklich_so_denkst> Dann solltest Du Dir einen Wechsel der Arbeitsrichtung ĂŒberlegen. Naturwissenschaften ist eher schlecht, die stricken sich alle ihre Computerprogramme selber, ja, auch im Sport gibt es die Sportinformatik, von VO2max bis zum Koordinationstest, die Sprachwissenschaftler werten Texte auch softwaregestĂŒzt aus, und in der PĂ€dagogik gibt es Lernprogramme.
Schaut schlecht aus, aber wie wÀre es mit Agyptologie, ach ne, die verwenden beim Graben GPS, aber wenigstens FertiggerÀte ... </mode>

Die Industrie sucht sogar hĂ€nderingend Leute, die beides _gut_ können und sich auch fĂŒr beides nicht zu schade sind.
E-Technik Entwicklung ist heute zu einem ganz großen Teil technische Softwareentwicklung, sei es die womöglich dynamische Koeffizientenermittlung im DSP oder die Berechnung irgendwelcher s-Parameter im HF-Bereich.
Da braucht man keine Leute, die von Konzepten schwafeln, und selber nix auf die Reihe kriegen, sondern Leute, die in der Lage sind, ein eigenes Konzept auch umzusetzen.
Warum es kaum Stellenanzeigen gibt:
Man hat die Suche vielerorts aufgegeben.
Davon profitieren z.B. wir, unsere Entwicklung ist bis weit in 2007 gut ausgelastet. Da sind Sachen dabei, von denen wir vor Jahren nichteinmal getrĂ€umt haben, Zeug, was frĂŒher nur Großkonzerne gemacht haben. Die inzwischen den Löffel warfen ...

Ja leider, die machen sich zu soetwas. Niemand verbietet dem E-Techniker, ein Buch ĂŒber Compilerbau zu lesen.
Nur meistens geniesst die "Disse" den Vorzug, Fun-Gesellschaft halt. Übrigens nicht nur in der E-Technik und Informatik. Versuch mal eine Laufgruppe zusammenzubekommen, die kontinuierlich trainiert ...

Ja.
Lass sie lachen, er bekommt dann womöglich den Job und die Lacher Hartz 4.

In der E-Technik werden aber genĂŒgend Informatiker gebraucht. Sei es fĂŒr Designsoftware, Simulatoren, sei es fĂŒr Embedded Programmierung, sei es fĂŒr das IP-Processing in Kommunikations- gerĂ€ten.
Und zwar bitte QualitÀt, sprich es darf auch mal ein BNF-basierter Parser integriert sein, oder geeignete State Engines, und modular sowieso und bitte nicht nur alle 100 Zeilen ein Kommentar.
Ich habe hier das neue OFDM Buch von Hanzo/Keller rumliegen, da verwenden sie am Ende genetische Algorithmen (!), um den Signalsalat wieder zu trennen.
Oder wie willst Du ein effizientes Forwarding in Netzwerken entwerfen, wenn Du nicht weißt, was die Hardware kann und die Grundlagen der Regelungstechnik nicht auf die Flusskontrolle projezieren kannst ?
Noch Fragen ?
Ach so, warum das in Deutschland kaum nachgefragt wird ?
Weil es hierzulande zuviele Damager aller Fachrichtungen gibt, deren Ergebnis primÀr Power Point ist. Weil es dann die entsprechenden Firmen _nicht_mehr_können_. Und weil sie dann verkauft oder aufgelöst werden, denn nicht-Produkte kann man schlecht verkaufen.
Siehe Siemens-BenQ Handies, Markt verpasst, siehe ANT, IP verschlafen, siehe Siemens COM, alles irgendwie aber nicht richtig.
Aber es wird schon noch hierzulande entwickelt: Z.B. konstruiert Alcatel hierzulande erfolgreich sĂ€mtliche Basisstationen fĂŒr deren weit verbreitete Mobilfunkproduktpalette. Mit unserer EDA Software :-)

Dann mach es ihnen klar oder suche einen anderen AG ...

Sie werden es auf die harte Tour lernen, dass sie es willmĂŒssen ;-/
Gruß Oliver
P.s.: Wers kann, der machts, wers nicht kann, der lehrts ;-)
--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10
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Hallo Oliver,
Oliver Bartels wrote:

Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich persönlich habe nicht gegen programmieren. Ich habe in der Industrie Software entwickelt, bzw. programmiert und jetzt bin ich "quasi" auch Entwickler (aber nicht mehr reine SW). Ich finde es nicht schlimm. Es stört mich nicht und ich habs gerne getan und tus immer wieder gern. Ich finde es sogar sehr wichtig diese Erfahrungen zu haben. Schlimm finde ich, daß man als Informatiker fast schon automatisch Programmierer ist. Nur diese Tatsache stört mich. Dieses Kategorien-Denken.

Nein, sowas habe ich natĂŒrlich nicht ;-) In einem anderen Posting in diesem Thread schrieb ich aber bereits, daß "wir"(=Informatiker an der uni) durchaus Proof-of-Concept Implementierungen machen und "lernen". Das unterscheidet sich aber von den Anforderungen in der Industrie (Stichwort: Idiotensicher). Aber auch hier sehe ich "nur" eine Kostenersparnis, wenn Algorithmen-Designer und Algorithmen-Implementierer und Algorithmen-Validierer ein und dieselbe Person sind. Leider ist es nunmal so, daß ein genialer Algorithmen-Designer nicht unbedingt auch ein genialer Programmierer ist. Aber die Industrie erwartet sowas und damit fallen sie wohl auch immer wieder auf die Fr.. Ă€h ..auf den Mund ;-)

Nein, daß denke ich nicht. Nur darf ein Informatiker doch durchaus den Wunsch haben, ausserhalb des Programmierens eingesetzt zu werden. Oder möchtest Du mir durch die Blume sagen: Ein Informatiker hat gefĂ€lligst programmieren zu wollen? Also doch wieder dieses Kategorien-Denken?

Ich bin nicht faul.

Faul sein als Qualifikation? :-) Ich gehe nicht von mir aus, sondern spreche mal allgemein: Jemand der Informatik studiert, dem aber das Programmieren nicht liegt oder der es einfach nicht mag, ist doch nicht automatisch faul. Gut, er wird kein besonders guter Entwickler sein. Aber es gibt auch andere Berufe ausser Entwickler, wie zb. Consulting, Admin in div. Bereichen, ...

Full Ack. Nichts anderes habe ich behauptet. Man ist sehr wertvoll, wenn man die Technische Seite und die Software Seite versteht und auch aktiv in diesen Bereichen mitgearbeitet hat und somit wertvolle Erfahrungen besitzt. Aber die Diskussion dreht sich daraum, daß die technische Seite der Informatiker immer mehr zurĂŒckgeschraubt wird und die Softwareseite in den Vordergrund gestellt wird. Diese Entwicklung finde ich nicht gut.

[...]
Nochmal: Ich denke nicht so, ich bin auch nicht faul und bin mir auch nicht zu schade zum Programmieren. Und ja: Ohne Programmieren geht heutzutage nichts mehr, also muß jemand programmieren. Von mir aus auch Informatiker. Ich habe keine Probleme damit.

Aber etwas gut können, kann man nur mit der entsprechenden Erfahrung. Ein Informatiker kann zwar problemlos Erfahrung als SW-Entwickler sammlen und bekommt auf diesem Gebiet als Absolvent auch relativ einfach einen Job, aber was die technische Seite betrifft wird er es schwer haben, Erfahrungen zu sammeln (weil er selten als Absolvent die Chance bekommt auf diesem Gebiet Fuß zu fassen). Die Firmen sollten lieber von diesem "UniversitĂ€ten sollten uns die Absolventen ready-to-use abliefern"-Denken abkommen und Geld in ihre SchĂŒtzlinge investieren, um sie einzuarbeiten und aus- bzw. weiterzubilden. Dann wĂŒrde die Industrie nicht lĂ€nger HĂ€nderingend suchen mĂŒssen. Aber da geiz geil ist (bzw. um KonkurenzfĂ€hig zu bleiben), sollen gefĂ€lligst die anderen die Drecksarbeit ĂŒbernehmen und gesucht werden die Creme-de-la-Creme der Informatiker, von denen es leider nur ganz wenige gibt...

Ja. Und aus diesem Grund spricht es doch dafĂŒr, einem Informatiker (wieder) mehr Technik beizubringen, bzw. einem Elektrotechniker mehr Software. Weil ein Informatiker, der nur auf ganz abstraktem Niveau programmieren kann, keine Hilfe auf diesem Gebiet ist und ein Elektrotechniker ist auch keine Hilfe, wenn er zwar irgendwas in C oder Assembler programmieren kann, der Code aber mit der QualitĂ€t des Codes eines SchĂŒlers vergleichbar ist. Beide Welten gehören zusammen. Es gibt unterschiedliche Spezialisierungen, aber irgendwo sollten sie sich treffen. Und dieses "treffen" wird in letzter Zeit immer weniger. Jedenfalls habe ich dieses GefĂŒhl.
Ich habe in einem anderen Posting auch schon gesagt, daß ein Informatiker kein Elektrotechniker sein soll. Er muß wohl nix ĂŒber Hochfrequenztechnik etc. wissen, aber eine gemeinsae Basis zu haben ist nicht hinderlich, sondern förderlich.

Ack. Aber Konzepte kann man auch mit Hilfe von weiteren Mitarbeitern realisieren (zumind. spricht ja nix dagegen, wenn der Konzepte-Entwickler Ahnung/Erfahrung auf dem Gebiet hat). Ich weiß, daß das in unserer Welt immer unrealistischer wird, weil ein gewisser Kostendruck/Konkurenzdruck besteht und einer aus diesem Grund alles machen muß. Aber trĂ€umen darf man ja mal ;-)

Na dann herzlichen GlĂŒckwunsch (ernst gemeint).

Und niemand einen Informatiker, ein Buch ĂŒber EMV zu lesen. Das Problem ist: Sie wollen es nicht. Und selbst wenn sie es tun, werden sie in der Firma sicherlich nicht vom SW-Entwickler zum Magier der EMV aufsteigen. Aber es ist auf jedenfall nötig, eine gemeinsame Schnittstelle zwischen den SW u. HW Leuten zu haben. Diese Schnittstelle wird aber immer kleiner.

_Ich_ lasse sie ja lachen ;-) Aber nicht jeder hat das GlĂŒck, andere lachen zu lassen.

Oder E-Techniker, die gut programmieren können.
Leider werden in der E-Technik selten Informatiker gebraucht, die die Hardware mitentwickeln. Es wird ihnen meistens etwas vor die FĂŒĂŸe geworfen und gesagt: "Jetzt programmier mal". Dementsprechend "krank" kann es dann sein, die Hardware zu programmieren...

Da ist dann aber wieder das Problem, daß das alles schon gestern fertig sein sollte und unterm Strich gerade soviel Zeit bleibt, um es irgendwie zum laufen zu kriegen. Informatiker können auch nicht Zaubern und die Gesetze der Marktwirtschaft ausser Kraft setzen. QualitĂ€t will die Wirtschaft doch nicht wirklich. Klar, die die trotzdem QualitĂ€t liefern, so wie Du, verdienen sich dann eine goldenen Nase, aber andere ... !?

Ohne die, die es lehren, wird es kaum welche geben, die es können ;-)
Dazu fĂ€llt mir ausserdem noch ein: Willst Du etwas bewegen, oder darĂŒber schreiben? :-)
Schönen Tag noch, Klaus
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Oliver Bartels schrub:

Hey, dann wĂŒrden die Herrschaften ja wieder lernen, effektiv zu programmieren und die Hardware möglichst effizient zu nutzen. Aber sowas wĂ€re ja voll kontraproduktiv - wer soll denn dann noch fĂŒr den stĂ€ndigen Hunger nach schnellerer, besserer etc. Hardware sorgen... Ich habe mal in einem (IMHO guten) Buch aus den ausgehenden Achtzigern folgenden Satz gelesen, der mir hĂ€ngengeblieben ist: "Ein guter Programmierer geizt mit jedem Byte, und wenn er Millionen davon zur VerfĂŒgung hat..."

ACK.
Oder diverse andere Embedded Hardware. Wie z.B. bei uns[tm].
:)

Na, ich seh's ja bei uns in der Familie: mein Bruder ist Dipl-Inf., ich Dipl-Ing-FH E-Technik. Die Denkstrukturen sind völlig anders.
Ansgar
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