Artikel Fukushima

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*Carsten Thumulla* wrote on Mon, 11-03-14 12:16:
Bei den Germanisten in den Tageszeitungen kannic es ja fast noch verstehen, aber wenn auch in einer Quelle wie oben erschreckender Unsinn steht, dann endet jedes Verständnis.
10^.7 ist 5, nicht sieben. Das mag im Kontext irrelevant sein, aber es senkt deutlich das Vertrauen in die Kompetenz des Autors. Einem Abiturienten darf so etwas nicht passieren.
Kein Hinweis auf die Zeitabhängigkeit.
Ich fasse es nicht. Hat denn wirklich niemand eine Vorstellung von einer Wasserstofflamme und der nötigen Mehrtemperatur für eine Zersetzung? Angeblich kennt sich der Autor aus. Und dann hat er nie von der Zirconiumreaktion gehört?
Völliger Quatsch. Auch da war das äußere Gebäude KEIN Druckbehälter. Im Gegenteil ein Containment, also ein Druckgefäß in dem wegen Luftsauerstoff eine Explosion möglich wäre, hatte Chernobyl gar nicht.
Auch wenn die Druckbehälter nicht versagen, werden sie ganz sicher über Jahrzehnte nicht geöffnet werden. Diese Kraftwerke werden nie wieder in Betrieb gehen. Von allen mir bekannten Medien ist derzeit die Washington Post
noch die zuverlässigste. Ganz brauchbar ist auch William Tucker im Wall Street Journal
Dort steht:
Nirgends steht derzeit etwas klares und eindeutiges über den Zustand der Druckbehälter und der Containments. Sind letztere noch dicht oder nicht?
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Axel Berger
Zu sagen, daß eine Skala »logarithmisch« sei, sagt noch nichts, wenn nicht klar ist, was eigentlich die Basisgröße ist.
So schreibt Wikipedia beispielsweise:
»Wegen des dekadischen Logarithmus bedeutet der Anstieg der Magnitude um einen Punkt auf der Skala einen etwa zehnfach höheren Ausschlag (Amplitude) im Seismogramm und näherungsweise die 32-fache Energiefreisetzung (exponentielles Wachstum) im Erdbebenherd.«
Man sieht, daß sich der Exponent von Amplitude und Energie anscheinend unterscheidet!
Menschen empfinden allerdings Vergrößerungen von Werten ohnehin meist »logarithmisch«:
Für die Sinne des Menschen gilt das Weber-Fechner'sche psycho-physische Grundgesetz, nach dem die Sinnesempfindung um eine Stufe steigt (additiv), wenn die Reizstärke sich verdoppelt.
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Man denke etwa an Lautheit und Lautstärke.
Daher könnte es sein, daß eine logarithmische Skala bei Erdbeben der menschlichen Empfindung schon gut entspricht.
Letztendlich ist es willkürlich, ob man eine lineare oder logarithmische Skala anlegt. Man kann nicht sagen, daß eine »richtig« sei. Man wählt diejenige, welche praktisch ist.
Die »logarithmische« Skala ist nur dann logarithmisch, wenn man die »lineare« willkürlich als »linear« definiert. Man könnte auch die logarithmische als »linear« definieren, dann wäre die andere »exponentiell«.
Eine Spektralfarbe kann man beispielsweise durch Wellenlänge oder Frequenz angeben, ohne daß man sagen kann, welche Angabe »neutral« oder »richtig« ist.
Eine Ausnahme sind allerdings Skalen, bei denen gleichartige Einheiten gezählt werden. Hier halte ich die Anzahlen für offensichtlich linear. Das gilt dann auch für Längen und Zeiten, die durch Aneinanderlegen gleichlanger Intervalle definiert werden.
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Stefan Ram
*Stefan Ram* wrote on Wed, 11-03-16 00:39:
Stimmt und ist nicht unwichtig. Aber hier sprach einer allein über die logarithmische Richterskala selbst und behauptete, von acht auf neun ist eine Verzehnfachung also sei von 8.2 auf 8.9 eine Versiebenfachung. Für das Verhältnis zweier logarithmischer Angaben ist die Basisgröße egal, sie muß nur gleich sein.
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Axel Berger
Axel Berger schrieb...
Die Basis spielt schon eine Rolle (Nachkommastellen im Ergebnis ignoriert):
Basis 10: 10^8.9 / 10^8.2 =3D 5=20 Basis e: e^8.9 / e^8.2 =3D 2
- Heinz
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Heinz Saathoff
*Heinz Saathoff* wrote on Fri, 11-03-18 13:06:
Selbstverständlich hast Du recht, den Zehnerlogarithmus habe ich vorausgesetzt. Aber um ein Beben der Stärke 6 messen zu können brauchst Du eine Basis, die z.B. die Stärke 0 definiert (analog zu den dB(mV) z.B.). Für das Verhältnis zweier Beben ist diese Basisgröße (nicht die Logarithmenbasis) egal.
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Axel Berger

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