Bezugsquelle für Kielgewicht

Hallo für meine Segelyacht Eigenkonstruktion brauche ich eine passende Kielbombe. Ich habe zwar eine Anleitung gefunden wie man mit Hilfe eines Gipsabdrucks
ein Bleigewicht herstellt aber keine Bezugsquelle für das passende Blei bzw. ungiftigen Ersatzstoff.
Kann mir da jemand weiterhelfen? Wie und aus welchem Material bastelt ihr Eure Kielgewichte?
Herzlichen Dank, Jonas Bosse.
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Uwe Bosse schrieb:

Fahr doch mal in eine Autowerkstatt, die haben altes Blei im Eimer neben der Riefen-Montiermaschine stehen.
Gruß Dammi
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Hallo seit 2003 gibt es an PKWs keine Auswuchtgewichte aus Blei mehr. (glaube iss Zinn jetzt) Dachdecker oder Baumarkt sind aber gute und günstige Quellen für Walzblei.
Achim

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Joachim Loebig schrieb:

Zink, meist zusätzlich lackiert. Zink lässt sich auch schmelzen, aber der Lack vertrübt einem den Keller :)
Bernd
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Joachim Loebig schrieb:

Und, heist das jetzt das alles Blei von den Reifen verschwunden ist. Da rollen noch Tonnen von Blei durch Deutschland.
Gruß Dammi
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Hallo Andre,

Ein Zentner davon liegt beim Legauer Autofuzzi in der Tonne neben der Wuchtmaschine.
servus,     Patrick
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Hallo Uwe-Jonas,

Da steht hoffentlich auch was über die Giftwirkung von Blei und deren Vermeidung drin?

Ungiftiger Ersatz, sogar noch weitaus besser, weil dichter (vulgo: "schwerer"), wären die Edelmetalle Gold (ca. 19 kg/dm^3) und Platin (21.5 kg/dm^3), Blei hat nur vergleichsweise leichte 11.3 kg/dm^3. Nur mit a) dem Gießen und b) der allgemeinen Verfügbarkeit hapert's ... Messing wäre billiger, allerdings auch leichter (8.5 kg/dm3), die Gießerei hat aber die gleichen praktikablen Probleme.
Dammis Tip mit den Auto- bzw. Reifenwerkstätten ist zwar theoretisch verboten (Stichwort "RoHS"), in der Realität allerdings noch gut, es dürfte von Vorteil sein den Werkstattbesitzer schon eine Weile zu kennen, denn er darf das Zeug nicht mehr rausrücken. Also nimm, was Du kriegen kannst, es wird nicht besser. Als Bleiersatz kannst Du des Klempners Dachrinnen-Weichlot nehmen, das ist zwar leichter als reines Blei, steht dem in der Giftigkeit nur wenig nach, dafür ist der Schmelzpunkt nochmal niedriger und die Verfügbarkeit wohl besser.
Ich hatte mir bei einem Praktikum in einer Gießerei einige Stangen Blei mitgenommen, was zwar schon etliche Jahre her ist, aber es waren schon einige Kilo. Wie, Du kennst keinen Gießer?

Da ich mir nur alle dutzend Jahre ein Segelboot baue - diese Dinger halten so unangenehm lange - habe /ich/ dieses Problem nicht so, nur Lösungen ;-)
servus, Patrick, schon seit einiger Zeit über MS-Spinner nachdenkend, da Platin zwar hypsch, aber doch unangenehm teuer ist
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Patrick Kuban schrieb:

die da wäre?
Ich glaube nicht, daß der Bleikiel in der Praxis eine merkliche toxische Wirkung haben wird. Der Kiel dürfte so groß sein, daß er auch vom dümmsten anzunehmenden Wasservogel nicht gefressen wird.
Und der OP wird seinen Bleikiel auch nicht in irgendwelche anderen Säuren legen.
Das trifft i.W. auch auf bleierne Auswuchtgewichte zu, deren Verbot ich aber noch eher toleriere als die bleifreien Lote, zu deren Verwendung wir von den Eurokraten genötigt wurden.
Richtig böse war Blei als Zusatz im Kraftstoff. In Farben ist's auch schlecht (Kinder futtern's), und Wasserleitungen _können_ auch problematisch sein (meistens sind/waren sie aber ausreichend verkalkt). Von Wasservögeln verspeiste Schrotkugeln waren für den Liebhaber von Entenbraten auch nicht gut.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

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Hallo Oliver,

http://de.wikipedia.org/wiki/Blei#Toxizit.C3.A4t
Blei ist ein Kontaktgift, als Arbeitsschutz-Peter auf unserer Meisterschule erfuhr, da Orthopdisten mit einem Treibblei arbeiten, also (whrend des Umgangs damit) es stndig berhren und umformen (das in der Wiki erwhnte Bleikarbonat wird also bei jedem Hammerschlag aufgebrochen, die Pfoten sind nach dem Treiben auch recht "dreckig"), war er sichtlich erschreckt.
Der OP Uwe erwhnte eine Anleitung, wie man mit Hilfe eines Gipsabdrucks ein Bleigewicht herstellt. Ein Gipsabdruck, um mit einer Schere (und Latex-/Vinyl-Handschuhen ?) aus Bleischrott Bleischrot herzustellen und mit Harz oder Zellulosekleber in Form zu bringen? Ist ungeschickt, denn Gips lsst sich auch gut kleben ... Drum schlo ich daraus, da es um eine /Gie/form geht. Bei Bleidmpfen hat man aber das volle Giftpotential. Es gibt zu meiner Lackiermaske (mit Silikonrand und Filterbajonett, war mal fast 50.- DM schwer) auch Filter explizit gegen Bleidmpfe. BH-Krbchen dagegen kenne ich nicht.
Blei greift Fettzellen an, was nicht soo schlimm erscheint. Aber Nervenzellen sind Fettzellen so hnlich, da die gleich mit angegriffen werden. Das will man nun wirklich nicht.

Beim fertigen Kiel sehe ich kein Problem, da wird das Blei ja vielleicht auch innendrin sein. Ansonsten kann man es zulackieren, auerdem wird ein Modellboot auch keine Liegezeit von neun Monaten/Jahr haben.

Jein. Auch gewerblich drfen mit Blei-Zinn-Lot gefertigten Schaltungen mit Blei-Zinn-Lot repariert werden und im medizinischen Bereich (bin ich) ist's eh erst noch frei. Das seh' ich zwar nicht ein, finde es aber angenehm. Mit den RoHS-Loten sieht /jede/ Ltstelle aus wie eine kalte, es verarbeitet sich auch so ...

Bleiwei ist schon seit achtzehnhunderttobak wegen vieler Krankheits- und Todesflle verschwunden, da durften Kinder vermutlich noch nicht an Wnden lutschen. Heute drfen sie an Legosteinen lutschen, drum darf da seit ein paar Jahrzehnten auch kein Cadmiumgelb mehr verwendet werden.

Ja, das Wissen stammt aus rmischer Zeit: die armen Leute starben Hungers, die Reichen an Bldheit. Die alten Wasserleitungen in Berlin (ich war da mal ein paar Jahre Hauswart) eben /sind/ hinreichend mit Kalk "isoliert", so da auch die zur Reparatur dazwischengeltete Kupferleitung zwar grundstzlich eine Batterie bildet, es aber keinen strt.

Eher ein mechanisches Problem ;-)
servus,     Patrick
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Servus Patrick,

[...]
Vielleicht FUD, vielleicht nur für langfristigen Einsatz relevant. Eine größere Entwicklung von Blei_dämpfen_ beim Gießen halte ich für unwahrscheinlich, der Dampfdruck dürfte bei einer moderaten Arbeitstemperatur recht niedrig sein. Stäube könnte ich mir noch vorstellen. Aber auch das ist m.E. unkritisch, wenn es der OP nicht zur Dauerbeschäftigung über Jahre macht.
[...]

Auch wenn es freiliegen würde - da reagiert kaum was. Es wurde schon untersucht, inwieweit Blei aus Bleilot in das Grundwasser um Mülldeponien transportiert wird. Ergebnis: Kannst' vergessen, das Blei bleibt auf der Leiterplatte.

ich nicht reparieren. Wir produzieren Industrieelektronik mit projektierten Einsatzdauern deutlich über zehn Jahren.

Und wo bekommst Du noch Bauteile mit SnPb-Finish? Ein Problem in der Luftfahrt... Die haben auch zu lange geschwiegen.
Naja, runterfallen wird wegen Whiskern kaum ein Flieger, aber vielleicht mal am Boden stehen.

Naja, es gibt schon bleifreie Lote, die schöne Lötstellen machen. Aber das Prozeßfenster (Temperatur) ist viel kleiner (größere _Wahrscheinlichkeit_ von Defekten), die Bauteile werden mehr gestreßt (-> Lebensdauer), Du darfst die Plastikbauteile vor dem Löten nur noch kurz offen an der Luft liegen lassen ("floor time" vs. MSL), damit sie nicht zu viel Feuchtigkeit aufnehmen (und dann beim Löten platzen), Du brauchst mehr Energie. Viele Leute löten jetzt mit einer Dampfphasenlötanlage (naja) statt dem Konvektionsofen. Die Umweltbilanz bleifreier Lote ist insgesamt negativ.
Nicht zuletzt auch wegen des Silbers, das in vielen Loten ist - die Sauerei wurde i.W. von den asiatischen Hinterhofrecyclern hin zum Bergbau verschoben.
Zinnminen sind auch bäh.
M.E. wäre es billiger gewesen, den Asiaten das Rösten von Leiterplatten über offenem Feuer abzugewöhnen als bleifreie Lote einzuführen.
Aber die Industrie hat's verpennt und manche Leute von Umweltorganisatoren waren davon _überzeugt_, mit der Förderung bleifreier Lote etwas für die Umwelt getan zu haben.
Ich denke, daß das ein großer, teuerer Unfug war.
[...]

Nein, das Problem ist, daß die _Säure im Magen_ des Wasservogels mit dem Blei giftige Verbindungen bildet.
Wenn Du auf eine Bleikugel beißt, die im Fleisch des Rehleins etc. steckt, ist es tatsächlich nur ein mechanisches Problem. Auch wenn Du die Schrotkugel verschluckst, wird sie während der Passage durch den Darm keine größeren Mengen Blei in Deinem Körper zurücklassen.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

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On Mon, 22 Jun 2009 19:17:49 +0200, Uwe Bosse wrote:

Schon mal beim oertlichen Schrotthaendler probiert? Blei scheint noch immer Stand der Technik bei Dachdeckern zu sein, wo es um krumme Anschluesse gibt. Jedenfalls habe ich im Hof noch einige Kilo Bleiblech vom Dach liegen, die ich wegbringen muss.
Kupferpreise sind wohl aktuell ca. 1 Euro/kg Schrott. Bleipreise?
Gibt es heute abweichende Forschriften? Verwendung von Bleimennige als Anti-Fouling? Verwendung von Bleischrot bei der Entenjagd? Verwendung von Bleigewichten am Angelhaken? Bleigewichte am Taucherguertel?
Von welcher Menge sprichst du eigentlich? Die umweltschaedigenden Auswirkungen im Gewaesser halte ich fuer ernsthaft vernachlaessigbar.
Schoenen Gruss Martin
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Hallo, Blei gibt es immer noch beim Dachdecker, sog. Walzblei. Wenn irgendwo altes PB durch neues ersetzt wird, ist auch altes PB zu haben. Lässt sich problemlos einschmelzen. Willibert
Uwe Bosse schrieb:

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Die Anleitung ging vom Schmelzen und nicht vom Verkleben aus. Das Gips bildet die Gießform.
Nachdem ich jetzt weiß, wie ich zu Blei kommen kann - wurde hier breit diskutiert - habe ich jetzt noch das Problem mit den giftigen Dämpfen. Außer dass man im freien einen Campinggaskocher verwenden soll stand da nix drin. Euren Ausführungen entnehme ich, dass man da schon einen speziellen Filter für die Atemwege braucht, um auf der sicheren Seite zu sein !?
Weitere Tipps wären willkommen.
Gruß, Uwe.
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Also bei reinem Blei wäre ich da nicht so besorgt - der Dampfdruck von Blei am Schmelzpunkt ist sehr niedrig. Es gibt ja auch Bleigiesssets die man auf einer Kerzenflamme schmiltzt.....mit dem Teelöffel.
Bei anderen Sachen wie Cadmium ist das viel schlimmer...mach dir mal wegen Blei keine grossen Sorgen.
Natürlich sollte man das Zeugs nur erhitzen bis es schmilzt, niicht etwa zur Rotglut.
mfG
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Manfred D. schrieb:
[...]

Ack. Aber der Dreck, der an den Auswuchtgewichten dran ist, stinkt beim Schmelzen. Klebegewichte sind ganz eklig. Das ist bestimmt ungesund.

da ist aber sicher schon seit vielen Jahren kein Blei drin.
Servus
Oliver
--
Oliver Betz, Muenchen (oliverbetz.de)

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Uwe Bosse schrieb:

Mit einer Zinnlegierung wie hier: http://www.weissmetall.de/deutsch/store/zinnlegierung.asp
Gruss Frank
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