Stockwerkverteiler hinten aufschneiden

Hallo,
hier bemängelt ein Herr Hirsch das rückwärtige Aufschneiden von Verteilern mit der Begründung, damit würde die Schutzisolierung aufgehoben:
http://www.voltimum.at/news/2019/anwendungstechnik.nvkommentare.liste/Funf-Kardinalfehler-bei-Steigleitungssanierungen---Ein-Bericht-aus-der-Praxis-eines - Sachverstandigen.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=spezial
Wenn dahinter aber die Wand liegt - wie kann da eine Gefahr durch den zusätzlich geschaffenen Leitungsauslass entstehen?
--
Gruß Werner

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Werner Holtfreter schrieb:

Es wird wohl eher eine Frage sein, wie dieser Leitungsauslass realisiert ist, eine Wand als Ersatz für eine offenherzige Rückwand garantiert ja nicht die fehlende Isolationsstrecke.
Siegfried
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Ich unterstelle, da es um trockene -nicht Feuchtraumverteiler mit Verschraubungen - geht. Sowas, wie es in Wohnungen eingebaut wird. Das sind recht groe Plastikunterteile, die man oben und/oder unten ffnet. Dnnes Plastik mit Bruchrille rum.
Der Elektriker nimmt das Hmmerchen und klopft das einfach raus. Es entstehen je nach Fabrikat Schlitze von ca 2 cm mal 10-20 cm. Und geht von unten die Zuleitung und Steuerleitung und nach oben die gesamten Stromkreise weg, manchmal auch nach unten.
Wo sollte da ein Problem sein, weitere ffnungen auszubrechen ?
MfG bastian
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Achtung, Stockwerksverteiler!=Wohnungsverteiler! Der Stockwerksverteiler in Wienstrom-Territorium ist ein Hauptleitungsabzweigkasten mit Vorzhlersicherungen, in lteren Husern blicherweise stockwerksweise angeordnet! Siehe http://www.leso.at/fileadmin/download/KatalogKunststoffverteiler1-2008.pdf ab Seite 48
Da ist man u.U. etwas paranoider als bei normalen Wohnungsverteilern... abgesehen davon kursieren unter Elektrikern in sterreich dermaen unglaublich viele Gerchte, da man sich im Endeffekt berhaupt nicht mehr auskennt was jetzt eigentlich zulssig ist und was nicht. Beispielsweise ist bis heute vllig unklar, ob AP- Verteiler komplett ohne Rckwand auf nichtbrennbaren Unterlagen zulssig sind oder nicht... und eng verbunden damit, ob sogenannte Rekordrahmen (eine... "sehr spezielle" Abzweig"dosen"bauart von Dietzel-Univolt) fr 230/400V-Klemmverbindungen zulssig sind oder nicht. Rekord-Abzweigrahmen siehe www.dietzel-univolt.at/1127_AT.123?objid=798 zweite Seite
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska wrote:

Aus dem Bild werde ich nicht schlau. Ist das nur ein Verschluss für einen in Beton geformten Hohlraum? Wenn ja, gibt es dazu spezielle Formstücke, die man anschließend aus dem Beton herauszieht?
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Gruß Werner

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In Beton werden die normalerweise nicht eingesetzt sondern in Mauerwerk. Es handelt sich um einen knapp 10mm tiefen Rahmen mit Deckel der ein Loch in der Mauer verdeckt. Das Loch kann man mit Gipsmodeln formen (selten) oder freihndig. War vor 20 Jahren in der hiesigen Elektroinstallation allgegenwrtig, ist aber mittlerweile deutlich seltener geworden. Findet man normalerweise nur im Altbau bei Renovierungen, im Neubau wurden die Dinger aber z.B. in den frhen 60ern auch eingesetzt, vorzugsweise bei Wnden aus 10cm-Dnnwand- Hohlziegeln oder gar noch dnneren Materialien (geht runter bis 5cm Gipsdielen).
sg Ragnar
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Ragnar Bartuska schrieb:

Da könntest du "unter Elektrikern" auslassen und es wäre genauso richtig.
Mit freundlichem Gruß
Jan
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Werner Holtfreter wrote:

http://www.voltimum.at/news/2019/anwendungstechnik.nvkommentare.liste/Funf - Kardinalfehler-bei-Steigleitungssanierungen---Ein-Bericht-aus-der-Praxis- eines-Sachverstandigen.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=spezial
Hier meine Frage an den Autor und seine Antwort:
Sehr geehrter Herr Hirsch, in Ihrem Beitrag "Fünf Kardinalfehler bei Steigleitungssanierungen – Ein Bericht aus der Praxis eines Sachverständigen" bemängeln Sie das rückwärtige Aufschneiden des Vorzählersicherungskasten, um dort Leitungen einzuführen. Ich setze voraus, dass es sich nicht um eine Feuchtrauminstallation handelt und die Wand nicht leitfähig ist. Wie entsteht unter diesen Umständen eine Gefahr? Der von Ihnen zitierte Normenabschnitt "30.2.4.4 Die Schutzisolierumhüllung darf an keiner Stelle von leitfähigen Teilen so durchbrochen werden, daß eine Spannung nach außen verschleppt werden kann." hilft nicht weiter, denn eine unbeabsichtigte Spannungsverschleppung ist so ja nicht möglich. Mit freundlichen Grüßen Werner Holtfreter
ANTWORT: Wer sieht das Problem nicht? Im konkreten Fall des Bildes im genannten Beitrag ist durch den großzügigen Ausschnitt durch den Aderleitugnen geführt werden partiell die Schutzmaßnahmen Schutzisolierung unwirksam gemacht. Die Schutzisolierumhüllung ist durchbrochen. Im fall des Auftretens eines Isolationsfehlers (zB durch einlaufende Überspannung wird Isolierung durchschalgen)der nur einfach isolierten Aderleitungen kann damit Spannung nach außen übertragen werden. Da seit 13.6.2002 durch verbindlicherklärung von ÖVE-EN 1 Teil 3 § 42 im Bereich von Verbindungshohlräumen die Herstellung von derartigen Hohlräumen, die mit Gips und dergleichen ausgekleidet sind, nicht mehr zulässig ist, wird davon ausgegangen, dass Mauerwerk keine im Sinne der Elektrotechnik ausreichende Isoliereingenschaft besitzt. Somit sind die Anforderungen des Fehlerschutzes nicht erfüllt; das ist das Problem
ZITATENDE
Jetzt verlagert er den Schwerpunkt seiner Argumentation auf die Aderleitungen, die selbstverständlich so nicht verlegt werden dürfen. Das war aber nicht meine Frage, denn er zählt folgendes ausdrückliche als einen separaten (von mehreren) Fehler auf:
| Fehlende Schutzmaßnahme in Verteilern durch unzulässig große Öffnungen | in den Verteilerwänden
Ich kann allein im Aufschneiden der Rückwand keinen Fehler sehen!
Wenn dadurch einfach isolierte oder gar unisolierte Leitungen am Mauerwerk anliegen, ist das wieder etwas anderes: Das wäre bei trockener Wand zwar noch nicht gefährlich, aber bei einem gleichzeitigen Wasserrohrbruch schon. Man sollte sich also überlegen, wo man aufschneidet und die Größe des Lochs maßvoll wählen.
--
Gruß Werner

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Lesen wir mal genau: Die Schutzisolierung ist zweifellos von leitfähigen Teilen durchbrochen worden. Und - HOSSA! - es wird sogar betriebsmäßig eine Spannung nach außen verschleppt. Dazu sind Leiter ja da... Die Norm ist m.E. dämlich formuliert. Jede nach außen geführte Leitung stellt eine Spannungsverschleppung nach außen dar. Und die ist ja gewollt. Hier fehlt das Wörtchen "gefährlich" oder unbeabsichtigt.
Und das ist der Knackpunkt! Worin sieht der Herr die Gefahr? Ein Wasserrohrbruch, der die Wand komplett durchfeuchtet? Der überwindet aber die Schutzart eines Verteilers für trockene Räume sowieso!

Tolle Gegenfrag. Mein erster Gedanke: Spinner.

Muss sie ja so oder so. Dir Frage ist, was passiert durch übergroße Ausschnitte? Wassereintritt? Egal, der würde eh die ganze Verteilung fluten. Brührungsschutz? Hallo? Für wen? Für die Wand? Oder die in ihr lebenden Steinläuse?

Ganz schlimm. Hoffentlich elektrisiert sich das Mauerwerk nicht allzu sehr. Nicht, dass es am Ende noch tot umfällt.

Bei allen Normen sollte man nicht vergessen, mal zu überlegen, was eigentlich passieren kann. Genau das möge er begründen: Worin besteht die Gefahr, wenn eine rückwärtige Aussparung nicht "knirsch" das Kabel einklemmt, sondern zu groß ist.
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