blindstromkompnesation (wiki)

Mar 07, 2006 26 Replies

aus der wikipedia



" Im technischen Bereich sind elektrische Verbraucher meist ohmsch-induktiv, d.h. in den Verbrauchern überwiegt die Wirkung eines magnetischen Feldes und es wird induktive Blindleistung verbraucht, daher erfolgt eine Blindleistungskompensation durch Parallelschalten von Kapazitäten, die ihrerseits kapazitive Blindleistung benötigen. Eine Reihenschaltung mit dem Verbraucher ist nicht ratsam, da so ein Reihenschwingkreis entstehen würde, der nahe seiner Resonanzfrequenz betrieben wird. ... "



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Diese Begründung verstehe ich nicht ganz .. Warum soll beim Parallelschalten von C zur induktiven Last kein Schwingkreis nicht stören, bei Reihenschaltung dagegen schon?



Falls jemand mehr oder weniger ausführlichere Seiten zu diesem Thema kennt, würde mich sehr freuen auch dort zu rechechieren.



Gruss, Daniel



Sch=FCle Daniel schrieb:

Hallo,

es ist nicht der Schwingkreis an sich der st=F6rt. Man =FCberlege sich wo der kompensierte Blindstrom immer noch fliesst,=20 beim Parallelschwingkreis nur innerhalb des geschlossenen Kreises, von=20 aussen wird nur noch der Wirkstrom zugef=FChrt. Wie soll das aber beim Reihenschwingkreis klappen den Blindstrom von den =

Leitungen fernzuhalten?

Bye

das ist anschaulich

hmm, ich bin wie gesagt kein Experte aber die Natur hat viele Tricks auf Lager .. im Halbleiter zB ist die Ladungsträgerdichte nicht zwingend räumlich homogen (zB Minoritätsträgerdichte steigt an bei Lichteinstrahlung) ich weiss nicht ob hier im Metallleiter Stromdichte über dx konstant ist.

Danke für die Antwort

Grüsse, Daniel

ps. wenn jemand paar Links in Favoriten hat, her damit :) ich suche alles zum Drehstrom, Blindleisungskompensation usw

Schüle Daniel schrieb:

Ersetz mal in dem Artikel "I" durch "U". Dann wird klar, das bei Reihenschwingkreise (Saugkreise) diese phasenverschobenen Spannungen [+/-90°(270°)] beträchtlich über der Betriebsspannung liegen können. Nicht gut für die daran Bastelnden und auch nicht so pralle in Bezug auf Spannungsfestigkeit.

Beim Parallelschwingkreis in Resonanz passiert nicht viel. Nach außen wirkt der hochohmig. Je nach Güte schwingt ehr mehr oder weniger träge ein und aus. Was beim Reihenschwingkreis für unerfreuliche Sachen passieren, dazu hast du ja schon zwei Antworten: Spannungeüberhöhung, hoche Blindströme, die sich durch die Leitungen quälen und Verluste erzeugen etc.

Gruß Lars

Hallo, Lars,

Du (lm) meintest am 07.03.06:

Nein - nach aussen erscheint einzig der parallele Wirkwiderstand. Klar

- der mag hochohmig sein.

Kompensation ist ein Begriff aus der Energietechnik. Da ist (i.a.) die Spannung fest vorgegeben, und der Strom in den Zuleitungen sollte möglichst klein sein (es sei denn, der Kunde löhnt extra).

Also war auch beim Endverbraucher lange Zeit die netzparallele Kompensation beliebt: Leuchtstofflampe (induktive Last) an 230 V, und parallel dazu der Kompensationskondensator, also ebenfalls an 230 V. Da mag zwar so etwas wie "Resonanz" auftreten, aber beide Geräte liegen an fester Spannung, sie haben definierte Impedanzen: völlig unkritisch.

Die netzparallele Kompensation bei Endverbrauchern ist nur deshalb in den meisten Netzen vom Versorger untersagt, weil die Kondensatoren bei Rundsteuerung wie ein Kurzschluss wirken.

In 230-V-Netzen ist auch die Frequenz recht exakt auf einen einzigen Wert eingestellt. Verwechsle bitte nicht Nachrichtentechnik und Energietechnik.

Viele Grüße! Helmut

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Schüle Daniel schrieb:

Mal Dir mal das Zeigerdiagramm auf, dann verstehst Du es schon. Bei der Parallelschaltung liegt die Spannung fest: sie wird von der Spannungsquelle (dem Netz) vorgegeben. In der Reihenschaltung kann die Spannung am Verbindungspunkt dagegen beliebig hoch werden.

Gruß aus Bremen Ralf

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Uwe Hercksen schrieb:

Indem man den Spannungswinkel dreht, also problemlos.

Unkompensiert: Z = R + jX_L

Und nun schalte X_C = -X_L in Reihe, und das Netz "sieht" nur noch R und weg ist der Blindstrom. Dummerweise liegt aber jetzt auch die gesamte Netzspannung, die sich vorher geometrisch auf R und X_L verteilt hat, an R an, sprich: effektiv ist die Spannung am Betriebmittel um den Faktor Z/R überhöht, und das mag es evtl. nicht.

Gruß aus Bremen Ralf

Am Tue, 07 Mar 2006 18:15:26 +0100 schrieb Uwe Hercksen :

Beim Parallelschwingkreis (Parallelkompensation) entsteht eine Stromüberhöhung, aber im Falle der Kompensation nicht höher, als wenn der Verbraucher unkompensiert betrieben würde und der Scheinstrom (Wirk- und Blindanteil) aus dem Netz bezogen wird. Die Spannung entspricht der Nennspannung. Bei Reihenkompensation fließt nur der Wirkstrom, die Blindleistung muß über die Spannungsüberhöhung des Serienschwingkreises geliefert werden. Bei Blindelementen hoher Güte könnte das auch die 10fache Nennspannung sein. Eine solche Spannungsüberhöhung entspricht nicht dem Normalbetrieb, die Isolierung muß sie nicht unbedingt verkraften. Die Betriebsbedingungen weichen bei Reihenkompensation also deutlich vom Nennwert ab.

Laß dich nicht verwirren!

Auch der Parallelschwingkreis hat es in sich mit dem Strom, wenn die L-Verbraucher und der C-Kompensator "weit" voneinander ent- fernt aufgestellt sind. Die Leitungen im Haus müssen den Reso- nanzstrom (=den ganzen Blindstrom) aushalten. Nur von außen "sieht" den Blindstrom niemand.

---- etwas anderes Thema:

Das Unglück kann passieren, daß bei Hauptstromausfall die Motoren noch eine Zeitlang weiterlaufen. Das ist mir in der Weberei meines Vaters passiert: Kurzschluß, Hauptsicherung geflogen, Lichtbogen erloschen (damit war der Kurzschluß vorbei) die Kompensationskondensatoren haben einige kleine Motoren noch ca 2 Sekunden mit überhöhter Drehzahl weiterbetrieben.

Die meisten Maschinen hatten einen Selbsthalteschütz, der beim Kurzschluß abfiel aber ein paar handgeschaltete waren dran geblieben. Dummerweise auch die C's weil der Kompensator sehr träge ist.

Was ich damit sagen will: Resonanzüberhöhung ist auch beim Parallelschwingkreis möglich, wenn der Hauptschalter fliegt. Die Frequenz ist dann halt nicht 50Hz.

Servas

Ich meinte damit: Es passiert nicht viel, weil ein vergleichsweise sehr hochohmiger, parallel geschalteter Widerstand nicht interessiert.

Kompensation ist ein allgemeiner Begriff, der viele Anwendungen findet. Google liefert z.B. 2.880.000 treffer. Der erste ist Wiki. Zitat: "... Ausgleich eines Zustands durch Drittmittel."

Habe bisher nichts gegenteiliges behauptet.

^^^^^^^^^^^^^

Das habe ich jetzt ergoogeln müssen. Ok, das Signal wird also durch die Kondensatoren evtl. kurzgeschlossen. In Bezug auf so manchen Mist, der heute durch die Leitungen geschickt wird, fände ich einen Kurzschluß an möglichst vielen Stellen eigentlich ganz pirma! :-)

Das ist der Güte egal.

Ich dachte bei Einschwingen eher an das Ein- und Ausschalten, als an Frequenzveränderungen im Netz. Davon abgesehen glaube ich nicht, daß man sehr große Güten so schnell bekommt. Schließlich will man ja etwas verbrauchen.

Gruß Lars

Hallo, Franz,

Du (franz) meintest am 08.03.06:

Das ist das übliche Verfahren in grösseren Anlagen, bei denen eine Kompensationsanlage mit etlichen je nach Bedarf einzelne Kondensatoren fürs ganze Werk zu- oder abschaltet. Aber damit hat der Versorger kein Problem. Nur der Betriebselektriker.

Viele Grüße! Helmut

Darauf, genau darauf möchte ich hinweisen: der Betriebselektriker, der Planer. Der Versorger dagegen ist mir eher wurscht.

Das Pech trifft "unschuldige" Maschinen, die mit Überspannung belastet werden, wenn das Netz überschwingt, weil ein Haufen Energie in den Kompensationskondensatoren gespeichert ist, die sich _hinter_ den Hauptsicherungen an den Verbrauchern austoben und dort ihre Resonanz nach eigenem Gutdünken definieren.

MfG

X-No-Archive: Yes

begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Blödsinn. Was tatsächlich passiert ist: Irgendeine größere umlaufende Asynchron-Maschine ging dabei in den Leerlauf und hat, gestützt durch Erregerblindleistung aus den Kompensationskondensatoren, Spannung mit deutlich höherer Frequenz in das abgetrennte Hausnetz zurückgespeist, die die anderen Motoren "hochgezogen" hat. Die Kondensatoren selbst können gar nicht genug Energie speichern, um Motoren anzutreiben.

Daß Du Dich nicht benehmen kannst, hast Du schon oft genug bewiesen. Bisher hatte ich allerdings angenommen, daß Du wenigstens rudimentär Ahnung von E-Technik hast.

Sagen wir mal so: Durchgefallen. In einem Jahr wieder ...

Gruß aus Bremen Ralf

Es hat sein müssen, daß du Bremer Stadtmusikant so dazu singst.

:-))

Du hast es richtig erkannt: die Energie ist mechanischer Provenienz gewesen.

Bloß, wie ist wohl die Überspannung entstanden?

Die Resonanz muß es sein, meinst nicht, die allerlei zer- töppert hat. Der Generator allein hätten keine Über- spannung und höhere Frequenz erzeugt. Einen kurzen Impuls aus der Induktivität ja aber über mehrere Sekun- den, so, daß die kleineren Motoren auch mit Überdrehzahl liefen.

Wennst magst, kannst noch ein posting dranhängen mit "Blödsinn", es sind noch 3 Stadtmusikanten übrig.

;->

X-No-Archive: Yes

begin quoting, "Franz Glaser (KN)" schrieb:

Der Rest dürfte Dich bereits abgeschrieben haben.

Ja, *ich* schon.

Miß mal die Leerlaufspannung eines Fahrrad-Dynamos ...

Nein, meine ich nicht. Ich habe nämlich ein Ingenieurexamen und glaube nicht an Esoterik.

Warum nicht?

Ich vergaß übrigens die Möglichkeit, daß eine GM-Maschine entregt weiterlief - die drehen dann auch ganz gerne mal hoch.

Deine Maschinenpraktika liegen wohl schon länger zurück? (Den Begriff Altersamnesie möchte ich nicht so pauschal verwenden.) Zu Deiner Zeit waren mechanische Umrichtersätze aber durchaus noch Up-to-date.

Gruß aus Bremen Ralf

Nun, jetzt bist schon auf den Hund gekommen ;-))

(ich kann auch ad hominem :-)

Wenn sonst nix als ganz harmlose Käfigläuferlein, 4 und 6 polig, maximal 2kW, wenige über Keilriemen mit einer überdurchschnittlichen Schwungscheibe aber die meisten einfach nur an einem altmodischen, mechanischen Webstuhl über Flachriemen am Netz hängen, dann kannst phantasieren, mehr nicht.

Nö, glaub mirs, es ist die Resonanz. Das Problem mit Webstühlen ist, daß alle Motoren überdimensioniert sein müssen wegen der Stoßlast. Das bedeutet, daß der cosphi im ganzen Haus hundsmiserabel schlecht ist (0,25-0,3). Daraus folgt, daß eine ungewöhnlich große Kondensa- torbatterie zur Kompensation nötig ist.

Daraus folgt: Die Güte[tm] des Schwingkreises ist (viel) besser als sonst in industriellen Anlagen üblich.

Was du mit Altersamnesie abtust, das ist gewöhnliche Erfahrung mit allerlei ungewöhnlichen Verhältnissen.

Servas. Btw.: der nächste Musikant ist die Katz, Grautier und Hund hast schon abgehakt.

Franz Glaser (KN) schrieb:

Oder ein Sychronmaschine.

X-No-Archive: Yes

begin quoting, "horst-d.winzler" schrieb:

Jein. Die müßte nämlich heftig übererregt sein, um Blindleistung zu liefern, würde auch die Energie für einen Weiterlauf der Motoren bei Netzausfall bereitstellen, aber könnte die Frequenz nicht hochziehen.

Fazit: Glaser phantasiert schon.

Gruß aus Bremen Ralf

Geh, sowat jiebz in Jrohsbarakkn :-)

Ich hab doch vor einiger Zeit erzählt vom falschrum angeschlossenen kVar Zähler. Als das aufflog war Abhilfe nötig und die bestand in vielen, dicken Töpfen mit Regler. Bloß - so ein Regler ist träge. Daß die Schützen nicht abgefallen sind, das beweist, daß genug Energie im System 'hinter' der Hauptsicherung vorhanden ist.

Ich habe den Vorgang mit dem Oszilloskop für den Versicherungs- menschen 2x nachgespielt.

MfG

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