Virtuelles Kraftwerk (Zukunftsperspektiven)

Jun 28, 2005 2 Replies



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Hallo,



im Thread "Wachstumsmarkt Photovoltaik (in D)" wird u.a. auf eine Argumentationskette von BP Solar abgehoben[*].



Zur Thematik "virtuelles Kraftwerk" hier ein Exzerpt:


Argument 7: "Photovoltaik kann konventionelle Kraftwerke ersetzen"



"Wind- und Solarstrom k=F6nnten nie wie Kohle- oder Kernkraftwerke die Grundlast des deutschen Strombedarfs decken." Das behauptet jedenfalls die Elektrizit=E4tswirtschaft. Dieser Vergleich zwischen einzelnen Energietr=E4gern f=FChrt jedoch in die Irre. Entscheidend ist der Mix aus verschiedenen erneuerbaren Quellen: Er kann den konventionellen Kraftwerkspark langfristig sehr wohl ersetzen. Photovoltaikanlagen erg=E4nzen sich sowohl im Tagesverlauf als auch jahreszeitlich mit Windkraftanlagen, die auch nachts betrieben werden k=F6nnen und im Winter ihr Leistungsmaximum erreichen, w=E4hrend Solaranlagen typischerweise um die Mittagszeit und im Sommer ihre H=F6chstleistung bringen. Um die restlichen L=FCcken im Stromangebot zu f=FCllen (z.B. w=E4hrend einer windstillen Nacht), ist eine Reservekapazit=E4t notwendig. Daf=FCr kommen zum Beispiel Biomasse-Kraftwerke oder Pumpspeicheranlagen in Frage. Mit Hilfe von Wetterprognosen und moderner Kommunikationstechnik l=E4sst sich ein Netz aus vielen dezentralen kleinen Stromerzeugern so steuern, dass es wie ein "virtuelles Kraftwerk" arbeitet.


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X-post / f'up2 dsw



Gru=DF, Frank


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.=2E.

Hallo,

hier ein Exkurs (in die Zukunft):

_Wie funktioniert ein Kraftwerk, in dem Wasserstoff fusioniert wird?_[*]

Die Sonne strahlt bereits seit Milliarden von Jahren. Best=FCnde sie aus Kohle, wie man es fr=FCher tats=E4chlich einmal angenommen hat, so w=E4ren ihre Brennstoffvorr=E4te l=E4ngst ersch=F6pft. Tats=E4chlich gewinnt sie aber ihre Energie durch die Verschmelzung von Wasserstoff zu Helium. Diese effiziente Form der Energiegewinnung wollen Forscher nun auch auf der Erde realisieren - im Versuchsreaktor "Iter" und sp=E4ter in kommerziellen Fusionsreaktoren. Das Herzst=FCck des auch als "Tokamak" bezeichneten Fusionsreaktors ist ein ringf=F6rmiger Torus, in dem ein ganz d=FCnnes Wasserstoffgas (aus den Isotopen Deuterium und Tritium) auf unvorstellbar hohe Temperaturen von rund 100 Millionen Grad Celsius erhitzt wird - unter anderem durch Mikrowellen. Da keine materielle Wand dieses hei=DFe Gas einsperren k=F6nnte, wird das sogenannte Plasma mit Hilfe starker Magnetfelder im Torus des Reaktors eingesperrt. "Iter" soll als gepulster Reaktor arbeiten: Energiepulse heizen das Plasma auf, die Fusionsreaktion beginnt, Wasserstoff verschmilzt zu Helium, wobei eine gro=DFe Menge Energie freigesetzt wird - deutlich mehr, als man zum Start der Reaktion ben=F6tigte. Die Fusionsenergie wird haupts=E4chlich in Form energiereicher Neutronen freigesetzt, die auf die innere Wand des Reaktors treffen und diese dadurch erw=E4rmen. Mit Hilfe von W=E4rmetauschern wird mit dieser Energie letztlich ein Dampfkreislauf betrieben, der wie in jedem anderen Kraftwerk Turbinen antreibt und so Strom generiert.

Bei der Absorption der Neutronen wird aus dem Metall Lithium wiederum der Fusionsrohstoff Tritium erbr=FCtet. Das Deuterium kann hingegen aus Meerwasser gewonnen werden. Die Brennstoffvorr=E4te sind damit praktisch unbegrenzt.

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*] 29.05.05
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Dieser brandneue Artikel (davon gibt's heute auch ein paar weitere) passt zwar nicht 1:1 zu unserem Thema (Header!), aber er zeigt m=F6glicherweise technisch machbare Ausblicke (F&E!)im Kontext der Energieversorgung f=FCr die langfristige Zukunft (=FCber Generationen hinweg) (?), schon bevor /und vor allem wenn/ die fossilen Energietr=E4ger ersch=F6pft sein werden.

W=FCrde ein solches Gro=DFtechnikverfahren die im Vormarsch begriffene Photovoltaik abl=F6sen, oder w=FCrden sich beide Verfahren - im Verbund mit weiteren (wie in dsw diskutiert) erg=E4nzen?

Dieser Beitrag tangiert eher die Chemiker und Physiker (daher X-post), die /ggf. an anderer Stelle/ mehr dazu ausf=FChren k=F6nnen(?).

X-post / f'up2 dsw

Gru=DF, Frank

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Hallo,

wie ich soeben entdeckte, gibt's hierzu seit gestern den Thread "ITER" in de.sci.physik.

X-post / f'up2 dsw

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