GuF-Kraftwerk

Hallo Leute, die Diskussion zu "Waermekraftmaschinen fuer niedrige Temperaturen" war ja ganz interessant. Heute bin ich über das hier gestolpert:
http://www.heise.de/tr/artikel/Kraftwerk-mit-Doppelherz-1519118.html
Die 86% hören sich aber irgendwie unseriös oder schöngerechnet an.
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Michael

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begin quoting, Michael S schrieb:

Genau das steht doch in dem Beitrag. Wenn man nach dem geht, dann ist die ganze Idee aber sowieso nicht so ganz ausgegoren. Das kann aber an dem Beitrag liegen.
Gruß aus Bremen Ralf
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Michael S schrieb:

Der Artikel ist schon merkwürdig. Da kann eine Dampfturbine zwischen 550 und 50 °C arbeiten. Ich habe mal gelernt, dass kondensierender Dampf auf die Turbinenschaufeln wie ein Sandstrahlgebläse wirkt.
Dann will er Stickstoff durch Co2 ersetzen. Das bedeutet zunächst, dass er einen irreversiblen Prozess (Sauerstoff mischt sich von selbst mit Stickstoff, entmischt sich daher nur unter Energieaufwand und Entropieabnahme des Gemisches) mit einem anderen irreversiblen Prozess (Co2 zumischen und Entropie des Gemisches erhöhen) kombinieren will. Außerdem vermute ich, dass Co2, das sowohl Edukt wie Produkt der chemischen Reaktion ist, den Wirkungsgrad, weil der Gleichgewichtszustand der (unvollständigen) Reaktion eher bei mehr unverbranntem Brennstoff liegen wird.
An Carnot kommt keiner vorbei, auch kein promovierter Physiker. Aber man kann den Wirkungsgrad ja kreativ rechnen. Wenn das Ergebnis sowohl Wärme- als auch Kraftkopplung ist, zählt man halt den Wirkungsgrad zusammen.
Bei der Idee mit dem Ammoniak vermute ich folgende Überlegung: Der Wärmeübergang von Wärmequelle und Wärmekraftmaschine sollte mit möglichst geringem Temperaturunterschied erfolgen. Wenn dann die Anergie die Wärmekraftmaschine verlässt, dann sollte ebenfalls die Temperaturdifferenz möglichst klein sein. Praktisch erreicht man das an einem der Punkte, indem man das Arbeitsfluid so wählt, dass es an der Wärmequelle gerade (isotherm) verdampft oder an der Wärmesenke gerade (isotherm) kondensiert.
Beides geht nicht, aber die Kunst ist eben, das Fluid so zu wählen, dass es optimal an wenigstens einem der beiden Temperaturen den Phasenübergang schafft. In der Praxis ist Wasser auch in großen Mengen billig, im Gegensatz zu den meisten anderen Stoffen. Daher wird die Wirkungsgraddiskussion meist von den Betriebswirten beendet.
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Am 24.04.12 21.46, schrieb Tom Schneider:

Wie war das nochmal: um mit einem Kreisprozess auf real 86% Wirkungsgrad zu kommen, benötigt man bei einer Temperatur von genannten 1500°C am heißen Ende mindestens welche Temperaturen am kalten Ende? Aber vielleicht ist das Kraftwerk ja auf der dunklen Seite des Mondes geplant, wer weiß.
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begin quoting, Volker Staben schrieb:

Also, *Mindest*temperaturen gibt es da eigentlich keine...
Aber sie sollte wohl *höchstens* um die -20° C betragen.

Im Text steht doch, wo der Fehler steckt.
(Gerade auf dem Mond oder auch sonst so ziemlich überall im freien Weltraum in 1 AE Abstand von der Sonne kann man übrigens problemlos sehr große Wirkungsgrade erreichen, weil man lediglich den (Strahlungs-)Kühler gegen Sonnenbestrahlung abzuschatten braucht. Allerdings steht der Wirkungsgrad bei solchen Anwendungen nicht im Vordergrund - es wird schon seine Gründe haben, warum man in der Raumfahrt PV-Module und keine GuD-Kraftwerke verwendet. So ein Kühler würde auch reichlich groß, weil er wegen ~T^4 bei niedrigen Temperaturen halt kaum noch was abstrahlt.)
Gruß aus Bremen Ralf
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