Geschaltete Reluktanzmaschine als Generator

Hallo,
ich hoffe ich bin in der richtigen Rubrik.
Demnächst muss ich einen Vortrag halten, in dem ich unter anderem das
Prinzip der geschalteten Reluktanzmaschine erkläre.
Ich habe soweit verstanden, dass der gezahnte Rotor aus weichmagnetischem Material bei Anlegen eines Magnetfeldes versucht den Zustand des geringsten magnetischen Widerstands (Reluktanz) einzunehmen. Dafür besteht der Rotor ebenfalls aus einer gezahnten Struktur, wobei jeder Zahn mit einer Spule umwickelt ist. Stehen sich Stator- und Rotorzahn gegenüber muss der Strom auf das nächstgelegene Spulenpaar geschaltet werden, damit der Rotor weiterdreht.
Nur wie funktioniert diese Maschine dann im Generatorbetrieb? Der Rotor hat ja keine Permanentmagneten oder Spulen, die eine Spannung in den Statorspulen erzeugen können.
Genauer: Es heißt in der Literatur, dass der Strom in der Spule an sein muss, wenn die Induktivität kleiner wird, d. h. wenn sich Stator- und Rotorzahn entfernen. Aber wie und wodurch wird dann Strom erzeugt, wenn eine gewisse Stromstärke vorhanden sein muss???
Hoffe mir kann jemand helfen.
Gruß Patrick
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Halli-Hallo!
Patridass schrieb am 24.04.2008 16:28:

Irgendwo werden Deine unangekündigten Multiposts schon fruchten.
Ciao/HaJo
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
HaJo Hachtkemper schrieb:

Ich will halt alles versuchen, um an die Infos zu kommen. Wieso unangekündigt? Muss man das irgendwo anmelden?
Gruß Patrick
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Patridass schrieb:

Das macht nichts. Wenn sich in einem Magnetfeld die durchflutete Fläche ändert, diese also im Falle des Reluktanzmotors durch die ausgeprägten Pole größer oder auch kleiner wird, gibt es eine Induktionsspannung.

Grundüberlegung beim Generator ist: Es wird nicht Strom erzeugt, sondern mechanische in elektrische Energie umgewandelt. Und für den Motor umgekehrt. Das musst du verinnerlichen, das ist wichtig für das ganze Verständnis von elektrischen Maschinen und Umrichtertechnik.
Energie ist Leistung mal Zeit. Leistung ist Strom mal Spannung -- da haben wir sie, die Induktionsspannung. Bei passend eingeprägtem Strom wird also durch die Bewegung vom Zahn weg eine zusätzliche Spannung induziert, die zu der von außen angelegten Spannung hinzukommt.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Hmm, also komkret. Mal sehen, ob ich es verstehe: Statorzahn- und Rotorzahn stehen sich genau gegenüber. Die Induktivität ist jetzt am größten.
Nun dreht sich der Rotor ein wenig weiter. JETZT werden die Spulen von einem externem Strom durchflossen, z.Bsp. von einer Batterie. Aufgrund der abnehmenden Induktivität gibt es ein Bremsmoment nach: M=0,5*I^2*dL/dphi. Phi ist der Rotorwinkel; L die Induktivität; I die Stromstärke; M das Drehmoment. Wird dieses Bremsmoment durch einen Antrieb überwunden, weil der Rotor auf einer angetriebenen Welle sitzt, so wird in der Spule eine weitere Spannung induziert. Den Spulen wird somit elektrische Energie zugeführt.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Patridass schrieb:

Vermutlich stimmt das so (ich habe die Formel jetzt nicht nachgeguckt). Dieses Bremsmoment muss der externe Antrieb überwinden. Dann wird (abzüglich der Reibung) die mechanische Leistung M*n in die elektrische Leistung U*I übertragen.

Genau.
Mit freundlichem Gruß
Jan
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Jan Kandziora schrieb:

Ok. Vielen Dank. Du bist eine große Hilfe gewesen. Diesen Text muss ich jetzt noch in schöne Worte packen und vortragen lernen. ;-)
Gruß Patrick
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Jetzt ist doch noch plötzlich eine Frage aufgetaucht. Wahrscheinlich sehe ich den Wald vor lauter Bäumen einfach nicht. Also verzeiht bitte, wenn die Frage trivial ist:
Warum hat die Reluktanzmaschine eigentlich eine unterschiedliche Anzahl an Stator- und Rotorzähnen?
Vielen Dank
Gruß Patrick
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
X-No-Archive: Yes
begin quoting, Patridass schrieb:

*Die* Reluktanzmaschine i. a. hat das gar nicht, aber eine spezielle könnte eine Mittelfrequenzmaschine sein, bei der das Drehfeld sehr viel schneller umläuft als der Rotor.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
  Click to see the full signature.
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload
Ralf Kusmierz schrieb:

Naja, ich kann dir drei oder mehr Quellen nennen, in denen die geschaltete Reluktanzmachine so beschrieben ist. Nur um eine zu nennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Reluktanzmotor
Gruß
Add pictures here
<% if( /^image/.test(type) ){ %>
<% } %>
<%-name%>
Add image file
Upload

Polytechforum.com is a website by engineers for engineers. It is not affiliated with any of manufacturers or vendors discussed here. All logos and trade names are the property of their respective owners.