Re: Deckenventilator als Generator

Florian Sartorius schrieb:
Ich möchte einen Deckenventilator als langsamlaufenden,
>netzgekoppelten Generator benutzen
eine Schnappsidee!
.Der Ventilator ist an Wechselstrom anzuschließen. Er hat auch einen
>Kondensator, so daß 3 Leitungen ins innere führen. Wenn ich ihn ohne
>Flügel betreibe, läuft er mit 410 U/min. Ich möchte ihn mit 600 U/min
>antreiben und so Strom ins Netz einspeisen.
Mit was willst du den antreiben? Mit aufsteigender Luft?
Er hat außen einen drehenden Ring aus Blechen, innen die feststehenden
>Wicklungen. Dabei sind auf dem Umfang 14 Spulen angeordnet. Allerdings
>ist innerhalb dieses Kreises von 14 Spulen noch ein Kreis von 7
>Spulen, leicht versetzt und auf den selben Eisenkern gewickelt. Wofür >sind die?
keine Ahnung - wandle die zugeführte Energie (Strom) per geeigentem
Wandler ins Netz. Alles andere kannst du vergessen.
Gruss Wolfgang
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Wolfgang Gerber
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"Florian Sartorius" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...
Mutig und eigentlich überflüssig, den mehr als 150 mA werden da wohl nicht rauskommen.....
Den Motor schneller drehen, als er bei anlegen der Spannung selber läuft wird sehr kurzfristig mechanische und elektronische Schäden nach sich führen. Die Anhebung der Umdrehung um 1/3 wird in der Regel dann auch eine Ausgangsspannung von rd. 350 mit sich bringen.
Da stellen wir uns janz dumm, nehmen nen Voltmeter, stricken das da dran und schauen mal auf die Anzeige ob und was sich da so tut.
- Rauschwaden sind das Ende eines irdischer Elektronenflusses -
W.Nikolaus
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Wolfgang Nikolaus
Hallo Wolfgang,
Das wäre mit Netzkopplung ein mittleres Wunder.
Da wird sich spannungsmäßig gar nichts tun.
Siegfried
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Siegfried Schmidt
Hallo!
Erstmal vielen Dank für die Hinweise! Ich bin allerdings ein ziemlicher Laie in Stromsachen. Gibt es einen besonderen Grund warum das nicht geht?
Wegen der Wicklung: Macht die Hauptwicklung denn noch was anderes als ein Drehfeld erzeugen?
florian
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Florian Sartorius
"Siegfried Schmidt" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@shiva.my-fqdn.de...
Mit Netzkopplung in der Tat, da die paar Milliampärchen die das raustuckern den globalen Potentialunterschied nur ein klitzekleines Stückchen beeinflussen. Aber ohne Stromnetz geht das ab, bis es raucht (Wenn es der Motoraufbau hergibt, dass überhaupt eine Vo anliegt). Fragt sich nur, wer so schnell drehen kann ? ; )
MfG Wolfgang
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Wolfgang Nikolaus
Ja: Strom entsteht, wenn sich ein Leiter in einem wechselnden Magnetfeld befindet. Wenn Du den Ventilator drehst, dreht sich aber nur der Metallkranz (bis auf evtl. Restmagnetismus kein Magnet). Somit spucken die Wicklungen auch keine Spannung aus.
Die Hauptwicklung erzeugt gar kein Drehfeld. Sie erzeugt ein Wechselfeld, also ein Magnetfeld, dass seine Polung (sagt man das eigentlich beim Magnetfeld?) 100mal pro Sekunde wechselt. Jetzt stell Dir dieses Feld vor und nimm die Wicklung, die in Reihe zum Kondensator angeschlossen ist: Die erzeugt ebenfalls ein solches Wechselfeld, aber dank der Phasenverschiebung, die ein Kondensator macht, verschoben zum Hauptfeld. Beide zusammen ergeben ein Feld, das sich annähernd dreht. Dabei erzeugt es im Rotor ein Spannung, die einen Strom im Läufer fließen lässt. Dieser Strom macht ein Magnetfeld, dass der Ursache (dem Drehfeld) entgegen wirkt (Lenz´suche Regel). Somit zieht der Rotor hinter dem Drehfeld her, er dreht sich also. Und zwar niemals so schnell wie das Drehfeld, da er dann ja (bei exakt gleicher Geschwindigkeit von Rotor und Drehfeld) nicht mehr einem wechselnden Magnetfeld ausgesetzt wäre, mithin auch keine Spannung, kein Strom und kein "ziehendes" Magnetfeld mehr da wäre.
Um Strom zu erzeugen, brauchst Du einen Motor, der entweder einen Permanentmagneten hat (z.B. kleine Motoren in E-Spielzeug), oder mit einer von aussen angelegten Spannung erregt wird. Dabei wird man immer den Rotor erregen, da man am Stator (stehende Wicklung) die große Last abnehmen will und diese dann nicht über Bürsten (Kohlen) abgreifen muss. Es gibt auch selbst-erregte Generatoren. Die benutzen die Spannung, die sie erezeugen, um das Rotor Feld zu speisen. Beim Start eines solchen Generators wird zunächst nur minimal Spannung erzeugt werden, durch Rest-Magnetismus und das Erd-Magnetfeld, sehr schnell schaukelt sich die Spannung dann aber auf.
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Carsten Kreft
Hi, er hat im orginal Posting geschrieben "netzgekoppelter Generator...". Auch Käfigläufer können als Generator funktionieren wenn sie netzgekoppelt sind (oder Blindleistung über Kondesatoren erzeugt wird). Würde man an einem Kondesatormotor die Hilfswicklung abklemmen und den Stator schneller als die Nenndrehzahl drehen, könnt man Leistung ins Netz einspeisen. Ein in einem Lüfter verbaueter K-Motor hat allerding einen so großen Luftspalt und Schlupf, daß es sich sicherlich nicht vom Wirkungsgrad her lohnen wird. Gruß Andy
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Andreas Weber
Hallo!
Gehe ich also recht in der Annahme, daß die 7 inneren Spulen die Hilfswicklung sind und die 14 äußeren die Hauptwicklung? Gehe ich weiterhin recht in der Annahme, daß ich den Kondensator abklemmen kann und dann den Lüfter als netzgeführten, netzerregten Generator benutzen kann?
Das wäre ja schön!
ich habe es heute mit der Original-Beschaltung versucht, aber der Lüfter verbraucht nur Strom, egal wie schnell ich ihn antreibe.
Mit freundlichen Grüßen,
Florian Sartorius
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Florian
Also wenn du hier von Strom "verbrauchen" sprichst, dann hast du keine Ahnung was du eigentlich messen willst. Blindleistung wird aus dem Netz immer entnommen, Wirkleistung könntest du ins Netz einspeisen. Um dies zu Prüfen brauchst du einen Leistungsmesser. Da es Wechselstrom ist, kannst du ja gar nicht sagen in welche Richtung der Strom fließt...
Aber etwas entscheidentes hast du übersehen: Einen Deckenventilator als Generator zu benutzen macht IMHO keinen Sinn.. Was hast du eigentlich genau vor ? Gruß Andy
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Andreas Weber
snipped-for-privacy@nwn.de (Florian) schrieb:
Informiere Dich bitte mal, welchen Rotordurchmesser kommerzielle Windgeneratoren haben, welche Leistung sie dabei erbringen (Nennleistung = maximale Leistung bei ordentlichem Wind, keineswegs Durchschnitt!). Rechne dann das Ganze grob auf Deinen Maßstab herunter, wobei der Rotordurchmesser quadratisch und die Windgeschwindigkeit in der dritten Potenz eingeht....
... dann dürfte klar werden, daß Du nicht viel mehr als ein paar Glimmlämpchen mit dieser "Anlage" betreiben kannst.
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Wolfgang Hauser
Hallo Florian, ich hoffe aber, das du weiß, was du mißt... Blind-,Schein- und Wirkleistung sollten dir ein Begriff sein. Ein einfaches Multimeter reicht da nicht aus. Ein Leistungsmeßgerät wirst du wahrscheinlich nicht zu Hause haben, ein alter Stromzähler ohne Sperre tut es auch, wenn die Scheibe anfängt rückwärts zu laufen, dann lieferst du Leistung. Oder du klemmst den Strompfad falsch herum an und sobald der Zähler vorwärts läuft, lieferst du. Dies setzt vorraus, daß du ein Grundmaß an Ahnung mit der Materie hast. Und wenn du dann mal richtige Meßwerte hast, wirst du hoffentlich erkennen, daß der Wirkungsgrad so schlecht ist, daß du dir einen richtigen Generator zulegen willst.
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Andreas Weber
Ich habe da mal die Leistung eines Windgenerators aus dem Conrad Katalog, 6Flügel/910mm D, hat bei 30Knoten 144W.
Ernst
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Ernst Keller
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ganz nach unten. Da siehst ein kleines Bild mit 2 Windpropellern. Da clickst drauf, dann kriegst einen Rechner zum Windturbinenberechnen. Der stimmt zwar nicht f=FCr deinen Deckenpropeller, aber als Anhaltspunkt=
wird es reichen.
Btw.: in die beiden Zeilen kannst auch ("Formel")ausdr=FCcke hineinschreiben, dann dr=FCckst du den [Rechnen] Taster und schon kriegst du deine Wunsch-Windturbine auf dem Servierbrett.
Servus. --=20 Franz Glaser MEG Glasau 3 A-4191 Vorderweissenbach
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snipped-for-privacy@meg-glaser.com
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Franz Glaser (Lx)
"Florian" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@posting.google.com...
Mach's do so wie vorgeschlagen, irgend einen guten(!) Generator und dann einen Wechselrichter zur Einkopplung. BTW ist das verboten, was aber auch schon jemand geschrieben hat.
Ganz korrekt ist das nicht. Der Name "Hauptwicklung" hat schon seinen Sinn, weil diese Wicklung den Hauptanteil an der Energieeinspeisung liefert. Die Nebenwicklungen sind nur dazu gedacht, dass der Motor auch aus dem Ruhezustand anläuft. Das kannst du auch mal testen, indem du die Nebenwicklung abklemmst. Dann mußt du den Motor anwerfen (auch so etwas gibt es, nennt sich "Anwurfmotor"), dabei ist es sogar egal, in welche Richtung du ihn anwirfst.
Den würde ich grundsätzlich mal abklemmen, samt zugehöriger Wicklung. Wenn du Pech hast, ist allerdings der Wirkungsgrad so schlecht, dass du lediglich eine Verringerung der Wirkleistungsaufnahme bekommst.
Arne
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Arne Binder
Hallo, Arne,
Du (arne.binder) meintest am 09.10.03:
Nein. Magnetische Kraftwirkung setzt 2 Felder voraus. Wer die liefert: erst mal egal. Ein Synchronmotor kann sich eines der beiden Felder aus einem Dauermagneten holen.
Weder Synschorn- noch Asynchronmaschine haben eine "Hauptwicklung". Der Begriff ist bei Gleichstrommaschinen üblich (und auch dort missverständlich).
Viele Grüße! Helmut
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Helmut Hullen
"Helmut Hullen" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@helmut.hullen.de...
Doch.
Du meinst sicher Ständerfeld und Läuferfeld. Richtig, nur müssen das nicht zwangsweise Drehfelder sein!
Eine Einphasen-Asynchronmaschine besitzt eine Hauptwicklung und eine Hilfswicklung. Zum Betrieb reicht die Hauptwicklung völlig aus. Bei einigen Maschinen wird die Hilfswicklung nach dem Anlauf abgeschaltet, der die Serienkapazität überbrückt.
Dabei hat der Hauptstrang einen Anteil von 2/3 und der Hilfsstrang nur 1/3 am Gesamtfeld.
Arne
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Arne Binder
Hallo, Arne,
Du (arne.binder) meintest am 09.10.03:
Nein - es gibt auch magnetische Kraftwirkung jenseits von rotierenden Maschinen.
Stimmt - deshalb habe ich diesen Begriff auch nicht benutzt.
Nicht unbedingt. Wir hatten zuhause auch einen 1-Phasen-Anwurfmotor für die Pumpe der Hauswasserversorgung. Und leistungsarme Asynchronmotoren haben nicht unbedingt eine Hilfswicklung - ein Kurzschlussring am Polschuh reicht.
Eben. Sogar bei der Asynchronmaschine. Erst recht bei der Synchronmaschine. Und wenn die Maschine nur 1 Wicklung hat, ist es nicht sinnvoll, sie Hauptwicklung zu nennen.
Viele Grüße! Helmut
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Helmut Hullen
"Helmut Hullen" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@helmut.hullen.de...
Na, genau das hatte ich doch zuerst beschrieben und du hattest dem Widersprochen.
Ich habe vor einiger Zeit einen etwas älteren Betonmischer geschenkt bekommen, dessen Besitzer und ein zugezogener Elektriker davon überzeugt waren, dass der Motor kaputt sei. Das war er allerdings nicht, man konnte nur vor lauter Dreck das Schild "Anwurfmotor" nicht mehr erkennen.
Und die Hilfswicklung soll nur den Selbstanlauf der Maschine bewirken. Ich hatte bei deiner Antwort zuerst daran gedacht, du meinst Hauptwickling und Hilfswicklung seien gleichermaßen an der Drehmomenterzeugung beteiligt.
Man könnte natürlich so einen Motor bauen, allerdings müßte man dann einen um 90° versetzten Strom in der zweiten Wicklung erzeugen. Aber das bringt eine Serienkapazität nicht.
Florian's Asynchronmaschine hat zwei verschiedene Wicklungen, von denen eine nur einen untergeordneten Beitrag zum Drehmoment liefert. Und genau darauf bezog sich doch mein erstes Posting, indem ich zwischen Haupt- und Nebenwicklung unterscheide.
Arne
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Arne Binder

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