Das unterschiedliche Verhalten kann auch einfach daran liegen, dass das erste Haus viel mehr angeschlossene Verbraucher enthaelt, die Netzfilter mit eingebauten Y-Kondensatoren im Eingangsfilter haben. Die kapazitive Ableitung nach Schutzerde summiert sich dann. So kann es passieren, dass im Normalbetrieb die Summe der Stroeme ueber den Schutzleiter unter 30mA liegt und eine kleine induktive Ueberhoehung beim Gewitter bringt das dann darueber.
Gruesse, Joerg
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Thomas Einzel
horst-d. winzler wrote: ...
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Hallo Horst, der selektive 300mA RCD in meiner Anlage sprach IIRC bisher nur einmal an - bei einem Gewitter, die nachgeschalteten 7 RCDs mit 30mA hat das nicht gestört. Überspannungsableiter Klasse C sind vorhanden.
Leitung vom Niederspannungstrafo EVU neu, Hauseinführung neu (TN-C), Potentialausgleich o.k., Hausinstallation (TN-C-S) komplett neu - was war falsch? IMO Nichts, letztendlich löst ein RCD auch mal in Ausnahmesituationen aus, wo er es eigentlich nicht müßte. IMO besser als Feuerwehr oder Bestatter. ...
Wie ASR, ABS etc. in Autos. Nichtsdestrotrotz halte ich alle drei Systeme (ASR, ABS, RCDs ;-) für sinnvoll. Der unbesonnene Umgang damit existiert nur ungestraft in der bunten Welt der Marketingdruiden. Ansonsten Ack - Darwin regelt. ...
Warum nicht? Dort wo im EFH/ZFH Bereich etwas mit 30mA RCDs nicht klappt (Durchlauferhitzer mal ausgenommen) ist irgendwo der Wurm drin - planerisch oder in einem Gerät. Ich habe *keine* Endstromkreis in meinem Haus ohne RCD 30mA. Keine Probleme trotz Heizung, Garten, größere Kreissägen, mehrer E-Herde etc. Auch wenn Heizungsrohre am Potenzialausgleich sind und der Kessel festangeschlossen ist - gerade bei Änderungen oder wenn Handwerker im Haus sind, wird das unmögliche möglich. Erst letztens habe *in meinem Haus* gesehen wie eine Gefrierschranksteckdose (oft ohne RCD Schutz empfohlen) via Mehrfachstecker und "Kabelrolle" von Handwerkern für den Außenbereich genutzt wurde! Ist mir egal, alles was bei mir nach den 4x25A B oder C LS kommt geht bei mir über 30mA RCD!
Thomas
H
horst-d. winzler
Hallo Jörg,
ich hatte die Ströme (gegen Masse) gemessen. Ich erinnere mich, das die Unterschiede minimal waren. Was nicht mehr eindeutig feststellbar war, welche Geräte genau zu jenen Momenten eningeschaltet waren. Wir standen damals vor einem Rätsel. Erschwerend war auch, die Reproduzierbarkeit war "nicht" gegeben.
H
horst-d. winzler
Ich meine mich zu erinnern, das in den 30mA FIs Elektronik eingebaut war? Denn reine Elektromechanik ist gegen HF ziemlich immun.
Ja, so ist es. Muß man halt bisweilen einfach hinnehmen.
Für die Gerfriertruhe wurde ein Trenntrafo eingebaut. Ebenso für den Kühlschrank. Wenn man etwas für höhere Sicherheit tun kann, sollte das auch geschehen.
T
Thomas Einzel
horst-d. winzler wrote: ...
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Stimmt. Allerdings hätte mir ein Trenntrafo da auch nicht geholfen, da ja der Haupt-RCD gleich nach dem Überspannungsschutz ausgelöst hatte. Trenntrafos sind IMO vor allem für Labore gut, wo mit >SELV und IP00 gearbeitet werden muß.
Mein Gefrierschrank hat übrigens seinen persönlichen 30mA RCD und wird per Stromsensor überwacht. Jeder Einschaltimpuls ressettet einen (IIRC) 6h Timer, der, wenn er ablaufen würde, einen Alarm ausgelöst (schnelles Blinken einer LED in einem EIB Taster). Nach Spannungswiederkehr wird bis zum 1. Stromimpuls Alarm angezeigt (alles mit LCN realisiert, Mehraufwand war für mich nur der Stromsensor).
Zumindest einen eigenen 30mA RCD sollte in jeder Kundenanlage geplant werden, wo ein Gefrierschrank/~truhe vorgesehen ist. Mehrpreis? 30Eur? Oder doch 40? Ja gut, 2 oder gar 4TE im Verteiler braucht man auch noch...
BTW: Ich empfehle immer 3 RCDs á 30mA für ein EFH oder eine Wohnung (Lichtkreise, Gefrierschrank, *alle* restl. Kreise). Mehr kann (z.B.
1x extra für den Außenbereich), weniger sollte nicht. Da passt eine Reihe mit 12TE planerisch ganz gut. Wenn man nicht mit Unterverteilungen arbeitet, ist der Haupt RCD verzichtbar.
IMO - Thomas
R
Rolf Bombach
Handkehrum ist ein FI ja auch dazu da, dass man Geräte, die früher als "bedingt geerdet" bezeichnet hat, jetzt auch in "unbedingt geerdeter" Umgebung betreiben kann/darf (nicht notwendigerweise "sollte"). War in CH jedenfalls ein Verkaufsargument für FI-Dosenleisten und anderen Nachrüst- und Zwischenhängkrempel. Ist insofern am Aussterben, als dass jetzt alle (neuen) Steckdosen einen PE haben und sich die schutzisolierten Geräte durchsetzen.
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