Schiff: Ankerlicht und Fahrlicht

Hallo,
wenn ich es richtig gelesen habe dann haben Schiffe ein rotes Ankerlicht oder ein weisses Toplicht. Das könnte man ja noch ohne weiteres an einen
1UM Kontakt eines Minirelais klemmen. Aber die Spule müsste dann an den 6V / 3kHz Fahrregler dran. Wegen Umpolung darf keine Freilaufdiode dazu. Welche Spulenspannung für das Relais würdet ihr empfehlen? Oder hat jemand eine völlig andere Idee?
Bye Eric
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Eric Wick schrieb:

Ich dachte, das Ankerlicht ist _weiß_.
Tom
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Habe nochmal gesucht, rot ist für Maschinenschaden oder Wracks. Das macht die Sache eventuell etwas leichter:)
Bye Eric
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Eric Wick wrote:

Da empfehle ich aber mal die Lektüre der SeeSchStrO und der BiSchStrO (jenachdem was für ein Kahn beleuchtet werden soll...).
Konkrete Vorschriften für Seeschiffe sollten sich in den KVR (Kollisionsverhütungsregeln) finden lassen.
Zitate aus den KVR:
"a) Ein manövrierunfähiges[Fahrzeug, dass auf Grund von Wassertiefe, technischen Versagens oder aus anderen Gründen nicht manövrieren kann] Fahrzeug muss führen:
i) zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können; ii) zwei Bälle oder ähnliche Signalkörper senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können; iii) bei Fahrt durchs Wasser zusätzlich zu den unter diesem Buchstaben vorgeschriebenen Lichtern Seitenlichter und ein Hecklicht."
"b) Ein manövrierbehindertes[Fahrzeug das auf Grund der Wassertiefe oder anderen Umständen seiner Ausweichpflicht nicht nachkommen kann] Fahrzeug, ausgenommen ein Fahrzeug beim Minenräumen, muss führen:
i) drei Rundumlichter senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können. Das obere und das untere Licht müssen rot, das mittlere muss weiß sein; ii) drei Signalkörper senkrecht übereinander dort, wo sie am besten gesehen werden können. Der obere und der untere Signalkörper müssen Bälle, der mittlere muss ein Rhombus sein; iii) bei Fahrt durchs Wasser zusätzlich zu den unter Ziffer i vorgeschriebenen Lichtern ein Topplicht oder mehrere Topplichter sowie Seitenlichter und ein Hecklicht; iv) vor Anker zusätzlich zu den unter den Ziffern i und ii vorgeschriebenen Lichtern oder Signalkörpern das Licht, die Lichter oder den Signalkörper nach Regel 30."
"Regel 30 Fahrzeuge vor Anker und auf Grund
a) Ein Fahrzeug vor Anker muss dort, wo sie am besten gesehen werden können, führen:
i) im vorderen Teil ein weißes Rundumlicht oder einen Ball; ii) an oder nahe dem Heck ein weißes Rundumlicht niedriger als das Licht nach Ziffer i.
b) Ein Fahrzeug vor Anker von weniger als 50 Meter Länge darf an Stelle der unter Buchstabe a vorgeschriebenen Lichter ein weißes Rundumlicht dort führen, wo es am besten gesehen werden kann.
c) Ein Fahrzeug vor Anker darf auch die vorhandenen Deckslichter oder gleichwertige Lichter zur Beleuchtung der Decks einschalten; ist das Fahrzeug 100 und mehr Meter lang, so ist es dazu verpflichtet.
d) Ein Fahrzeug auf Grund muss die unter Buchstabe a oder b vorgeschriebenen Lichter führen und zusätzlich dort, wo sie am besten gesehen werden können:
i) zwei rote Rundumlichter senkrecht übereinander; ii) drei Bälle senkrecht übereinander.
e) Ein Fahrzeug von weniger als 7 Meter Länge vor Anker, das sich nicht in einem engen Fahrwasser, einer Fahrrinne oder auf einer Reede oder in der Nähe davon oder dort befindet, wo andere Fahrzeuge in der Regel fahren, braucht nicht die unter den Buchstaben a und b vorgeschriebenen Lichter oder den dort vorgeschriebenen Signalkörper zu führen.
f) Ein Fahrzeug von weniger als 12 Meter Länge auf Grund braucht nicht die unter Buchstabe d Ziffern i und ii vorgeschriebenen Lichter oder Signalkörper zu führen."
Gruß Patrick
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Eric Wick schrieb:

Moin Eric Da hast Du nicht richtig gelesen. Laut Seestraßen Ordnung sind viele Signal Zeichen festgeschrieben. Unter anderem Schallsignale , Tages-Sichtzeichen und Nacht-Lichtzeichen. Bezüglich eines Ankerliegers gilt : Bei Tage der Ankerball und bei Nacht das Ankerlicht. Das Ankerlicht ist ein weißes Rundumlicht. Fahrzeuge über 50m Länge führen zusätzlich im Heckbereich ein weißes Rundumlicht. Aus rot und weiß zusammengesetzte Signale sind meistens Behinderungssignal Anzeigen für manöveriertbehinderte Fahrzeuge a) aufgrund eines Einsatzes (Taucher, Tonnenleger, Vermeßer, Schlepper usw) und b) aufgrund eines Ereignisses (Ruderschaden, Maschinenstillstand, Grundlieger usw.) Grundlieger zeigen Rot über Rot und ein ZUSÄTLICHES Ankerlicht. ggf. meinst Du ja diesen Spezialfall ;-). Treibnetzfischer und Schleppnetzfischer, Schleppzüge usw haben wieder ganz spezielle Lichterführungen bei Nacht. Beleuchtung, also Lichtzeichen kann man mittels separatem Schaltkanal realisieren, oder aber annähernd automatisieren. Automatisieren bedeutet dann den Fahrtzustand vom Fahrtregler (Drehzahlsteller) aus zu werten. Bei Maschine STOP darf man annehmen, daß ein Ankermanöver stattfand (auch wenn real gar kein Anker gesetzt ist ...) und die Spule des für Fahrspannung ausgelegten Relais ist stromlos. Der dann geschlossne Ruhekontakt schaltet das Ankerlicht ein, mit einem Brückengleichrichter wird die beliebig gepolte ausgangs Fahrspannung gleichgerichtet und sie beaufschlagt dann die Relaisspule und schaltet so die Fahrtlichter (Seitenlichter, Dampferlicht(er) Hecklicht usw ) ein. Den beliebten Ausdruck "Positionslichter" kennt die Seestraßen ordnung nicht !! Ich besitze einen Voith Schneider Schlepper der auch als Schubschiff über Heck arbeiten darf, da ist alles noch viel komplizierter, weil die ganze Beleuchtung auch noch für beide Fahrtrichtungen doppelt vorhanden und umschaltbar sein muß ... von Tagessichtzeichen Ball, Rhombus, Kegel will ich gar nicht reden ... Übrigens gibt es dazu ein schönes Buch im Neckar Verlag von klaus Buldt (wenn mich die Erinnerung nicht trügt).
Tschüss
--
eddy

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Nun wird es wirklich komplizierter, am Heck läuft mittig das Schleppseil ab und ein Lichtmast hat da keinen Platz. Das Hecklicht müsste auch an den vorderen Mast. Wenn erstmal die Hubschrauberplattform gebaut ist, könnte die zu tief montierte Lichter abdecken. .

Wenn ich wirklich eine Bergungsplattform baue, muss ich wohl nochmals die Lichterführung anpassen.

Da muss man aber wohl noch tricksen um ein frühes anziehen des Relais zu erreichen. Sonderlich viel Spannung dürfte effektiv bei langsamer Fahrt und 3kHz Taktung nicht durchkommen. Vielleicht hilft ein Elko am Relais um das auszugleichen.

Also bei den Tagessichtzeichen hörts bei 1:100 echt auf:-) Die wären schon wieder so winzig da man sie beim fahren eh kaum sieht. Eventuell realisiere ich noch die Bugaufnahme die hinten ans Schiff kommt, dann muss bestimmt noch mehr Lichtzauber drauf. Im ganzen ist das aber auch schön anzusehen, Brückenhaus und Brücke hat schon Licht und die Fahrlichter mit hellen LEDs dürfte man auch weit genug sehen.

Danke, da schaue ich mal ob es jemand bei Amazon gebraucht anbietet.
Bye Eric
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Eric Wick schrieb:

Moin Eric,
was wird das denn für ein Fahrzeug ? Hubschrauberplattform, Schleppseil, Bergungsplattform ... Ein "Hermann Marwedde" DGzRs Live-Boat oder ein Offshore-Rigg Supplier? - - - -

äh, hm, das Hecklicht ist NICHT ! gekennzeichnet durch seine Anbringung am Heck, sondern vielmehr durch seine Farbe "gelb" und ganz besonders durch seinen Abstrahlwinkel von 135° nach achtern. Ausser "unter Wasser" darf es so ziemlich überall angebracht werden. - - - -

Das hängt von deinem Drehzahlsteller ab. Die meisten bieten nahezu die volle Fahrspannung am Ausgang. Lediglich die Impulsbreite wird geregelt. Da die Micro Relais aber nur kleine Ströme ziehen geht es meistens gut. Lediglich der Spannungsabfall an den Sperrschichten der Gleichrichter-Dioden ist übel ... - - - -

Das ist relativ ... 500mm Mindestdurchmesser ergeben immer noch 5mm im benannten Maßstab. - - - -

Bugaufnahme ... ein Eisbrecher ??? - - - - -

Wer auf einem fahrenden Seeschiff nachts auf der Brücke Licht einschaltet, der wir mit schwerem Kerker und Zuchthaus (nicht unter 5 Jahren) bestraft ! Nee, Spass beiseite Licht auf der Brücke ist untersagt, es sei denn, das Schiff liegt gut vertäut an der Pier, weil alle Ausguckposten sonst "Nachtblind" würden. Ich kenne auch solche "Weihnachtsbaum-Festbeleuchtungen" auf Modellen, aber die haben mit der Realität absolut nicht das geringste gemeinsam.
Tschüss
--
eddy

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Offshore-Tug / Icebraker, schau einfach mal in den Modellbaubereich meiner Homepage rein. Heute habe ich die Mastabspannungen gesetzt, die sollen auch als Antenne dienen. Eine alte Gitarrensaite ist ein schönes Material und auch noch weich lötbar. Als Hubschrauber habe ich einen EC135 von Roco, den lackier ich noch in den Farben von Viking Supplys. Hubschrauberplattformen haben eine Menge Lichter, die werde ich mit 0805 SMD-Leds realisieren.

Prima dann darf es an den Mast, eine LED mit künstlich verkleinerten Abstrahlwinkel.

Brauche ich die wirklich? Die 5V Relais die ich hier liegen habe, haben keinerlei Vorgabepolung. Nur mit der Induktion wird es dann blöde, ich denke gerade an Schottkydioden wo nur ca 0.2V hängenbleiben.

Okay das ginge, aber ich möchte keinen Servo zum rauf- und runterziehen einbauen. Das geben auch die Fernsteuerkanäle nicht mehr her.

Ja die werde ich wohl auch noch bauen, man befestigt sie für diese Einsätze dann am Heck.

Hmm noch ein Fall für das Umschaltrelais, Ankerlicht und Brückenlicht ein, sonst Fahrlicht:-) Danke für diese Tips, da die Elektrik erst in Teilen besteht kann ich jederzeit noch umdisponieren. Für die Suchscheinwerfer alleine habe ich einen halben Steuerkanal (el. 2K Memoryschalter) vorgesehen.
Bye Eric
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Hi Eric,
Eric Wick schrieb:

Gleichrichter nehmen: Wechselspannungsanschlsse parallel zum Motor, an + und - einen elko drauf, 5V Relais nehmen (wegen Spannungsverlust der Dioden).
HTH Wolfgang
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