ich habe hier einen Shelly Pro 1 für die Montage auf der Hutschiene. Das Gerät wurde ausgewählt, weil es ein "richtiges" verkabeltes Ethernet hat.
Es möchte für seine eigene Stromversorgung einmal L und einmal N, und für die Last auch einmal L und einmal N. Es steht ausdrücklich dabei, dass die beiden L aus unterschiedlichen Außenleitern kommen dürfen.
Nun soll die ganze Konstruktion allerdings in ein Rack, das mit einem Schukostecker mit Strom versorgt wird. Es ist also nicht klar, auf welcher Ader später das N und auf welcher Ader das L im Rack ankommt.
Wie übel ist es wenn irgendjemand den Stecker mal andersrum einsteckt und N und L am Eingang des Shelly vertauscht werden?
Grüße Marc
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R
Ralph Aichinger
Bitte ohne Gewähr, verklag mich nicht: Ich hab einen engen Verwandten deines Shelly Pro hier, einen Shelly Dual Cover Pro (2x Jalousien) der hat das Umpolen überlebt (aber ohne nennenswerte Last dran einstweilen). Testaufbau mit Stecker dran.
/ralph
M
Marc Haber
So sehr werden sich die Geräte für die Hutschiene ja nicht von den Geräten für andere Montage unterscheiden, denke ich.
Grüße Marc
A
andreas quast
Am Sat, 25 Oct 2025 18:49:33 +0200 schrieb Marc Haber:
spricht etwas dagegen, das Ding ausnahmsweise über eine CCE-Dose anzuschließen? aq
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Thomas Einzel
Am 25.10.2025 um 18:15 schrieb Marc Haber:
Du meinst bei einem Hutschienengerät L dauerhaft und der N wird geschaltet? IMO sehr übel. Ob der Shelly Pro 1 das intern übel nimmt ist dabei offen.
Blauer CEE16 Anschluss (Campingstecker) wäre ein Ausweg, wenn kein Festanschluss in Frage kommt.
Du kennst es vermutlich aus kleinen Rechenzentren oder Systemräumen, da wird die Rackstromversorgung nicht selten mit blauen CEE32 erledigt, ein Grund ist der definierte Anschluss von L und N, z.B. für Rack USVn.
K
Kay Martinen
Am 25.10.25 um 18:53 schrieb andreas quast:
Mit andere Montage meinst du "hinter einem Schalter in einer UP-Dose? Bei Hutschienenmontage kann man wohl feste Verlegung annehmen und vertauschung von L und N damit ebenso ausschließen wie bei einer UP-Dose
- wenn es von einer Fachkraft angeschlossen wird.
Aber eine Garantie würde ich daraus auch nicht ableiten wollen.
Bei Steckverbindungen/Nicht ortsfesten Verbrauchern muß aber m.E. sichergestellt sein das eine Vertauschung von L und N dahinter keinen Schaden anrichten kann. Bei lampen und Geräten mit Netzstecker ist das einfach und an zu nehmen. Bei anderen "Einbauteilen"...Nicht unbedingt.
Kommt wohl auf das Rack an. Wenn es (offenbar) nur Einphasig und mit Stecker angeschlossen ist könnte ein Umbau auf Dreiphasig und mit CEE-Dose ein Mittelschwerer Umbau werden. Wenn keine in der nähe ist muß die CEE erst mal verlegt werden, sie braucht eine Zuleitung aus einer Verteilung, drei Vorsicherungen und das Rack muß auch auf Dreiphasig umgebaut werden. Zumindest eingang bis zum ersten Knoten wo es intern verteilt wird.
Das mutet nach Kanonen und Spatzen an.
Bye/ /Kay
R
Ralph Aichinger
Im allgemeinen Fall sind gerade die Lampen oft ein Problem. Wenn jemand Lampen mit Messingfassungen verbaut, dann kann das bei vertauschtem L und N zu einem ordentlichen Schlag führen, selbst erlebt.
Allerdings wird niemand auf einem Rack mit Rollen (o.ä.) sowas verbauen.
/ralph
M
Marc Haber
Ja, die Umbaukosten.
Grüße Marc
K
Kay Martinen
Am 25.10.25 um 18:15 schrieb Marc Haber:
Das soll ein 1-Kanal Relais bis 16 A mit Potentialfreien Kontakten sein.
Also ein "Smartes" Schütz.
Natürlich. Denn auch jedes "normale" Schütz braucht L und N für die Spule und wenn L und N (also Zweipolig) geschaltet werden sollen müssen die auch rein und wieder raus über die Kontakte.
Ich hab jetzt kein internes Schaltbild von dem Teil vorliegen aber wenn es zwei Echte Relaiskontakte hat (also keine Triac's o.ä.) und beide wirklich potentialfrei sind dann ist klar da die Eigenversorgung und die Schaltkontakte auch aus unterschiedlichen Außenleitern kommen *dürfen*.
Betonung auf DÜRFEN. Es muß aber nicht!
Wenn Eigenversorgung und Schalteingang/Ausgang gleichsinnig angeschlossen sind dann sollte sich nichts ändern. Dann liegt eben L an dem Kontakt den sonst N hätte und umgekehrt, ebenso wie L' und N' (Geschalteter Ausgang) anders herum wären.
Unklar wäre dann nur ob der Shelly selbst ein Problem hätte wenn er N statt L auf seinem L-Anschluß geliefert bekäme. Aber da der Schalt/Last-Teil Potential-getrennt sein soll sehe ich da auch keinen Grund für.
Bei welchem Elektronischen Gerät spielt es denn eine Rolle ob es L oder N an seinem L Kontakt geliefert bekommt. Es bleibt Wechselspannung mit
50 Hz von 240 Volt. So lange keine Verbindung zu PE oder Erdpotential mit spielt ist das Isoliert und könnte auch an einem Eurostecker hängen.
In dem Zusammenhang würde ich mal den Verkabelten Ethernet-Port prüfen, speziell dessen Schirmung. Wenn der irgendwie angeschlossen ist könnte es darüber "Bumm" machen wenn man den Shelly/Stecker vom Rack falsch herum anschlösse. Außer, der LAN-Port geht Rackintern zu einem Switch der dann auch "andersrum" verbunden ist. ;)
Ich hab eben einen Schaltplan gefunden und sehe das der nur EINEN Kontakt hat. Oder hast du einen mit mehr?
Der Eine Kontakt ist dann aber der Potential-getrennte. Das dürfte nur zur Trennung von Steuerkreis und Last-kreis eine Rolle spielen, und das man die Last-seite getrennt absichern kann wenn man das braucht. Und in dem Plan ist für die Last auch kein N am Shelly zu sehen. Aber ein Neutralleiter der mit der Last UND dem Shelly verbunden ist.
Bye/ /Kay
K
Kay Martinen
Wenn man L auf dem Fußkontakt hat und in die Leere Fassung rein fingert geht das einfach. Aber eine PE-Verbindung ist das dann immer noch nicht, jedenfalls nicht zum Material der Fassung oder Metallteilen der Lampe.
Den Menschlichen Innenwiederstand lasse ich hier mal außen vor. Wir wissen alle das der "Kitzelt" wenn man den o.g. Fehler begeht. ;)
Lichtorgel? Computer-gesteuert? anything like that...
Ich habe hier kurze LED-Stripes liegen mit denen ich eine Rack-innenbeleuchtung realisieren will. ;) Aber nicht smart und nicht Netzverbunden.
Bye/ /Kay
R
Ralph Aichinger
Ja, schaut so aus, Blick nach innen:
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/ralph
M
Marc Haber
Ja, wobei ich das mit den 16A bei den winzigen Klemmen eher nicht glauben möchte. Ich will darüber aber nur einen Switch schalten der von Zeit zu Zeit mal resettet werden möchte.
Das Ethernet selbst muss galvanisch getrennt sein, und ich würde ein Patchkabel ohne Schirm nehmen. In der Anleitung steht dass man das Ethernet nur ein- und ausstecken darf wenn der Shelly freigeschaltet ist, ich denke damit wollen sie verhindern dass man sich verbrennt wenn man aus Versehen einen spannungsführenden Kontakt streift.
Nein, genau einen. Soll nur einen Switch entstromen.
Grüße Marc
K
Kay Martinen
Die Datenleitungen sollten getrennt sein, ja. Es kann aber nicht schaden mal zu messen ob zwischen L oder N des Pro 1 und dem Schirmkontakt seiner LAN-Buchse ein hoher oder unendlicher Widerstand zu messen ist.
Ein Patchkabel kann ja irgendwann ausgewechselt werden. Ob man sich dann noch an "Ohne Schirmung weil..." erinnert ist fraglich. > In der Anleitung steht dass man das
Freigeschaltet ist dann wohl = Die gesamte Verteilung in der er steckt Aus durch Hauptschalter.
Hmm. Wenn deine Anforderung nicht das Verkabelte Ethernet umfaßte hätte man einfach einen Shelly Plug nehmen können. Dem muß ja prinzipiell egal sein was wo rein kommt. Sicher das WLAN nicht reicht?
Der zu entstromende Switch ist aber jetzt nicht der an dem der Pro 1 angeschlossen werden soll - oder? ;-)
Mit etwas "Basteltrieb voraus" und bei Existenz eines Reset-buttons am Betroffenem Gerät hätte ich ja sonst noch die Idee den Potentialfreien Kontakt über den Reset-Knopf zu schalten.
Warum überhaupt der Aufwand? Mich erinnert das schwer an meine Powerline-Adapter von denen einer gerne mal ab ein mal pro Monat eine Entstromung gebrauchen konnte - weil er ab da gern mal die Verbindung zur Gegenseite verlor. Allerdings ist einer von den beiden jetzt eh ausgefallen. Ob er der Verursacher war ist nicht klar.
Aber bei einem Switch... einen mit Management könnte man remote neu starten, auch zyklisch per cron/timer von irgend woher. Also vermute ich einen Dummen Switch - und damit die Nicht-Existenz eines Reset-Knopfes. ???
Bye/ /Kay
R
Ralph Aichinger
Glaub mir, das tut man. Da muß man die Blende vom Verteiler abnehmen um das Ethernet anzustecken. Um nichts in der Welt würde ich da unmittelbar neben 230V mit einem Ethernetkabel mit blankem Metallstecker hantieren wollen, alleine schon, weil ich nicht ein paar cm weiter bei einem anderen Kontakt ankommen möchte. Marc wird es sicher auch so gehen (und jedem anderen).
/ralph
T
Thomas Einzel
...
Hä? Das dauert nur "ein paar" Minuten und CEE16 Stecker und Dose nur ein paar Euro, wenn man nicht die vergoldeten (Metapher) nimmt. Dann baue dem Elektriker halt was schönes mit IT Infrastruktur, was du in <1/2h hinbekommst und ihr seid quitt.
M
Manuel Reimer
Ich weiß nicht wo das eingesetzt wird und ob da so eine Bastellösung überhaupt zulässig ist.
Ich kann dir nur sagen das wir bei uns in der Firma einen ähnlichen Anwendungsfall hatten und dafür erfolgreich dieses Produkt einsetzen:
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Gruß
Manuel
M
Marc Haber
Dafür hat man dann im Stecker zwei belastete Schraubverbindungen mehr, die vorher nicht da waren, weil der Stecker vorher vergossen war.
Außerdem, wenn ich darüber nachdenke, das ist hinter der USV, und die hat halt Schukosteckdosen hinten dran. Das baue ich sicher nicht um.
Grüße Marc
M
Marc Haber
Die LAN-Buchse ist nicht geschirmt. Und wenn sie es wäre wäre sie sicher nicht mit N sondern mit PE verbunden. Hoffe ich jedenfalls.
Dann bräuchte ich für den Schalter ein eigenes WLAN mit eigenem Accesspoint (oder Bastelei am Raspi mit Hostap etc). Das ist doppelt so teuer wie ein USB-Ethernet. Und das Problem mit N und L hätte ich auch mit einem normalen Shelly. WLAN ist Flickwerk.
Doch, genau der.
Da gibt es keinen Resetknopf.
Das ist ein gemanagter 10 GbE-Switch, der halt alle zwei Monate oder so nicht mehr switcht und dann entstromt werden möchte. Prophylaktisch entstromen will ich den nicht weil er ~ 8 Minuten zum booten braucht.
Glaub mir, ich bin Profi in dem Geschäft, ich hab mir das durch den Kopf gehen lassen.
Grüße Marc
M
Marc Haber
Viermal so teuer. Das ist jenseits meiner Schmerzgrenze, ohne den Shelly hätte ich längst was mit hostapd auf einem raspi und einer Tasmota-Steckdose gebastelt.
Grüße Marc
R
Ralph Aichinger
Ich halte schlichtes Beschriften für die bessere Variante, *falls* man das mit L/N nicht überhaupt ignorieren will.
Aus meiner Sicht könnte (Konjunktiv!) es zwei sorten von Problemen dabei geben den Shelly Pro mit verdrehtem L und N anzuschließen:
Die Elektronik des Shelly (ESP32 etc.) selbst macht Probleme oder wird kaputt.
Die geschaltete Last wird "falsch" betrieben.
- Soweit ich das sehe ist (und das sollte man gegebeenenfalls checken) das Relais des Shelly galvanisch getrennt.
- Der Shelly Pro hat keinerlei Verbindung zu PE (Schutzerde)
Was bedeutet:
Dass 1. eigentlich nicht passieren kann, denn: L und N sind für den Shelly gar nicht unterscheidbar, da er kein Referenzpotential (PE) hat.
Weder direkt angeschlossen, noch "von hinten" über die Last, weil auch lastseitig kein PE zum Shelly durchgeleitet wird. L und N haben für den Shelly einfach nur eine Wechselspannung von 230V gegeneinander, aber der Shelly kann keinen Unterschied zwischen L und N feststellen. Selbst wenn L und N um 90° zum öffentlichen Stromnetz phasenverschoben wären, oder gegen PE 1000V Potentialunterschied hätten wäre es dem Shelly egal, weil der Shelly nur die spannung zwischen diesen Anschlüssen "sieht".
kann natürlich passieren, ist aber der status quo ante, natürlich kann eine Gerätschaft am Schukostecker immer umgepolt werden.
Sieht das jemand anders?
/ralph
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