√úberspannschutz und Steckdosenleisten

Hi!
Ich bekomme gerade "zu viel" und hoffe das mit hier jmd. weiterhelfen kann, denn meine E-Technik Kenntnisse sind durchaus begrenzt :-)
Ich habe mehrere SurgeArrest Performance Steckdosenleisten von APC im Einsatz an denen ua Fernseher, HiFi Anlage usw. hšngen. Diese sind mit einem ‹berspannschutz sowie Garantieleistungen im Schadensfall "ausgestattet" (wie "krass" die Bedingungen fŁr den Versicherungsschutz sind war mir allerdings bislang nicht klar: http://www.apc.com/support/service/equipment_protection_policy_emea.cfm ).
Da die Geršte welche an den Steckdosenleisten hšngen sehr viel Strom im Standby verbrauchen (2 Fernseher, 2 SAT Receiver, 1 Bluray Player und ein Denon AVR zusammen Standy Strom im Wert von fast 100 EUR pro Jahr!) habe ich den SurgeArrest Steckdosenleisten nun einen Adapter vorgeschaltet der die Geršte, sobald diese in den Standby Modus gehen vollstšndig vom Netz trennt und erst wieder ans Netz nimmt sobald ein IR Signal von der Fernbedienung empfangen wird. Bei den Adaptern handelt es sich um Zero-Watt Technologie Adapter vom Hersteller Ansmann, konkret den Adapter AES2 (http://www.ansmann.de/cms/de / zerowatt/products.html).
Durch die Netztrennung wird natŁrlich auch die Steckdosenleiste vom Netz getrennt da sie sich ja "hinter" dem Adapter befindet; damit wird aber wohl auch der ‹berspannschutz in den Steckdosenleisten abgeschaltet (so zumindest die Aussage des Supports von APC).
1.Frage: Stimmt das? Muss auf der Steckdosenleiste Strom sein damit der dort verbaute ‹berspannschutz funktionieren kann?
Wie auch immer, Ich selbst habe der Aussage vom Support erstmal Glauben geschenkt und mir eine LŲsung Łberlegt: Meine Idee war dann einen extra "1-Steckdosen ‹berspannschutz" wie den APC P1-GR Surge Protector vorzuschalten (dann natŁrlich vor den Adapter von Ansmann).
Aussage vom Support dazu: "Das ist eine von uns nicht unterstŁtzte LŲsung - es kann wohl zur Beschšdigung der angeschlossenen Geršten kommen wenn an SurgeArrest eine zusštzliche ‹berspannungschutz angeschlossen ist."
2.Frage: Wie kann das sein das man ‹berspannungsschutzschalter nicht hintereinanderschalten darf und woher soll der Normalmensch das wissen?
Aussage vom Support woher man das wissen soll war Łbrigens: "Das ist nicht nur mit unseren Geršten der Fall - um VDE-Normen erfŁllen zu kŲnnen, darf man solche Geršte einfach nicht kaskadieren. Und um solche Fragen klšren zu kŲnnen haben wir den Support (E-Mail bzw. kostenlose Hotline Nummer)."
Meiner Meinung nach ist v.a. letzte Aussage lšcherlich. Wenn man ein Geršt kauft muss man beim Kauf informiert werden dass so etwas nicht zulšssig ist; diese Information ist nirgendwo schriftlich zu entnehmen. Den Support kontaktiert man meist erst im Schadenfall; wenn dann die Aussage ist dass die Schaltung nicht zulšssig war hilft das wenig. So sehe ich das zumindest.
Weitere Fragen: Was kann ich nun tun um die Installation sicher zu gestalten? Was haltet Ihr von den Aussagen vom Support?
Danke Euch!
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Welche Spannung sollte dort sein, wenn sie vom Netz getrennt wurde ?
Das ABS vom Auto ist auch aus, wenn der Wagen steht. Witzlose Aussage.

Sicher. Eine im Schrank liegende Steckdosenleite sch√ľtzt gar nichts. Ein allerdings abgest√∂pselter Fernseher bekommt auch keine √úberspannung.

Darf man, ist sowieso ständig der Fall. Denn schon Fernseher und Player haben einen eingebauten Überspannungsschutz und kommen nun in die Steckdose mit weiterem Überspannungsschutz. Das "verdoppelt" den Schutz.
Wenn also ein Blitz bei dir eine √úberspannung induziert mit einer Energie von 1, dann h√§tte auch der Schutz im Fernseher gereicht. Hatte er eine Energie von 1-2, dann teilt sich das nun zwischen im Fernseher eingebauten und in der Steckdose montierten auf und sch√ľtzt. Hat er eine Energie von 2 zerdonnert es beide √úberspannungsableiter und nur die Versicherung greift. √úbnerspannungsschutz ist also ziemlich fur'n Arsch, aber die Versicherung ist wichtig: Kaputte Steckdosenleiste vorlegen, Ger√§te ersetzt bekommen, zumindest bei einem ordentlichen Hersteller.
Ordentlicher √úberspannungsschutz sitzt als Mittelschutz im Sicherungskasten.
--
Manfred Winterhoff



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Keine, schon klar, aber der Zero-Watt Stecker von Ansmann steckt ja noch in der Steckdose und in dem Stecker die Mehrfachsteckdose an der wiederum die Endgeršte hšngen. Was passiert also im Fall einer ‹berspannung durch Blitzschlag? Ist dann der ‹berspannungsschutz in der Mehrfachsteckdose "aktiv" oder wegen zuvor fehlendem Netzstrom (der Adapter von Ansmann hat der Mehrfachsteckdose ja dann den Saft genommen) funktionsUNtŁchtig?

Schon klar, so wars auch nicht gemeint. Die Frage war nicht ob ich Fernsehen schauen kann wenn ich keinen Saft mehr auf der Mehrfachsteckdose habe :-)
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Wenn wirklich ein Blitz bis zu Deiner abgeschalteten Steckdose kommt, hat er kein Problem, Dein Relais zu ŁberbrŁcken. Vermutlich wird aber dann auch der ‹berspannungsableiter versagen. Normaler ‹berspannungs- schutz funktioniert so oder so nur bei eingeschalteten Geršten. Bei abgeschalteten Geršten braucht man ihn nicht. ("Eingeschaltet" heisst natŁrlich auch "Standby")

Siehe oben.
Ein vernŁnftiger Blitzschutz arbeitet immer mit mehreren hintereinander geschalteten Schutzelementen. Schon allein deshalb ist die Aussage von APC falsch. Einige gute Infos Łber richtigen Blitzschutz findest Du bei der Fa. Dehn, wobei natŁrlich auch andere Firmen gute Blitzschutz-Geršte liefern. Gruss Harald
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Das ist eine wesentliche Info die die Sachlage deutlich einfacher macht: Dh wenn mein Zero Watt Stecker nicht aktiv ist, also Stroim durchlšsst sind meine Geršte entweder an oder in Standby-Modus; die Mehrfachsteckdose hat dann ebenfalls Saft womit deren ‹berspannvorrichtung auch versorgt ist, richtig? Sollte der Zero Watt Stecker aktiv sein, also keinen Strom durchlassen, wšren auch meine Geršte aus und es vŲllig egal ob die Mehrfachsteckdose Strom fŁhrt oder nicht da die der ‹berspannschutz eh fŁr die Katz wšre, richtig? Dh ich kann mit das Vorschalten eines weiteren ‹berspannschutzes vor den Zero Watt Stecker schlichtweg sparen, richtig?

Danke!
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Ja, aber: Wenn der Überspannungsableiter aktiv wird, kann kurzzeitig ein beträchtlicher Strom fließen, der sehr wahrscheinlich den "Zero Watt Stecker" ruiniert. Und je nach dem wie dieser abraucht, kann es weitere Geräte rösten.

M√∂glicherweise. Es ist aber wohl nirgends angegeben, welche Spannungs- spitze der "Zero Watt Stecker" im "aktiven" Zustand evtl. durchl√§sst, so dass der √úberspannungsschutz von APC ansprechen m√ľsste.

Warum schaltest Du nicht den "Zero Watt Stecker" hinter die Buchsen- leiste von APC und ignorierst deren 7 freie Steckdosen - abgesehen davon, dass das Dingens von APC ja 4 geschaltete Steckdosen hat.
Norbert
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Diese Vorrichtung arbeitet im wesentlichen wie ein √úberdruckventil. Kommt zu viel Spannung an, dann wird sie abgeblasen. Dazu muss lediglich ein Gegenpol da sein, das ist der Schutzleiter.

Das ist etwas anders zu verstehen: Wenn es ein Blitz schafft, den Netzschalter eines Ger√§tes bzw. das Trennrelais des Ansmann-Adapters zu √ľberwinden, dann hat er vermutlich so viel Energie, dass er Deinen APC-√úSS auch killt. Der APC arbeitet trotzdem, w√§re aber vermutlich √ľberfordert. Das w√§re er auch, wenn bei angeschalteter Spannung dieser Blitz eintreffen w√ľrde.
Oder um es nochmal klar zu sagen:
Das APC Gerät benötigt keine 230V Netzspannung, um Überspannungen abzuleiten.
Zumindest w√§re das absolut d√§mlich, etwas so konstruieren. Es ist aber nicht unm√∂glich, etwas D√§mliches zu machen. Aber das w√ľrde extra kosten, darum baut keiner z.B. ein nur bei Netzspannung anziehendes Relais ein, welches die Ableiter dazu schaltet, sondern l√§sst die Dinger einfach netzparalell laufen.
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Harald Wilhelms wrote:

Newsbeitrag
Aehm, bei mir sind MOV und TVS meist vor dem Schalter.
[...]
--
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com /
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Die erste Frage wäre, was genau getrennt wird - hoffentlich zweiphasig (L und N) und PE (Schutzleiter) wird nicht getrennt. Dann...

.. funktioniert ein passiver √úberspannungsschutz immer noch, da √úberspannungen von L oder von N nach PE abgeleitet werden. Wo die her kommen sollen? Ganz gemein von hinten, also √ľber die Antenne durch den Empf√§nger auf die Stromzuf√ľhrung.

Hm, bei einem richtig ausgef√ľhrten Blitzschutz gibt es ohnehin vor Deinem jetzt gekauften Feinschutz einen Grob- und einen Mittelschutz.

Aber ein evtl. vorhandener Überspannungsschutzschalter wird nicht mehr schalten können, da das Betriebsmittel ja davor "weggeschaltet" wurde. Ich weiß nun nicht, was APC wirklich verbaut hat. Im Daten- blatt ist nur angegeben, dass das Gerät 2,5 KJ verbraten kann, aber nicht, wieviele kV ein Überspannungsschutzschalter abhält.
Andererseits sind ja bei dem PF8VNT3-GR jeweils 4 Steckdosen dauernd mit der Zufuhr verbunden und daher mit "Always On" beschriftet, wenn ich http://www.apc.com/products/resource/include/techspec_index.cfm?base_sku=PF8VNT3-GR&tab=documentation richtig verstanden habe. Also sind die 4 anderen Steckdosen geschaltet.
Wozu also einen weiteren Schalter davor? Verkraften alle angeschlossenen Geräte das komplette Ausschalten oder wird bei einigen der Speicher gelöscht?

Im obigen Anwenderhandbuch steht, dass das Gerät grundsätzlich an einer geerdeten Schukosteckdose anzuschließen ist. Im Fall der Fälle wird ein Jurist dies wörtlich nehmen.
Ob der von Dir genannte Versicherungsvertrag f√ľr ein Land in Europa relevant ist, bezweifele ich: Unter Punkt 4 lese ich "The Equipment Protection Policy covers only standard APC 120V products used in the 50 U.S. states, Canada, Bermuda* and/or Puerto Rico*." und "What is not covered under the Product Policy:" ... "This policy does not cover damage from a cause other than AC power line transients, except for damage due to telephone line, network or CATV transients, which is covered only if the APC product offers such protection."
Also ist √úberspannung √ľber SAT- oder andere Antenne schon mal definitiv ausgeschlossen. Wenn diese Antennen aber richtig in den Geb√§udeblitzschutz einbezogen sind, kann da auch nicht viel passieren.

Ich w√ľrde die vorhandenen Ger√§te auf die vier geschalteten und die vier ungeschalteten Steckdosen geeignet verteilen und auf die davor h√§ngende geschaltete Steckdosenleiste verzichten.
Norbert
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Ich lese mir das jetzt nicht durch, aber √ľblicherweise ist der als "Garantie" oder "Versicherung" beworbene Schutz lediglich eine nett umschriebene Version der Produkthaftpflicht. Ist das Ger√§t f√ľr 10kA ausgelegt und die Ger√§te sind nach Blitzschlag defekt, so obliegt es dem Kunden zu beweisen, - dass der Blitzstrom kleiner 10kA war (war er gr√∂√üer, konnte das Produkt ja bestimmungsgem√§√ü nicht mehr ableiten)- - dass die Ger√§te nicht √ľberempfindlich waren, denn jeder Ableiter l√§sst ein gewisses Ma√ü an √úberspannung durch Oder auf Deutsch: Mit diesen Versicherungen kann man sich getrost den Hinter abwischen.

Niemals vollständig! Der Schutzleiter wird immer durchgeleitet - das muss so. Und oft wird auch nur einer der beiden Pole geschaltet, dass kann der L oder der N sein - je nachdem, wie der Schukostecker in der Dose steckt.

Quark. Der PE ist immer noch da. Und die Ableitung erfolgt eben einmal zwischen L und N untereinander und L und N jeweils gegen PE.

Der √úSS ist keine aktive Leistungselektronik, sondern in der Regel nur eine Schaltung aus Varistoren und Gasableitern. Dazu kommt noch eine simpelste Temperatur√ľberwachung an den Varistoren, die diese bei √úberhitzung abschaltet und dazu noch ein Glimml√§mpchen, ne LED oder ein Piepser, der bei abegschalteten Varistoren Alarm gibt.

W√ľrde den Schutz erh√∂hen und auf den Ansmann Adapter ausweiten.

Quark. √úSS wird, wenn man es richtig macht, immer hintereinander angeordnet. Vereinfacht: Grobschutz am Hauanschluss, Mittelschutz am Sicherungskasten, Feinschutz am Verbraucher.

Das ist grober Unfug! Es geht hier wohl nur darum, dass man Steckdosenleisten VDE konform nicht hintereinander schalten darf. Der Laie darf das nicht, weil man ihm nicht zumutet, selber die Summe der Leistungen angeschlossener Verbraucher und die oft miserable Qualität der Steckdosenleisten gegeneinander abzuwägen.

Man setze einen Einbau-√úberspannungsableiter der Anforderungskategorie D in die Wnadsteckdose. Das sind Streichholzschachtel gro√üe Ger√§te mit drei Adern dran, die man paralell zur Steckdose anklemmt. Dahinter kommt das Ansmann-Ger√§t. Zudem √ľberlege man sich, ob man in die Unterverteilung noch einen Ableiter der Klasse "C" - Mittelschutz - setzen l√§sst.
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On 09/24/2010 08:32 PM, Carsten Kreft wrote:

Richtig. Beim Grobschutz/Mittelschutz darauf achten, ob evtl. ein koordinierter Ueberspannungsableiter einzusetzen ist.

IIRC sind die ehemaligen Bezeichnungen Klasse B,C,D mittlerweile durch Typ I, II, III ersetzt wurden...
Das hiesse dann wohl: Typ I in HAK, Typ II in der UV und evtl. noch Feinschutz Typ III fuer sehr wertvolle Geraete.
Regards Karsten
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Ich kannte bis dato eigentlich fast nur die Variante mit B/C- Kombiableitern im Hauptverteiler. D dann nach Lust und Laune in Steckdosenleisten, etc.
sg Ragnar
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