Durchlauferhitzer reparieren? Clage M3: was ist kaputt?

Oct 20, 2025 Last reply: vor 7 Monaten 35 Replies

hei, zwischen Hauswasser und Wasserhahn hängt ein kleiner Durchlauferhitzer. Beim Aufdrehen des Warmwassers spuckte der Hahn eben etwas und es trat kurz ein undefinierbarer chemischer Geruch auf. Danach gab es kein Warmwasser mehr - nach gut 20 Jahren. Beim Aufdrehen klackt nach wie vor irgendwas, ein Relais oder so, Wasser fließt, aber kalt. Sonst keine Änderung, kein Leuchten. Was könnte passiert sein? Kann man den Defekt leicht beheben? Der Clage hat keine eigene Sicherung im Sicherungskasten. Strom ist an der Dose.



Das Gerät ist ein: Clage M3 1500-17003 Ser.-Nr.: 016173-000683, Typ: OHLO35B. 3.5 kW 230V. So etwas:

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Im Manual steht: evtl. "Heizwendel defekt", ... erneuern.
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Im Internet also ca. 150,- Lohnt sich eine Reparatur? Denn wenn "der Klemptner kommt" ... oder das Gerät irgendwie abbauen und zum Elektriker bringen? was schätzt ihr? liebe Grüße S.


Am 20.10.25 um 12:36 schrieb Sonja Schleswig:

Ferndiagnosen sind leider wie Kaffeesatzlesen.

  1. die Dinger kann man eigentlich nur in sogenannten Reparaturcafé einigermaßen preiswert reparieren. Über eine offizielle wird es bestimmt fast so teuer wie ein neues Gerät. Siehe z.B.

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Ja. Sicherungen raus. Gehäuse ab. Prüfen, ob Sicherungen wirklich aus sind. (Frag nicht, warum ich den Schritt für notwendig halte.) Visuell nach erkennbaren Schäden suchen. Schalter und Wicklungen durchmessen.

Am 20.10.25 um 12:36 schrieb Sonja Schleswig:

Hört sich an, als wäre Luft drin gewesen. => Heizdraht hat mangels Kühlung binnen Sekunden überhitzt und ist jetzt Geschichte.

Hört sich plausibel an.

Das kann ich nicht beurteilen.

3,5 kW kommt mir für einen Druchlauferhitzer arg wenig vor. Wir hatten mal einen mit 18 kW und das war zuweilen schon eng. So richtig Spaß manchen die Dinger bei 25 kW.

Alternative wäre die Umrüstung auf einen Niederdruckboiler. Die haben aber auch ihre Nachteile, vor allem, weil sie dauerhaft Warmwasser vorhalten. Und man braucht einen anderen Wasserhahn. Dafür schwankt die Temperatur nicht um ±20 °C.

Marcel

Ich meine, die seien nicht zum Duschen sondern für Spül- und Handwaschbecken. Kann sich lohnen. In meiner Küche fließen gemessene vier Liter kaltes aber als warm gezähltes Wasser, bevor es warm wird.

Nein. Der Reiz von Durchlauferhitzern nahe der Zapfstelle ist, sie haben keine Verluste und die Energie wird vollständig genutzt. Das gleicht den dreifachen Preis und dreifachen Primärenergieeinsatz von Strom aus. Teuren Strom für parasitäre 24/365 Wohungsheizung, auch im Hochsommer, zu verwenden lohnt (für den Entscheider über die Anschaffung) nur, wenn der Vermieter die billige Installation zahlt und der Mieter den teuren Verbrauch.

Bei 3,5 kW (mehr geht auch kaum) würde ich das auch nicht anders annehmen.

"Gezählt". Eigene WW-Zähluhr? Dann hast du wohl eher keinen Boiler? Gibt es eine Zirkulations-Pumpe und wann läuft die?

Das würde ich eher für einen Drucklosen Speicher halten. Ich hab so einen mit 5 Litern und da kommt auch erst mal Kalt bevor das Warme läuft. Der hat aber kaum 2 kW.

Frage in die Runde: Sind diese Qoukka "Wasserhähne" etwas anderes, oder nur das gleiche (Zapfstellen-DHE) in "Modern Talking"? ;) Die wurden ja eine Zeitlang offensiv im TV beworben.

Ach darum haben wir hier alle Durchlauferhitzer in den Mietwohnungen! ;-)

Und ich dachte doch glatt das läge daran das man Aufwand und Kosten für eine (zweite Warmwasser)leitung in jede Wohnung; und einen Zentralen WW-Speicher mit Beheizung; dann einfach wegrationalisieren könne.

Als das hier eingebaut wurde war der Strompreis aber noch viel niedriger

- und in Pfennigen statt €-Cents.

Bye/ /Kay

Eine Bekannte von mir hat in ihrer Küche einen 11 kW DHE, der in die

400V-Zuleitung zum Herd eingeschleift ist. Der hat ein eingebautes Lastabwurfrelais das den Herd dreiphasig abwirft wenn man warmes Wasser zapft.

Leider hat diese Bekannte einen Induktionsherd mit Touch-Bedienung und einer Uhr. Ratet, was diese Uhr ständig anzeigt, und warum man angebrüllt wird wenn man sich während des Kochens der Spüle auch nur nähert.

Eigentlich ist das ein wirklich hübsches Patent, aber die Nebenwirkungen sind nicht unerheblich. Schön wäre es, wenn es das auch in zweiphasig gäbe, und die Herdhersteller dokumentieren würden an welcher Phase die Steuerungselektronik hängt.

Grüße Marc

Zentrales Warmwasser im Mehrfamilienhaus. Stillstands- und Zirkulationsverluste mehr als 50 %. Das ist offenbar normal, ich habe hier Meßwerte aus drei verschiedenen Häusern und die liegen alle in dem Bereich. Die vier Liter oben liegen in Leitungen abseits der Zirkulation in meiner Wohnung. Da habe ich in der Bauphase so einiges übersehen, mit dem ich nie gerechnet hätte.

Ja komm, ein Meter Leitung oder so. Das ist ein Kaffeepott, mehr nicht. Ich komme mit meinen vier Litern bei 1/2" gerechnet auf vierzig Meter und habe keine Ahnung, wo die liegen sollen. Ist aber so.

Sei froh. Aber sagtest Du nicht, in der Küche sei so ein Dauerheizer mit rund um die Uhr Verlusten? Solltest Du einen geregelten Lebenswandel pflegen, könntest Du immerhin eine Schaltuhr davorhängen.

Das ist egal. Strom zu Gas oder Öl bleibt bei 3:1. Dreifacher Preis aber dafür fast alle Verluste weg ist kein schlechtes Geschäft. Gasetagenheizung mit Gasdurchlauferhitzer ist natürlich noch besser.

Ein Induktionsherd kostet wie viel? Und ein Kondensator als Gangreserve für die Uhr für wenige Minuten hätte ihn um wieviel ppm verteuert? Schimpf, aber bitte auf den richtigen.

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Und zwar auf den Hersteller, natürlich. Ich habe auch einen Induktionsherd und möchte ihn nicht mehr hergeben. Da muss ich auch schimpfen; bei einem Kochfeld für fast 2000 Euro hat man nichtmal einen DCF77-Empfänger spendiert. Beim Ofen und beim Mikrowellenherd natürlich auch nicht. Und es ist die Spitzenmarke des Herstellers.

Nächste Woche geht der Spaß wieder los.

Grüße Marc

Am 20.10.25 um 18:40 schrieb Marcel Mueller:

das hatte ein Elektroinstallateur am Tel. auch vermutet, denn beim Warmwasseraufdrehen hat der Hahn etwas "gespuckt".

Diese Hahnbatterie ist alt. Die sollte man auch wechseln. Die kann wohl Luft ziehen

3,5 kW reichen für n Händewaschbecken schon Warmwasser ist fast sofort da

Hier 20 Jahre altes Einfamilien-Reihenendhaus, Heizung mit WW-Speicher im DG, miserabel isolierte WW-Zirkulationsleitung -> nur durch die Zirkulation wird über Nacht der WW-Speicher abgekühlt, im Eingangsflur wird der Fußboden warm ;-( Bei ausgeschalteter Zirkulationspumpe laufen auch hier knapp 5 l, bis in der Küche WW kommt. Immerhin ohne Zähler.

Lösung seit kurzem auch hier ein 11 kW DEH, der an einer wegen Gasherd ungenutzten Herdanschlussdose hängt.

Vergleich Verbräuche Strom und Gas vorher/nachher steht noch aus, wird aber vielleicht auch schwierig, da nicht regelmäßig. Gas geht jetzt wahrscheinlich in der Heizung unter, erhöhter Stromverbrauch könnte sich zeigen.

Grüße, Helmut

Am 21.10.25 um 09:28 schrieb Sonja Schleswig:

Viel mehr kann man auch aus 230V und 16 A nicht herausholen. Ich hatte ja einen Link geschickt. Ein neuer von der Leistung ist fast so teuer wie ne neue Heizspirale. Warum muss das auch clark sein? AEG oder andere sind genauso gut und billiger. Bei neu hast du sowieso Garantie.

Am Tue, 21 Oct 2025 07:52:58 +0200 schrieb Marc Haber

Auch ohne DCF77 ist einiges an Komfort möglich. Die Steuerung von unserer Heizung hat das nicht, trotzdem kann man eine automatische Umschaltung aktvieren sowie eine Korrektur für die Uhr angeben, wenn sie einem zuviel vor- oder nachgeht. Nach etwas probieren beträgt die Abweichung weniger als 3 min im Jahr. Aber man muss sich halt damit beschäftigen.

cu. Juergen

Und das ist für 99,99% aller Anwendungsfälle vollständig irrelevant.

Warum sollte man Funktionen bauen, die niemand braucht (und die man noch nicht mal für Marketinggeblubber gebrauchen kann)?

Herde mit Touchbedienung sind allerdings m.E. auch nur Schicki-Micki-Spielzeug. Für den ernsthaften Einsatz kaum oder nur unter erheblichen Kompromissen zu gebrauchen. Bei unserem Neff wäre, außer dass vllt. der Lüfter vom Umluft mal kurz ausgesetzt hätte, nichts wahrnehmbares passiert.

Marcel

Sauber! 32m Wasserleitung nach der Zirkulation. Das muss man erst mal hin bekommen!

Oder habt ihr bei euch zöllige Frischwasserleitungen? Dann wären es nur

8m. Üblich sind eher 1/2".

Eher ein halber.

Das ist wirklich unplausibel. Das reicht in einem 3-Stöckigen Gebäude

3-mal hoch und wieder runter.

Ich tippe eher darauf, dass die Zirkulation nicht mehr zirkuliert, oder diese Leitung gar nicht daran hängt.

Etwas ins Knie schießen kann man sich auch mit sehr schlecht isolierten Kupferrohren. Zum einen muss das Rohr selbst natürlich erst mal warm werden. Wenn dann noch eine Ladung am besten feuchtes Gestein dazu kommt, wird es schon unentspannt. Das kann die erforderliche Wassermenge schon mal vervierfachen.

Aktuell ist es eher 2:1 bei Gas, jedenfalls hier (25 ct vs 11 ct). Und früher von ca. 10 Jahren war es eher 5:1 (22 ct vs 4,5 ct).

Öl hat sich nicht so stark verändert, schwankt allerdings auch mehr.

Hatten wir mal. Fand ich auch nicht so toll. Problem: man hat das Teil natürlich nur einmal in der Wohnung. Entweder ist die Leitung zur Küche länger oder die zum Bad. Hinzu kommt, dass die Therme auch mindestens 5 Sekunden braucht, bevor sie auf Nennleistung läuft. Dreht man einmal zwischendurch das Wasser ab, hat man danach immer 5s kaltes Wasser in der Leitung. Das kann beim Duschen schon ganz schön "erfrischend" sein. Die Alternative, während der ganzen Einseifzeit das Wasser in den Gully laufen zu lassen ist auch nicht besser. Elektrische Durchlauferhitzer sind da insofern besser, als dass sie eher

0,5s zum Start brauchen. (Hatten wir auch mal.)

Die Verluste der Zirkulation konnte ich deutlich reduzieren, indem ich selbige zeitgesteuert abschalte. Zum einen dauert es eine Weile, bis das Wasser danach abkühlt (~2 Stunden). Man hat also auch ohne noch eine Weile einigermaßen warmes Wasser. Zum anderen wird in der Zeit der Warmwasserbehälter im Keller nicht gekühlt, weswegen der Brenner wesentlich seltener zündet; halt immer dann wenn die Zirkulation wieder anspringt, aber dann für etwas länger.

Marcel

Am 21.10.25 um 12:48 schrieb Juergen:

Eben.

Unsere macht es (wie viele andere) über die Netzfrequenz. Wenn die Ungarn nicht gerade zugesagte Strommengen nicht einspeisen, stimmt das über Jahre. Und wenn nicht, sprechen wir auch nur über 5 Minuten - für eine Heizung irrelevant.

DCF-77 könnte im Keller vom Stahlbetonbau trotz Langwelle zudem ein Problem werden. Und das schöne an DCF-77 Uhren ist ja im allgemeinen, dass man sie nicht stellen _kann_. Die Heizungsteuerung wenigstens einmal im Jahr im eingeschalteten Zustand nach oben zu tragen, stelle ich mir sehr spannend vor. ;-)

Marcel

Cool was es heute alles gibt. Von der Herddose zum DHE, vom DHE zum Herd... ist das eigentlich erlaubt (VDE 0100?)

Und dann auch noch Lastabwurf. Das hat man früher IMO eher bei Nachtspeichern und Großverbrauchern gemacht wenn der Hausanschlußwert nicht steigen sollte (Weil: dann teurer)

Ich rate mal wild drauf los... DIE FALSCHE ZEIT!? ;)

Mein (Antiker) Herd hat auch eine Uhr. Aber die hat einen Synchronmotor, klappert und ging noch nie richtig. Ist egal, ich brauch sie nicht.

Das kann man doch mittels probeweise abklemmen (Sicherung ziehen) einzelner Außenleiter selbst leicht fest stellen. Bliebe nur noch den passenden DHE zu finden.

Oder steht im Online-Manual das der Herd bei einer Fehlenden Phase explodiert/Petzmeldung an $Hersteller/Lizenzentzug droht/mit Funktion nicht mehr gerechnet werden darf? Scheint ja heute alles möglich.

Lange ist's her da habe ich ein Großgerät gesehen/gehabt das (vermutlich) auch bei Ausfall von 2 Phasen nicht seine (DC)Steuerspannung verloren hätte.

Allerdings war das kein Küchengerät. Sondern ein Kinogleichrichter der NICHT NUR für die Hauptversorgung je einen Kompletten Drehstrom-trafo hatte. Erbaut irgendwann in den 1960'rn denke ich.

Bye/ /Kay

Am 20.10.25 um 12:36 schrieb Sonja Schleswig:

ist ein mögliches Luftziehen ein Risiko beim Typ druckloser Durchlauferhitzer bzw. -wasserhahn? Ein (Kalt-)Wasserschlauch geht ja erstmal in die Mischbatterie. Da könnten einige Knackpunkte entstehen? Mehr als bei einem anderen Typen?

Sonja

Ich habe so einen (die Platte, das Backrohr hat Drehknöpfe) und sehe das anders:

  • Es ist nicht "Schickimicki" sondern einfach die billigste Lösung. Man montiert ein paar kapazitive Sensoren unterm Glas, hat sonst keine Kosten für Bedienelemente, Schalter, Taster ...
  • Dadurch dass es unter Glas ist, kann nix reinrinnen. Ja, es gibt Magnetknöpfe, aber die kann man verlieren, Kinder können sie zum Spielen nehmen und dann sind sie weg ...
  • Man kann einfach drüberwischen, es steht nix vor, es kann nix abbrechen, für mich aus Benutzersicht sind das klare Vorteile.
  • Dadurch dass die Bedienelemente oben am Feld und nicht am Backrohr sind, muß man bei einem gesprungenen Feld nicht eventuell den ganzen Herd tauschen (das Backrohr wegwerfen) wenn es nix kompatibles mehr gibt.
  • Ich liebe auch aus Benutzersicht die Kombination von Touch und LED oben, an die Touchfunktion gewöhnt man sich schnell, und das LED auf der Oberseite ist viel einfacher zu sehen als ein Display oder Knopf auf der Vorderseite des Herds.

Soll heißen: Billig, funktional, leicht zu reinigen, ich will nix anderes mehr.

/ralph

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