VerlÀngerung Temperatursensor

Jemand möchte das SteuergerĂ€t seiner Außensauna in der Wohnung unterbringen, da SteuergerĂ€te scheinbar nicht frostsicher sind.
Dies wĂŒrde bedeuten, dass der Temperatursensor um 35 Meter verlĂ€ngert werden mĂŒĂŸte.
Wenn ich richtig gerechnet habe (eff. KabellÀnge 70 Meter) ergibt das folgenden Leitungswiderstand:
0,5 mm2 = 2,5 Ohm 0,75 mm2 = 1,7 Ohm 1,5 mm2 = 0,8 Ohm 2,5 mm2 = 0,5 Ohm 4 mm2 = 0,3 Ohm
Wenn ein Pt100 Temperaturelement verwendet wird (was ich leider nicht weiß) wĂŒrde dies im ungĂŒnstigsten Fall bei 100 Grad nur ca. 107 Grad anzeigen (bei 0,5 mm2). Bei (wohl vernĂŒnftigen) Querschnitt von 1,5mm2 sogar nur zwei Grad mehr.
Wobei ich folgende Tabelle verwendet habe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstandsthermometer#Tabelle
Nun meine Frage: Gibt es außer dem zusĂ€tzlichen Widerstand sonst noch was zu berĂŒcksichtigen (Spannungsabfall etc.)?
Andreas
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Andreas Fischer wrote:

Das lÀuft ja auf das gleiche hinaus, falls du den Messstromkreis meinst.
Wenn das SteuergerÀt 4-Leiter-Anschluss fĂƒÂŒr den Pt100 hÀtte, könnte man die Messabweichung vermeiden.
Vielleicht gibt es auch die Möglichkeit, den Messwert abzugleichen.
Ansonsten ist die Frage, ob das SteuergerÀt fĂƒÂŒr die lange Leitung hinsichtlich der elektromagnetischen Störfestigkeit ausgelegt ist. Aber meist funktioniert es trotzdem unter normalen Bedingungen.
--
Gruß Werner
Bedingungsloses Grundeinkommen:
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Hallo,
Andreas Fischer wrote:

bevor hier irgendwelche auf Spekulation beruhenden Berechnungen angestellt werden, wĂŒrde ich erstmal in Erfahrung bringen, was fĂŒr ein Sensor eingesetzt wird. Ein Ohmmeter wird sich ja wohl noch finden.
Marcel
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Marcel MĂŒller schrieb:

Ein Ohmmeter vielleicht, aber momentan ist ja nochnichtmal ein SteuergerĂ€t da. Der Bekannte ĂŒberlegt noch, evtl. doch ein Frostsicheres GerĂ€t zu kaufen. Es ist ja auch nicht unbedingt das Wahre, jedesmal 35 Meter zu laufen, wenn die Temperatur geĂ€ndert werden soll etc.
Andreas
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Ganz abgesehen davon wird es vermutlich jedes Mal, wenn in der NÀhe ein Blitz einschlÀgt, das SteuergerÀt zerreißen. Selbst wenn der TemperaturfĂƒÂŒhler in der Sauna galvanisch entkoppelt eingebaut wird, reicht die KapazitÀt der 35m Leitung, um den Spannungshub des Erdreiches bei einem Blitzeinschlag krÀftig einzukoppeln. DafĂƒÂŒr ist die Schaltung des SteuergerÀtes sicher nicht ausgelegt.
Man sollte sich die Frage stellen, _warum_ die ĂƒÂŒblichen SteuergerÀte nicht frostsicher sind. Ich kann mir da zwei Möglichkeiten vorstellen:
- Es wurden Bauteile mit Einstufung "commercial" verwendet, deren Betrieb fĂƒÂŒr den Temperaturbereich 0°C bis 70°C spezifiziert ist (der Temperaturbereich fĂƒÂŒr die Lagerung ist meist wesentlich grĂƒÂ¶ĂƒÂŸer). In diesem Fall hÀtte ich keinerlei Bedenken, das SteuergerÀt direkt in der SaunahĂƒÂŒtte zu installieren. Die Begrenzung des Temperaturbereiches nach unten hin betrifft meist die BestÀndigkeit der GehÀuseeinbettung der Halbleiter gegenĂƒÂŒber Temperaturzyklen.
- Der Aufbau des GerÀtes ist so ungĂƒÂŒnstig, dass Probleme mit Kondenswasser zu erwarten sind. Das könnte man eventuell durch den Einbau des GerÀtes in ein entsprechendes GehÀuse kompensieren. Dabei mĂƒÂŒsste entweder durch den Aufbau des GehÀuses erreicht werden, dass die enthaltene oder beim Öffnen zwecks Bedienung eintretende Luftfeuchtigkeit bevorzugt an einer definierten Stelle des GehÀuses kondensiert und von dort gefahrlos ablÀuft. Oder man packt Silica-Gel mit hinein und bÀckt dieses regelmĂƒÂ€ĂƒÂŸig auf.
In beiden FÀllen halte ich die Wahrscheinlichkeit fĂƒÂŒr einen Ausfall fĂƒÂŒr wesentlich geringer (selbst wenn man keine besonderen Vorkehrungen trifft), als wenn die FĂƒÂŒhlerleitung 35m durch den Garten lÀuft und in der NÀhe ein Blitz einschlÀgt.
GrĂƒÂŒĂƒÂŸe,
GĂƒÂŒnther
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Hallo,
GĂƒÂŒnther Dietrich wrote:

ja, und wenn man die Zyklen sehr langsam fÀhrt, lÀuft das Commercial-Zeug problemlos auch bei Minusgraden. (Haben wir seinerzeit mal bis -100 mit kleinen Steuerrechnern getestet.)

Dazu braucht es kein ungĂƒÂŒnstiges GehÀuse. Reif gibt es immer, solange die Kiste nicht beheizt ist.

Das ist gar nicht so ohne. Dazu braucht man einen Temperaturgradienten, der sowohl bei steigender als auch bei fallender Umgebungstemperatur immer an einer der Elektronik fernen Stelle am kÀltesten ist. Von alleine stellt sich das jedenfalls nicht ein. Allerdings reichen bereits sehr kleine Heizleistungen von wenigen Watt, um ein solches GefÀlle aufrecht zu erhalten. Mithin kein Kostenfaktor.

Ich weiß nicht, wie gut das Zeug ist. Das kritischste dĂƒÂŒrfte sein, wenn im Zuge der Nutzung schnelle Temperaturwechsel kommen (z.B. Öffnen der TĂƒÂŒr).

Dem wĂƒÂŒrde ich mich alle mal anschließen.
Bleibt noch der Bollerofen. Das praktizieren die Finnen seit Generationen erfolgreich.
Marcel
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Moin,
Andreas Fischer schrub:

Dass da ein PT100 als Temperatursensor verwendet wird, halte ich fĂŒr eher unwahrscheinlich. Das wird eine Diode sein oder ein sonstiger passender fĂŒr Temperaturmessung optimierter Halbleiter. Die haben eher einen höheren Widerstand womit der Kabelwiderstand weniger eine Rolle spielt.
Ein Problem, wie schon erwĂ€hnt, könnte die elektromagnetische Einstreuung ĂŒber das lange Kabel sein. u.U. fĂ€hrst du besser, wenn du ein Coax-Kabel verlegst. Oder geschirmten Klingeldraht oder wenigstens Klingeldraht, verdrillt (was wohl der Normalfall bei Klingeldraht ist). Ausprobieren...
CU Rollo
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Roland Damm schrieb:

Denke ich eigentlich auch, ich bin nur vom PT100 ausgegangen, weil dies scheinbar der ungĂŒnstigste Fall fĂŒr den zusĂ€tzlichen Widerstand einer "langen Leitung" ist.

Ich habe nochmal nachgefragt, er will das Kabel scheinbar als Erdkabel verlegen. Damit dĂŒrfte die Gefahr der elektromagnetischen Einstrahlung doch erheblich vermindert werden (je nach Tiefe und Bodenfeuchtigkeit).
Hat jemand eigentlich eine Ahnung, was bei den SteuergerÀten gegen Frost empfindlich ist? Ich kann mir da nur das Relais vorstellen.

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Hallo,
Andreas Fischer wrote:

Wieso? Kapazitive Ankopplung an das umgebende Erdreich, und man fÀngt sich jeden Mist der sich da so tummelt im Common-Mode ein.

Hat GĂŒnther doch gesagt. Kondensat und mechanische Materialverspannung.
Marcel
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Marcel MĂŒller schrieb:

Ja, aber erst um 12:06 Meine Frage war um 9:50
Andreas
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On Sun, 19 Apr 2009 09:50:20 +0200, Andreas Fischer wrote:

Gerne verwendet wird auch ein NTC 5K oder Àhnliches.
Schönen Gruss Martin
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