Temperatursensor an meiner Metabo Bohmaschine, wie funktioniert der ?

Hallo,
ich versuche gerade zu ergründen, wie der Temperatursensor an
meiner Metabo funktioniert.
Der Motor ist ein Reihenschlußmotor, die Statorwicklung hat vier
Anschlüsse. Zwei für die Statorwicklung und zwei die separat mit
der Elektronik verbunden sind.
Ich habe die Statorwicklung abgewickelt, um rauszufinden, was da für
ein Sensor drin ist. (Bohrmaschine defekt, Rußspuren an der Wicklung)
Gefunden habe ich lediglich einen Draht, der unter der Statorwicklung
durchläuft. Da hat es scheinbar einen Spannungsdurchschlag gegeben,
der Draht ist unterbrochen, die Enden verschmolzen und die
Statorwicklung ist an dieser Stelle ebenfalls durchgebrannt.
Da, wo der Sensordraht durchgeschmolzen ist, fehlen ein paar Millimeter
ich habe mir sogar die Enden mit einem Mikroskop angesehen, um
rauszufinden ob da was eingelötet war (PT 100 oder ähnlich), aber
nichts gefunden.
Wie messen die nun die Temperatur ? In dem Draht wird ja zwar eine
Spannung induziert, aber einen Rückschluß auf die Temperatur kann ich
nicht finden.
Gruß Reinhard
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Reinhard Tarnick
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meinst du nicht, daß da ein Kaltleiter dran war am Ende? ein "PTC"?
Thermoelement (2 verschiedene Metalle zusammengeschweißt) wäre doch etwas "gewagt" bei der noise, finde ich (so aus dem Bauch heraus).
MfG
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Franz Glaser (KN)
Cu-Draht ist genauso temperaturabhängig ab 0 Kelvin wie ein PT100 Element, nur nicht so genau und eichbar. Hat nicht 100 Ohm bei 0°C. Vielleicht hamm die tatsächlich so sparsam gewerkt. Ich hätte da zumindest mehrere "Windungen" einzulegen versucht um Induktionen zu kompensieren und mehr Öhmer zusammen zu bringen. Aber was die jungen Leut heut alles machen, weiß der Deibel :-))
Wenn ich weiter denke - äh - schlau ist das auch nicht, denn dann wäre immer ein großer Teil des Drahtes "kalt" und die Messung hätte nie was gebracht. So aber ist das bifilar, induktionsfrei und einigermaßen punktgenau.
Jetzt komm ich aber arg ins "Vermuten".
MfG
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Franz Glaser (KN)
Franz Glaser (KN) schrieb:
Hallo Franz,
besten Dank für Deine Antwort. Die beiden noch vorhandenen Anschlüsse bestehen aus dem gleichen Schaltdraht, der auch sonst in der Maschine verbaut ist. Also Thermistor scheidet aus. Ansonsten fehlen da maximal 3 bis 4mm, wenn da was eingelötet gewesen wäre, müßte ich doch noch Reste davon sehen.
Gruß reinhard
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Reinhard Tarnick
DAS vermut ich auch, nämlich ein PTC/Kaltleitertschipp.
Außerdem dürfte die Sensorschaltung beim Verdampfen ganz schön mit in die Sauna genommen worden sein :-( Nackich.
MfG
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Franz Glaser (KN)
Franz Glaser (KN) schrieb:
Hallo Franz,
von dem Draht befinden sich ja nicht mal 10 Prozent im Bereich der Wicklung. Dann sind noch zwei kleine Steckkontakte zwischengeschaltet, die ja auch einen gewissen Übergangswiderstand haben. Eine Temperaturmessung ist wohl so nicht möglich. Also, entweder die werten damit die induzierte Spannung aus, oder da war doch noch was zwischen, was restlos verdampft ist.
Gruß Reinhard
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Reinhard Tarnick

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