Erdung von Antenne

Hallo,
ein Verwandter von mir renoviert im Moment sein Hausdach (neue Isolierung) und versetzt im Laufe dessen auch seine Antenne an eine
neue Position. Die Antenne ist auf den Dachsparren montiert, das Haus hat keinen Blitzschutz.
Als er mir seinen Aufbau gezeigt hat habe ich etwas Bauchschmerzen bekommen, allerdings bin ich selber kein Experte auf dem Gebiet und wŁrde mich deshalb Łber eure Meinung dazu freuen.
1. Die Antenne ist Łber ein 16mm^2 Cu-Kabel mit dem Hauptpotentialausgleich im Keller verbunden. Dieses Kabel wurde damals beim Hausbau vom Elektriker(?) verlegt und verlšuft entlang eines Dachbalkens, innerhalb der Dachisolierung aus Papierschnitzeln. Ist das erlaubt? Ich danke da an die Brandgefahr im Falle eines Blitzeinschlags.
2. Da das "alte" Erdungskabel nicht (mehr) lang genug ist wird es an der Potentialausgleichsschiene fŁr die Koaxkabel an das "neue" angeschlossen. Das Kabel verlšuft also Antenne -> Dach -> Potentialausgleichsschine (im Haus) -> Dach -> Hauptpotentialausgleich (Keller). Hier machen mir die mŲglichen Stromkršfte im Falle eines Blitzeinschlags Sorgen, sowie der Verlauf des Kabels ins Haus hinein, anstatt auf dem Dach zu bleiben.
Vielen Dank fŁr eure Hilfe! Lars
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begin quoting, Lars Schmidt schrieb:

Ist auch nicht vorgeschrieben.

Ein Blitzschlag ist ein extrem unwahrscheinliches Ereignis (5-10 Blitze pro km^2 und Jahr, also f√ľr ein 1000-m^2-Grundst√ľck j√§hrliche Einschlagswahrscheinlichkeit unter einem Prozent - *irgendwo* auf dem Grundst√ľck, der Blitz macht, was er will!) und braucht auslegungsm√§√üig nicht ber√ľcksichtigt zu werden. Er soll sich die Bedingungen seiner Geb√§ude-, Hausrat- und Feuerversicherung ansehen, ob die Vorschriften f√ľr Blitzschutz und Ableitungen enth√§lt (d. h.: sich von den Versicherungen schriftlich best√§tigen lassen, da√ü sie im Fall eines Blitzschadens deswegen nicht die Entsch√§digung reduziert), und wenn nicht: Pfeif drauf!
Wirtschaftlich gesehen lohnt es sich auf keinen Fall, es "richtig" zu machen, denn der Erwartungswert des Schadens d√ľrfte regelm√§√üig deutlich niedriger als die Kosten liegen. Eine nicht "brandgef√§hrliche" Ableitung w√§re auch kein Schutz gegen Blitzsch√§den, denn ohne eine systematisch angelegte Fanganlage ist die Wahrscheinlichkeit, da√ü der Blitz die Antenne trifft und sich in der Potentialausgleichsleitung austobt, auch nicht h√∂her, als einen Meter daneben zu treffen und einen v√∂llig unkontrollierten Weg zur√ľckzulegen.
MaW: Das Problem existiert nicht - "es wird schon gutgehen" ist hier ausnahmsweise wirklich angebracht.
Wenn man schon etwas gegen Blitzschäden tun will, wäre es wirtschaftlich wesentlich sinnvoller, Überspannungsschutzmaßnahmen (Grob- und Feinschutz) vorzusehen, also am Zähler Dehnventile zu installieren sowie an den "Elektronik-Steckdosen" und an der Telefonleitung und ggf. an dem Fernsehkabelanschluß Überspannungsableiter, denn es ist mehrere Größenordnungen wahrscheinlicher, daß man sich auf diesem Weg schädliche Überspannungen einfängt, als daß es zu Brandschäden durch Blitzschlag kommt.
Gegenkontrolle: Die √∂rtliche Feuerwehr wird gerne Auskunft √ľber die H√§ufigkeit von Brandsch√§den durch Blitzschlag geben sowie dar√ľber, ob die in einem Zusammenhang mit der Installation gestanden haben. Es wird sich ergeben, der andere Brandursachen um Gr√∂√üenordnungen relevanter sind.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphäre Autor bißchen Ellipse Emission
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Bitte sieh Dir diesen aussagekräftigen Artikel an:
http://www.voltimum.de/files/de/filemanager/voltinorms/voltinorms0725.pdf
Der sollte alle Unklarheiten beseitigen!
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So einen šhnlichen Artikel hatte ich schon einmal gelesen, daher war mir klar, dass der momentane Zustand nicht so ganz ideal ist. Ob man das Erdungskabel durchtrennen und wieder zusammenfrickeln darf konnte ich dem Artikel nicht entnehmen. Des Weiteren ist jetzt die Frage ob die Papierschitzelisolierung ein leicht entzŁndlicher Stoff ist:
Zitat: "Auf Gebšuden mit leicht entzŁndbaren Dachabdeckungen (z.B. Stroh, Reet oder šhnlichen Materialien) dŁrfen keine Antennenanlagen errichtet werden. Ršume die zur Lagerung von leicht entzŁndlichen Stoffen wie Heu, Stroh und dergleichen dienen oder in denen sich explosive Atmosphšre bilden oder ansammeln kann, dŁrfen nicht zur Verlegung von Antennenleitungen oder Erdungsleiter verwendet werden."
Viele GrŁŖe Lars
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http://www.voltimum.de/files/de/filemanager/voltinorms/voltinorms0725 .pdf
Das ist nicht aktuell, denn VDE 0855-300 von 2008-08 erlaubt bei blitzstromtragfähigem Material mehrdrähtige Leitung.
Lutz
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