Erdung von Stahl-Dusch- bzw. Bade-Wannen

Hallo Gemeinde,

Laut DIN VDE 0100-701 ist das Anschließen an den Potentialausgleich nicht mehr vorgeschrieben, jedoch aber auch nicht verboten.

Was passiert eigentlich, wenn ein Blitz im Haus einschlägt,

1) wenn man die Duschwanne (Stahl) und die Kupferleitungen nach altem Stand geerdet hat 2) wenn man die Duschwanne (Stahl) nicht geerdet hat, die Kupferleitungen aber schon (nach heutiger Vorschrift) 3) wenn man die Duschwanne (Acryl) nicht geerdet hat, die Kupferleitungen aber schon (nach heutiger Vorschrift)

Gruss, Chris

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Christoph Rothing
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Hallo Christoph,

Dann wird der Unterschied zwischen Erdung und Potentialausgleich fühlbar.

Siegfried

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Siegfried Schmidt

Siegfried Schmidt schrieb

Also sollte man es vermeiden, bei einem Gewitter zu Baden, zu Duschen oder sich die Hände zu waschen???

Ich habe zwar in einigen Foren "Meinungen" dazu gefunden, allerdings keine handfeste bestätigte "Aussage". Vielleicht muss ich mich doch mal beim Deutschen Museum (Abteilung Blitz) informieren...

Gruss, Chris

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Christoph Rothing

Ich habe selbst schon Funken "handfest" in die Finger bekommen, als ich während einem nahegelegenen Blitzeinschlag Händewaschen war.

Wolltest Du das hören? :)

Die Intensität war vergleichbar mit dem Funkenschlag, den man von statischer Aufladung bei Autos mit Kunststoffbezügen kennt.

HC

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Hans-Christian Grosz

Hans-Christian Grosz schrieb:

Ja, genau. Erst mal mein Beileid zu Deinem Erlebnis. Ich hoffe, dass das meiner Frau nie passiert, sonst hat sie noch mehr Angst vor Gewittern... Wie NAH war der Blitzeinschlag (ungefähr): Also hättest du zwischen Blitz und Donner noch zählen können? Oder war das Gewitter direkt über euch?

Leider wird man davon nicht generell ausgehen können... Je näher der Blitzeinschlag, desto größer der Funkenschlag - vermute ich.

Gruss, Chris

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Christoph Rothing

Christ> Leider wird man davon nicht generell ausgehen können...

Relevant ist die Potentaldifferenz zwischen dir und dem Wasserhahn, Badewanne etc. Deshalb denke ich nicht, dass viel passieren wird, wenn man in der Wanne liegt.

Irgend wo habe ich zu dem Thema eine hübsche Anekdote gehört, dass bei einem Gewitter die Kuh neben einem tot umfallen kann, man selbst nichts abbekommt. Darum bei einem Gewitter immer kleine Schritte machen :)

Bis dann, TIlo

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Tilo Lutz

In der Überraschung durch diesen Event überhaupt sind solche Gedanken doch eher sekundär gewesen. :)

HC

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Hans-Christian Grosz

Tilo Lutz schrieb:

Mal überlegen: Bei einem Blitzeinschlag 'neben dem Haus' wird das Potential der Erde angehoben. Da die Wasserleitungen 'geerdet' sind, hat das ausströmende Wasser das gleiche Potential. Wenn man barfuß auf den Fliesen im Bad steht, hat man nicht ganz das gleiche Potential, da die Leitung über Kupfer vermutlich besser ist, als über die Hauswände und Fußböden. Das würde den 'leichten Funken' erklären, den Hans-Christian beschrieben hat. (>Ich habe selbst schon Funken "handfest" in die Finger bekommen, als

Sollte man mit Gummi-Sohlen im Bad stehen, würde sich die Potentialdifferenz erhöhen und damit den "Schlag" verstärken.

Solange das Wasser in die Badewanne einläuft, dürfte dann auch nichts passieren. Ist der Wasserstrom nicht mehr gegeben (Wasserhahn zu), besteht keine Verbindung mehr zu 'Erde' und eine Potentialdifferenz besteht. Das wäre nicht so toll...

Oder bin ich mit diesen Überlegungen auf dem Holzweg?

Gruss, Chris

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Christoph Rothing

Ob das wahr ist oder nicht, das weiß ich nicht aber in der Zeitung habe ichs gelesen: In Linz (Österreich) ist bei einem Blitzeinschlag eine Frau mitsamt dem Wasser aus der Badewanne rausgeworfen worden. Das ist ca.30 Jahre her. Außer Prellungen nix gewesen.

Frag mich nix Genaueres.

Allerdings: der Strom ist so groß, daß doch enorme Felder auftreten. Auch Luftausdehnung muß auftreten, woher käme der Donner? Die Luft wird chemisch / physikalisch (? habe alles vergessen) verändert, bei Blitzen soll der N entstehen, der die Wiesen düngt.

MfG

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Franz Glaser (KN)

Hallo,

Tilo Lutz schrieb:

Die Badewanne wirkt zusammen mit dem Wasser in ihr als nahezu idealer Faradayscher Käfig. Es durfte anhezu unmöglich sein einen Schlag zu bekommen, solange der Blitz und seine Ausläufer nicht direkt in das Wasser einschlagen.

Wasser ist genau dann gefährlich, wenn es selbst stromdurchflossen ist. Deshalb sollte man diese Argumentation tunlichst nicht auf einen See ausweiten.

Ist zu schaffen. Am besten alte Bauern fragen.

Marcel

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Marcel Müller

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begin quoting, Christoph Rothing schrieb:

Könntest Du Deinem Newsbearbeitungswerkzeug evtl. beibringen, nicht beim Putzmacher in die Lehre gegangen zu sein? Kämme sind mehr was für Friseure, nicht für Setzer.

Ja: Du siehst das alles unter dem Gesichtspunkt einer quasi-statischen Potentialanhebung. Nun sind aber Blitze recht dynamische Vorgänge, die mit hohen Stromstärken und vor allem auch mit sehr hohen Stromänderungsgeschwindigkeiten verbunden sind. Wenn es irgendwo in der Nähe "rummst", dann werden dadurch an länglichen Metallgebilden (nicht nur Kabeln) Wanderwellen ausgelöst, die dann woanders zu dicken Überschlägen führen können.

Es sind eben nicht nur Potentiale an Überspannungsproblemen beteiligt, sondern auch erhebliche Induktionseffekte. Deshalb müssen Blitzschutzkonzepte auch überlegt und mehrstufig nach Art mehrfach ineinandergeschachtelter "Käfige" ausgelegt werden.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

Marcel Müller schrieb

Gibt es dazu Literatur? Dann könnte ich meiner Frau 'schwar auf weiss' erklären, dass sie doch baden kann...

Das bedeutet aber doch auch, dass man sich unter der Dusche NICHT in einer 'Blase', also einem Faradayschen Käfig bifindet.. --> besser nicht duschen bei Gewitter?

Gruss,Chris

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Christoph Rothing

Ralf Kusmierz schrieb

Kommt das durch die 'ENTER' zwischen meinen geschriebenen Sätzen oder durch die falsche Umsetzung des zitierten Textes. Ich versuche gerade mit diesen hinternanderfolgenden Sätzen, die 'ENTER' zu vermeiden, um zu sehen, was OutlookExpress daraus dann macht. Der automatische Zeilenumbruch ist auf 76 (default)...

Gruss, Chris (der ehrlich darauf nicht geachtet hat)

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Christoph Rothing

Das nennt man Schrittspannung.

Die Kuh überbrückt mit ihren Hufen locker zwei Meter Erdboden. Wenn da infolge nahen Blitzeinschlags vor oder hinter Kuh ein ordentlicher Strom durchfließt, sind das schon einige kV.

Gar keine. In die Hocke, und den Boden nur an einem Punkt berühren (Füße dicht zusammen).

Dann kann einem ein naher Blitzeinschlag zwar qua Druckwelle dafür sorgen, daß man nicht mehr viel anhat, aber der abfließende Strom kann einem eben auch nicht mehr viel anhaben :)

vG

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Volker Gringmuth

Helmut Hullen schrieb

Bitte mehr Infos zu NEIN... Hast Du andere Infos zum Baden bei Gewitter? Nur her damit ;-)

Gruss, Chris

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Christoph Rothing

Hallo, Christoph,

Du (imchris03) meintest am 21.06.06:

Lies bitte nach, was das Prinzip des Faradayschen Käfigs ist.

Viele Grüße! Helmut

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Helmut Hullen

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begin quoting, Christoph Rothing schrieb:

So sieht es gut aus.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

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begin quoting, Volker Gringmuth schrieb:

Nein, das war im "Eigentext" in so (sonst hätte ich "Kammquoting" geschrieben).

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

X-No-Archive: Yes

begin quoting, Christoph Rothing schrieb:

Pkt. 44

Bei Gewitter nicht *im Freien* duschen oder baden, ja! ;-)

Die Statistik ist klar: es gibt praktisch überhaupt keine Blitzunfälle in geschlossenen Räumen (wenn man von Fällen absieht, daß der der Blitz via RCD das Licht "ausschaltet" und dann jemand gerade in dem Moment im Dunkel von der Leiter fällt), die Gefahr ist also um ein Vielfaches geringer gegenüber der Unfallgefahr eines Fußgängers im Straßenverkehr.

Gruß aus Bremen Ralf

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Ralf Kusmierz

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