Erdung in Steckdose prĂŒfen

Hallo Newsgroup!
Gibt es eine Möglichkeit zu prĂŒfen, ob die Erdungskontakte in einer normalen Strom-Steckdose tatsĂ€chlich korrekt geerdet sind? Ich möchte
das nĂ€mlich in unserem alten Ferienhaus bei den alten Steckdosen ĂŒberprĂŒfen, wo man sich nicht ganz so sicher sein kann. :-)
Ob die StromfĂŒhrung funktioniert, kann man ja einfach testen. Aber wenn man feststellt, daß die Erdung versagt, ist es i.d.R. zu spĂ€t...
Habt Ihr da vielleicht einen Tipp fĂŒr mich parat? (Bin kein Elektriker... *g*).
Besten Dank im voraus!
GrĂŒĂŸe, MĂ„ns
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Peer MĂ„ns Carlson
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Geerdet werden die Schutzkontakte nur bei bestimmten Schutzmaßnahmen. Ist denn eine dieser Schutzmaßnahmen bei dir installiert?

Wende dich an eine Elektrofachbetrieb. Der hat die notwendige Ahnung und auch die notwendigen MeßgerĂ€te.
Mermgfurt Detlef Neubauer
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schrieb:

Das kann ich nicht beurteilen. Das Haus steht in Schweden, ist ca. 200 Jahre alt und wurde vor ca. 30 Jahre renoviert.
Ich dachte, da gĂ€be es sicher eine einfache Testmethode -- aber vielleicht irre ich mich, zumal ich micht damit nicht groß auskenne...
GrĂŒĂŸe, MĂ„ns
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Peer MĂ„ns Carlson
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Mit dem richtigen MeßgerĂ€t ist so eine ÜberprĂŒfung einfach. Aber als Laie solltest du das von einem Fachmann machen lassen.
Mermgfurt Detlef Neubauer
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"Peer MĂ„ns Carlson" schrieb:

Detlev, das ist irrefĂŒhrend. Die Schutzkontakte werden bei so ziemlich allen gĂ€ngigen Systemen an den Schutzleiter angeschlossen.

Oha, Smörebröd, da kenn ich mich ĂŒberhaupt nicht aus.

Es gibt eine Methode, die Dir schnell und einfach ein wenig Sicherheit bringt.
Folgendes wĂ€re hier in D ĂŒblich:
1. In der Steckdose kommen zwei Adern zur Stromversorgung an. Die eine hĂ€tte 230V, die andere 0V gegen Erde (z.B. Wasserleitung, Heizungsrohr). Die erste ist nur an einem Pol angeschlossen, die ander zuerst am Schutzkontakt, dann zum anderen Pol gebrĂŒckt. War mal zulĂ€ssig, hat Bestandschutz, sollte man renovieren.
2. 3adrig, Aussenleiter mit 230V, Neutralleiter mit ca. 0V und Schutzleiter mit 0V a) Neutral- und Schutzleiter sind in der Hauptverteilung / im Hausanschlusskasten verbunden: Dann musst Du annÀhernd 0 Ohm zwischen den einem Pol (Neutralleiter)und Schutzleiter messen.
b) Schutzleiter vom Neutralleiter komplett getrennt: Dann muss in aller Regel ein sog. FI / RCD / Schutzschalter eingebaut sein (in der Verteilung). Und dann muss man den Widerstand des lokalen, fĂŒr Dein Haus zustĂ€ndigen Erders messen. Das ist nur was fĂŒr den Fachmann.
Ach so, dass Du den Strom bitte vorher abschaltest, bevor Du Dosen öffnest oder an Ihnen mit dem Multimeter herumstocherst, ist doch wohl klar?
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Eigentlich nicht.

An Schutzleiter angeschlossen != geerdet
Mermgfurt Detlef Neubauer
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"Detlef Neubauer" schrieb

Ist
FĂŒr uns Elektrische nicht, klar, aber beim Laien gilt sinngemĂ€ss: Erde=Schutzleiter. HĂ€ttest also ein wenig mehr dazu schreiben können, dann hĂ€tte der OP mehr davon gehabt. Sonst erzĂ€hlt der demnĂ€chst auf der Grillparty, dass im fĂŒhrende deutsche Elektrotechniker gesagt haben, der Schutzkonatkt darf nur in SonderfĂ€llen "geerdet" werden (wobei das jetzt mal mit "an den PE/PEN angeschlossen" ĂŒbersetzt werden soll.)

Mir klar.
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Warum? Nur, weil Detlev in der Lage ist, zwischen Erdung und Schutzleiter zu unterscheiden, und sich damit erfrischend von dem in dieser NG sonst hÀufig anzutreffenden Laienjargon (Masse=Erde=Schutzleiter=Minus=...) abzuheben?

Ja. Bestreitet niemand!

Nannte sich klassische Nullung. Heißt jetzt TN-C-System mit Schutz durch Überstromschutzeinrichtung. (Man spricht hier nicht von Erdung, sondern eben von Nullung, weil der "GrĂŒn-Gelbe" nicht an einen Erder angeschlossen wird, sondern an den Sternpunkt des Transformators)

Nannte man auch Nullung. Einziger Unterschied zu 1. ist, dass die Betriebs- ströme ein StĂŒck des "Weges" getrennt fließen (im separaten Neutralleiter), bis sie mit dem "GrĂŒn-Gelben" zum Nulleiter (heute PEN-Leiter) vereinigt ihren Weg zum Trafosternpunkt finden.

Nur in dieser Variante gibt es "Erde"! Nannte sich Schutzerdung (ohne FI), FI-Schutzschaltung (mit FI). Hier ist, genau wie Du sagst, der Schutzleiter "komplett" getrennt und direkt an einen Erder angeschlossen, der unabhĂ€ngig vom Sternpunkt errichtet wird. In keinem Teil dieses Netzes gibt es Nulleiter (PEN), so dass Betriebströme immer sauber getrennt im Neutralleiter fließen und Fehlerströme ausschließlich im Schutzleiter.
Noch eine Anmerkung: Ich habe mal gehört, dass in skandinavischen LĂ€ndern auch die IT-Systeme in Haushalten gebrĂ€uchlich sein sollen. (Nannte man frĂŒher Schutzleitungssysteme). Hier gibt es auch "Erde", an welche wie im TT-System alle Schutzleiter anzuschließen sind. Aber der Trafo ist nicht geerdet.
Nils
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"Nils Hagge" schrieb:

Ist
(Masse=Erde=Schutzleiter=Minus=...) abzuheben?
_Jaaaa_doch_ , aber man berĂŒcksichtige bitte bei Laien den Laien-Jargon.

hÀtte
erste
dann
man
Welcher aber - man beachte das "T" - an den Betriebserder angeschlossen ist.

Schutzleiter
Betriebs-
Neutralleiter),
sein
genau genommen zwei "Erden": Den Betriebserder am Trafosternpunkt und den Anlagenerder an der Anlage(=am Haus).

Der Trafo selbst denk ich mal schon, aber kein aktiver Leiter auf der SekundĂ€rseite des Trafos. Und Erder (Anlagen~) gibts da evtl. sogar mehrere. GerĂ€te im IT System dĂŒrfen einzeln, in Gruppen oder auch alle zusammen mit dem Anlagenerder verbunden sein. Wobei das gemeinsame Verbinden das Abschalten durch Überstromschutzorgane bei Auftreten des 2. Fehlers deutlich vereinfacht. Knall und aus.
Was ich damit sagen möchte: In jedem System, was in D zulÀssig ist (wobei ich den "Schutz durch nicht leitende RÀume" jetzt mal ganz bewusst ausser acht lasse, ebenso "Schutztrennung"), ist der Schutzkontakt mit dem Schutzleiter zu verbinden, welcher immer irgendwo mit einem Erder verbunden ist. Es ist IMHO verzeihlich, dann von "Erdung" des Schutzkontaktes zu sprechen.
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Aber nur in Norwegen soweit ich weiß. In Schweden jedenfalls sicher nicht. Bis Anfang der 90er war dort die ungeerdete Steckdose Standard, Schukosteckdosen warem im Haushaltsbereich sogar _illegal_! Bei NachrĂŒstungen und Neuanlagen AFAIK TN-C-S oder TT, je nach Gegend. TN-C im Haushalt ("klassische Nullung) gab es soweit ich weiß _nie_ woanders als in der BRD und DDR. Achja, und in Mexiko und Ă€hnlich suspekten LĂ€ndern (elektrisch betrachtet, will hier nicht auslĂ€nderfeindlich auftreten).
lg Ragnar
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Ragnar wrote:

War doch auch in CH Jahrzehntelang Usus. Insbesondere in der besonders hĂ€sslichen Form mit der BrĂŒcke in jeder Dose (damals Null noch gelb). Auch heute trifft man noch manchmal auf recht moderne Kupplungen, in denen diese BrĂŒcke (manch- mal zugegebenermassen nicht gut erkennbar) eingebaut ist und offenbar auch nicht vom Profi entfernt wurde, trotz 5 Pol Leitung. "Geht gut", bis irgendwann mal ein FI-Schalter ins Spiel kommt.
--
mfg Rolf Bombach


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Oh, sorry, wußte ich nicht. In Österreich gab es das nicht, zumindest nicht im Einzugsbereich jener E-Werke, die nur TT bereitstellten (z.B. Wienstrom). Ob es das in anderen BundeslĂ€ndern gab habe ich bis heute keine klare Aussage erhalten. ich glaube eher nicht. Ein sehr versierter befreundeter Elektrotechniker bezweifelte das ebenfalls sehr.
OT: Aus der vollstĂ€ndigen Datenbank der _alten_ unharmonisierten Aderfarben wird wohl nie was... jedes Land scheint da völlig sein eigenes SĂŒppchen gekocht zu haben, und viele LĂ€nder waren sich nichtmal intern einig. In einem alten französischen GerĂ€t habe ich letztens einen weißen PE gefunden... Schukostecker, 2 schwarze Adern als L/N und ein weißer PE.
lg Ragnar
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Es _gibt_ so seltsame Fernost-PrĂŒfschraubenzieher, die angeben, auch den Schutzleiter ĂŒberprĂŒfen zu können. Allerdings glaube ich, daß die altbewĂ€hrte Kristallkugel Ă€hnlich zuverlĂ€ssig ist ;-) Zu Schweden habe ich eine dĂŒstere Erinnerung, daß bis in die 90erjahre Im Privatbereich ĂŒberhaupt keine geerdeten Steckdosen zulĂ€ssig (!) waren, deshalb wĂ€re ich bei einer 30 jahre alten Installation sehr skeptisch und wĂŒrde auch eher einen Elektriker holen. Kann ich aber noch einen schwedischen Elektrotchniker dazu befragen wenn du willst. Oder ich gebe ihm einen Link zu diesem thread, so daß ihr euch direkt unterhalten könnt.
lg Ragnar
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Hallo,
nehmen wir einmal an, du hĂ€ttest eine glĂŒhlampe.
dann gibt es drei möglichkeiten, diese an eine steckdose anzuschließen: 1. pol links und recht 2. pol links und "masse" 3. pol rechts und "masse"
So.
Nun, nehmen wir an, die steckdose ist NICHT an einem FI: man merkt keinen unterschied zwischen N und PE. Also, in zwei der 3 möglichkeiten brennt die lampe.
Nehmen wir an, die steckdose sei ĂŒber einen FI abgesichert: bei der Kombination : L und PE brennt die lampe kurz auf (wird man möglicherweise nicht sehen), aber der FI fliegt raus !
----------- möglichkeiten: L und N : Normalfall lampe brennt L und PE: kommt drauf an ob Fi oder nicht PE und N : lampe kann nicht brennen.
... ich denke, wir sind hier in der group elektrotechnik ... da möchte man solche effekte doch diskutieren. ... was soll die antwort: geh zum elektriker ? ... (natĂŒrlich kann man sich auf der welt alles erkaufen)
gruß frank
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Du rĂ€tst also dem $OP, der bekennender Elektrotechniklaie ist, dazu mit einer GlĂŒhlampe seine Steckdosen auf Einhaltung der Schutzmaßnahme gegen zu hohe BerĂŒhrungsspannung zu prĂŒfen.
Respekt!
Mermgfurt Detlef Neubauer
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Detlef Neubauer schrieb:

Ist ihm eigentlich klar, was mit seiner Herzallerliebsten passiert, die grade die Waschmaschine ausrĂ€umt, wĂ€hrend er die Verbindung zwischen L und PE, der ĂŒbrigens nur bis zum Potentialausgleich aber dafĂŒr an allen Verbrauchern angeschlossen ist, mit seinem 150W-Strahler herstellt? Sehr bedenklich...
Gruss Udo
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Moin,
Udo Piechottka schrieb...

Bei sachgemäßer Installation passiert eben nichts. Wenn die Installation aber großer Murks ist, kann auch schon ein ansonsten 'normales Einstöpseln' Gefahr für die Liebste bedeuten.
- Heinz
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Frank Diegmüller schrieb:

Hallo,
so ein simpler Test mit einer Lampe kann nur einfache Unterbrechungen finden aber keine schlechten weil etwas zu hochohmigen Erdverbindungen.
Weil wir hier in der Gruppe Elektrotechnik sind schlagen wir einem Laien keine untauglichen Prüfmöglichkeiten vor die den Laien dann in trügerischer Sicherheit wiegen.
Bye
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Frank DiegmĂŒller schrieb:

Hallo,
so ein simpler Test mit einer Lampe kann nur einfache Unterbrechungen finden aber keine schlechten weil etwas zu hochohmigen Erdverbindungen.
Weil wir hier in der Gruppe Elektrotechnik sind schlagen wir einem Laien keine untauglichen PrĂŒfmöglichkeiten vor die den Laien dann in trĂŒgerischer Sicherheit wiegen.
Bye
.. richtig. FAZIT ?
geht immer zum elektriker und bezahlt ihn ? so ein quatsch. hier gibts wohl einige elektriker, die versuchen, ihren berufsstand zu rechtfertigen ...
kritische grĂŒĂŸe frank
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"Frank DiegmĂŒller" schrieb:

Fazit wĂ€re in diesem Falle, dass _Du dich mit obskuren Methoden in dieser NG etwas zurĂŒckhĂ€ltst, da sie weder von einem Ingenieur, einem Elektriker, einem Meister oder einem Laien praktiziert werden sollten.
Ich bezweifle, dass Du dir der Gefahr bewusst bist, in die Du den Fragenden und seine Mitmenschen bringen kannst.
Ein Elektriker hingegen sollte durchaus einen Überblick darĂŒber haben, was von seinen Massnahmen fĂŒr Gefahren ausgehen. Im schlimmsten Fall wĂŒrde er mit fahrlĂ€ssiger Tötung und/odereiner beruflichen Sperre rechnen mĂŒssen, wogegen Du nur schulterzuckend die NG wechselst.
- Udo
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