Elektroautos als Energiepuffer - Infrastruktur

Hallo alle miteinander,
wenn die (attraktive) Idee umgesetzt werden soll(te), dass die vielen Elektroautos als Energiepuffer wirken, wenn sie lieb und brav auf ihrem
Parkplatz stehen: wie sieht die zugehörige Infrastruktur aus?
Da müsste ja ("im Prinzip") bei jedem Parkplatz eine Verbindung ins Niederspannungsnetz (oder zum nächsten Trafo) existieren.
In Parkhäusern mag das noch gehen. In der eigenen Garage auch.
Schon auf Freiluft-Parkplätzen sind das satte Zusatzkosten. Und wie ist das bei den "Laternengaragen"? Allein vor unserem Haus parken meistens so etwa 4 Autos - die müssten eine "Zapfsäule" haben, mit Individualisierung, mit Vandalenschutz (die Strasse gehört zu den Bereichen, die durch Fussballfans und Disko-Spätheimkehrer gefährdet sind).
Läuft das darauf hinaus, dass das Konzept der Pufferung eigene Garage oder (festen) Stellplatz im Parkhaus erfordert?
Viele Gruesse! Helmut
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Am 21 Jan 2010 07:56:00 +0100 schrieb Helmut Hullen:

Ich finde schon die Idee die schweren und teuren Akkus herumzufahren als falsch an.
Das wird sich nicht in der Breite durchsetzen, allenfalls bei Fahrzeugen für kurze Distanzen.
Lutz
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Lutz Schulze schrieb:

Sehe ich ganz ähnlich. Deshalb muss die lange Distanz direkt im Netz - sprich idealerweise auf der Schiene - bewältigt werden. Man kann die Schienen mit der geeigneten Technik wie Autobahnen oder Fernstraßen auffassen mit vielen Ein- und Ausfahrten. Vgl. http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm
--
Servus
Christoph Müller
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Ich denke das Gewicht spielt bei Elektroautos und Hybride nicht mehr so die entscheidene Rolle, weil die fr die Beschleunigung notwendige Energie zu einem grossen Teil beim Bremsvorgang wieder in den Akku zurckgeladen wird.

Ich denke insbesondere fr lngere Strecken werden sich PlugIn Hybride durchsetzen. Ich warte schon auf ein solches, bezahlbares Fahrzeug um einen grossen Teil meines Diesels im Tank durch den Strom meiner Photovoltaikanlage ersetzen zu knnen.
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Am Thu, 21 Jan 2010 10:00:48 -0800 (PST) schrieb Martin Kobil:

Das Gewicht und der Preis des Akkus hat ja für so ein Fahrzeug auch noch andere unangenehme Konsequenzen.

Auch hier wieder ein teurer und schwerer Akku - IMHO ein Irrweg.
Lutz
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Lutz Schulze schrieb:

Mit Individualverkehr auf der Schiene reicht ein kleiner und dafür nur kurzstreckentauglicher Akku vollkommen aus, um das E-Auto massentauglich zu machen. Vgl. http://www.astrail.de/railtaxibilder.htm
--
Servus
Christoph Müller
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Am Sat, 23 Jan 2010 13:03:07 +0100 schrieb Christoph Müller:

Bin ich in einer Schleife gefangen? Das schriebst du doch bereits drei Zeilen weiter oben im Thread.
Lutz
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Moin,
Martin Kobil wrote:

Das Gewicht spielt beim Rollwiderstand die entscheidende Rolle und der macht im Stadtverkehr mehr aus, als der Luftwiderstand. Außerdem erfordert ein schwerer Akku auch bessere Bremsen, eine stabilere Gesamtkonstruktion die dann wieder schwerer wird....

Mein Lieblingskonzept für den Übergang (also bis rein Elektroantrieb gut funktioniert) steht schon fest, gibt es aber natürlich nicht:-). Jedenfall würde ich einen Minimal-Akku vorsehen, optimal, wenn es Akkus gäbe, die ohne zu mucken eine Be- oder Entladung in 5 Minuten vertragen (besser eine Minute). Und das auch noch bei mehreren Ladezyklen pro Tag und dennoch erträglicher Lebensdauer. Dann reicht auch eine Kapazität von 5kWh oder so locker aus (bei Entladen in einer Minute reicht dann 1kWh, das sind nur noch 3 größere Bleiakkus).
IMO reicht es ja für den Übergang, also die nächsten 30 Jahre, aus, wenn man den durchschnittlichen Spritverbrauch der Autos auf 3l/100km reduziert, muss ja nicht gleich Null sein.
CU Rollo
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wrote:

Er wächst aber nur linear mit dem Gewicht. Das bisschen Mehrverbrauch durch einen höheren Rollwiderstand wird durch die höhere Effizienz des Elektroantriebs überkompensiert. Z.B. braucht ein BMW E-Mini rund 12 kWh/100km. Das entspricht dem Energieinhalt von etwa 1,2 l Diesel.

Das Gesamtfahrzeug muss nicht wesentlich schwerer sein. Es hängt auch im wesentlichen von der Reichweite ab,

Das hilft aber nichts bei der Speicherung von regenerativer Energie.
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begin quoting, Emil Naepflein schrieb:

Das bißchen Mehrverbrauch? Eine nicht so absurde Abschätzung ist, daß sich das Leergewicht eines Fahrzeugs z. B. von 800 kg um 400 kg auf 1200 kg erhöht, entsprechend nimmt der Rollwiderstand ebenfalls um 50 % zu und damit der Verbrauch im Stadtverkehr. Zugleich benötigt man auch noch 50 % mehr Motorleistung, um die gleiche Beschleunigung zu erreichen. (Die 100 kg Insasse, die dieses Massenmonster transportiert, fallen dabei kaum ins Gewicht.)

Bei passender Reichweite ist die leichtere Lösung dann die Straßenbahnfahrkarte.
Gruß aus Bremen Ralf
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Emil Naepflein schrieb:

Da wird aber elektrische Energie mit thermischer Energie verglichen. Es ist noch niemandem gelungen, 12 kWh elektrische Energie aus 1.2 Litern Diesel zu erhalten. Solange fossil-thermische Kraftwerke rumstehen, ist die Zahl mit Vorsicht zu geniessen.
--
mfg Rolf Bombach

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On Sun, 24 Jan 2010 18:49:47 +0100, Rolf Bombach

Die Zahl war nur zum Vergleich da um zu zeigen wie wenig Energie tatsächlich zum Antrieb gebraucht wird. Der Mini als Diesel verbraucht knapp 4 l/100 km oder knapp 104gCO2/km.
Jetzt nimmt man die durchschnittlichen CO2-Emission von knapp 600 gCO2/kWh der Stromproduktion in D und kommt auf etwa 60 gCO2/km für den E-Mini.
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Mon, 25 Jan 2010 07:32:23 +0100, Emil Naepflein:

... wenn man den Energieaufwand der Produktion der (im Zweifel eher kurzlebigen) Akkus vernachlässigt.
Andreas
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On Mon, 25 Jan 2010 08:51:55 +0100, Andreas Oehler

Wo wollen wir denn die Grenze für die Energiebilanz ziehen?
Wir können sie beim Öl auch an der Stelle ziehen was es an Energieaufwand kostet die Ölquellen zu finden, das Öl zu fördern, zu transportieren, den Diesel daraus zu gewinnen, die Infrastruktur für die Verteilung bereitzustellen, all die Leute die dabei involviert sind zu ernähren, und nicht zu letzt die Ölquellen zu "verteidigen".
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Roland Damm schrieb:

Hallo,
nur das 5 kWh in 5 Minuten geladen eine Ladeleistung von 60 kWh netto erfordern, bei einer Minute sogar 300 kWh. Hier neben dem Gebäude steht ein Trafo der etwas über 300 kVA kann, der wiegt 1,23 t und hängt an der 20 kV Ringleitung damit die Leitungen für 230/400 V bei dieser Leistung möglichst kurz sind. Ein Ladegerät das diese Ladeleistungen beherrscht soll dann im Auto eingebaut sein, aber nur einige 10 kg wiegen statt einige 100 kg. Neben jedem Ladeanschluß muß dann in geringem Abstand so ein handlicher Trafo stehen.
Bye
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begin quoting, Uwe Hercksen schrieb:

Und das von Dir...
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Hi, schade ist, daß dieses französische Preßluftauto nicht kommt. Das kann in Sekunden "geladen" werden, der Motor schnurrt wie eine Nähmaschine, man kann den Rahmen hohl bauen und darin ordentlich Preßluft tanken. Ist auch schön leicht, und für die Innenstadt allemal tauglich. Hätte ich die Millionen übrig, ich täte das schon aus Spieltrieb mal ausprobieren...
--
mfg,
gUnther
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gUnther nanonüm schrieb:

Ich würd's trotzdem nach dem Motto "nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie" vorher mal durchrechnen. Druckluft ist dummerweise ein ziemlich ineffizienter Energiespeicher (wie eigentlich alle Sekundärenergiespeicher). Beim Komprimieren erwärmt sie sich erheblich. Um das Material zu schonen, kühlt man runter. Die Energie ist i.d.R. verloren. Es sein denn, man baut eine zusätzliche Infrastruktur auf, die mit der Wärme noch was anfangen kann. Wäre per Astrail-Konzept durchaus denkbar. Entnimmt man nun dem Druckluftspeicher Energie, dann kühlt er ab. Nicht nur bis zur Frostgrenze, sondern kann auch deutlich drunter sein. Wenn's dumm läuft, bis zur Materialversprödung. Ein Fahrzeugrahmen aus sprödem Material ist nicht ganz das Wahre. Oder man heizt nach. Kostet halt Brennstoff oder zumindest Wirkungsgrad. Ob man aus der Umwelt mit entsprechend großen Wärmetauschern genug nachziehen kann, wäre zu prüfen. Die brauchen dann aber bestimmt kräftige Lüfter, damit genügend Luftmasse durch den Wärmetauscher bewegt werden kann.
--
Servus
Christoph Müller
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gUnther nanonüm schrieb:

Der Wirkungsgrad ist schlecht; im Gasdruck allein kann man keine Energie speichern, ideales Gas mal vorausgesetzt. Der Speicher müsste sehr gut thermisch isoliert werden, um die Kompressionswärme mitzuführen. Dann ist allerdings der Speicherinhalt wieder kleiner...
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mfg Rolf Bombach

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gUnther nanonüm schrieb:

Hallo,
wer mal dabei stand als eine 10 l 200 bar Pressluftflasche durch Überströmen schnell gefüllt wurde, der kommt nicht auf so einen Unsinn wie "das kann in Sekunden geladen werden". Mit der Hand auf der Flasche fühlt man dann auch ganz deutlich die Kompressionswärme. Wer mal näher mitbekommen hat was eine platzende Pressluftflasche anrichten kann, der glaubt auch nicht an einen schön leichten hohlen Rahmen in dem man ordentlich Pressluft tanken kann. Dieser Murks kommt wegen des erbärmlichen Speicherwirkungsgrades nicht.
Bye
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