"Helmut Hullen" schrieb im Newsbeitrag news:BHHM+ snipped-for-privacy@helmut.hullen.de...
Hallo Helmut,
meine Meinung zu dem Thema ist, dass das völliger Unfug ist so oft aus der Batterie Strom zu entnehmen und wieder zu laden. Batterien haben eine sehr endliche Anzahl von Ladezyklen(500?). Danach ist die Kapazität so schlecht, dass man die Akkus tauschen muss. Bei einem reinen Elektroauto ist der Ersatz des großen Akkus doch so teuer, dass man schon fast von Totalschaden reden muss. Ersatzteilpreise sind um Faktoren höher als die Preise beim Autohersteller. Die Werkstatt will ja auch was verdienen.
Gruß Helmut
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R
Roland Damm
Das Gewicht spielt beim Rollwiderstand die entscheidende Rolle und der macht im Stadtverkehr mehr aus, als der Luftwiderstand. Außerdem erfordert ein schwerer Akku auch bessere Bremsen, eine stabilere Gesamtkonstruktion die dann wieder schwerer wird....
Mein Lieblingskonzept für den Übergang (also bis rein Elektroantrieb gut funktioniert) steht schon fest, gibt es aber natürlich nicht:-). Jedenfall würde ich einen Minimal-Akku vorsehen, optimal, wenn es Akkus gäbe, die ohne zu mucken eine Be- oder Entladung in 5 Minuten vertragen (besser eine Minute). Und das auch noch bei mehreren Ladezyklen pro Tag und dennoch erträglicher Lebensdauer. Dann reicht auch eine Kapazität von 5kWh oder so locker aus (bei Entladen in einer Minute reicht dann 1kWh, das sind nur noch
3 größere Bleiakkus).
IMO reicht es ja für den Übergang, also die nächsten 30 Jahre, aus, wenn man den durchschnittlichen Spritverbrauch der Autos auf 3l/100km reduziert, muss ja nicht gleich Null sein.
CU Rollo
L
Lutz Schulze
Am Thu, 21 Jan 2010 22:03:23 +0100 schrieb Ralf . K u s m i e r z:
Andere grosse Unternehmen haben auch schon Milliarden für UMTS-Lizenzen ausgegeben. Nicht jede Handlung ist rational zu begründen.
Lutz
E
Emil Naepflein
Das Gewicht wird teilweise dadurch kompensiert, dass andere Teile die in einem Verbrennerfahrzeug vorhanden sind, wegfallen können oder leichter sind:
- Elektromotor ist wesentlich leichter
- Nebenaggregate wie Lichtmaschine, Anlasser fallen weg
- Getriebe fällt weg
- Antriebsstrang ist kürzer oder fällt weg
- Tank, incl. Inhalt, Auspuff fällt weg
Heute sind Elektrofahrzeuge häufig nur umgebaute Verbrennerfahrzeuge, deshalb wird nicht soviel Gewicht eingespart wie man könnte.
Was die Kosten angeht, so sind wir heute bei etwa 300 ¤/kWh, vor ein paar Jahren waren es noch über 1.000 ¤/kWh. Ich denke es wird nicht allzu lange dauern bis man bei 100 ¤/kWh ist. Und wenn die Elektrofahrzeuge als Speicher am Netz benutzt werden können, dann werden sie für diese Dienstleistung auch noch zusätzlich bezahlt. Dies finanziert auch einen Teil der Kosten.
Die meisten Fahrstrecken sind aber kurze Distanzen bis 50 km. Wenn ein Elektrofahrzeug 200 km Reichweite hat und jeden Tag mindestens 1 Mal aufgeladen werden kann, dann hat so ein Fahrzeug einen großen Markt. Zumindest viele der Zweitwagen können problemlos ersetzt werden.
E
Emil Naepflein
Er wächst aber nur linear mit dem Gewicht. Das bisschen Mehrverbrauch durch einen höheren Rollwiderstand wird durch die höhere Effizienz des Elektroantriebs überkompensiert. Z.B. braucht ein BMW E-Mini rund 12 kWh/100km. Das entspricht dem Energieinhalt von etwa 1,2 l Diesel.
Das Gesamtfahrzeug muss nicht wesentlich schwerer sein. Es hängt auch im wesentlichen von der Reichweite ab,
Das hilft aber nichts bei der Speicherung von regenerativer Energie.
E
Emil Naepflein
Es reicht eine normale Steckdose.
Der Energiezähler kann sich auch im Fahrzeug befinden.
An der Laterne ist das auch kein Problem. Stecker in die spezielle Dose und das wars. Man braucht normalerweise keine spezielle Ladestation. Jedes Elektrofahrzeug wird auch ein eigenes Ladegerät enthalten.
Das glaube ich nicht. Das kann man auch über eine entsprechende Steuerung lösen.
Ist kein Problem. Das wird heute schon millionenfach von PV-Netzwechselrichtern gemacht. Es ist die gleiche Elektronik. Ich habe hier einen Lade-/Wechselrichter der macht beides mit der gleichen Elektronik.
Es geht überall wenn die Funktionalität im Fahrzeug eingebaut ist. Dann braucht man nur noch eine Steckdose.
Dazu hast Du in Deinem Auto ein Chip-Karte stecken über die das alles abgerechnet wird.
Die Zahl der vollen Lade-/Entladezyklen übersteigt die Fahrzeuglebensdauer mittlerweile. Mit LiFePO4 Akkus erreicht man mehr als 4.000 Vollzyklen. Wenn die Kapazität des Akkus für 100 km Strecke reicht, dann wären das immerhin 400.000 km Fahrstrecke. Man kann also gut die Hälfte der Zyklen für Geld abgeben, wenn es sich finanziell lohnt.
Man wird hier nicht 100 % der Kapazität zu einer beliebigen Zeit zur Verfügung stellen, sondern nach seinem eigenen Nutzungsprofil weit weniger.
Aber die Einspeisefunktion ist in den nächsten Jahrzehnten erstmal bei weitem noch nicht das Wichtigste. Viel entscheidener ist dass dann geladen wird wenn viel regenerativer Strom eingespeist wird.
E
Emil Naepflein
Heute kosten LiFePO4 Akkus mit 4.000+ Zyklen rund 300 ¤/kWh. Die kosten pro gespeicherter kWh sind also 300/4.000 = 7,5 ct/kWh. Es ist davon auszugehen, dass diese Kosten noch deutlich sinken.
E
Emil Naepflein
Die meisten der Dinger gibt es nicht mehr weil sie früher Asbest enthielten und deshalb entsorgt werden mussten. Zudem sind sie mittlerweile verboten und der heizstrom ist wesentlich teuerer geworden. Heute wird von den Stromunternehmen für Wärmepumpen geworben. Die laufen dann auch zu Schwachlastzeiten.
Das müssen sie auch nicht. Das macht eine intelligente Ladeelektronik.
Das ist der Punkt. Es muss so bequem gestaltet werden wie es geht und es muss sich finanziell lohnen. Und wenn der Benutzer z.B. eine gewisse Menge an kWh kostenlos bekommt nur weil er sein Fahrzeug anschließt, dann wird er es machen wenn es irgendwie geht. Das ist die natürlich vorhandene Gier.
E
Emil Naepflein
Vergleiche doch bitte nicht irgendwelche Starterakkus mit modernen Lithium Akkus wie z.B. LiFePO4.
E
Emil Naepflein
Moderne LiFePO4 Akkus kommen schon auch 4.000 Ladezyklen.
Bei 4.000 volle Ladezyklen und einer Reichweite von 100 km mit dem Akku ergibt sich eine Lebensdauer von 400.000 km. Beil Teilzyklen erhöht sich die Zahl der zyklen entsprechend. Die Akkus sind bei entsprechend installierter Kapazität heute schon so weit dass sie die Lebensdauer von Fahrzeugen überleben.
H
Horst-D.Winzler
Helmut Hullen schrieb:
Vermutlich funktioniert solch ein Entwurf nur mit Elektroautos (60V Batterien) die ohnehin an der Steckdose h=E4ngen. Wenn man sich die voll geparkten Innenst=E4dte ansieht, k=F6nnte ohnehin der Gedanke nach Parkh=E4usern kommen. Denn so kanns eigentlich nicht weiter gehen. Zumal nichtmal mehr Rettungswagen und Feuerwehr problemlos zu Br=E4nden in Innenst=E4dten gelangen. Ich denke, das auch die Lebensqualit=E4t in den Innenst=E4dten ohne alles zu parkenden Autos, steigen w=FCrde.
Und diese Lawine bewegt sich in der Regel morgens und am Feierabend. Das l=E4=DFt den Gedanken aufkommen, Bebauungspl=E4ne grunds=E4tzlich dahingehend zu =E4ndern, das es reine Wohngebiete nicht mehr geben darf. Heutige Unternehmen erzeugen so gut wie keinen nennenswerten Herstellungsl=E4rm wie noch zu Zeiten von Schwerindustrien. Durch eine dann w=FCnschenswerte Durchmischung k=F6nnten die Wege zur Arbeitsstelle zuk=FCnftig zu Fu=DF erledigt werden. Was in gesundheitlich= er Sicht nicht zu untersch=E4tzen w=E4re. Auch k=F6nnten sich Einzelhandelsgesch=E4fte wieder rentieren. Die Einsparung von Prim=E4renergie d=FCrfte durchaus nennenswert sein.
--=20 mfg hdw
H
Horst-D.Winzler
Emil Naepflein schrieb:
Es fahren ja auch so viele Elektroautos mit Lithium Akkus herum. Nur die derzeitig, erschwinglichen Batterien sind nunmal Starterbatterien.
--=20 mfg hdw
L
Lutz Schulze
Am Fri, 22 Jan 2010 06:11:38 +0100 schrieb Emil Naepflein:
Das kommt auch darauf an wie unkompliziert man auf ein für längere Strecken geeignetes Fahrzeug umsteigen kann. Um den durchschnittlichen Nutzer für so ein Fahrzeug mit eingeschränkten Eigenschaften zu begeistern muss es einen handfesten finanziellen Vorteil geben. Den sehe ich mit E-Antrieb noch lange nicht.
Dennoch muss es einen Anreiz dafür geben, sonst bleibt das Verhalten wie es ist.
Lutz
H
Helmut Hullen
Hallo, Emil,
Du meintest am 22.01.10:
Wie mache ich das bei den ca. 50 "Laternengaragen" in unserer Strasse? Freiluftverdrahtung aus dem Küchenfenster?
Hier: zwischen 2 Laternen stehen je 5 bis 6 Autos, und die Laternen stehen nur auf einer der beiden Strassenseiten. Und schon bei den Autos, die direkt an der Laterne parken: wenn das Versorgungskabel über Nacht Laterne und Auto verbindet, dann ist es am nächsten Morgen geklaut.
Und danach frage ich, für die vielen Autos, die die Laternengaragen benutzen. Grob geschätzt dürfte das die Mehrheit der Autos sein .
Wo ist meine Ladestation? Noch mal: wie ist das mit den Laternengaragen?
Viele Gruesse! Helmut
H
Helmut Hullen
Hallo, Ralf,
Du meintest am 21.01.10:
Gut. Und wie sieht die aus? Wo zapfen die vielen Leute den Strom, die Laternengaragen benutzen?
Das Zeugs muss alle 10 Meter (auf jeder Strassenseite) erreichbar sein, und es muss vandalensicher sein.
Und es muss die Rempeleien der unsachgemäss eingeparkten Autos verkraften.
Viele Gruesse! Helmut
M
Martin Kobil
In China fahren viele Millionen Elektroroller damit herum.
LiFePO4-Zellen sind durchaus erschwinglich, z.B. LiFePO4-Zelle 3,2V /
100Ah ThunderSky kosten beim Einzelh=E4ndler als Einzelst=FCcke 181 EUR, das sind pro kWh 566 EUR
formatting link
L
Lutz Schulze
Am Thu, 21 Jan 2010 23:48:56 -0800 (PST) schrieb Martin Kobil:
Selbst beim halben Preis sind das bei 1000 Ladezyklen (kann man die Kapazität da eigentlich voll nutzen?) über 28 Cent pro kWh nur für den Akku.
Lutz
U
Uwe Hercksen
Martin Kobil schrieb:
Hallo,
320 Wh, für ein Elektroauto bräuchte man wohl mindestens 100 Stück davon, für grössere Reichweite auch 150 bis 200. Auch wenn man da dann etwa 100 Euro pro Stück zahlt werden es dann 10 bis 20 kEuro.
Bye
U
Uwe Hercksen
Emil Naepflein schrieb:
Hallo,
per Gier wird man für 50 kWh pro Monat frei sogar manche dazu kriegen im Endeffekt draufzuzahlen weil sie sich vom Rabatt haben blenden lassen.
Bye
U
Uwe Hercksen
Emil Naepflein schrieb:
Hallo,
die Verschleißteile Verbrennungsmotor und Auspuffanlage gibt es ja im Elektroauto nicht mehr und die Karosserien rosten heute nicht mehr schnell durch. Was soll da noch eine geringere Lebensdauer als der Akku haben? Die Bremsen müssen ja in einem vernünftigen Elektroauto auch länger halten weil sie nur noch bei Notbremsungen wirklich was zu tun haben, eine Kupplung gibt es ja auch nicht mehr. Der Käufer sollte aber bedenken das er für eine benötigte Reichweite von z.B. 50 km sich ein Auto mit mindestens 100 km Reichweite kaufen sollte damit er die Akkus auch wirklich trotz Kapazitätsverlust bis zum Ende ihrer Lebensdauer nutzen kann.
Bye
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