"Ampelanlagen reagieren teils empfindlich auf Spannungsschwankungen im Stromnetz."
Warum? Also, warum sollten die besonders empfindlich darauf reagieren? Ist das irgend ein Sicherheits-Feature (Verkehrs-technisch) oder schlicht nur die Einsparung einer Akku-pufferung o.ä.?
Oder ist gar der Verzicht auf den Akku ein Sicherheits-feature? Denn dann fällt sie bei Energieausfall sofort aus und kann nicht noch unkoordiniert (mit anderen/Zentrale) weiter arbeiten. Ist gelbe Blinken in alle Richtungen nicht mehr üblich?
Bei uns (Insel) gibt es keine Ampeln, daher frage ich.
Bye/ /Kay
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Hallo,mir ist schon zum Zweiten mal folgendes passiert:Bei Bastelarbeiten im...
H
Hergen Lehmann
Am 07.09.26 um 13:44 schrieb Kay Martinen:
Es sind (schon seit Jahrzehnten) letztlich Computer, und Computer mögen keine Schwankungen der Spannungsversorgung.
Mit einem Hardware-Watchdog kann man das Gröbste abfangen, aber wenn die Versorgung ständig flackert, kann irgendwann auch mal eine Situation eintreten, wo sich die Software so verheddert, das der Watchdog ruhig gestellt wird, aber nichts Sinnvolles mehr passiert. Das merkt die Verkehrsleitstelle und irgendwann kommt der Servicetechniker.
Was sollte ein Akku bei einer Ampel bringen? Versorgt man die Lampen mit, ist er in Nullkommanix leer, versorgt man nur die Steuerung, gewinnt man nichts außer einem massiv erhöhten Wartungsaufwand durch ein Verschleißteil, das regelmäßig getauscht werden muss.
Das ist als Warnsignal durchaus üblich. Aber auch bei einer dunklen oder offenbar nicht korrekt funktionierenden Ampel gilt: Schlussendlich ist immer der Fahrzeugführer dafür verantwortlich, nur dann in die Kreuzung einzufahren, wenn dies sicher möglich ist.
Anders als ein Eisenbahnsignal ist eine Ampel nur ein Hilfsmittel zur Verkehrslenkung und *KEIN* Sicherheitssystem.
A
Alexander Schreiber
Geeignete auslegte Netzteile können (und sollten) kleinere Schwankungen durchaus abfangen. Aber wenn die Netzversorgung ordentlich flackert können die natürlich auch keine Wunder bewirken.
Na guck mal, nachdem mit dem Umstieg von glühendem Wolfram auf LEDs die Leuchtmittel nicht mehr regelmässig gewechselt werden müssen könnte den Servicetechnikern ja fad werden und so hätten sie mit regelmässigem Akkutausch wieder mehr zu tun ... ok, ok, bin ja schon ruhig ;-)
_Das_. Wenn die Ampel ausfällt, dann stoppt der Verkehr nicht. Und hier (Zürich) gibt es durchaus etliche Ampeln, die nach 2200..2300 ganz normal ausser Betrieb gehen (ringsum gelb blinken) und vermutlich irgendwann zwischen 0400...0500 wieder angehen (um die Zeit bin ich nicht wach), einfach weil das Verkehrsaufkommen an diesen Kreuzungen auf "fast null" absackt in dieser Zeit.
Man liest sich, Alex.
R
Rolf Bombach
Kay Martinen schrieb:
So ein 40 jähriger Elko trocknet halt irgendwann aus. Bessere Qualität könnte halten, aber die Koooosten. Da geht ja die ganze Marge für den Hersteller dahin.
Wobei, habe vor einigen Tagen einen Siemens-Elko, Dezember 1961 und damit beinahe so alt wie ich, nachgemessen. Hat 11'100 uF, ist ein 10'000 uF 40 V.
Nunja, wir hatten hier kürzlich einen Stromausfall, gefühlt weniger als eine Sekunde. Router und PC down. Da fehlt einfach Goodwill oder Vorschriften.
T
Thorsten Böttcher
Am 07.09.2026 um 21:43 schrieb Rolf Bombach:
Wo würdest Du die Grenze ziehen wollen?
1s, 5s 30s, 2min?
Die Frage ist doch eher, ist der Router nach dem Stromausfall wieder hochgefahren, oder musstet Du den manuell starten?
Und niemand verbietet es, Dir eine USV zu kaufen.
K
Kay Martinen
Ja. Bei ihren Internen Betriebsspannungen. Die kann man stabilisieren. s.u.
Das habe ich gemeint. Geeignet gewählte Pufferelkos in der Steuerung sollten m.E. die kürzeren Einbrüche ausbügeln können. Und wenn die Netzspannung so heftig "flackert" das es nicht nur zu Unterspannungen sondern auch zu Überspannungen käme hilft wohl eine Auslegung auf eine höhere Eingangsspannung (Letztlich die Spannungsfestigkeit im Eingang erhöhen). Etwas das schon bei Schutz gegen Induktion als "Feature" verkauft wird und das ich bei Ampelsteuerungen für usus hielt. Bisher...
Eine Versorgte Steuerung kann aber noch reagieren. Z.b. geordnet runter fahren und/oder nur gelbe Blinklichter ansteuern.
Muß es denn gleich ein Akku sein? Wie viel verbrauchen die LEDs in den Lampen eigentlich. Und wenn, wäre es so unwahrscheinlich da eine art USV zu integrieren?
Überall im Stromnetz wird dezentralisiert. Da sind Speicher als Not/Ersatzversorgungen doch quasi ein notwendiger Schritt. Selbst ein Batteriegroßspeicher oder ein Pumpwerk ist funktional wie eine USV.
Da wird es sicherlich auch Situationen geben in denen er das z.b. erst bemerkt wenn der Erste Crash auf der Kreuzung schon passiert ist.
Aber zumindest ich habe es noch so gelernt das eine Ampelanlage (wenn sie denn an ist) erstmal Priorität hat - vor Verkehrsschildern. Aber nicht unbedingt vor einem Schupo mit Winkzeichen in der Mitte.
Daraus folgt doch eine Totzeit zwischen erkennen das die Ampel spinnt/defekt/aus ist und dem eigenen Handeln jedes der darauf zu fährt.
Auch da würde ein geordneter Übergang helfen bevor sie aus geht. Das z.b. mit letzter Kondensator/Akku-kraft noch alle Gelben lampen blinken und dann alles aus ist.
Hab ich in den 1990'n in HH nur spätabends ein paar mal gesehen als ich dort zur Schule war.
Bye/ /Kay
T
Thomas Einzel
Am 08.09.2026 um 07:12 schrieb Thorsten Böttcher:
Sie sollten so lange halten, wie manche Offline USB brauchen um umzuschalten. 40ms(+) wäre schön.
Damit tauscht man allerdings oft nur die Zeit die ein Netzteil nicht mehr überbrücken kann, gegen die Haltbarkeitszeit des/der USV Akkus ein.
Letztens erst erlebt, zwei 12V 5Ah Bleigel Akkus wurden von der USV* nicht als defekt erkannt, aber nach einem ca. 20min. Netzausfall kam die USV nicht wieder hoch. Router + Netzwerk blieben aus.
Wer das "in sicher" braucht, muss die Akkus regelmäßig tauschen, was bei einigen USV leicht und bei anderen angeblich gar nicht, aber dann doch mit Werkzeugeinsatz geht. Deswegen die Empfehlung ggf. über USV mit werkzeuglosem "hot swapping" Akkutausch nachzudenken und das vermutlich aller 4 Jahre vorsorglich zu machen (am besten nach Herstellervorgabe)
*) kleine CyberPower USV, USV+Akkus waren 5 Jahre alt.
Disclaimer: Ich betreibe 2 Garagentorabtriebe mit mini-PV und Bleigelakkus, solche Akkus gehen nicht zwingend nach 5 Jahren kaputt, können 3x so lange halten.
K
Kay Martinen
Am 08.09.26 um 11:37 schrieb Thomas Einzel:
Ich vermute 40ms+ könnte ein Netzteil mit größeren Elkos abfangen. Kommt natürlich auf die Last dahinter an aber die dürfte berechenbar sein.
Demnach hätte man die Wahl zwischen 40ms+ (nur puffern und aus) oder einigen Sekunden bis Minuten (USV) und alle paar Jahre mal Akkus tauschen. Und was wäre in 2. Fall der Gewinn? Das sie Ampel eine Zeit nach Stromausfall weiter funktioniert und geordnet abschalten kann. UND/Oder die Kommunikation mit anderen oder einer Zentrale ebenfalls gesichert ist und von dieser geordnet runter gefahren werden kann.
Da sähe ich die 2. Möglichkeit als Zentrale Steuerungsmöglichkeit Dezentraler Anlagen doch als die wünschenswertere an.
Hab ich auch schon erlebt das die USV kürzere Standzeit hatte als sie eigentlich berechnet hätte.
Es gab schon vor Jahrzehnten USV die einen Regelmäßigen und Planbaren Selbsttest konnten. Dabei wurde für eine kurze Zeit aktiv auf Akku umgeschaltet und dabei konnte dessen Entladung über die Zeit überprüft werden.
Ich vermute das machten die wenigsten weil es natürlich auch den akku belastet und möglicherweise dessen haltbarkeit reduzierte.
Aber ohne eine solche echte überprüfung kann man eben nur Schätzen. Wem das genug ist --> Billige Lösung!
Mitlerweile gibt es so viele Wechselakku-systeme. Wenn man so was wirklich machen wollte könnte man sich für ein verbreitetes Entscheiden und müsste im Schrank der Steuerung nur ein paar solcher Schnellwechsel-halterungen dazu montieren. Wenn das mit der gleichen Spannung arbeitet braucht es auf der Sekundärseite der Versorgung nur noch eine Umschalt-elektronik von Netzteil auf Akkus.
Ist Cyberpower eine gute Marke - oder doch nur ein billiger Markenname? Zur Qualität der Akkus müßte man wohl auch noch die (Verarbeitungs)Qualität der USV-Hardware hinzu rechnen und ihre Firmware. Darin sähe ich einen Plausiblen Grund das USV-Hersteller bestimmte Akkutypen für ein Konkretes Modell angeben.
Kann natürlich auch ein "Nimm nur die Originaltinte(=Teuer)" Prinzip dahinter stehen. Das Akkus verschleißteile sind ist auch nichts neues. Bei Tintenpatronen hat man xxx Seiten Output davon, bei Akkus halt nur x Jahre der "gesicherten" Überbrückung im Notfall. Also etwas weniger "sichtbares".
Na was denn nun. Auf ein mal sollen sie (5*3=) 15 Jahre halten können? Das paßt nicht zusammen.
Bye/ /Kay
A
Axel Berger
Die brauche ich schon im Normalbetrieb. Hier fällt jede Sekunde hundertmal der Strom so lange aus. Bei Dir nicht?
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T
Thorsten Böttcher
Sicher?
Du hast jede Sekunde 100 * 40 ms Stromausfall? Also jede Sekunde 4 Sekunden Ausfall?
A
Axel Berger
Nein. Einen Faktor zehn weniger. Danke für den Hinweis auf den blöden Fahler. OK, 4 Halbwellen ist nicht viel, aber in manchen Fällen wohl genug.
K
Kay Martinen
Immer diese Nulldurchgänge. Fürchterlich was da passiert. ;)
Dumm nur daß das Stromnetz die Halbwellen nicht immer mit der gleichen Richtung/Polarität liefert oder? Dann könnte man sie zumindest alle in der gleichen Richtung auszählen, auf einen Faden binden u.s.w. ;-)
SCNR
Bye/ /Kay
T
Thomas Einzel
Am 08.09.2026 um 13:11 schrieb Kay Martinen:
...
...
Beides nicht erfunden, dafür fehlt mit Zeit und Lust.
Das hat vermutlich auch etwas mit Temperatur, Belastung Entlade- und Ladettiefe zu tun. Die USV Akkus werden, sofern die Ladeschaltung das nicht verhindert, dauernd fast nur nachgeladen, die Akkus für die Garagentore haben regelmäßig gut mit den Motoren zu tun und werden dann erst nachgeladen.
T
Thomas Einzel
Das zwei komplette Sinusschwingungen vollständig fehlen ist selten, 40ms ist der Schwellwert für meine Ersatzstromversorgung.
H
Hergen Lehmann
Am 08.09.26 um 11:08 schrieb Kay Martinen:
So etwas stand eben einfach nicht im Anforderungskatalog, und da es bei einschlägigen Industrienetzteilen auch nicht Standard ist (das ist ein
*Sieb*elko, kein Pufferelko!), findet es nicht statt.
Eine Ampel darf unter keinen Umständen falsch anzeigen (grün ohne korrespondierendes rot für den querenden Verkehr). Das wird AFAIK auch relativ aufwändig abgeprüft, incl. Messung des Lampenstroms (ich kannte mal jemanden, der Ampelsteuerungen entwickelt hat und diesbezüglich sein Leid bei der Umstellung auf LED geklagt hat). Aber eine Ausfallsicherheit ist bei einer Ampel nicht gefordert.
Das wird sie in den allermeisten Fällen sicher auch (nachdem der Strom wieder da ist), aber ausgefallen ist die Ampel damit trotzdem.
Die allermeisten Ampelsteuerungen dürften zu einem Zeitpunkt eingebaut worden sein, wo da noch Glühobst werkelte. Man wird seinerzeit die Lampenüberwachung umgerüstet haben (s.o.) und nur dort modernisiert haben, wo dies unumgänglich war. So ein Ding ist nicht billig, und die Gemeindekassen sind klamm.
Aber auch wenn die Steuerung bereits für LED konzipiert ist... Nehmen wir mal an
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9W pro Lampe wäre typisch. Zwei Schirme pro Richtung, vier Richtungen, macht bereits 72W für eine einfache Kreuzung. Der
230V-Wechselrichter fordert seinen Tribut, die Steuerung ebenso, sind am Ende mindestens 100W. Das machst du nicht ohne Akku.
Wie gesagt: wartungsintensive, zusätzliche Komponente ohne Nutzwert.
Nein. Wenn die Verbindung zum Verbundnetz weg ist, geht jedes Kraftwerk erst einmal in die Notabschaltung. Auch solche Anlagen, welche eigentlich autonom arbeitsfähig wären. Dies ist aus Sicherheitsgründen zwingend erforderlich, damit vermeintlich tote Netzkomponenten nicht "hintenherum" doch noch irgendwoher Spannung bekommen und die Reparaturmannschaft gegrillt wird.
Ein Kraftwerk aus so einem Blackout heraus autonom wieder hoch zu fahren, ist nicht trivial und erfordert umfangreiche manuelle Eingriffe. Normalerweise stellt man erst die Verbindung zum Verbundnetz wieder her, damit man Strom für die diversen Hilfsaggregate hat, und fährt dann erst das eigentliche Kraftwerk hoch.
Wie gesagt: Die Verantwortung liegt letztendlich IMMER beim Fahrzeugführer.
Die Ampel liefert lediglich einen Hinweis, das die Kreuzung frei sein
*könnte*, keine Garantie. Auch bei funktionierender Ampel kommt es ziemlich regelmäßig vor, das bei Grün die Kreuzung noch nicht vollständig geräumt ist. Und auch bei Verkehrsregelung durch einen Polizisten kommt es vor, das andere Fahrzeugführer sich falsch verhalten (gerade heutzutage, wo der Anblick extrem selten geworden ist und jeder innerlich erst mal nachdenken muss, was er für diesen Fall gelernt hat).
T
Thorsten Böttcher
400 ms?
das wären dann die erwähnten 40 ms. Was denn jetzt? Und warum fallen die jede Sekunde aus?
Du redest jetzt aber nicht vom Nulldurchgang?
T
Thomas Einzel
Am 08.09.2026 um 19:30 schrieb Thomas Einzel:
vorhin nachgesehen, 20ms ist hier[tm] der aktuelle Schwellwert
A
Axel Berger
Stromlos pro Sekunde, ja.
Die Stromlücken der gleichgerichteten Wechselspannung. Sie betragen rund
4 ms pro Halbwelle, nicht 40. Das war ein ganz blöder Fehler von mir.
K
Kay Martinen
Am 09.09.26 um 11:37 schrieb Thomas Einzel:
Also nach einer Vollen Schwingung die Fehlt. Bei 50Hz. Ist das nicht etwas früh?
Bye/ /Kay
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