Gehalt Uni vs. FH

Apr 03, 2005 18 Replies

Hallo. stimmt es eigentlich immernoch, dass man als Uni-Absolvent weitaus mehr (>= 500Euro; Quelle: VDE,1999) verdient als ein FH-Absolvent, wenn man die gleiche Vertiefungsrichtung gewählt hat? Gibt es bezüglich der Arbeitsmarktsituation Informationen im Internet?



Vielen Dank und Grüße, Marko


Marko van Hauser verfasste am 03.04.2005 21:39:

Kienbaum-Erhebung 2002: FH-Absolventen haben beim Einstiegsgehalt _im Durchschnitt_ 2500 ? p.a. weniger. Das muss man dann mit der deutlich kürzeren Studiendauer gegenrechnen.

Alma-Mater Gehaltsstudie 2004: Deutlich größeren Einfluss haben Branche und Firmengröße. Wenn du Kohle machen willst, geh zu einem großen EVU in NRW. Ob du dort glücklich wirst, ist deine eigene Sache.

Abschlussbemerkung: Wenn es dir um eine Studienentscheidung geht, vergiss alle Zahlen. Erstens solltest du das machen, was dich interessiert, dann hast du die beste Basis für späteren Erfolg. Und zweitens nivellieren die neuen Bachelor-Studienabschlüsse wohl sowieso die Einstiegsgehälter zwischen den Hochschulformen.

Joachim

Im öffentlichen Dienst werden Ingenieure mit FH-Abschluß bei Vergütungsgruppe Va/IVb BAT eingruppiert, Uni-Absolveten jedoch bei IIa. Das entspricht in jungen Jahren ca. 600 Euro Unterschied, kann jedoch später bis über 1100 Euro ausmachen.

MfG Thomas

Das ist so nur die halbe Wahrheit. Bei der Eingruppierung kommt es auch auf die Stellenbeschreibung und den Einsatz des jeweiligen Chefs an. So gibt es durchaus Fälle, wo man als FHler bis auf IIa kommt. Dass das meist nicht nach zwei oder drei Jahren der Fall ist, ist klar. Bei uns (bzw. bis vor kurzem: FH Aachen) kommt man nach drei Jahren BAT4a (-> a!) auf BAT3.

Ansonsten gilt meiner Meinung nach: Wer als FH-Absolvent in den öffentlichen Dienst eintritt, hat dafür wohl spezielle Gründe (privates, ziemlich schlechtes Zeugnis etc.). Daher würde ich das eher als Sonderfall ansehen.

Ciao, Holger

Hallo nochmal! welche Gehälter sind für FH'ler in einem mittelständischen Produktionsbetrieb mit ca. 100Mitarbeitern der Regelfall? So ungefähr...!? Was zählt denn in der Elektrobranche mehr, eine sehr gute Vorbildung an der Uni oder die Jahre, die man in einem Betrieb gearbeitet hat?

Gruß, Erdling.

Hallo, Marko,

Du (erdling01) meintest am 04.04.05:

"elektronik" 6/2005, Seite 102

Viele Grüße! Helmut

Das hängt von der jeweiligen Firma ab.

Es gibt Firmen, da zählen Erfahrungen, Branchenkenntnisse, Teamfähigkeit, Fachwissen, Allgemeinwissen, Kreativität etc. (ich bin glücklich, in einer solchen Firma zu arbeiten).

Und es gibt aber auch Firmen, da zählen Anpassungsfähigkeit, Mobbingresistenz, Dienst-nach-Vorschrift-Einstellungen und eine "Augen-zu-und-durch-Mentalität". Mir scheint, dass diese Firmenstruktur immer populärer wird.

MfG Martin

Also ehrlich Helmut, was soll denn so ein Posting? Muß ich mir jetzt diese Zeitschrift kaufen, um eine Antwort zu bekommen? Du sollst ja keine kompletten Tabellen abtippen, aber wäre es zuviel verlangt, einfach ein paar Zahlen zu posten?

Anscheinend.

man Bibliothek

Michael Dahms

Hallo, Michael,

Du (michael.dahms) meintest am 05.04.05:

Der Erstfrager scheint weder Bibliotheken noch Bahnhofsbuchhandlungen zu kennen ...

Und wenn er schon meint, Zeitschriften unbedingt kaufen zu müssen: er müsste 4,90 Euro investieren, um Einkommensunterschiede von einigen Hundert Euro pro Jahr zu ermitteln.

Viele Grüße! Helmut

Darum gehts doch gar nicht. Der Punkt ist doch, dass du, ohne dich zu überarbeiten, die zwei drei Zahlen hier posten könntst. Natürlich können auch alle, die es interessiert, das Ding kaufen oder in der Bib einsehen. Aber einer der Vorteile des Inter- und Usenet ist doch, dass solche Dinge einfacher werden.

Christian Schroeder schrieb:

[...]

Es wäre schlichtweg unsinnig, einfach ein paar Zahlen oder 3 Zeilen abzutippen.

Ich kenne den Artikel nicht, aber wenn da nicht mehr drin steht, als 3 Zahlen, dann wäre er des Lesens nicht wert.

Marko fragte:

Wie soll man das mit 3 Zahlen beantworten?

Gruß Ulrich

Hallo. Habe mir die Zeitung schonmal für morgen gesichert. Zudem findet man gute Informationen auf vdi-nachrichten.de. Danke nochmal.

Ulrich Hege schrieb:

Wieso?

Das ist wohl klar. Natürlich wird da mehr drinstehen...

Ings .... Euro Kaufleute ... Euro Informatiker ... Euro

so in der Art. Ist natürlich nicht "ganz" ;-) genau, aber besser als nix.

'HHs Überarbeitung' definierst nicht Du.

Michael Dahms

Auch im Hochschulsektor und bei der öffentlichen Hand greift das rasend um sich. Die nehmen dann lieber promovierte, die haben höhere Frustrationstoleranz. 40h-Woche oder gleitende Arbeitszeit ist hier sci-fi.

Manchmal zählt auch noch, ob man bereit ist, bei der Werksfeuerwehr mitzumachen! :-) Gruss Harald

Kapier ich nicht ganz. Ich wurde mehr oder weniger zwangsverpflichtet :-]. Naja, als Verbrennungsforscher kann etwas Praxis sicher nicht schaden...

Naja, bei uns war zwar nicht unbedingt die Einstellung davon abhängig, aber bei der Frage einer Verlängerung des Zeitvertrages bei einem Kollegen spielte es m.W. schon mit eine Rolle. Eine Zwangsverpflichtung gibt es bei uns nicht. Gruss Harald

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