Gleichrichter mit _3_ Pins (ITT)

Hallo,
mir wurde ein kleines Bauteil gebracht, das ich zunächst als Gleichrichter eingestuft hätte, wenn nicht.... Aber der Reihe nach:
Typbezeichnung: ITT V15C60-1 Größe: ca. 10x12x3 mm Schwarze Kunststoffhaube, unten gelbliche Vergußmasse sichtbar. Aus der Vergußmasse ragen _DREI_ Pins. Diese mit Plus, Minus und der für Wechselstrom üblichen Welle gekennzeichnet. Ausdrücklich: Es ist nur ein Wechselstrom-Pin vorhanden!
Irgendwas hab ich da im Hinterkopf, aber komm nicht drauf und goorgeln brachte bis dato auch nix ein. Weiß jemand was dazu?
Gruß Heinrich --
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Moin,
Am 25.03.10 18.54, schrieb Heinrich Tauscher:

zwei Dioden in Serie mit "Mittelanzapfung" hätte ich da im Hinterkopf...
Gruß, Volker.
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Hallo Volker,
Am 25.03.10 18:57, schrieb Volker Staben:

Da lieg ich offenbar komplett falsch. Hmmm, zwei Dioden in Serie mit "Mittelanzapfung"? Vermutung oder Tatsache? Welcher Zweck?
Gruß Heinrich --
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Am 25.03.10 19.10, schrieb Heinrich Tauscher:

Vermutung mit hoher "Trefferquote". Durchmessen hilft.

zweimal Einweggleichrichtung für pos. und neg. Spannung. Ein Ende der Trafowicklung an "Welle", anderes Ende des Trafos ist GND.
Gruß, Volker.
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Heinrich Tauscher schrieb:

Hallo,
ich denke da auch an zwei Dioden in Serie mit "Mittelanzapfung", soetwas kann man auch zum Schutz von Eingängen und Ausgängen brauchen. Die Mittelanzapfung an den Ein- oder Ausgang, die beiden Enden richtigrum an Masse und Betriebsspannung, so gepolt das Spannungen die negativer als Masse oder positiver als die Betriebsspannung dorthin abgeleitet werden.
Bye
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Am 25.03.10 18.54, schrieb Heinrich Tauscher:

so etwas?
http://www.wolfram-zucker.de/elektronik/verschiedenes/selen_v30_c150.jpg
Gruß, Volker.
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Volker Staben schrieb: [...]

Ja!
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Volker Staben schrieb:

Die sehen aber reichlich modern aus :-]
http://homepage.bluewin.ch/bombach/selen.jpg
Bei Selengleichrichtern wird die Spannungsfestigkeit durch die Anzahl an Dioden "erbracht". Unten links ist so einer, da sieht man das deutlich, er ist einerseits als V125C350 gekennzeichnet, bei Ignorieren des mittleren Anschlusses auch als E250C350 zu verwenden. Einweggleichrichter für die Anodenspannung in alten Röhren-TVs.
--
mfg Rolf Bombach

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Am 26.03.2010 23:36, schrieb Rolf Bombach:

Hübsche Schätzchen sind das. Laß mich mal raten. Die zylinderförmigen Gleichrichter (AEG) wurden in den frühen 1950 konzipiert. Die Siemens-Flachgleichrichter würde ich so um 1960 plazieren??? Was habe ich gewonnen? ;-)
--
mfg hdw

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Heinrich Tauscher schrieb:

Nennanschlußspannung 15 V Nenngleichstrom (C-Last) 60 mA

Ja: 2 Dioden in Reihenschaltung mit Zugang zum Verbindungspunkt = Wechselspannungsanschluß.
----|>|------|>|----- ^ ^ ^ - ~ +
Google mal nach Delon- oder Villardschaltung.
HTH
Reinhard
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Am 25.03.2010 18:54, schrieb Heinrich Tauscher:

Zwei Selengleichrichter in Reihe. 15V 60mA max.
--
mfg hdw

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Hallo an alle!
Sorry für die späte Antwort! Am gestrigen Abend wurde es später als erwartet. ich hab auch nicht geglaubt, daß ich so rasch so viele Antworten bekomme! Danke schön an jeden Einzelnen, der hier gepostet hat. Nun zur Sache:
Ja, es ist eindeutig ein Teil wie es der link von Volker zeigt. (
http://www.wolfram-zucker.de/elektronik/verschiedenes/selen_v30_c150.jpg )
Die primäre Anwendung ist geklärt, mit den C's einer Verdopplerschaltung - welche auch immer - ist die Sache klar. Auch eine Schutzfunktion, wie sie Uwe anspricht, wäre damit machbar.
Horst spricht kurz, bündig und ganz sicher von "Selengleichrichtern". Wie sicher oder bestimmt ist das? Gabs es solche BAuteile auch auf Si-Basis? Und ich vermute mal, daß diese Teile heute nicht mehr produziert werden.
Nochmals Dankschön!
Gruß Heinrich < heut Abend online seiend ;-) > --
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Am 26.03.2010 13:54, schrieb Heinrich Tauscher:

Ganz sicher!

Ist mir nicht bekannt.

So ist es.
Diese Gleichrichter waren für universelle Anwendung gedacht. Zwei Stück und eine Brücke für 30V max. ist "fertig". Plus und Minus gebrückt, also antiparallel, und ein sog. Krachtöter wie sie in älteren Telefonen eingesetzt wurden, ist fertig. Günstig dabei die "runde" Kennlinie, also vom sperr in den leitenden Teil des Gleichrichters. Ansonsten ist ja ein "harter" Knick gewünscht.
--
mfg hdw

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Am 26.03.10 16:54, schrieb Horst-D.Winzler:

Wann war das in etwa? Späte 60er? Gibt es eigentlich noch eine (in diesen Sinn) Selenverwendung? Also etwa eines Verwendungsbereiches, wo es nur schwer oder teuer ersetzbar wäre.
Gruß Heinrich --
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Am 26.03.2010 19:38, schrieb Heinrich Tauscher:

Eher Anfang 1950,

Nein. Vielleicht originale Restaurierung alter Geräte?
--
mfg hdw

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So ist es. Bei alten Roehrenradios (50er und 60er Jahre) wurde die Betriebsspannung mit solchen Gleichrichtern umgeformt. Leider altern diese ziemlich, genau genommen sinkt die Sperrwirkung, und die Gleichrichter ueberhitzen und rauchen ab. Da dieses sehr unangenehm stinkt, gab es damals den Spruch "gleich riecht er". Wenn man nun stattdessen einen moderneren Gleichrichter einsetzt, steigt wegen dessen steilerer Kennlinie die Betriebsspannung an, was natuerlich nicht guenstig fuer die Lebensdauer von Elkos und Roehren ist. Einfachste Abhilfe ist, wenn man die Gleichrichtung von einem Silizium-Gleichrichter erledigen laesst, hinter den man den alten Selen-Typen als Kennlinienverbieger schaltet. Damit gibt es dann die Kombination von guter Sperrwirkung des Siliziums mit der flachen Kennlinie des Selens, und die originalen Arbeitspunkte sind wieder da. Das geht natuerlich nur, wenn der alte Selen-Gl. noch funktioniert. Ich setze also immer vor einer erneuten Inbetriebnahme solcher alten Schaetzchen einen zusaetzlichen Silizium-Typen ein, auch wenn jetzt ein Geschrei ertoent "das ist nicht der Original-Zustand". Die Teile sollen funktionieren, und zwar dauerhaft und stabil. Die heutigen Bauformen kann man ganz gut in einem stueck Isolierschlauch verstecken...
Von Geschichten wie Elko-formieren und hygroskopischen Teerkondensatoren will ich jetzt gar nicht reden.
--
MfG Andreas

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Ja, Du kannst es als Antischuppenmittel in Haarshampoos verwenden. :-) Gruss Harald
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Am 28.03.10 15:25, schrieb Harald Wilhelms:

.... pfrumpf-da-da-pfrumpf >8-[] Eigentlich beachtlich ungerecht, wenn ich da an die vielen modischen Künstlich-Glatzenträger denke.... Arme Kerle - müßen ganz ohne Selen auskommen... ;-)
Gruß Heinrich --
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Ausserdem gibt es dann ja auch noch Seelen. Und das nicht nur in Menschen, sondern auch in elektrischen Kabeln. (Womit wir wieder beim Thema wären.) :-) Gruss Harald
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Am 31.03.2010 15:46, schrieb Harald Wilhelms:

Außer bei seelenlosen Kabeln, die dann Schläuche genannt werden. zB Rüschschläuche, womit wir wieder in der Thematik wären. ;-)
--
mfg hdw

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