Kann das irgenwer verstehen?

http://www.orf.at/stories/2163909/2163921/
Am Schluß ist wohl das merkwürdigste Statement des Jahrhunderts zu lesen.

Zitat: Dienstagfrüh stieg die Windproduktion auf 22.106 Megawatt - das entspricht fast der Leistung von 20 Atomkraftwerken. Die Ironie an diesem Tag, an dem österreichische Reservekraftwerke Strom nach Deutschland lieferten: Weil der Strom in Deutschland so billig war, kaufte auch das Ausland kräftig ein. Der meiste Strom ging nach Österreich. Das verleitet Hauke Hermann vom Öko-Institut zu dem Fazit: „Österreichische Reservekraftwerke werden gebraucht, um die Exporte nach Österreich zu decken.“
w.
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Helmut Wabnig schrieb:

Welcher Dienstag? Heute? Letzte Woche? Ist aber auch egal, in beiden Fällen war wohl der Redakteur beso^^^nebelt und hat irgend eine obskure Meldung ohne Prüfung übernommen. Oder er hat(t)e einen direkten Draht in die Zukunft...den morgigen Tag (was die WE betrifft). Vielleicht hat auch die Ökoenergieexpertin hellseherische Fähigkeiten? Auf jeden Fall vermeidet der ORF, sich auf ein genaues Datum festzulegen (ausgenommen das Datum der Veröffentlichung).
VG Jörg
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Das brauchst auch nicht, weil es vorgestern schong emeldet wurde dass Tennet das österreichische Kraftwerk hoch fährt. Genau die gleich Situation lag ja schon im Dezember 2011 vor. Da wurde auch das österreichische Reservekraftwerk hoch gefahren, um Exportverpflichtungen zu decken, die wegen der Netzengpässe nicht zu decken gewesen wären.
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Emil Naepflein schrieb:

Die Situation im Dezember 2011 war völlig anders. Dort handelte es sich um ein Bilanzproblem, hervorgerufen durch das übereilte KKW-Moratorium und Engpässen bei der Gasversorgung. Die KW-Betreiber konnten ihren Lieferverpflichtungen nur begrenzt nachkommen und die Regelzone war zeitweilig unterdeckt. In dieser Woche ging es Redispatch zur Besorgung von Netzengpässen, hervorgerufen durch Starkwind. Zwei völlig unterschiedliche Baustellen. Übrigens: TTD als Netzbetreiber hat weder eine Export- noch eine Importverpflichtung, da er keinerlei Einfluss auf die Geschäfte, die über sein Netz getätigt werden, hat.
VG Jörg
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wrote:

Du meinst die Situation im Februar. Lies doch einfach nochmal den Bericht der BNetzA.
http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Presse/Berichte/2012/NetzBericht_ZustandWinter11_12pdf.pdf?__blob=publicationFile
Hier ging es genauso wie jetzt um die Sicherstellung des Redispatchpotentials zur Entlastung überlasteter Stromkreise. Auch hier wurde eine hohe Windeinspeisung erwartet.

Also genau wie in Dezember 2011.

Nein.

Ich weiss, dass sie keinen Einfluss darauf haben. Aber sie müssen dafür sorgen dass das Netz immer funktioniert. Und der Grundstein für diese Problematik wurde schon lange vor der Abspaltung von den G4 gelegt, in dem eben der Strommarkt so konzipiert wurde dass er davon ausgeht, dass das Netzgebiet D/A wie eine riesige Kupferplatte funktioniert und der Strom ohne irgendwelche Begrenzung an einer beliebigen Stelle eingespeist und ausgespeist werden kann.
Warum werden die Engpassstellen wie Remptendorf und andere innerhalb des deutschen Netzes nicht wie Kuppelstellen zu den ausländischen Netzen betrachtet, so dass jeder die Kapazität für die Übertragung erst mal kaufen muss? Oder man teilt an der Strombörse das deutsche Netz in mehrere Regionen ein und jeder der Strom über die Regionsgrenzen tranportieren will muss für den Übergang zusätzlich bezahlen. Dann hätte der Spuk des grenzenlosen Handels schnell ein Ende.
Was macht es denn für einen Sinn Strom der in den Kraftwerken an der polnischen Grenze produziert wird, an Abnehmer in Österreich und die Schweiz zum gleichen Preis zu verkaufen, wie wenn der Strom in Süddeutschland erzeugt worden wäre?
Das System ist einfach krank und weder die Stromkonzerne,noch die Netzbetreiber haben ein Interesse daran irgendwas daran zu ändern, da die Kosten letztendlich einfach auf den Verbraucher abgewälzt werden können.
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Öko-Institut = Institut zur Erfindung abstruser und abstrusester Thesen, um die simple Tatsache zu vernebeln, dass Zufallsstrom einfach schweineteuer ist und alle Systeme aus dem Gleichgewicht bringt.
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wrote:

Ja, das ist tatsächlich so. Denn der Windstrom aus dem Norden kommt wegen der Netzengpässe nicht in den Süden. Der Strom wurde aber verkauft, weil er so billig an der Börse ist. Also müssen Kraftwerke, die eigentlich für die Produktion des exportierten Stromes eingeplant waren, und vor den Engpassstellen liegen, abgeregelt werden. Dafür müssen dann zusätzlich Kraftwerke nach den Engpassstellen hoch gefahren werden um das Defizit zu decken. Es ist also tatsächlich so, dass der dreckige Strom aus den Reservekraftwerken zum Preis von Windstrom direkt in Österreich produziert wird.
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