Kuehlschrank-Thermostat, Fuehlerlaenge?

Hi,
Mein Kühlschrank hat von einem Tag auf den anderen das Kühlen eingestellt. Es handelt sich um einen AEG Santo, 85cm hoch, ohne Gefrierfach. Ich habe
mich bisher noch nie mit der Technik in Kühlschränken beschäftigt, aber nach einiger Recherche herausbekommen, dass es wohl am Thermostat liegt. Mittlerweile habe ich einen Ersatzthermostaten gekauft und ihn eingebaut. Scheint zu funktionieren.
Nun habe ich noch einige Fragen:
- Das Fühlerrohr am Ersatzthermostaten ist deutlich länger als beim Original. (Originalersatzteil hätte erst bestellt werden müssen und wäre auch deutlich teurer geworden.) Welchen Einfluss hat die Länge dieses Fühlers auf das Regelverhalten?
- Da das Rohr so lang ist, verläuft es jetzt lose in Windungen vor dem Verdampfer. Das Ende wird mit einer Plastikscheibe und einer Schraube an den Verdampfer gedrückt, so war es auch vorher. Spielt die Art, wie es bis zu dieser Stelle verläuft eine Rolle? Soll heißen: es geht jetzt vom Thermostaten aus zuerst nach oben, dann in zwei Windungen bis zu der Stelle, an der es festgeschraubt ist. Das Original verlief halt nur abwärts.
- Mir haben zwei verschiedene Leute gesagt, dass der Ausfall des Thermostaten auch bei noch nicht so alten Geräten (meines war vielleicht 2-3 Jahre alt) keine Seltenheit ist. So ein Thermostat könne mal zehn Jahre halten, während ein anderer schon nach einem Jahr aufgibt. Was geht denn da kaputt? Da drin bewegt sich doch kaum etwas, und wie das Rohr undicht werden könnte ist mir auch nicht klar.
- Weshalb verwendet man diesen Mechanismus mit dem gasgefüllten Rohr? Könnte man nicht mit wenigen Elektronikbauteilen etwas gleichwertiges, aber preiswerteres und robusteres bauen? Die Hersteller werden sich das schon überlegt haben, daher anders formuliert: Welche Vorteile hat ein klassischer Thermostat gegenüber einem elektronischen?
- Mein Ersatzthermostat hat 25 Euro gekostet, das Originalersatzteil wäre wohl über 40 Euro teuer geworden. Bei Ebay werden Universalersatzthermostaten für 10 Euro angeboten (mit Porto dann ca. 15 Euro). Nur fürs nächste Mal: was muss man bei der Bestellung beachten, um einen passenden zu bekommen?
Grüsse, Robert
X-Post&F'up2 de.etc.haushalt
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Robert Gummi schrieb:

Vermutlich weniger, als die Unterschiede zwischen dem Original und dem Ersatz.

Ich würde die Zusatz-Windungen in die Nähe der Rückwand, also zum Verdampfer bringen. Der Druck des Gases im Inneren, der durch die Temperatur auf der ganzen Länge gebildet wird bestimmt das Regelverhalten.
Da Du kein Gefrierfach hast, sollte es aber unerheblich sein, im Zweifelsfall musst Du einfach eine andere Einstellung Auf der Reglerskala nutzen, als bisher.

Ich hatte auch ein Defekt an einem AEG-Kühlschrank. Hier war durch Reinigung mit Essigreiniger immer in der Plastik-Befestigung am Rohrende etwas davon geblieben und ließ sich nicht abtrocknen, dieses hat das Rohr angefressen, bis es undicht war.

Preis.
Das Regelverhalten sollte ohne Gefrierfach unkritisch sein. Bei meinem mit Gefrierfach und neuem No-Name-Regler ist die Temperatur im Gefrierfach nicht mehr so gut.

Sorry, lese ich nicht, Follow-up nach d.s.i.e
Ciao Dschen
--
Dschen Reinecke

=== der mit dem Namen aus China ===
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Am Sat, 02 Dec 2006 10:22:15 +0100 schrieb Dschen Reinecke

Auch die elektronischen fallen aus, dann sind halt die Reparaturen teurer. Meist ist die Elektronik so knapp kalkuliert, daß auch die Leistungsbauteile hoch beansprucht werden. Thermostatausfälle sind schon nicht selten, aber mMn eher nach >a.
--
Martin

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Dschen Reinecke wrote: [...]

Ok. War nur durch die Aussage in einem Google-Treffer verunsichert, wonach z.B. die letzten Zentimeter des Fühlers unbedingt in Kontakt mit dem Verdampferblech stehen müssten (was sie durch die Befestigung ja auch tun). Ich stelle mir das so vor, dass sich da unten eine flüssige Phase sammeln soll (wie in einem Gasfeuerzeug).
[...]

Uh... ich hatte ein, zwei Wochen vorher das Innere des Kühlschranks mit Essigwasser und z.T. mit H2O2 gereinigt...

Sonst heißt es heutzutage doch meist "Elektronik ist billiger als Mechanik"...
Danke für deine Antwort.
Robert
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[..]
Säure und H2O2 ? Ideal zum Kupfer ätzen. Für die Platinenherstellung nimmt man gerne HCl und H2O2 und einige Spezialisten ätzen so ihre 35µm in weniger als 30 Sekunden.
Ich könnte mir vorstellen, das eine Desinfektion/Reinigung mittels Dampfreiniger (wenn vorhanden) deutlich sinnvoller ist.
Gruß Jan Conrads
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