Hallo, wenn eine Leitung (L, N, PE) z.B. so gequetscht und geschert wird, dass praktisch alle drei Leiter verbunden sind, wird wahrscheinlich der LS auf Grund des Kurzschlusses L-N auslösen, der RCD jedoch weil ein Kurzschluß N-PE auch Ströme aus den N-Leitern *anderer* Stromkreise über diesen Kurzschluß an die PE leitet.
Von endlichen Auslösezeiten und zufälligen Gleichzeitigkeiten mal abgesehen.
Thomas
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Michael Buchholz
"Sebastian Suchanek" schrieb:
Eben!
Aus der Praxis (B=FChnenverteiler):
Bei einem Kurzen L-N l=F6sen in =DCber 90% der F=E4lle beide (FI UND LS) aus, allerdings nur bei einer Kabell=E4nge>50m, bei l-PE kommt in in 50% der F=E4lle der LS mit, ausser Kabell=E4nge >200m, dann f=E4llt er bei 1,5=B2 gar nicht ;-)
Michael.
M
Mathias Moeller
Am 05.12.2004; 20:45:55 schrieb Michael Buchholz:
Kabell=E4nge >>200m, dann f=E4llt er bei 1,5=B2 gar nicht ;-)
Fehlerstromschutzschalter (RCD) l=F6sen eigentlich nie bei Kurzschl=FCssen innerhalb des Summenstromwandlers aus. Hier ist einzig und allein der Leitungsschutzschalter strombegrenzend. Bei einem Kurzschluss also zwischen L und PE spricht der LS-Automat und die RCD an. Der LS-Schalter aber nur, wenn die Scheifenimpedanz (ma=DFgeblich von Leitungsl=E4nge bestimmt) sehr kein ist und es zu schnellen Stromanstiegszeiten kommt. Ansonsten ist die RCD das schnellere Schutzorgan, denn die l=F6sen in der Praxis bei einen geringen Strom von
30 mA schon in ca. 30s aus... wohingegen der LS-Schaler bei dem Wert
5*16A noch 400 ms hat... Kommt immer drauf an, wie gro=DF der flie=DFende Strom tats=E4chlich ist...
-- Mit freundlichem Gru=DF Mathias Moeller
(seid lieb zu mir... ich bin neu hier)
M
Michael Buchholz
"Mathias Moeller" schrieb:
Kurzschl=FCssen
Hmm, da sacht meine Erfahrung aber was anderes;-) Nebenbei: der LS ist NIE Strombegrenzend, er l=F6st nur bei =DCberstrom = aus! die paar ms bis er ausl=F6st wird der Strom NUR von der Scheifen- impedanz bestimmt!
flie=DFende
Alles Theoretisch richtig, das von mir beobachtete h=E4ufige ausl=F6sen = der=20 FIs bei L-N-Schluss schiebe ich auf die kapazitive/induktive Kopplung durch die im B=FChnenverleih =FCblicherweis elend langen 'Strippen' ;-)
Michael.
-- Mit freundlichem Gru=DF Mathias Moeller
(seid lieb zu mir... ich bin neu hier)
S
Sebastian Suchanek
Naja, das ist IMHO schon eine etwas grenzwertige Interpretation von Strom*begrenzung*. :-)
Tschüs,
Sebastian
M
Michael Buchholz
Da ist ja genau der Punkt: Laien denken h=E4ufig: Da ist eine Sicherung mit 16A, dann k=F6nnen auch nur 16A fliessen.... DENKSTE! Ich hab' schon erlebt, da=DF ein Automat SAMT SCHALTSCHRANKT=DCR ausgel=F6st hat!
Da flossen dann so =FCberschl=E4gig 20kA bis zum Ausl=F6sen, und der=20 Automat hat den Funken wohl nicht gel=F6scht bekommen ;-) (ja, das war ein SEHR steifes Netz ;-)
Michael.
M
Michael Beckmann
Bitte was ist denn da passiert?
Ehm ja ...
dito ;-).
M
Michael Beckmann
Was war denn da passiert?
dito.
M
Mathias Moeller
Am 07.12.2004; 19:48:43 schrieb Michael Buchholz:
Nun, da flie=DFen sicher nicht nur 16A... Dennoch hat er sich wohl noch nie gefragt, warum es s.g. Strombegrenzungsklassen gibt, und warum die Dinger meist gar keinen so gro=DFen Strom flie=DFen lassen? - Es liegt an der sehr steilen Strom-Zeit-Kennlinie, die den Ausl=F6ser schon dan bet=E4tigen soll, wenn der Stom noch nicht im 2stelligen kA-Bereich ist... und:
Eine so ausgef=FChrte E-Installation bringt mich weniger zum Lachen, nur zum Schaudern... Sollten tats=E4chlich durch eine sehr kleine Schleifenimpedanz solche Str=F6ne flie=DFen k=F6nnen, so ist ein Backup-Schutz vorgeschrieben... i.d.R. ist das dann eine Schmelzsicherung gG... Klar ist, dass solche Kurzschlusstr=F6me nicht von Strombegrenzungsklasse 6 oder gar 3 beherrscht werden k=F6nnen...
Nun, nicht jeder ist technischer Laie...
-- Mit freundlichem Gru=DF Mathias Moeller
R
Rudi Horlacher [Paul von Staufen]
[...]
Stimmt teilweise, aber nur, wenn es ein Nullpunktloescher ist! Verwende bitte "Strombegrenzer" . Schau Dir mal die Kennlinien an.
[...]
Gebe Dir im Grunde Recht. Aber da warst Du hoechstens ca.10...6 m vom 630 kVA Trafo entfernt :-) Stimmts?
Rudi
M
Michael Buchholz
"Rudi Horlacher [Paul von Staufen]" schrieb:
1,2 MW... und ca. 50cm von der Stromschiene zum Automat, und dann noch mal 1m zum Kurzschlu=DF... (Ein Messingklotz ist aus der Drehmaschine quer durch die halle und von hinten (durch die Wand) im Schaltfeld=20 eingeschlagen... War die Sicherung der Trafo-Raum-L=FCftung, hatte=20 der RWE-Mensch da 'provisorisch' 'fliegend' an die Schienen gepackt...
Sah guuuut aus, nachher.... (Und ich sach' noch, Wern=E4 macht dat nich... ;-)
Na ja, wenn Du im B=FChnenbau gearbeitet hast, kann Dich aber nicht mehr =
viel verwundern...=20
Was man da teilweise an Stromversorgung angeboten bekommt...
Frag' besser nicht...
Das hatte schon einen Grund, da=DF ich zu bestimmten Locations immer = eine eigen 400er Verteilung und ein paar mal 90=B2 mit 12er oder 16er = Kabelschuhen=20 mit genommen hab... (Hauptsicherung raus, DIREKT auf die Hauptschienen schrauben, Trenner wieder rein, gut is')
Michael.
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