Netz anhand vom Strommasten erkennen

Hallo,
kann man eigentlich an den Strommasten erkennen, ob es ich um ein Hchst-, Hoch- oder Mittelspannungsnetz handelt?
Ich habe hier http://www.web-site-fotoalbum.de/index.php?ac=2328 mal ein paar Bilder eingestellt, von zwei nebeneinander laufenden Trassen.
Was sind das eigentlich fr Drhte (Einzelbild P1010111(1).JPG)? An dem unteren Ausleger sind 4, bestehend aus je 2 Stck, am oberen Ausleger 2 Stck mit je 2 und an der Spitze nochmal einer.
Martin
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Tach Martin Kobil schrieb:

kann man, auch ob 50 Hz oder 16 2/3 Hz MfG
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Bernd Löffler wrote:

Dann verrat' ihm doch wenigstens auch, wie ;->
"Normaler" Drehstrom (50 Hz) ist 3-phasig, d.h. die Zahl der Leiter(bündel) ist immer durch 3 teilbar.
Bei Bahnstrom (16 2/3 Hz) gips nur 2 Strippen pro System.
Erdseile zählen nicht mit.
tilo
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Tilo Strack wrote:

Hilft das bei einem Donaumast mit 2 Drehstromsystemen? Könnten ja auch drei Bahnstromsysteme sein - eins oben, eins links unten, eins rechts unten :)
vG
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Volker Gringmuth wrote:

Die Bahn hat m.W. keine Donaumasten, für 3 Systeme nimmt man 2-Ebenen-T, jeweils 1 System pro Traverse, eine bleibt dann frei:
1 1 | 2 2 | 3 3 | |
Ich kenne Bahnstrom mit 6 (?) Systemen, das sind dann 3-Ebenen-T-Masten, ein Päärchen pro Traverse. IMO ist das höchste bei Bahnens 110 kV, also wenn du Feldsteuerung siehst, gehört das jemand anderem ;-).
Spätestens, wenn im Trassenverlauf ein Phasentausch vorkommt, weisst du, welche Strippen zu einem System gehören.
Ist ja nur so für den Hausgebrauch, bevor man raufklettert, sollte man immer jemand fragen, der sich auskennt ;-).
tilo
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Tilo Strack wrote:

/Die/ Zusatzinfo braucht man freilich noch :)
Bahnstrom hab ich schon früh akustisch kennengelernt - mein 5 km langer Radweg zur weiterführenden Schule führte dicht um einen ziemlich niedrigen Abspannmasten herum, der bei feuchter Witterung herrlich gezischt und gespratzelt hat. Der Sound ist deutlich fetter als der von 50 Hz.
vG
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wenn sie nach ROT13 immer noch aussieht wie ROT13."
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Wobei die Bahn eher zwei oder (Seltener) gleich vier Systeme hat.
-ras
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Ralph A. Schmid

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Tilo Strack wrote:

Der wurde übrinx schon vor einiger Zeit auf 16,7 Hz aufgerundet.
AFAIR hatte das ganzzahlige Verhältnis zum 50-Hz-Verbundnetz einige unschöne Nebenwirkungen, die man damit ausschaltete.
vG
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Hi,
Martin Kobil schrieb:

An den unteren Auslegern sind das Bündelleiter. Jeweils 2 Leiter stellen eine Phase dar. Die beiden unteren Rechten und der Rechte auf dem mittleren Ausleger stellen ein 3-Phasensystem dar. Dasselbe links. Ganz oben ist das Erdseil.
Gruß
Bernhard
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Martin Kobil wrote:

Man kann's an der Länge der Isolatorenketten ungefähr abschätzen. Und an der Baugröße des Mastbildes (Abstände zu geerdeten Teilen).
Wobei sich freilich eine für 380 kV konzipierte Leitung klaglos auch mit 5 kV betreiben ließe :)

Das Mastbild nennt sich "Donaumast" (frag mich nicht warum). Jeweils die drei Leiter auf einer Seite (zwei unten, einer oben) sind die Außenleiter eines Drehstromsystems. Die Zweierbündel verbessern die elektrischen Eigenschaften der Anordnung. Es gibt auch Dreier- und Viererbündel, vor allem bei der höchsten Spannungsebene. Guckst Du Wikipedia:Bündelleiter.
Die nächste Frage ahne ich schon: die kleinen "Gewichte" an den Leitern neben den Aufhängepunkten sind Schwingungsdämpfer, sie fangen die kurzwelligen Schwingungen ab, die der Wind im Leiterseil erzeugt (Äolsharfen-Effekt) und die ansonsten durch Vibration das Material im Hängepunkt schneller altern ließen.
vG
--
"Man könnte ihn höchstens fragen, was das für eine blöde Idee war,
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Volker Gringmuth schrieb:

"Klaglos" ist relativ. Ein, zwei Gedanken an die Isolationskoordination sollte man in diesem Fall dann doch noch verschwenden. ;-)
Tschüs,
Sebastian
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Sebastian Suchanek wrote:

Und das heißt?
vG, lernbegierig
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begin quoting, Volker Gringmuth schrieb:

Durchschläge in Trafos und Meßwandlern sind ungünstig. Überspannungsableiter für Höchstspannung sind bei 5 kV vielleicht ein bißchen zu unempfindlich.
Gruß aus Bremen Ralf
--
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
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Volker Gringmuth schrieb:

Die Isolatorlängen, Überspannungsableiter und Spannungsfestigkeiten der Betriebsmittel sind in einem Mittel-/Hoch-/Höchstspannungsnetz normalerweise aufeinander abgestimmt. (Eben: Isolationskoordination.)
Ums mal grob von hinten aufzurollen: DIN EN 60060 beschreibt die Spannungspegel für Kurzzeit-Wechsel-, Schalt- und Blitzstoßspannungen, welche die Betriebsmittel für bestimmte Nennspannung aushalten müssen. Um die möglichst immer zu unterschreiten, wählt man dann passend Überspannungsableiter aus, bzw. treibt sonstigen Aufwand im Netz wie synchronisiertes Schalten. Insb. als "Blitzgrobschutz" dienen dann noch die Freileitungsisolatoren, die so ausgelegt sind, daß sie bei einem Blitzeinschlag aufs Leiterseil überschlagen und somit die Blitzüberspannungen schon mal etwas begrenzen.
Wenn Du jetzt einen 5-kV-Trafo an ein für 420kV gebautes Netz hängst, ist erstmal der Schutzpegel der Ableiter viel zu hoch. Einfach den 420-kV-Ableiter (eigentlich ca. 320kV) gegen einen 5-kV-Ableiter auszutauschen, geht aber auch nicht so ohne weiteres, weil's den schlichtweg verreißt, wenn er eine Blitzstoßspannung sieht, die nur durch 420-kV-Isolatoren begrenzt wurde.
Wenn man also wirklich mal eine Trasse mit "Unterspannung" betreiben will (Macht man gelegentlich; in Japan gibt's z.B. eine 1000-kV-Versuchstrasse, die aktuell mit 500kV betrieben wird), hängt man beispielsweise die letzten paar Spannfelder der Freileitung an Isolatoren, die für die niedrigere Spannung passen. Man könnte aber auch zwei- (oder mehr-stufige) Ableiter verwenden, IIRC betreibt RWE irgendwo eine 420-kV-Trasse so auf 245kV.
Das gleiche gilt natürlich auch für Strom- und Spannungswandler und dergleichen, wobei beim Spannungswandler dann noch die Meßungenauigkeit eines 420-kV-Wandler bei 5kV dazukäme.
Ach ja, wer's nachlesen möchte, zur Isolationskoordination an sich gibt's auch eine Norm, die DIN EN 60071.
HTH,
Sebastian
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Am 08.09.2009, 08:36 Uhr, schrieb Sebastian Suchanek

...
Anders gesagt: im Normalbetrieb wäre solch ein Unterspannungsbetrieb kein Problem, im Störungsfall aber schon, und deswegen will das mit Sicherheit niemand ernst- und dauerhaft so betreiben. :)
Ansgar
--
*** Musik! ***

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Sebastian Suchanek wrote:

Wieder was gelernt. Meine Wenigkeit bildete sich ein, Isolation könne nie zu gut sein.
Das löst ein weiteres Rätsel: irnkwo nördlich von Ffm (glaub ich) läuft eine Leitung auf Donaumasten nordwärts, die sichtlich für 380 kV konzipiert sind, aber die Leiterseile hängen an Isolatoren, die zumindest in Relation zu den Masten wie Mittelspannung wirken. Ich habe mich oft gefragt, wieso man so einen Schwachsinn baut.
vG
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Das ist mir neu. Ich dachte immer sie beschreibt Wellenformen, Prüfbedingungen etc. (Und das auch nur im Teil 1, die anderen Teile beschrieben z.B. Anforderungen an Meßsysteme).

Das passt zu Pegeln wohl eher ;-)
SCNR, Heiko
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Martin Kobil wrote:

An den Isolatoren kann man das halbwegs abschätzen. Wenn mehrere Stäbe in Reihe hängen, so Pi*Daumen 110 kV pro Stab. Es gibt auch lange Einzelstäbe für höhere Spannungen. Bei Bild 12/13 würde ich links auf 110 und rechts 220 kV tippen, ohne Schiesseisen. Feldsteuerung (das sind diese Ringe an den Isolatorenden) findet man einklich nur bei Höchstspannung.
Mittelspannung geht bis 60 kV, das sind i.d.R. nur bessere Telefonmasten, oft mit Stützisolatoren, also die Strippe liegt dann oben, kein Erdseil.
Ich habe da aber schon alles mögliche durcheinander gesehen.
Im Ausland wird das richtig bunt, in Finnland bauen sie 110 kV-Trassen komplett aus Holzmasten.

Meinst du die Leiterseile? Innen Stahl für die Zugbelastung, aussen Alu als Leiterwerkstoff, verseilt. Je nach Spannungsebene werden 1-4 Seile gebündelt. Ein Bündel pro Phase. Ein System (2/3 Phasen) pro Seite. Gibt auch 3-Stöcker, untere Traverse jeweils 3 Phasen pro Seite (1 System), Mitte 2, oben 1 (jeweils nochmal 1 System).
Das Bild finde ich höxt merkwürdig, wenn man abspannt (waagerechte Isolatoren), dann eigentlich immer alle Bündel, mir fällt jetzt partout kein Grund ein, warum man das nur mit zweien machen sollte.
Und dass man die Isos an Strippen aufhängt, statt direkt am Mast, habe ich auch noch nie gesehen. Ist da an der Stelle irgendeine Besonderheit in der Trasse, Kabeleinspeisung, Flussquerung, komisches Gelände?

Erdseil. Nicht isoliert, trägt keinen Strom. Dient als Blitzschutz und auch etwas zur Feldsteuerung. Bei T-Masten haste normalerweise 1 auf jeder Seite. Oft ist dann noch eine dünnere Strippe drumgewickelt, das ist Glasfaser zur Informationsübertragung, da findet sich dann auch alle x km ein Verstärker am Mast.
Und wenn du mal so 'ne komische Wuhling am Mast entdeckst: alle xx km wird die Lage der Phasen getauscht, also z.B.
1 3 -> 2 3 1 2
tilo
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Tilo Strack schrieb:


Erhhte Sicherheit. Wenn das eine Feld reit, hat das aufs Nchste keinen Einflu.
-- mfg hdw
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Dito.
Leuchtet mir nicht ein. Den abgebildeten Mast verstehe ich schlicht nicht.
Gruß aus Bremen Ralf
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