S: Alu-Lackdraht

Hallo.
Fr ein gewichts-optimierten Experimental-Motor suche ich Aluminium- Lackdraht. Mglichst so um die 0.4-0.5 mm^2 Querschnitt. Gerne
quadratischer Drahtquerschnitt - notfalls auch rund. Bislang habe ich Al-Lackdraht nur bis 0.25mm^2 entdeckt.
Wer liefert sowas (in kleiner oder auch grerer Menge)? Wo kann ich noch recherchieren?
Hat jemand hier Erfahrung mit der Kontaktierung von Aludraht? Bekommt man das vernnftig an einen Messing-Anschlu geltet? Welches Speziallot ist dafr empfehlenswert? Mu man was wegen Korrosion durch die vermutlich aggressiven Flumittel befrchten?
Fr jeden Tipp in diese Richtung wre ich dankbar.
Klaus
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begin quoting, Klaus M. Müller schrieb:

Ich frage mal so ganz dumm, ob eine Al-Wicklung eigentlich das Gewicht optimiert. Der bei gleichen Ohmschen Verlusten erforderliche höhere Querschnitt erfordert nämlich auch größere Wicklungsfenster und damit mehr Eisen. Ich würde die Idee noch einmal überdenken wollen.
Wenn es wirklich nur auf das Gewicht und nicht auf den Preis ankäme, dann würde ich mal über Silberdraht (wegen dessen besserer Leitfähigkeit) nachdenken. So wahnsinnig teuer ist Silber gar nicht, ca. 25 ct/g plus MWSt und Verarbeitung.

Wo man Silberlackdraht herkriegt, weiß ich allerdings auch nicht.

Ziemlich ausschlaggebend ist der Wicklungsfüllfaktor. Theoretisch optimal wäre es wahrscheinlich, einen dünnen Blechstreifen zu einer Rolle aufzuwickeln. Und lackieren kann man den notfalls selbst.
Kann man mal ein paar Daten des Motors bekommen, insbesondere Abmessungen der Eisenteile und projektierte magnetische Durchflutungen? (Das Eisengewicht sollte sich ggf. durch "exotische" Magnetwerkstoffe mit sehr hoher Sättigungsflußdichte reduzieren lassen.)
Gruß aus Bremen Ralf
--
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On 14 Nov., 16:24, Ralf Kusmierz :

Die Wicklung kann verhltnismig "breit" und nicht sehr hoch ausgefhrt werden. 20% Gewicht spare ich so schon - sofern ich denn Aludraht bekomme. Mte doch in Zeiten irrsinnig gestiegener Kupfer-Preise nicht so exotisch sein. Wo wird mittlerweile Al-Lackdraht denn komerziell eingesetzt?

Fr reihenweise Versuche oder gar eine Kleinserie scheint mir das aber schon zu teuer. Eine berlegung ist es aber wert - Danke fr den Hinweis.

:-/
Welche elektrischen Werte hat denn berhaupt der Alu-"Blech"-Streifen in einem Elko? Gibt es da welche mit nennenswert Alu-Querschnitt?

Das mchte ich momentan noch nicht ffentlich thematisieren. Das Thema Alu-Lackdraht allein knnte aber ja auch andere hier interessieren.
Klaus
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On 14 Nov., 16:50, Klaus M. Mller wrote:

Bei "High-End-Audio" Lautsprechern und Kopfhrern sind Spulen aus CCAW= copper clad aluminium wire scheinbar der allerneuste Hype. Gibt es Gruppen von Lautsprecherbastlern, die Bezugsquellen wissen knnten?
Klaus
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Hallo,
Klaus M. Müller schrieb:

Weiß ich nicht, aber ich habe schon mehrere Fernseher ausgeschlachtet, bei denen die Entmagnetisierungswicklung aus Alu war (warum auch immer). Das war aber auch nur 0,4mm Draht oder so (ohne ²). Irgendwo müsste ich noch zwei Spulen haben.
Marcel
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In Polen wird teilweise noch lackisolierter Alu-Draht hergestellt. Habe in der Firma noch Muster - werde mal nachschauen.

Servus, Dietrich
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Ralf Kusmierz schrieb:

Was soll das bringen? 7% mehr Leitfähigkeit bei 18% mehr Dichte.
Aus ähnlichen Gründen ist das oft empfohlene Magnesium, eh eine brandtechnische Katastrophe, auch nicht nützlich; dazu kommt der von dir genannte Schadeffekt mit dem Querschnittsbedarf.
--
mfg Rolf Bombach

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begin quoting, Rolf_Bombach schrieb:

Eben.
Ob das nachteilig ist, ist so die Frage: Immerhin sind auch thermische Aspekte zu beachten - eine wegen der höheren Leitfähigkeit kleinere Wicklung erzeugt nicht nur weniger Wärme, sondern kann auch besser gekühlt werden. Irgendwie scheint die Erbauer der Calutrons das überzeugt zu haben ;-)
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Ralf Kusmierz schrieb:
[Silber versus Kupfer]

Deutlich mehr Dichte bei geringfügig besserer Leitfähigkeit? Es ging um Gewichtsreduzierung. Wähle ich einen entsprechend geringeren Querschnitt, ist die Verlustwärme zuerst mal die gleiche. Mal abgesehen von Effekten höherer Ordnung wie etwas geringere Wicklungslänge.

Du meinst atombombenbauende Physiker mit unendlichem Budget? Insbesondere Lawrence, welcher im advisory committee sass, welches den direkten militärischen Einsatz gegen die Japanische Zivilbevölkerung empfahl? Diese Leute waren noch von ganz anderen Sachen überzeugt. Kupfer war wichtiges Verbrauchsmaterial im Krieg. Beim Silber hingegen war es egal, ob es bei der Zentralbank oder einer anderen Institution rumlag. In den meisten kerntechnischen Anlagen wird man sowieso Silber meiden.
--
mfg Rolf Bombach

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begin quoting, Rolf_Bombach schrieb:

Aber doch wohl bezogen auf das Gesamtsystem.

Und - und das ist entscheidend - kleinerer Eisenlänge, die mit der dritten Potenz in das Gewicht eingeht. (Oder auch nicht nicht, man braucht den Fluß und damit den Querschnitt für das Drehmoment.)

Stimmt, das Silber gab's umsonst, das war nur ausgeliehen, Kupfer hätte wegen kriegswichtig viel Geld gekostet.

Du willst doch wohl nicht behaupten, die Amis hätten gigantische Kriegsverbrechen und Völkermord geplant, gar einen Bomben-Holokaust am deutschen Volk angerichtet, Du Schlingel?

Stimmt.
Beim Anreichern gibt es nicht so viele Neutronen.
Gruß aus Bremen Ralf
--
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Ralf Kusmierz schrieb:

Würde allerdings die kurzfristige Diebstahlsicherheit erhöhen... Bei Neutronen: Alu. Wir haben schon genug Ärger mit den Vergoldungen der Kontakte, muss man wieder Monate warten...
Ich kenne auch ein Institut, welches die strategischen Eisenreserven der Schweiz als Abschirmung im Piotron verwendet hat ;-).
--
mfg Rolf Bombach

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On 19 Nov., 21:40, Rolf_Bombach

Icch dachte immer, die stecken in den Tresorwnden der vielen Banken... Gruss Harald
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Rolf_Bombach schrieb:

Hallo,
allerdings hat man schon einen gewissen "Schwund" des Silbers einkalkuliert wenn es von der Barrenform in Draht umgeformt wurde.
Bye
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Moin,
Klaus M. Müller schrub:

Nicht persönlich, bisher nur schlimme Geschichten gehört.

IMO geht Löten garnicht. Es muss eine Klemmverbindung sein und die hat bei Alu das Ärgernis, dass das Alu im Laufe der Zeit wegkriecht. Also ehemals festgeschraubte Lüsterklemme ist nach einiger Zeit wieder lose und muss nachgezogen werden. Man braucht wohl Federkontakte.
Zu den Aspekten, die schon genannt wurden, könnte an wichtigen Materialeigenschaften noch die Zugfestigkeit und die Wärmeleitfähigkeit hinzukommen. Die Abwärme muss irgendwie aus der Spule raus kommen, dass ist klar. Aber die Zugfestigkeit könnte bei großen Drehzahlen auch wichtig werden. Dann wäre da noch die Dauerschwingfestigkeit (Motor ist schwingende Belastung) - Alu kann irgendwann einfach brechen und irgendwann kann sehr früh sein. IMO hat man in Ländern (z.B. DDR) wo man sich Kupfer kaum leisten kann/konnte und deswegen einfache Kabel schon aus Alu gemacht hat, Motoren immernoch mit Kupfer gewickelt. Und die Ingeniöre in der DDR waren ja auch nicht dumm.
CU Rollo
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Roland Damm wrote:

Ja
Ich weiss ja nicht, was Du Schlimmes gehört hast, aber es ist alles wahr.

Doch. BTDTGTS. Ist aber eklig, man muss unter Luftabschluss (z.B. Öl) vorsichtig die Oxidschicht aufkratzen (Sandpapier) und dann bis zum und auch beim Löten den Luftabschluss aufrechterhalten. Kräftig scheuern, die Schicht ist hauchdünn und unsichtbar, aber glashart.
Dazu kommt dann noch, dass Alu nicht gerne kaltverformt wird. Je nach Legierung kann einmal hin- und einmal herbiegen schon zum Bruch reichen.

Hmm, in der Beziehung ist mir Alu nicht besonders unangenehm in Erinnerung. Die Installtionen in DDR-Neubauten sind alle Alu mit Schraubklemmen, das setzt sich zwar auch, aber nicht schlimmer als Kupfer. (Was aber schlimm genug ist.) Allerdings gibt es auch hier das Oxidproblem, die Klemmung/Quetschung muss stark genug sein, um die Oxidschicht zu zerstören. WAGOs funktionieren jedenpfallz.

Da sehe ich das grösste Problem. E-Al ist auch mechanisch ganz anders, als die im Maschinen- und Fahrzeugbau verwendeten Al-Legierungen. Und die sind schwingungstechnisch schon nicht doll.

Wenn ich jetzt mal so darüber nachdenke... Ich glaube das lag vor allem an den mechanischen Eigenschaften von Alu, ist auch beim Wickeln sicher kein Traum. Im Fahrzeugbau wurde es m.W. auch nie als Leitermaterial verwendet.
Es gab für die Installation sogenanntes Alku, das war Alu galvanisch (?) verkupfert, dadurch liess es sich löten. Mechanisch war das Zeug ein Alptraum, furchtbar spröde, wenn man es biegen musste, hatte man genau 1 Versuch. Weshalb es bevorzugtes Material für Drahtbiegeübungen in der Lehrausbildung war...
tilo
F'^2: dsie
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Tilo Strack schrieb:

YMMD.
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mfg Rolf Bombach

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Goedendag ;-)
Klaus M. Müller schrieb:

Diskussion u.a. mit Christian Lucas <http://www.rc-network.de/forum/showthread.php?p73301#post373301
Met vriendelijke groeten ;-) Ron van Sommeren bei Nimwegen, Niedelande
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