Balkonkraftwerk und Smartmeter

Mar 11, 2026 Last reply: vor 4 Monaten 70 Replies

Am 15.03.2026 um 08:57 schrieb Marte Schwarz:

Deswegen habe ich das im direkt von dir weg-gequoteten Satz explizit erwähnt,

snipped-for-privacy@news.einzel.de>

... |Ich habe die Entladegrenze mit Netz-ist-da-Betrieb auf 20% eingestellt |- und damit praktisch ein Akkumodul als einmalige Versicherung bezahlt. |Die restlichen 80% des Akkus haben meinen PV Eigenverbrauchsanteil ca. |verdoppelt, ist aber eine mittelgroße Dachanlage. ...

Siehe oben, du quotest es weg und erklärst dann, woran man denken und was man beachten muss. Komisch. Aber inhaltlich stimmen wir ja annähernd überein, schön.

Am 15.03.2026 um 09:22 schrieb Marte Schwarz:

Z.B. schematisch wie auf

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dargestellt. Natürlich muss es eine Datenverbindung wie LAN(WLAN zwischen (privatem) Smartmeter/Leistungsmesser und dem Wechselrichter mit Akku geben.

D.h. wo im Haus eingespeist wird ist egal, der Leistungsmesser muss direkt nach dem Zähler (in Bezugsrichtung).

Bei größeren Anlagen das gleiche

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der Akku wird dann direkt an den Hybridwechselrichter angeschlossen (wenn die aufeinander abgestimmt sind uns sich "unterhalten" können gibt es von den Herstellern Freigaben der Geräte).

MPPT eben. Ob eingespeist oder intern verbraucht wird, kann ein Wechselrichter ohne Leistungsmesser im Einspeisepunkt nicht ermitteln.

Regelschleife.

- Tagsüber wird der Akku mit Solarüberschuss geladen (also Erzeugung - Eigenverbrauch = potentielle Energiemenge zum speichern)

- Nachts wird Leistung des Wechselrichter für die aus dem Akku entnommene Energie auf Einspeisung = Null geregelt. D.h. nur so viel entnommen wie im Haushalt/Haus "verbraucht" wird.

Leistungsmesser und Wechselrichter mit Akku müssen dazu zueinander passen und für diesen Betrieb vom Hersteller freigegeben sein (sonst könnte das nächste Firmwareupdate alles ändern) - wenn man kein komplett eigenes System entwickeln möchte.

Das waren DC gekoppelte Systeme mit Hybridwechselrichtern. Es gibt auch AC gekoppelte Akkus mit gesondertem Wechselrichter - hat einen kleineren Wirkungsgrad, aber man kann sie irgendwo hinstellen.

Vorsorglich: Der Leistungsmesser in der Hauptverteilung ist für die Nulleinspeisung im Akkubetrieb egal in welcher Variante jedoch unabdingbar. Eine fixe Durchschnittslast oder Mindestlasten einzustellen ist eher Selbstbetrug.

Messen ist Wissen.

Ja leider, proprietärer Mist. Ich habe hier schon drei Zähler und der in der Wohnung hängt per Modbus am Home Assistant. Was soll ich mit noch einem? Ich suche eine Ladungsschaltung und einen Wechselrichter für den Akku (ob getrennt oder kombiniert ist weitgehend egal), denen ich die Solleistung über eine habwegs standardisierte Schnittstelle vorgeben kann.

Wegen letzterem suche ich das. Ist auch besser und einfacher zur Notstrominsel umzuwidmen. Benzinaggregate eignen sich schlecht für geringe Leistung über lange Zeit, besser mit 2 kW in den Akku und dann wieder aus.

Nicht notwendig wenn der Akku ohnehin nur einen rcht kleine Teil des Tagesbedarfes liefert. Dann reichen zwei Stufen, Grundlast in der Nacht und Standardlast mit Licht und Rechnern. Aber ein fauler Kompromiß und eine Notlösung bleibt es, da hast du recht.

Hallo Thomas,

Du schriebst am Sat, 14 Mar 2026 22:53:59 +0100:

Auch nicht so arg viel, da reicht ein kleiner Kanal.

D.h. der verträgt keine höheren Spannungen als ein einzelnes Modul liefern kann? Dann sollten allerdings die Leitungen nicht zu lang werden, der Verluste wegen. Man fasst ja die Module gerade deswegen zu "Strings" zusammen, um bei gleichem, relativ niedrigem Strom mehr Leistung über höhere Spannung über relativ wenige Leitungen zu erhalten - 10 Module geben was um die 400V, manchmal gehen die Versxchaltungen auch noch erheblich höher, bis an die 1000V. Der wirklich einzeige Vorteil bei Einzelmodulverkabelung wäre ggfs. die Sicherheit gegen Lichtbögen, ab zwei Moduln können die schon gefährlich werden.

Nicht ganz, bei 8 Leitern wird der Kanal schon größer als 25x25mm² und damit außen am Haus schon deutlich sichtbar, das könnte schon vom Bauamt moniert werden. Innen ist's (denen) natürlich egal.

Ja, klar, aus den o.g. Gründen.

Hallo Axel,

Du schriebst am Sun, 15 Mar 2026 11:24:29 +0100:

Ja, Dein (?) beliebtes Vorurteil. Und die auf Zahlungsmittel beschränkte Sichtweise auf die Nützlichkeit.

Das weiß ich nicht. Ich habe in der Hauptverteilung einen digitalen Zweirichtungszähler (mME) von meinem VNB und einen (privaten) Leistungsmesser (SMA Home Manager 2.0). Der erste dient nur Abrechnungszwecken, die IR Schnittstelle brauche ich nicht, alles andere geht über meinen privaten Leistungsmesser. Der mit diesem gekoppelten Wechselrichter versteht Modbus TCP und ich nutze diese Schnittstelle aktuell mit EVCC.

Also eine Powerstation mit einem netzparallelen Wechselrichter die nur per AC geladen wird. Wenn man gleichzeitig eine PV Steckerbanlage aka Balkonkraftwerk hat, kann das nach meinem Verständnis Probleme mit der Rechtskonformität bringen, Einspeisung max. 800VA.

Ein Kompaktgerät mit 800VA netzparallelen Wechselrichter, Akku, MPPT Eingängen und auch nicht-netzparalleler Notstromsteckdose >800VA kann die rechtlichen Anforderungen leichter erfüllen.

Dafür reicht ja eine Powerstation die per Aggregat nachgeladen werden kann.

Am 15.03.2026 um 21:50 schrieb Sieghard Schicktanz:

Ich habe so ein Kompaktgerät nicht, mein Wechselrichter hat für die Stringeingänge eine max. Eingangsspannung bis 1000V.

Aber ja, so wie du sagst die 4 MPPT so eines Akku-Wechselrichter Kompaktgerätes der Klasse Steckerfertig haben, was ich bisher gesehen habe, nur die Möglichkeit je MPPT ein PV Modul anzuschließen. Mit einem Stringeingang habe ich so etwas noch nicht gesehen. Viele potentielle Anwender sehen dass aber offenbar nicht als Nachteil, weil sie die Module verschieden ausrichten können.

Bei mir ist es innen mit 4 Kabeln, Nebengebäude.

Auf 2 Dachflächen sind es bei mir 19+8 Module, ich hätte ganz sicher keine 54 Kabel zum Wechselrichter gezogen bzw. ziehen lassen. ;->

Das stimmt. Der wäre hier ohnehin vorhanden. Aber diese Kabel sind sauteuer und der Verlust ist bei nur 40 V und den hohen Strömen trotzdem störend. Man kann das natürlich machen und man kann es je nach Vorliebe auch für die beste Lösung halten -- ich mag es trotzdem nicht.

Richtig, ich sehe es als Vorteil seit die Preise erlauben, für jedes Modul einen eigenen MPPT zu betreiben und auf der Wechselspannungsseite zusammenzufassen. Das hält auch Schäden und Modulausfälle sehr lokal.

So einfach kann man es sich natürlich machen, eine Version von Ohren zuhalten und "lalala". Bei der Technik gibt es einen Preiskampf und Verdrängungswettbewerb. Deren Preise sind sicher nicht überhöht. Endkundenenergie ist so hoch belastet und besteuert wie fast nichts anderes.

Aber egal, auch heute wieder las ich in der Hauspostille der Grüngläubigen von "emissionsfreien" Elektrobussen deren Anschaffung zur Hälfte vom Steuerzahler des Bundes bezuschußt wird und die die Kommunen trotzdem noch teuer kommen.

°Wenn das Geld im Kasten klingt, das Klima in den Himmel springt." Daran haben vor gar nicht langer Zeit schon einmal viele Leute fest geglaubt und eine andere Priesterkaste reich gemacht.

Nicht Nützlichkeit sondern Aufwand. Angeblich soll ja so viel "eingespart" werden dabei.

Hi Thomas,

Sorry, ich war nicht im Ernst davon ausgegangen, dass Dir 20 % noch als sinnvolle "Notfall-Reserve" für irgendetwas Sinnvolles ausreichen würde, wenn die 80% nennenswert zur Eigenbedarfsoptimierung angesehen werden können.

Marte

Am 16.03.2026 um 04:02 schrieb Marte Schwarz:

Mehr ist immer besser... ja. Kostet aber auch mehr und der Batterieturm ist bereits am Maximum. Die 20% untere Entladegrenze sind ein Kompromiss, ca. 2kWh. Wenn bei Stromausfall die PV läuft, wird ja nachgeladen und die ganze Ersatzstromversorgung ist schwarzstartfähig.

Eigenbedarfserhörung findet fast jeden Tag statt. Ersatzstrom seit 2023 einmal, mein VNB hat für den Realtest meiner Ersatzstromanlage keine Mühen gescheut. =:-O

BTW: "Verbraucher", die viel Energie benötigen sind nicht im Ersatzstromkreis. Also kein Herd, kein WaMa, kein Geschirrspüler usw. - aber z.B. der Gefrierschrank. Nur für die Heizung müsste ich ein Kabel auslegen, oder für eine fest verlegte Lösung das halbe Haus aufreißen.

Plan C ist ein vorhandener kleiner Benzingenerator mit Regeltausch Reservekraftstoff und jährlichem Testlauf im Herbst.

Simple Speicher, die dennoch mit Energiemanagement werben, sind oft nur etwas bessere programmierbare Zeitschaltuhren: Gibt von Zeit x bis y Leistung z ab. Ob der Verbraucher das tatsächlich abnimmt oder es dem Netz geschenkt wird, das bleibt unbekannt.

Genau, das ist viel genauer, Martin

Ein fester Einspeisewert "nachts" ohne Messung am Netzanschlusspunkt und geregelter Nulleinspeisung ist noch schlechter als raten für jeden Augenblick, weil es eben konstant in einem Zeitfenster ist.

Derzeit liegt die Zeit "Nachts aus dem Akku" bei meiner Anlage *ganz* grob zwischen 13h bei tagsüber viel Sonne und 15h bei tagsüber wenig Sonne. Also mal so als Daumen-Mittelwert 14h. Bei einem kleineren Akku mit sagen wir mal 3kWh "voll geladen" und 214W "Durchschnittslast" von 18:00 bis 8:00 ist der Akku in diesen 14h leer. Bei allen größeren Lasten als 214W wird die Differenz aus dem Netz bezogen, bei Lasten darunter wird die Differenz verschenkt. IMO kann man sich so etwas komplett schenken, es ist vermutlich eine Mischung von Unwissenheit und Selbstbetrug. "Besser als nichts" zweifle ich wirtschaftlich an. Mit einer Regelung wird die Einspeisung aus dem Akku zwischen 0 und

800VA so geregelt, dass nur das eingespeist wird, was man in diesem Moment (+/- wenigen Sekunden) auch selbst verbraucht. Den einen Außenleiter vom Akkuwechselrichter regeln reicht, gemessene werden aber alle drei Außenleiter, der VNB Zähler saldiert. Ein mit dem häuslichen Akkusystem kompatibler Shelly (wie unter Umständen vielleicht
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oder ein Leistungsmesser des Akku-Wechselrichterherstellers im Einspeisepunkt der Hauptverteilung mit magnetischen Wandlern, kann von einer Elektrofachkraft leicht und bei dem genannten Shelly praktisch ohne Platzbedarf in den Teilungseinheiten eingebaut werden - z.B an einem Haupt RCD o.ä., Meldung an den VNB sind nicht nötig, der Einbau sollte in 30 min gemütlich erledigt sein, wenn der Kunde als elektrotechnischer Laie die Einbindung in sein WLAN und Anmeldung an seinem Hausakkusystem selber übernehmen kann.

Am 15.03.2026 um 22:12 schrieb ich: ...

Wie man das anmeldet wird hier gezeigt:

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Hast Du irgendwo eine Beschreibung gefunden, was da passiert? Ich vermute der "Modbus"-Anschluß ist ohnehin keiner, den ich beutzen könnte, kein Slave sondern ein Master, der den Zähler abfragt.

Wenn es so ist und das jemand bestätigt, dann könnte ich mit einem kleinen Esp als Slave einen Zähler vorspielen und Phantasiewerte vorgeben. Dynamisch ist es sehr fragwürdig, zwei Regelkreise zu koppeln ohne daß etwas schaukelt aber im Prinzip sollte es gehen.

Rede ich ich für Euch erkennbar groben Unsinn, oder könnte das lösbar sein?

Mein Zähler kann keine Nettoleistung aller drei Phasen aber drei Phasenlistungen einzeln. Außerdem ist dessen Modbus schon belegt.

Hallo Axel,

Du schriebst am Sun, 15 Mar 2026 23:45:05 +0100:

Ja, so einfach kann man sich das machen. Und sitzt dann halt bei einem Ausfall im Dunklen, ohne Wasser - auch ohne Abwasser - und Heizung dazu noch evtl. im Kalten. Klar, längerdauernde Stromausfälle sind selten (auch wenn die "Skeptiker" laufend über die Destabilisierung durch die "Erneuerbaren" jammern). Muß natürlich jeder für sich bewerten, manchen ist das egal, andere bauen für noch viel kleinere Anlässe vor. ...

Bei solchen "Argumenten" bin ich manchmal sehr versucht, eine vierbuchstabige Bezeichnung für den Argumentierenden zu bringen - mir kommt das halt fast so gut überlegt vor wie sie den Aussagen attestieren, die diese Leute so vehement kritisieren.

...

Danach müßten Balkongeländer (Geländer allgemein) eigentlich verpönt sein, weil sie bei ihrer recht geringen Nützlichkeit viel Aufwand verurschen...

Nein, aber mangels Bedarf habe ich auch nicht sehr intensiv geschaut.

Für mich wäre es nur wichtig, dass die Kopplung von Leistungsmesser in der Hauptverteilung (bei vielen im Keller) mit dem (Hybrid)Wechselrichter (bei vielen auf dem Dachboden oder in einem Nebengebäude/Garage/Schuppen) nicht eine neue dedizierte Kabelverbindung erfordert, sondern über eine ggf. schon bestehende W/LAN Infrastruktur gekoppelt werden kann.

Bei den den entsprechenden 3EM Shellys sollte das in der Regel WLAN, passt für mich.

Ich weiß nicht ob da mit Modbus TCP, ein anderes Protokoll, oder etwas proprietäres "over TCP" verwendet wird. Ausschlaggebend ist IMO dass man außerhalb des "Jungend forscht" Sektors einen vom Wechselrichter-hersteller unterstützten Leistungsmesser verwendet, damit es auch nach dem übernächstem Firmwareupdate der beteiligten Geräte noch funktioniert.

Mit einem höheren Integralanteil kann man vermutlich vieles möglich machen, es darf halt nicht anfangen zu schwingen.

Ich weiß nicht ob ich das zur Einsparung von <99€ für einen 3EM machen würde. Doch ich weiß es, würde ich nicht, ist mir zu viel Lebenszeit dafür.

Aber du hast offenbar ein recht individuelles Setup in der Hausinstallation und weißt auch warum, da will ich wirklich nicht rein reden.

Eigentlich nicht. Ich mag einfach keine Blackbox, in der eine anderer regelt, wie er es für richtig hält. Ein auch schon anderswo besprochener Punkt ist, daß die einfachen Regler im Hochsommer den Speicher morgens, wenn Strom noch gebraucht wird, schon vollmachen und dann mittags in der Hauptzeit der negativen Prise keinen Strom mehr zur Entlastung aus dem Netz ziehen. Natürlich macht mein einer kleiner Balkon da keinen Unterschied, aber ich kann mit Algorithmen experimetieren und Erfahrungswerte sammeln.

Dazu gehören dann auch Prognosewerte. Beim Wetter schlägt die Methode, einfach immer das Wetter von heute als Prognose zu nehmen viele teure und aufwendige Meteorologiemodelle. Ich vermute, beim Solarertrag könnte das auch stimmen.

Ich möchte grundsätzlich meine Technik selbst rgeln und nicht fremdbestimmt leben wie ein Zootier. Vielen, den meisten, ist das egal und sie kommen mit dem Leben als Insasse gut zurecht.

1) woher nimmst du diese Regelung?

2) meine Shelly-Erfahrungen zeigten, dass Shelly nur über WLAN funktioniert. Das setzt voraus, dass der Sicherungskasten in WLAN-Reichweite ist.

Gleiches gilt für Alternativen für Zigbee - wobei die prinzipiell noch ihre Reichweite teilweise unter einander erweitern können.

Shelly Gen4 kann im Prinzip auch schon Zigbee.

Du brauchst also neben dem Speicher noch ein Steuergerät - oder welcher Speicher hat schon ein passendes Energie-Management-System und entsprechende Schnittstellen eingebaut?

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