Steckersolarkraftwerk ("Balkonkraftwerk") ohne Speicher - Empfehlungen/Worauf achten?

May 03, 2024 Last reply: 2 years ago 68 Replies

Moin.



In meinem Bundesland werden seit Kurzem Steckersolarkraftwerke finanziell mit maximal 500€ gefördert.



Auch für Mieter.



Bisher habe ich mich mit PV noch nie beschäftigt.



Welche technischen Unterschiede sind bei PV-Modulen und Wechselrichtern für den genannten Einsatzzweck sind für eine Kaufentscheidung relevant?



Mir geht es also explizit nicht um sämtliche technischen Merkmale, sondern um genau die, die manche Module/Wechselrichter aufweisen und andere nicht und die einen relevanten Vorteil/Nachteil hätten.



Wo es also gut ist, darüber informiert zu sein.



Hat jemand Lust dazu ein paar Hinweise zu geben.



Gerne lese ich auch konkrete Produktempfehlung als Set oder einzeln.



Es soll in diesem Thread bitte nur um Varianten ohne Speicher gehen.



Beispiel eines aktuellen Angebotes eines Discounters:

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Keine Ahnung, was davon zu halten ist.



Am Rande: Eine wichtige rechtliche Seite wurde im letzten Solarpaket leider noch nicht geklärt, das steht noch aus:



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"Die rechtlichen Hürden für die Installation von Steckersolargeräten im Wohnungseigentumsrecht und im Mietrecht sollen abgesenkt werden. Hierzu sollen Steckersolargeräte (bzw. ihre Installation) in die Kataloge der sogenannten privilegierten baulichen Veränderung aufgenommen werden. Das heißt: Wenn Wohnungseigentümerinnen und



-eigentümer oder Mieterinnen und Mieter ein Steckersolargerät in ihrer Wohnung installieren möchten, sollen sie künftig einen Anspruch darauf haben, dass ihnen die Installation von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer bzw. dem Vermieter oder der Vermieterin gestattet wird."



Danke für euren Rat.



Andreas


Am 03.05.24 um 16:50 schrieb Andreas Borutta:

Kläre vor weiteren Überlegungen mit der Hausverwaltung, was sie davon hält. Änderungen an der Fassade (auch bereits das Bohren von Befestigungslöchern) sind in der Regel genehmigungspflichtig.

Das bewegliche Aufstellen auf dem Balkon wahrscheinlich nicht, allerdings kannst du diesen dann nicht mehr nutzen.

Zunächst mal, ob sich das Ganze überhaupt rechnet.

Der Solar-Ertrag ist in Deutschland im Jahresmittel nicht gerade üppig, eine ungünstige Montageposition tut ggf. ihr Übriges, und eine lukrative Einspeisevergütung bekommst du für diese Steckeranlagen nicht. Du profitierst einzig und allein dann, wenn du an sonnigen Tagen tagsüber einen hohen Eigenverbrauch hast.

Es gibt sehr eng gefasste rechtliche Vorgaben zu solchen Anlagen.

Wenn sich der Hersteller daran hält, sind die Produkte mehr oder weniger alle gleich. Kaufe die, welche die gewünschte Leistung bringt und dabei nicht zu groß ist.

Wenn der Hersteller sich nicht an die Vorgaben hält, erfährst du es eh nicht vor dem Kauf, sondern ein paar Wochen/Monate später aus der Presse.

Am 03.05.24 um 16:50 schrieb Andreas Borutta:

Das ist viel.

Sie sollten zusammen passen.

Üblicherweise sprechen wir von 2 Solarmodulen und einem Wechselrichter mit zwei unabhängigen Strängen.

Sollte dir ein WR angeboten werden, der nur einen Strang hat, zu erkennen daran dass nur 2 MC4-Stecker dran sind, und die beiden Module in Reihe geschaltet werden, dann ist das nur sinnvoll solange die beiden Module fast immer identische Beleuchtungssituationen haben. Also keine unterschiedlichen Himmelsrichtungen, üblicherweise keine unterschiedlichen Verschattungen.

Bei Balkonkraftwerken bekommt man für den nicht selbst verbrauchten Strom nichts. Statistisch gesehen ist die Spitzenleistung am seltensten im Eingenbedarf. Deshalb ist es sinnvoll, dass die Module mehr Leistung haben, als der WR. Außerdem wird die für Nennleistung der Module erforderliche Strahlungsleistung in unseren Breiten üblicherweise nie erreicht.

Manche WR haben zwei komplett unabhängige WR eingebaut, also z.B. 300W +

300W. Wenn dann eines der Module weniger Leistung liefert, dann kann der WR nicht aus dem anderen Modul mehr Leistung ziehen, falls sein Leistungsbuget es zulassen würde. Hoymiles hat z.B. diese EInschränkung. Bei anderen WR ist nur die Gesamtleistung begrenzt. Das ist relevant wenn die Module eine unterschiedliche Ausrichtung haben und deutlich stärker sind. Das kann man u.U. gezielt nutzen, um über einen längeren Teil des Tages den Grundbedarf selbst zu erzeugen. Also z.B. ein Modul nach SSO ein anderes nach WSW. Wenn jedes davon dann 450W hat, hat man eine gute Chance oft mehr als 300W zu bekommen, auch wenn nur ein Modul gerade direkte Sonne bekommt.

Wenn einzelne Zellen verschattet werden, also weniger Strom liefern, bricht im Prinzip die Leistung des kompletten Strangs, also des Moduls ein. Die meisten Module haben aus diesem Grund Bypassdioden, die dann einen Teil der Zellen überbrücken. Typisch sind 4 Dioden, also 4 unabhängige Bereiche pro Modul. Dann kann man bei kleinen Verschattungen wenigstens noch 3/4 der Modulleistung nutzen. Das bringt aber nur etwas, wenn der MPPT-Regler des WR mit der auf 3/4 reduzierten Modulspannung klar kommt. Hier haben z.B. die WR von AP-Systems ein Problem, weil sie mindestens 29V sehen wollen. Deshalb braucht man für diese PV-Module mit 144 Zellen. Viele Module haben aber nur 108 Zellen. Die liefern mehr Strom, aber weniger Spannung, im Bypass-Modus nur kanpp 24V.

Das ist immer schwierig. Du musst ja auch gucken, wo das Zeug hin soll. Die Module verschiedener Hersteller haben leicht unterschiedliche Abmessungen. Das kann im Einzelfall relevant werden.

Dann bei den WR (oder dem Zubehör) gibt es Unterschiede bzgl. Cloud. Manche brauchen es, manche können es, bei manchen kostet es unverhältnismäßig extra, manche haben es nicht. Und dann gibt es die Version USA-Cloud und China-Cloud. Da kann man sich dann überlegen, wem man wie weit vertraut. Ich hänge die Geräte immer ins Gastnetz, damit sie wenigstens das Heimnetz nicht kompromittieren können.

Speicher ergibt bei Balkonkraftwerk keinen Sinn. Zu teuer.

- So richtig billig sind die nicht. Ich habe für 2 Module + WR + WLAN-Bridge 330€ bezahlt, aber das war vor einem dreiviertel Jahr, da war das Zeug noch deutlich teurer. Allerdings habe ich auch nicht 1kWp sondern nur 830W/600W.

- Die Ausführen 830W/800W ergibt keinen Sinn.

- Die Kombinationen mit dem 830W Modulleistung sind bei Verschattung grenzwertig, da die WR wenigstens 25V sehen wollen.

- Die von Netto seit längerem verkauften Chinesischen Deye-WR sind funktionell wohl ganz OK, nehmen es aber mit Spezifikationen und Sicherheit nicht so genau. Es gab schon mehrere Skandale und Rückrufe. Einmal wegen IT-Sicherheit, einmal wegen fehlendem Netztrennrelais. Beides wurde allerdings beseitigt.

- Auch haben die Deye WR wohl manchmal Hitzeprobleme. Dann gehen sie aus. Also ggf. gut belüftet und Schattig montieren. Das gilt letztlich für alle WR, nur nicht immer ganz so kritisch. In dem Zusammenhang könnte es sogar schlau sein, die 600W Version zu nehmen und kein Upgrade auf 800W zu installieren. Dann wird der WR nämlich auch 25% weniger warm. Und bei 1kWp Modulleistung bekommt man sowieso nur selten mehr als 800W raus.

- Es gibt auch ein Angebot mit AP-Systems WR (US Firma). Die sind an sich OK, aber die beiliegenden Module passen nicht wirklich zu dem WR, weshalb bei Verschattung oder sogar schon bei hohen Modultemperaturen die Stromerzeugung ausfallen kann. Allerdings sind die AP-Systems WR hart im nehmen. Da kann man sogar 4 Module der Kategorie 400-450W mit 144 Zellen anschließen (z.B Trina Solar Vertex S, je zwei parallel). Natürlich kann man die Leistung dann nicht voll nutzen, aber bei der Überdimensionierung bekommt man auch ohne jede direkte Sonneneinstrahlung 200W Leistung. Das kann durchaus interessant sein. Die meisten anderen WR können das nicht.

Auf jeden Fall muss man auf die Versandkosten achten. Das Zeug passt bei weitem nicht in jeden PKW und ein Speditionsversand ist sehr teuer. Das überwiegt oft Preisunterschiede bei der Ware. Am besten ist also etwas in der Nähe und ein Fahrzeug, wo es rein passt. Die Fahrzeugbreite ist der Engpass.

Die Variante mit den 1kWp Modulleistung sieht für mich am vielversprechendsten aus, wenn man den Transport in den Griff bekommt.

Falls du irgendwo in der Nähe Trina-Solar-Module auftreibst, kannst du eine AP-Systems WR auch selber im Netz bestellen. Die sind nicht so sehr teuer.

Und du musst natürlich auch noch die Montage in den Griff bekommen. 2m² Fläche pro Module haben eine üble Windlast, wenn sie nicht gerade senkrecht an der Wand ö.ä. hängen. Falls du eine senkrechte Montage brauchst: Module ordentlich überdimensionieren, weil die Leistung mit cos(θ) sinkt. Dafür hat man dann im Winter mehr, allerdings nicht länger. Module eher flach zu Montieren (z.B. Garagendach) führt zu Verschmutzung, was wie Verschattung wirkt. Ich würde wenn möglich steiler als 45° bleiben. Das verringert auch Hagelschäden, auch wenn das ggf. Sache der Gebäudeversicherung ist.

Nochwas: Schukostecker im Regen sind immer so eine Sache. Da würde ich ab und an mal nachsehen, ob da nichts vergammelt und dann schmort. Außensteckdosen sind zwar immer geschützt, aber nicht wenn der Deckel

24/7 offen steht. Ich schließe die Dinger lieber fest an, was allerdings Einfluss auf die Sachmangelhaftung hat.

Mir ist, als wäre das seit einigen Tagen durch. AFAIK ist Solarpaket 1 jetzt vollständig. Aber genau weiß ich es nicht. Ich habe bisher nur bei Häusern im Eigentum installiert und kenne auch nur solche Installationen.

Aber ist denn bei euch Krieg? Ich meine, wenn man sich mit freundlich Fragen einig wird, ist das doch gegenstandslos.

Marcel

Zuerst mal danke für deine Ausführungen, ich hab sie mit großem Interesse mitgelesen, sowas interessiert nicht nur den OP ;)

Zu obigem hab ich eine Zwischenfrage: Dieses Größeres Panel im Verhältnis zum Wechselrichter, also "Wechselrichter besser ausnutzen", ist das für den Wechselrichter irgendwie problematisch, wenn mal doch ausnahmsweise die Sonne voll auf alle Panels runterknallt und die volle Last entnommen wird?

/ralph

Ist nicht eine typische Befestigungsweise das Anschrauben mit irgendwelchen Schellen am Balkongeländer außen (ähnlich wie Blumentöpfe), also quasi zerstörungsfrei und reversibel, wenn auch natürlich minimal nach außen überhängend?

/ralph

Am 03.05.24 um 19:10 schrieb Ralph Aichinger:

Nein, normalerweise nicht.

Solarzellen sind Photodioden. D.h. sie erzeugen zwar Strom, schließen sich aber gleichzeitig selber kurz. Nur wenn der Wechselrichter die Spannung unter die Vorwärtsspannung der Diode drückt, kann man sinnvoll Leistung entnehmen. Die Vorwärtsspannung ist natürlich temperaturabhängig. Deshalb liefern Solarzellen im Winter, wenn es kalt ist die höchste Leistung.

Wenn ein WR die Leistung nicht abnehmen kann, weil er am Limit ist oder vielleicht gar nicht am Stromnetz hängt, dann lässt er einfach die Spannung hoch laufen.

Worauf man achten muss ist, dass die Leerlaufspannung der Module den WR nicht überlastet. Aber ich kenne eigentlich nur Mikrowechselrichter, die bis zu 60V können (ist eine gängige Spannung für FETs). Und ich kenne keine Solarmodule mit mehr als 144 Zellen. Das gibt höchstens 50V im Winter. Die Spannung ist dann eher bei großen Anlagen interessant, wo wir auch mal über 1kV reden.

Theoretisch kann beim Strom nichts passieren, da der WR im Zweifel immer die Spannung hochlaufen lassen kann. Aber praktisch kann natürlich durch plötzliche Änderungen der Beleuchtung auch mal sehr schnell Strom fließen. Deshalb geben viele WR auch einen maximalen Kurzschlussstrom der Zellen an, der nicht überschritten werden sollte. Die Werte variieren von Modell zu Modell stark. Für ein Modul reicht es immer, aber manche WR können auch 25A pro Kanal. Das reicht auch für 2 Module, was unter bestimmten Umständen Sinn ergibt.

Marcel

mehr als sie kosten - meines hier kostete 400 € nach Aufbau

Es gibt einiges miese, das ursprünglich nicht die Norm-Anforderungen erfüllte und nachgerüstet werden musste. Einige Geräte finden sich in der Auflistung

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kurzfazit: nimm hoymiles

Ich habe einen APsystems EZ-1 genommen und bin damit sehr zufrieden.

Erzähle mal, wo und wie du es aufstellen willst, z.B.

  • senkrecht am Balkongeländer
  • geneigt am Balkongeländer
  • aufgeständert auf dem Flachdach (z.B. Garage) Richtung Süden
  • aufgeständert als Ost-West-Anlage

Kurzerläuterung: den größten Ertrag hast du in Richtung Süden. Aber alles, was über deinen Eigenverbrauch rausgeht schenkst du dem Stromanbieter.

Eine Ost-West-Anlage bringt insgesamt weniger Ertrag, den dafür aber länger über den Tag verteilt.

welches davon? Dort werden viele verschiedene angeboten.

und was ist die Frage?

Du kannst mich übrigens gerne mal anrufen.

Schönen Gruß Martin

Am 03.05.24 um 18:39 schrieb Hergen Lehmann:

Das hat sich geändert. Die Dinger sind so billig geworden, dass es fast egal ist.

Wenn man 400€ für eine Mini-PV bezahlt und vielleicht nur 1kWh/Tag im Mittel selber nutzen kann, dann hat man einen ROI von ca. 4 Jahren. Das ist ein Wert von dem große Solaranlagen nur träumen.

Marcel

Ich mag es nicht, wenn der Gestzgeber sich zu tief in meine Privatangelegenheiten einmischt. Das ist auch unnötig. Hier im Haus hat ein Eigentümer danach gefragt und die Genehmigung ging einstimmig durch. Das gilt dann für alle auch mich. Wenn Miteigentümer das nicht wollen, haben sie vermutlich einen Grund dafür, und den sollen völlig Außenstehende, die ihn nicht kennen, gefälligst respektieren. Wer bestimmen will, wie ich wohnen soll, der möge mich auf seine Kosten in seiner Wohnung wohnen lassen. diese hier habe ich bezahlt.

Die kommunistische Gesellschaft nimmt allen alles weg und teilt dann zu, was *sie* will, daß Du wollen sollst. Meine Balkonanlage zahle ich, wenn sie kommt, gern selbst und Deine mag ich nicht bezahlen müssen.

So richtig übersichtlich und vergleichbar ist das Angebot nicht, das hast Du völlig recht -- ist der Hauptgrund, warum es auch dieser Nachbar noch nicht umgesetzt hat. Insbesondere für Befestigungsmaterial ist mir unklar, wo ich das in vernünftiger Qualität finde. Der gesamte Rest ist einfach.

Enphase IQ7X: 79,5 V Eingangsspannung Victron Energy: mehrere Modelle mit 66 V hoymiles: mehrere Modelle HMS mit 65 V

SolaX Power X1 Mini, mehrere Modelle mit 450 V (600 bis 800 W), Goodwe GW700-XS sogar mit 500 V

Viessmann nennt 360 Zellen für VITOVOLT 300 - aber vermutlich in mehreren parallelen Strängen und eigenen Schutzdioden. Leerlaufspannungen findest du bis

65 V je Panel.

Die Frage ist, ob und wie man mehrere Panels hinter einander schaltet. Eine mögliche zukünftige Regelung sieht bis 800 W Leistung, aber beschränkt auf max. 2000 W Solarleistung vor.

Das ist beispielsweise sinnvoll bei Ost-West-Anlagen, wo zwei Panels am einen Strang die Morgensonne auffangen, zwei andere die Abendsonne, damit du möglichst lang möglichst nah an den 800 W zulässiger Ausgabeleistung bleibst.

Danke für den Hinweis. Den Mist will ich schonmal nicht und muß darauf achten. Eine dokumentierte Schnittstelle, sei es WLAN oder Modbus, wäre dagegen nett und ersparte Zusatzgeräte.

Dann kommst Du an Deine eigenen Daten aus Deinem eigenen Netz selbst gar nicht dran und mußt bei der Stasi betteln gehen.

Für die technischen Angaben in Deiner Sachbewertung vielen Dank. Das ist hilfreich.

Hi Martin,

Da ist test.de gerade ganz anderer Meinung.

test.de/balkonkraftwerke

"Hoymiles-Wechsel­richter fällt durch

Das Phänomen ist bekannt: „Im Jahr 2023 stellten Wechsel­richter die viert­größte Produkt­gruppe dar, die wir sanktioniert haben“, sagt Jörg Kannegießer von der Markt­über­wachung der Bundes­netz­agentur.

Das stärkste Stör­potenzial zeigte im Test der Hoymiles-Wechsel­richter, der mit den Solar­anlagen von Maxxisun, Yuma sowie PV und SO verkauft wurde. Auch die Bundes­netz­agentur sieht ein „hohes Risiko“ für den Funk­verkehr und nahm ihn vorläufig vom Markt. Ein Umtauschrecht ist damit aber nicht verbunden."

Marte

Am 03.05.24 um 20:07 schrieb Martin Τrautmann:

Die Daten muss man auch mit Vorsicht genießen. Da stehen irgendwelche Werte, aber die Hersteller passen ihre Geräte regelmäßig an, oft auch ohne neue Produktbezeichnung. Und dann passt es schon nicht mehr. Meiner hat angeblich einen schlechten Wirkungsgrad und macht immer mal Probleme mit temporären Ausfällen. Beides kann ich nicht nachvollziehen. Da werden halt auch gerne mal ungeeignete Module angeschlossen. Und der Hersteller hat die Firmwarebugs wohl behoben.

Die haben den Nachteil, dass sie wirklich nur 50% der Leistung pro Modul können. Also nichts mit Ost-West Aufstellung.

Ich den angeblich schlechten DS-3, auch keine Probleme.

Marcel

Vergiss es. Einige wurden wohl gehackt^H^H^H^H^Hreverse engeneert.

Aber wenn du es richtig anstellst, bekommt der Hersteller außer dem Sonnenscheinlevel an irgendeinem Ort in Deutschland kaum verwertbare Informationen. Bei manchen Herstellern wird man dafür mit 10 Jahren Extra-Garantie "bezahlt".

Guck mal in die aktuelle c't. Das sind mehrere Artikel über das Zeug. Ich habe es selber noch nicht gelesen.

So in der Art. ;-)

Aber mehr als interessant sind die Daten nicht. Man kann sie ohnehin nicht beeinflussen. Relevant ist am Ende nur die integral erzeugte Strommenge minus die ins Netz eingespeiste Strommenge vom Zähler. Und um auf die Idee zu kommen, bei Sonnenschein bevorzugt Elektrogeräte laufen zu lassen, brauche ich auch keine Cloud.

Marcel

Marcel Mueller:

Verstanden, danke!

Mindestens in einer Übergangszeit "laufen die (Ferraris-)Zähler rückwärts":

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Ob und wann der Stromnetzbetreiber die alten Ferraris-Zähler bei Besitzern von Steckersolarkraftwerken tauschen wird, ist mir nicht bekannt.

Leuchtet alles ein. An meinem eigenen sehr kleinen Balkon kann ich nur ein einziges Modul betreiben. Freunde von mir haben größere Balkone, wo zwei oder mehr Module verbaut werden können, für die informiere ich mich auch.

Bei den Balkonen in Innenhöfen ist es ziemlich sicher, dass zwei im Querformat nebeneinander montierten Module an der Balkonfront im Tagesverlauf verschieden beschattet werden. Also müsste da zwingend ein 2-Kanal-WR hin.

Das ist schon kniffliger für die Auswahl, wenn man Modul und WR getrennt kauft. Findet man einen eindeutigen Wert in den technischen Daten eines WR, der zwingend ein Modul mit 144 Zellen benötigt?

Bei mir selber ist der Fall exotisch. Ich habe einen französischen Balkon mit einem Gitter von 114cm x

119cm.

Tief nach unten ragen, über die Fassade, nehme ich an, würde der Vermieter nicht gestatten. Daher scheidet wohl ein Standardmodul mit 173 Länge für mich aus.

Genau. Und es wäre auch Ressourcenverschwendung.

OK, das müsste man kurz vor einer Kaufentscheidung nochmal checken, danke für den Hinweis.

Daraus entnehme ich: typischerweise werden die WR draußen montiert, werden also der Witterung ausgesetzt? Und im Sommer will man sie drinnen auch nicht haben, weil sie warm werden.

Danke!

Ein Transport innerhalb Berlins mit meinem sehr großen Fahrradanhänger sollte kein Problem sein : )

Wird erfahrungsgemäß taugliches Befestigungsmaterial für eine schräge Anbringungen an Balkongittern bei solchen Sets mitgeliefert?

Guter Hinweis! Im Zweifel könnte man ein kleines Dächlein aus Blech dengeln.

Ich selber wollte durch die Außenwand bohren, da ich eh keine Außensteckdose habe.

Das wäre natürlich praktisch, wenn das stimmt. Dann man man anders beim Vermieter auftreten.

Das ist selbstverständlich. Als erstes frage ich höflich.

Valide ausführliche Informationen zur aktuellen Rechtspraxis, wenn Vermieter ablehnen, konnte ich bisher nicht finden.

Da geht es ja auch um Details wie Bohren an der Fassade, Winkel, Überlappung, Sonderfall französischer Balkon.

Die große Institution, die die Fördergelder verteilt hatte ich schon vor einer Woche zur Rechtspraxis gefragt. Sie wissen dazu nichts.

Aber die rechtliche Seite kann man ja vielleicht besser in de.soc.recht.wohnen tiefer diskutieren.

Ganz herzlichen Dank nochmal für Dein ausführliches und sehr hilfreiches Posting!

Andreas

Sieht auf den ersten Blick attraktiv aus. Auf den zweiten kann man es wohl nirgends selbst abholen, oder übersehe ich etwas? Mit 70 Euro Aufschlag wird es teuer. Aber ich habe dasselbe, sowohl die 830/600 als auch die 1000/600 Variante günstiger bei Amazon gefunden. Bei aller berechtigten Kritik am Monopolisten, die Garantieabwicklung ist vorbildlich (und nur sehr selten nötig).

Beim Bauhaus sind Solaranlagen teuer, dafür fand ich das:

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Verteuert die Anlage um 180 Euro, aber sieht solider aus als alles, das Amazon listet.

Axel Berger:

In der Tendenz stimme ich da zu.

Aber das Akzeptieren-Müssen des Anblicks von rechteckigen Flächen an Fassaden - auch wenn dies den ein oder anderen Eigentümer oder Mieter stört - empfinde ich als angemessen für das Ziel, in der Breite Beiträge zur Energieversorgung zu liefern.

Da bin ich einig mit Dir. Finanzielle Förderung von Steckersolarkraftwerken ist überflüssig, weil sich der ROI flott einstellt.

Mir gefiele als Anreiz eine dauerhafte Zusicherung für 800W Einspeisung aus Solarkraftwerken mit "Rückwärtslauf" des Zählers. Also 1:1.

Wenn dann die Erträge im Jahresverlauf verpflichtend über digitale Zähler zentral erfasst werden, wäre es Netzbetreibern möglich, anhand der Wetterprognosen gute Vorhersagen treffen zu können.

Andreas

Am 03.05.2024 um 20:15 schrieb Marcel Mueller:

Für 400€ bekommst du eine 800W Anlage. Die bringt theoretisch ca. 800 kWh im Jahr. Das wären bei einem Eigenverbrauch von 40% dann 100,- € pro Jahr was dann ein ROI von 4 Jahren ergibt.

Theoretisch vorstellbar. Ich halte das für unrealistisch, insbesondere den Einverbrauchsanteil von 40%. Da müsste man jetzt mal jemanden fragen, der damit praktische Erfahrungen hat.

Ich würde das als Hobby betrachten und mich freuen, wenn ich in 10 Jahren das Geld wieder raus habe.

Am 03.05.2024 um 23:51 schrieb Andreas Borutta:

...

Das wäre für den Betreiber angenehm weil sein Profit damit sehr viel höher wäre, das aber auf Kosten des Gesamtnetzes.

Wenn man sowieso eine gewisse Grundlast z.B. aus Netzwerkhardware und NAS/Server daheim hat, die in der Größernordnung der Produktion so einer Anlage liegt, warum nicht?

Von wieviel Watt reden wir da? Wenn da 200W erreicht werden, dann gibt es sicher viele Haushalte die in der Größenordnung Dauerlast haben und jetzt halt auf der Stromrechnung.

/ralph

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