Steckersolarkraftwerk ("Balkonkraftwerk") ohne Speicher - Empfehlungen/Worauf achten?

May 03, 2024 Last reply: 2 years ago 68 Replies

Am 05.05.2024 um 00:14 schrieb Juergen:

...

Ohne jede Änderung der Elektroanalge kann man nur in wenigen Fällen 20kW Geräte in einem Privathaus anschließen - es sei denn direkt an der Hauptverteilung. Also ja, natürlich.

Überraschung ;-)

Ach so, Mehrfamilienhaus mit Mietern, dann lohnt es sich noch mehr. Die o.a. 10 Module könnte man dann je Haushalt sehen, wenn keine extra Anforderungen wie E-Auto, WP usw. bestehen. Besser und verblüffend gut trifft es der HTW Berlin Überschlagsrechner bei Standardlastprofilen:

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Man braucht praktisch nur den Jahres IST Verbrauch.

Na dann viel Spaß bei der Planung und Umsetzung. (nein, das war keine Ironie)

Am Sun, 5 May 2024 10:32:03 +0200 schrieb Martin ?rautmann snipped-for-privacy@gmx.net zum Thema "Re: Steckersolarkraftwerk ("Balkonkraftwerk") ohne Speicher - Empfehlungen/Worauf achten?":

20 kW einphasig - wer macht denn sowas?

Ich meinte allerdings neue Zählerschränke aufgrund der TAB und in Folge auch neue Verteilungen weil wesentliche Änderung der Anlage. Das wird schnell teurer als die PV-Anlage an sich. Die Frage wäre auch, ob es das Dach trägt. Vom Alter her eine Erneuerung nicht dumm. Dann nehme ich die Schulden aber mit ins Grab.

Aktuelle Rechtslage kenne ich auch noch nicht. Soweit ich weiß, wurde man bisher als Mieterstromanbieter zum Stromversorger mit allen Pflichten und musste unter anderem den aus dem Netz zu beziehenden Strom voreinkaufen.

cu. Juergen

Ist HA _so_ kompliziert oder nur so beschissen entwickelt dass man es nichtmal in einer simplen VM betreiben kann?

Grüße Marc

Man kann es in einer VM betreiben, aber dann macht man halt was was die Entwickler nicht empfehlen. Letztendlich bringt HA seine eigene Virtualisierungsarchitektur mit (ich bin mir nicht sicher, wie weit das ein Hypervisor, eine Container-Architektur oder eine Mischung von beiden ist), die hauptsächlich für sauberes Rollback bei scheiternden Updates dient. Und damit man weitere Dienste parallel in eigenen Containern laufen lassen kann (z.b. einen MQTT-Broker), in Form eines "app store".

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Ich war am Anfang auch skeptisch, aber HaOS auf eigener Hardware läuft einfach so problemlos, auch wenn man jede Woche Updates einspielt, Home Assistant macht gefühlt noch weniger Probleme diesbezüglich als Apple oder Android. The proof of the pudding is in the eating.

/ralph

Am 03.05.24 um 23:19 schrieb Andreas Borutta:

MPPT-Spannungsbereich. Wenn der untere Wert größer 22V ist, würde ich zu

144 Zellen raten. Zwingend ist das nicht. Nur funktionieren die Bypassdioden des Moduls bei (kleinen) Verschattungen mglw. nicht.

Da kannst du überhaupt nichts sinnvoll anbringen.

Für einen 300W WR (gibt es auch) bräuchtest du auch schon ein Modul mit wenigstens 400W. Bei senkrechter Montage besser noch Richtung 500W. Solche Module haben durchweg 2m² oder etwas mehr.

Ja, das können die ab. Nur sollten sie keine direkte Sonne bekommen, jedenfalls nicht gleichzeitig zum angeschlossenen Solarmodul, sonst funktionieren sie nicht.

Eigentlich sind diese WR nicht für Balkonkraftwerke entwickelt worden, sondern dafür dass jedes Modul seinen eigenen WR direkt darunter oder dahinter hat. Dadurch ist es nicht schlimm, wenn die Module mal unterschiedlich beleuchtet sind, oder vielleicht auch mal ein anderes dabei ist, weil mal eins getauscht wurde.

So schlimm ist es nicht. Der Wirkungsgrad liegt durchweg >90%. Das wären bei 600W max. 60W Verlustleistung, also wie ein mittelgroßer Ventilator. Praktisch sind es eher 30W Verlustleistung. Das ist dann schon die Dimension eines sehr sparsamen PCs mit Monitor.

Ohne Platz für Solarmodule ergeben auch 600W keinen Sinn. :-(

Nein. Aufständerungen gibt es in Form von Alu-Schinen für um die 30€. Man muss dann halt gucken inwieweit das zum Befestigungsmaterial passt. Ich musste da noch etwas tun, um vor die Blumenkästen zu kommen.

Letzteres dürfte kaum geregelt sein. Und wenn du keine Steckdose hast, kommen noch Elektrikerkosten dazu. Ich glaube kaum, dass sich der Wasserfeste Stecker des WR entfernen und wieder anbringen lässt, um das Kabel durch die Wand zu führen.

Marcel

Am Sun, 5 May 2024 14:13:22 +0200 schrieb Marcel Mueller

Letztes Jahr hat wohl Lidl ein BKW-Set verkauft bei dem ein so kleines Modul dabei war. Um auf 300 Watt zu kommen musste man sogar ein zweites nachkaufen.

Schon aus Gewährleistungs- und Garantiegründen würde ich die Stecker des WR nicht entfernen wollen. Wozu auch, gibt passende Gegenkupplungen und diese Steckverbindungen sind auch gedichtet.

Ich frag mich manchmal, um wie viel der Stromverbrauch in Deutschland sinken würde, wenn jede von Laien installierte Deckenlampe, Steckdose, Stecker, Lichtschalter schlagartig nicht mehr funktionieren würde.

cu. Juergen

Ein Container in einer VM ist grundsätzlich überhaupt kein Problem, und das Rollback bei scheiternden Updates wird sich der VM-User ja selbst bauen können.

Hm. Ich hätte den in erster Näherung direkt in die vorhandene Virtualisierung geschoben. Danke für die Warnung.

Grüße Marc

Leider hab ich kein wirklich gutes Architekturdiagramm gefunden, es ist jedenfalls alles etwas komplizierter als es auf den ersten Blick ausschaut. U.a. hat man das übliche Docker-typische Forwarding von Ports. Dann gibt es den eigenen Bootloader, der das mit dem nicht hochkommen nach einem fehlgeschlagenen Update irgednwie abfangen soll, dann Add-Ons, von denen viele auch ins Netz sollen, und natürlich auch mit der HA-Installation reden müssen, oder untereinander:

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Spätestens da wird aus einem kleinen Bastelprojekt ein großes, wenn man das nachbauen will.

Wobei HA einfach ein sehr dynamisches Ökosystem ist, wie ich angefangen hab damit war eine Python venv die vorgeschlagene Installationsvariante, aber ich vermute durch den Druck hunderte externe Softwarepakete einzubinden ist man auf die derzeitige Architektur gekommen. Das kann sich in 2 oder 3 Jahren wieder ändern, die sind sehr forsch, wenn die was umbauen wollen, dann tun sie es.

/ralph

Marcel Mueller:

Was spricht denn gegen 109x175, montiert mit 30°, Hochformat.

Beispiel eines Sets eines Anbieters, der hier im Thread erwähnt wurde:

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Eine Montage im Schatten des Moduls wäre keine Problem.

Und der Vermieter müsste eine Bohrung durch die Fassade erlauben.

Andreas

Am 04.05.24 um 06:44 schrieb Stefan:

Ich habe in den letzten 3 Monaten >85% Eigenverbrauch. Ca. 150kWh verbraucht, ca. 24 kWh verschenkt. Die Eigenverbrauchsquote wird über den Sommer natürlich deutlich kleiner, aber das reduziert ja nicht den absoluten Eigenverbrauch. Im Gegenteil, alleine die zeitliche Ausweitung wird den sogar noch erhöhen.

Es ist durchaus vernünftig anzunehmen, dass am Ende wenigstens

600kWh/Jahr selbst verbraucht sind. Und die Aufstellung in diesem Haus ist nicht optimal. SW mit zeitweiser Verschattung durch einen Baum und Nachbarhaus.

Am anderen Haus zeigt ein Panel nach SSO und eins nach WSW, ähnliche Verschattungssituation. Da dürfte es besser ausfallen, weil wesentlich gleichmäßiger verteilt. Da kann der WR auch mal mehr aus einem einzelnen Panel ziehen ohne sein 600W-Limit zu reißen. Da funktioniert aber die Fernabfrage noch nicht. Also nix genaues weiß ich noch nicht.

Soeben erledigt.

Man kann natürlich positiv zum Eigenverbrauch beitragen, indem man bestimmte Verbraucher bevorzugt zu Tageszeiten mit Licht betreibt. Z.B. Waschmaschine vorprogrammieren, dass sie nachmittags schon mal läuft. Die Heizung braucht zwar deutlich mehr aber zumindest ist der Strom dann selbst verbraucht.

Die Analyse der Daten hat auch ergeben, dass es sogar Sinn ergeben kann, die Modulleistung gnadenlos überzudimensionieren. Begründung: Die Zeiten, in denen der WR am Leistungslimit hängt sind begrenzt. Das funktioniert nur bei direkter Sonneneinstrahlung. Und wenn diese Zeiten gerade nicht sind, ist die Leistung fast immer <50% Maximalleistung, üblicherweise wesentlich weniger. Berücksichtigt man ferner, dass die Spitzenleistungszeiten bevorzugt jene mit geringem Eigenverbrauchsanteil sind, bedeutet dass, dass eine Verdopplung der Modulleistung zu einem erheblichen Teil in einer Erhöhung der Eigenverbrauchs münden würde. Man hat dann halt auch bei schlechtem Wetter 100W. Naja, und was kosten heute noch zwei Module? Mit Montagematerial vllt. 200€. Wenn sich dabei der Eigenverbrauch um die Hälfte erhöht liegt man immer noch bei derselben Amortisationszeit. Man braucht natürlich den Platz. Leider können nur wenige Mikrowechselrichter mit so viel Modulleistung umgehen (Überschreitung des Maximalstroms pro Kanal). Die WR von APSystems fallen hier mit 22A oder mehr positiv auf. Das reicht für 2 Module mit 144 Zellen pro Kanal. Diese Vorgehensweise wirkt sich sogar stabilisierend auf das Stromnetz aus, da sie die hohen Spitzen bei der Einspeisung reduziert.

Vor wenigen Jahren hättest du noch recht gehabt. Aber da hat das Zeug auch das doppelte und mehr gekostet.

Marcel

Der WR hat zwei PMP-Kreise und ist auch richtig verkabelt, nehme ich an?

Grüße Marc

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Ich habe noch keinen µWR gesehen, der keinen unabhängigen Regelkreise hat. Ich vermute, die Dinger waren eigentlich mal vorwiegend für Dachanlagen mit aufgeständerten O/W Modulpaaren gedacht, die man dann in Stränge mit je einem halben Dutzend WR verkabelt. Dann sind einem partielle Verschattungen weitgehend egal.

Marcel

Am 09.05.2024 um 10:14 schrieb Marcel Mueller: ...

Zumindest bei etwas größeren PV Analgen mit einem Leistungsmesser in der Hauptverteilung kann man inkl. Wetterprognose Funksteckdosen o.ä. auf einen bestimmten Minimalanteil an PV einstellen, der Aktor schaltet dann die WaMa ein, wenn der Schwellwert erreicht ist.

Ein SMA Homemanager u.a. mit einem Shelly Pro 2PM erledigt das bei uns. Der Trockner am 2. Shelly Kanal ist leider nicht ferneinschaltfähig.

Leider ist die Basis an Weißware, die das mit Kopplung per (W)LAN unterstützen immer weiter ausgedünnt. Es wäre so viel praktischer, das direkt auf Protokollebene zu machen (EEBus; Wärmepumpen: SEMP).

IMO ist die Erhöhung des Eigenverbrauches und Reduzierung solcher Lastspitzen eine gute Netzentlastung - das ist aber offenbar nicht wirklich gewünscht, da reguliert man lieber netzdienliche Steuerungen z.B. für Privathaushalte bei z.B. WP und EV Lader >4,2kW (siehe §14a EnWG)

Am Mon, 6 May 2024 22:06:11 +0200 schrieb Andreas Borutta

Das würde halt oben oder/und unten über dein Balkongitter hinaus ragen.

Aktuell ausverkauft... bzw. inzwischen verkaufen sie es schon mit einem

400 Wp-Wechselrichter.

Bei einem französischen Balkon hat eine Außensteckdose halt leider kaum einen Nutzen. Bei einem größeren könnte man mit nützlich für irgendwas, was man beim Sitzen auf dem Balkon brauchen kann, argumentieren.

cu. Juergen

Am 09.05.2024 um 15:50 schrieb Juergen: ...

Weihnachtsbeleuchtung!

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Warum muss man argumentieren? Wenn fragen und selbst bezahlen nicht reicht, interessiert sich wahrscheinlich auch niemand für irgendwelche Argumente.

Am Thu, 9 May 2024 16:22:52 +0200 schrieb Thomas Einzel

Immer wieder schön. Um da mitmischen zu können sollte es dann schon eine Drehstromsteckdose sein, so ab 32 A...

cu. Juergen

Am 09.05.24 um 14:35 schrieb Thomas Einzel:

Das kann bei uns keins der Geräte.

Das ist auch gut so, den das IoT-Zeug, dass das Wort Sicherheitsupdate noch nie gehört hat, kommt mir sowieso nicht ins Netz. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Waschmaschine nach >20 Jahren sowieso inkompatibel zu den dann geltenden Standards ist und der Empfang durch die Betondecke im Keller irgendetwas zwischen vernachlässigbar und inexistent ist.

Da sind wir bei Weißer Ware noch nicht.

Naja, man kann die Leute ja auch schlecht zu Eigenverbrauch zwingen, zumal das organisatorisch für manche auch kaum abbildbar ist. Aber dynamische Stromtarife könnten da demnächst schon nochmal mehr Schwung rein bringen.

Marcel

Sorry, mit so kleinen Anlagen kenne ich mich nicht aus. Meine Anlage ist größer, hat vier Strings und ist schon zehn Jahre alt.

Grüße Marc

Am 09.05.2024 um 18:34 schrieb Marcel Mueller: ...

Ich habe sie in derzeit in 2 gesondertes VLAN eingesperrt, die können mit sich, untereinander und derzeit auch via Internet kommunizieren, letzteres könnte ich natürlich unterbinden. Keines der IoT Geräte kann eine Verbindung zu einem anderen internen Device in einem anderen VLAN aufbauen. (ja, Amen, selbstverständlich)

Naja, ich habe ja auch keines davon, o.a. bezieht sich auf Shelly & Co., das gab es tatsächlich schon Firmwareupdates.

Eher: da waren wir schon mal weiter, derzeit geht es eher um App+Handy gehampel, das wird dann von den Herstellern als smart bezeichnet, ist aber eher nur eine Fernsteuerung. Ich bevorzuge Automatisierung.

IMO das Problem: fehlende verpflichtende Standards, jede Firma implementiert etwas, was sie glaubt besser zu können, als der Rest der Welt. Verdrängungswettbewerb auf Kosten der Nachhaltigkeit.

Das meinte ich auch nicht, es ging mir darum, dass es den Leuten, die das wollen und können eher schwerer gemacht wird als "nötig".

Ja, das wird für die Mehrheit der Menschen natürlich eine echte Verbesserung bringen und alle werden davon partizipieren. Entschuldigung für meine Sarkasmus^H Realismus.

Um Missverständnissen vorzubeugen, dir, mir und vielen anderen, die sich mit diesen Umständen befassen und sowohl Elektrotechnik *und* kaufmännische Vorgänge gut oder einigermaßen verstehen, werden vermutlich auch von dynamischen Stromtarifen partizipieren. Auf unsere Einsparung werden Energieanbieter aber nicht freundlich verzichten, das zahlen dann andere. Aber ja, ich sehe es auch so, dass das so kommen wird.

Ja es gibt Wechselrichter, wo die Anzahl der MC4 Anschlüsse größer ist, als die Anzahl der MPPT.

Mein SMA Tripower SE hat auch 3 MC4 Anschlüsse, aber nur 2 MPPT. Zwei der MC4 Anschlüsse sind intern parallel geschaltet, man kann 2 geeignete Strings ohne Y Adapter o.ä. parallel schalten und eine dritten String in anderer Ausrichtung zusätzlich. Hintergrund: Viele Wechselrichter habe eine max. Eingangsplanung von 1kV je Eingang, der Arbeitsbereich des MPPT liegt darunter, z.B. bei 800V. Bei einer Leerlaufspannung von (hier nur beispielhaft angenommenen) 40V bei -20°C o.ä. je PV Modul und 800V MPPT Arbeitsbereich, sind das nur 20 Module je String, da können 2 Strings parallel geschaltet werden, wenn der Kurzschlussstrom passt. An diesen noch Haushaltsüblichen WR mit 10kVA kann man so bis 15kWp anschließen, mit z.B. zwei unterschiedlich ausgerichteten Modulflächen.

10kWp in einem String unter o.a. Bedingungen können "schwierig" werden.

Bei Wechselrichtern größerer EEG Anlagen sind mehrere parallel geschaltete DC Eingänge AFAIK normal.

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