Anbieter fuer "Balkonkraftwerk"

Hallo NGs!

Um den steigenden Energiekosten wenigstens ein bisschen 'was entgegenzusetzen, möchte ich mir demnächst ein sogenanntes "Balkonkraftwerk", also eine PV-Anlage mit max. 600Wp zulegen. Ich möchte PV-Module und Wechselrichter gerne gemeinsam bei einem Händler verkaufen, vorzugsweise als fertiges Bundle, um bei Reklamationen, Garantiefällen etc. nicht Blamestorming spielen zu müssen. Gesucht ist solide Qualität zu einen vernünftigen Preis, also weder "Goldkante", noch Billig-Schrott.

Welche Händler wären hierfür empfehlenswert? (Vorzugsweise auf der Basis eigener Erfahrung.) Gerne auch Hinweise, von welchen Händlern abzuraten ist. "Green Akku" z.B. macht ja recht rege Fernsehwerbung - aber das muss ja kein Qualitätskriterium sein; eher im Gegenteil. ;-)

TIA,

Sebastian

PS: Um wohlmeinenden Ratschlägen vorzubeugen: Ja, ich kenne die rechtlichen und technisch-regulatorischen Rahmenbedingungen. Ja, mir ist bewusst, dass PV ohne Speicher sozusagen nur die halbe Miete ist.

PPS: XP drh & dsie, f'up2 dsie

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Sebastian Suchanek
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Derzeit seltsamerweise nicht einmal. Der sehr große Regionalversorger Rheinenergie, hier mitten im Braunkohlerevier, bezieht gemäß der gestzlichen Pflichtangabe auf der letzten Rechnung mehr als die Hälfte seines Stroms -- 53.8 %! -- aus Gaskraftwerken. Deren Brennstoffpreis und Regelbarkeit macht sogar den Wert der sommerlichen Mittagsspitze noch hoch positiv, außer am Wochenende.

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Der Winter wird spannend.

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Axel Berger

Am 04.09.2022 um 09:44 schrieb Sebastian Suchanek:

Ich habe vor einigen Wochen meine Stecker PV Anlage selbst zusammen gestellt. Alles als Gesamtpaket von einem Händler ist derzeit und vermutlich noch die nächsten Monate eher eine Illusion. Außerdem: der gute Händler heute ist der schlechte von morgen und umgekehrt, in dem Markt ist IMO derzeit und mittelfristig *viel* durcheinander, die Händler sind überlastet im Sinn von nicht geht mehr.

man benötigt im wesentlichen 3 Sachen:

- den 600VA Micro-Wechselrichter mit NA Schutz und VDE Zulassung und MC4 Anschlüssen, zum AC Anschluss sage/schreibe ich nichts

- IMO 2 Solarmodule in Reihe, Kurzschlussstrom und die Addition der Spitzenspannungen muss der Wechselrichter können. Die Solarmodule so groß wie möglich, aber wenn nicht im Garten o.ä. je <2m² (reguliert sind 600VA Wechselrichterleistung, nicht die Wp der Solarmodule)

- die Befestigung - ehrlich, das war die größte Herausforderung und ich habe die Module nicht an einem Balkon (mangels Balkon), sondern im Garten, an einem Rohrgestell mit Halfcouplern + Alu Solarprofilen.

Beim 3. Punkt kann ich gar nicht mehr sagen bei wie viel Firmen ich das Materien inkl. der Kleinteile "zusammen gestoppelt" habe.

VNB und MaStR Anmeldung nicht vergessen.

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Thomas Einzel

Am Sun, 04 Sep 2022 09:44:34 +0200 schrieb Sebastian Suchanek snipped-for-privacy@gmx.de zum Thema "Anbieter fuer "Balkonkraftwerk"":

Letztlich verkaufen die meisten die gleichen Wechselrichter und dazu Module die gerade verfügbar sind.

Alpha-Solar.

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halt wie viele derzeit mit Lieferbarkeit und Nachfrage.

Haben mir damals ohne Mehrkosten einen besseren Wechselrichter geschickt, weil der vom Set gerade nicht lieferbar war.

Besonders interessant sind die für dich, wenn Du in der Nähe einer ihrer Abholstationen bist und ein geeignetes Fahrzeug zum Transport der Module hast. Dann sparst Du den Versand.

Kleiner Ratschlag: Hänge an den 600-Watt-Wechselrichter möglichst was technisch und vom Platz her geht, mindestens aber 2 x 350 Wp-Module.

cu. Juergen

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Juergen

Batterie ist ein Muß. Nicht nur kommt 42 % des Jahresertrages in den drei Monaten, die die Hauptreisezeit einschließen, es sind nur insgesamt

7 % in den drei Wintermonaten mit hohem Bedarf. Dagegen helfen Akkus gar nix.

Aber die Module haben auch einen extremen Tagesgang. Ein Großteil des Tagesertrages ist die Mittagsspitze und da kommen im Sommer kurzzeitig die vollen 600 W oder mehr an. Mein mittlerer Haushaltsbedarf ist 250 W. Wie hoch ist er mittags bei denen, die um die Zeit arbeiten und gar nicht zu Hause sind? Dieser Anteil ist ohne Speicher weg und wird bei Zählern mit Rücklaufsperre (heute alle) gar nicht vergütet. Zu Zeiten, wo man den Strom selbst nutzen kann und möchte, liefern die Modue nix.

Das Speichern einer Kilowattstunde kostet auch heute noch mehr als ihr Liefern aus dem Netz. Finaziuell vergrößert der Speicher den Verlust also nur mehr, aber wer sowas überhaupt kauft, der will oder kann ohnehin keine Kosten rechnen.

Eine Inselfähigkeit für etliche Stunden könnte dagegen für die kommenden Winter tatsächlich lohnen. Das hängt aber auch von den Umständen des Einzelnen ab.

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Axel Berger

Ich habe den Eindruck, Du hast keines und reimst Dir deshalb irgendwas zusammen.

Nun, ich habe eines und muss deshalb nicht spekulieren, sondern kann messen:

2021 habe ich 250kWh geerntet, davon gerade mal 50kWh dem Versorger geschenkt. Meine selbstgenutzten 200kWh haben mir 60€ erspart, die Anlage wird sich also in <6a amortisieren, bei anzunehmend steigenden Strompreisen noch deutlich eher. Mit Akku käme ich nie mehr ins Plus.
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Andreas Neumann

Hab hier so ein yonghui gmi300 und ein panel das wohl um die

250W hat. das Smartmeter hat noch nie mehr als 140W angezeigt. Der WR duerfte also um die 60% effizient sein. Is halt billig...
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Johann Klammer

Aber nicht für ein 600VA Balkonkraftwerk.

Natürlich, aber dazu sollte die Solaranlage deutlich größer als nur 600W sein und die Batteriegröße zum "Verbrauch" passen. 600Watt bzw. VA sind nur die Spitzenleistung und unterhalb liegt es schon fast/oft/meistens im Bereich der Grundlast - da ist einfach zu wenig Energie ("Solarüberschuß") zum laden einer größeren Batterie mit mehreren kWh übrig.

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Thomas Einzel

Ich weiß ja nicht, wie Du wohnst. Bei mir sind es 250 W im Jahresmittel, bei Beschränkung auf das nötige weniger. 600 W liefern derzeit halbwegs brauchbar montiert 1.2 kWh am Tag. Damit kann man eine Menge machen und sei es nur Babymilch erwärmen.

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Axel Berger

Also um 250 W Nennleistung. Aus Paneelen mit 600 W würde ich 500 kWh Jahresertrag erwarten. Aber selbst 250 W sind im Sommerurlaub mittags eine Menge. Wie ist Deine Durchschnittsleistung resp. Dein Jahresverbrauch, daß Du solche Leistungen wegpacken kannst?

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Axel Berger

Am Sun, 4 Sep 2022 11:27:15 +0200 schrieb Thomas Einzel snipped-for-privacy@einzel.de zum Thema "Re: Anbieter fuer "Balkonkraftwerk"":

Zumindest Einige von den kleinen Wechselrichtern schalten die Module nicht in Reihe sondern sind im Prinzip 2 300-Watt-Wechselrichter in einem Gehäuse. Insbesondere gibt es für jedes Modul ein eigenes MPPT. Hat Vorteile wenn z.B. ein Modul (teil)verschattet ist und das andere voll in der Sonne liegt. Oder wenn man die Module unterschiedlich ausrichten will, zum Beispiel Ost-West statt nur Süd. Das gibt zwar insgesamt weniger Strom-Ertrag, dafür gleichmäßiger über den Tag verteilt. cu. Juergen

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Juergen

Am 05.09.2022 um 12:10 schrieb Juergen:

...

[...]

Wenn man das so haben möchte, sollte man darauf achten, dass nicht nur 2 Paare MC4 Verbinder am Wechselrichter sind, sondern tatsächlich 2 MPPT.

Ja, vor allem bei größeren Solaranlagen eine Überlegung wert.

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Thomas Einzel

Wenn wirklich "brauchbar montiert", sollte das derzeit - Ende August/Anfang September - mehr sein, ich habe im Mittel über 2kWh/d.

Ja so eine Mini PV kann man gut verwenden, meine Anmerkung bezüglich Grundlast bezog sich in snipped-for-privacy@news.einzel.de>

auf abzüglich der Grundlast des Hauses für das (zusätzliche) laden einer größeren Batterie mit mehreren kWh zu übrig Energie übrig ist. Aber das ist nur meine Meinung.

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Thomas Einzel

Der "Trick" bei einer Steckersolaranlage ist, den finanziellen Aufwand und auch die gelieferte Leistung in engem Rahmen zu halten, so daß der größte Teil der Leistung direkt verbraucht werden kann. Dann und nur dann ist eine zeitnahe Amortisation erwartbar. Meine Grundlast bewegt sich wohl um die 70W, mit meiner 300Wp-Anlage habe ich wie geschrieben einen Eigenverbrauch von ca. 80%. Das dürfte nahe am erreichbaren Optimum¹ sein. Der Jahresverbrauch ist in diesem Zusammenhang weniger interessant. Der "Trick" bedingt aber auch, keinesfalls Pufferakkus zu benutzen. So etwas ist vielleicht bei ausgewachsenen PV-Anlagen denkbar bzw. wenn man Inselfähigkeit oder Autarkie braucht.

¹Ein Bekannter hat noch einen Ferraris-Zähler, der bekommt damit sogar (virtuell) Geld für eingespeiste Energie bzw. nutzt das Netz tatsächlich als kostenlosen "Speicher". Darf sich halt nicht erwischen lassen.
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Andreas Neumann

Am Mon, 5 Sep 2022 13:56:50 +0200 schrieb Thomas Einzel snipped-for-privacy@einzel.de zum Thema "Re: Anbieter fuer "Balkonkraftwerk"":

Frage mich, ob das ein Grund ist, dass zum Beispiel Alpha Solar auch größere PV-Anlagen mit Microwechselrichtern anbietet. Zum Beispiel 7,7 kWp mit 20 Modulen und 5 Microwechselrichter HM-1500. Aus deren Datenblatt zu maximalen Eingangsstrom und -spannung schließe ich, dass auch da ein MPPT je Eingang vorhanden ist. Erstaunlicherweise ist diese Anlage sogar rund 1000 € billiger als eine mit einem "großen" 3-phasigen Wechselrichter SMA Sunny Tripower 6.0 (der aber halt mit Zusatzgeräten Optionen bietet wie Batteriespeicher und dessen optimierter Nutzung. Mit den Microwechselrichtern wird man wohl auch die Optionen "Ferbabschaltbarkeit" und "Reduktion der Einspeisung auf 70 %" nicht abdecken können.

cu. Juergen

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Juergen

Als solcher ja. Aber

Das bedeutet, Dein Verbrauch ist immer um die Mittagszeit hoch genug, um insgesamt 80 % des Jahresangebots wegstecken zu können, obwohl es konzentriert in wenigen Monaten anfällt. Ich finde das erstaunlich.

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Axel Berger

Ja, ich habe bewußt niedrig geschätzt, weil ich ja das Argument "das ist so wenig, damit kann man eh nichts anfangen" widerlegen wollte.

Ja, das ist etwas anderes. Trotzdem reichen relativ kleine Kapazitäten aus, um manchen dringenden und zeitlich nicht verschiebbaren Bedarf abzudecken. Für die gerade massenhaft gekauften Ölradiatoren eher nicht, aber die könnten den Notfall auslösen.

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Axel Berger

Am 05.09.2022 um 16:54 schrieb Juergen:

[Module in unterschiedliche Richtungen ausrichten]

nicht ganz "je zwei Module werden von einem MPPT (Maximum Power Point Tracking) gesteuert"

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Bei 6KW sollte sich ein Batteriespeicher in vielen Fällen lohnen. Bei 5 Wechselrichtern wäre nur eine AC gekoppelter Batterie (mit Lader und gesondertem Wechselrichter) machbar, das könnte den finanziellen Vorteil wieder zunichte machen. Aus Gründen der Ausfallsicherheit fände ich 2 Wechselrichter gar nicht schlecht, aber 5 Microwechselrichter wären nichts für mich.

Ob das bei o.a. Wechselrichter geht weiß ich nicht, meinen 600VA (bei VDE4105 Einstellung) Solax X1 Mini kann ich in % Schritten einstellen.

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Thomas Einzel

Am 05.09.2022 um 20:43 schrieb Axel Berger: ...> Für die gerade massenhaft gekauften Ölradiatoren eher nicht,

Mein Tipp für den Winter 22/23: ja, eventuell Mein Tipp für den Winter 23/24: ich befürchte ja

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Thomas Einzel

Andreas Neumann schrieb:

Normalerweise hat ein Ferraris-Zähler eine Rücklaufsperre. Entweder ist das Gerät defekt oder speziell dafür vorgesehen. Oder es hat ein Leerlaufhäkchen und man hoffte, das würde ausreichen und niemand würde rückspeisen.

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Rolf Bombach

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