Spuelmaschine

Aug 27, 2022 Last reply: 3 years ago 28 Replies

In den nächsten Tagen werde ich eine 25 Jahre alte Spülmaschine im Auto haben, die im Prinzip (scheinbar) prima funktioniert, nur das Geschirr wird nicht sauber.



Direkt ab zur nächsten Sperrmüllannahme, oder gibt es da prüfbare Bauteile, die einen Blick wert sein könnten? N.B: Ich selbst besitze keine Spülmschine, habe noch nie eine benutzt und deshalb keinerlei praktischen Erfahrung damit.



Am Sa.,27.8.2022 um 19:19 schrieb Axel Berger:

Vor dem Abbau prüfen spart Arbeit: Im Hauptspülgang Klappe aufmachen:

-ist Wasser drin (Zulaufventil)

-ist es warm (Heizung)

-ist Reiniger im Wasser (Verschluss Reinigungsklappe)

-tropft das Wasser vom Geschirr (Pumpe)

-rotieren die Arme noch direkt nach dem öffnen (Armlagerung)

-wenigstens etwas Schaum (Wasserenthärtung/Salzvorrat)

-hinterher Wasserflecken (Klarspüler/Dosierung)

-abpumpen geht nicht mit dickem Strahl (Sumpf/Siebe verstopft)

-quälende Geräusche beim abpumpen (Laugenpumpe)

-Arbeitsverweigerung (Überflutunngssensor)

Servicemanual: können Fehlercodes angezeigt werden, gibt es Servicemodes zum Komponententest?

Am 27.08.2022 um 19:19 schrieb Axel Berger:

Motorkondensator verschlissen (ca. 5 Euro). Um ein paar uF. Motor dreht dann nur noch schwach. Wasserstrahl Dreharm dann minimal und Arm dreht nicht. Dreharm unten entfernen und ohne laufen lassen. Wasser sollte dort mit Druck rauskommen.

Maschinen schalten Arme um. Es laufen nicht unbedingt beide. Für Lautstärke und kleinere Pumpleistung.

Ich habe eine, die vermutlich aus derselben Zeit stammt. Das dürfte die erste Generation mit (wie immer fehlerhafter) Software drin sein. Die hatte ich vor etlichen Jahren gebraucht übernommen, nachdem sie mehrere Wochen, evtl. Monate in der Ecke stand. Die wies das Phänomen auf, daß das Waschprogramm offensichlich korrekt lief, nur eben war das Geschirr hinterher nicht sauber. Sauberer als vorher, aber mehr nicht. Also dasselbe wie bei Deiner.

Nach diversen Reinigungsprozeduren und Tests fand ich heraus, daß diese Maschine eine Konfiguration für die Software braucht, hier für die Wasserhärte. Die Software kann sich das nur merken, wenn sie (fast) ständig an der Spannungsversorgung "nuckeln" kann. Ich habe es allerdings nicht ausprobiert, wie lange der Stromausfall sein darf, bis sie vergeßlich wird.

Gruß, Ralf

Dann nach einem supercap auf der platine schauen. altern.

Nach ein paar Wochen Stillstand kann auch eins der Messröhrchen für Wasserstand etc.zu sein. Spült dann zu wenig Wasser ein.

Am 27.08.22 um 19:19 schrieb Axel Berger:

Das kann alles mögliche sein. Man kann mal nach dem Fabrikat bzw. Model und dessen typischen Fehlern suchen, aber im Einzelfall muss das natürlich nichts heißen.

Wenn die Geräuschkulissen "normal" ist, dann ist zumindest die Hochdruckpumpe noch OK. (Die wäre ein Totalschaden.) Wenn nicht, kann es aber auch an der Steuerung liegen.

Dann fiele mir die Heizung ein. => Innenraum muss nach dem Waschen heiß sein.

Manchmal bedarf es aber auch schlicht einer intensiven Reinigung. Wenn da Dreck die Flügel verstopft oder auch die Sensoren für Wasserstand etc., dann klappt auch nichts. Dazu muss man das Teil halt ggf. zum Teil auseinander nehmen.

Marcel

Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De schrieb:

Jede Therapie erfordert eine vorherige Diagnose. Wer das dazu nötige Know-How hat (auch ein gerüttelt Maß technisches Verständnis und gesunder Menschenverstand können hilfreich sein), der kann erfolgreich diagnostizieren, was die erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Reparatur ist.

Wer nicht, der nicht.

Usenet hat keine Augen.

Aber all das wußtest Du ja bereits vorher. Fragt sich, warum Du in Kenntnis dessen dennoch gepostet hast.

Am 28.08.22 um 02:13 schrieb Michael Kemper:

Waren die vor mehr als 25 Jahren schon üblich in der Spülmaschine?

Gerald

Am 27.08.22 um 19:19 schrieb Axel Berger:

Kommt darauf an wie viel Zeit Du ggf. investieren willst. Ggf. Modell+Fehlerbeschreibung in eBay-Kleinanzeige oder ähnliches und es findet sich eventuell ein Abnehmer der gleich weiss wo er hin greifen muss.

Gruß Gerald

Am 17.09.2022 um 09:27 schrieb Gerald Oppen:

Vor 30 Jahren ging es damit los. Vorher kleine NICD Akkus. Wie auf Mainboards. EEProms für Einstellungen nicht sicher wann die kamen.

In einem Conrad Multimeter von 1995 war auch ein 3F Supercap (2*1.5). Als Batterieersatz. Alle paar Jahre neuen eingebaut. Verschleißen. Wird über das Messkabel geladen.

Michael Kemper, 2022-09-20 18:41:

NiCd-Akkus halten auch nicht ewig. Aber "alle paar Jahre" für den Supercap erscheint mit sehr oft. Der Supercap in meinem LED-Scheinwerfer am Fahrrad (Schmidt) ist jetzt schon gut 10 Jahre im Einsatz und funktioniert immer noch ohne erkennbare Einschränkungen.

Wed, 21 Sep 2022 13:18:43 +0200, Arno Welzel:

Es gibt bei allen Bauteilen unterschiedliche Qualitäten. Manche Goldcaps vertragen es gut dauerhaft leicht mit Überspannung betrieben zu werden. Andere nicht. Manche mit recht hohem Innenwiderstand leiden bei dauerhaftem Betrieb an schlecht geglätteter Gleichspannung und verlieren nach einigen Hundert Betriebsstunden merklich Kapazität - andere nicht.

In Zeiten schwieriger Beschaffung (was momentan auch den Goldcap im Schmidt Edelux betrifft: Über 30 Wochen Lieferzeit) könnte man versucht sein da Kompromisse zu machen...

Ich war aber gerade erstaunt über die Lebensdauer eines NiCd-Stützakku in einem "Ritter Energie" (die Solar/Heizungs-Sparte von Ritter Sport) Zirkulationspumpen-Steuergerät. Das Ding ist Baujahr 1992. Ich habe es vor

5 Jahren gebraucht gekauft und dann neben die Heizung gelegt. Erst vor 2 Wochen habe ich mich aufgerafft das Ding zu verbauen. Erst blieb das Display schwarz. Innen fand sich eine aufgelötete NiCd-Zelle, die auf 0 Volt runter war. Also habe ich diese schonend über Nacht auf 1.4 Volt aufgeladen. Nun "leuchteten" alle Segmente des LCD gleichzeitig :-/ Kurz vor dem Impuls das Ding nun in die Tonne zu treten habe ich die Zelle wieder auf 1.2 Volt entladen - und umgehend funktionierte alle wie gewünscht. Dann lag das Ding wieder 1 Woche ohne Strom herum - und die Spannung der kleinen Zelle war nur wenige hundertstel Volt abgesunken - trotz eingeschaltetem Display. Die NiCd-Zelle scheint wie neu zu sein!

Diese Steuerung erlaubt zu programmierbaren Wochentagen/Zeiten die Warmwasser-Zirkulation einzuschalten. Wenn der Anlegefühler am Rücklauf-Rohr die Solltemperatur erreicht, schaltet die Pumpe ab. Ausserdem läßt sich per beliebiger Anzahl paralleler Taster aus er Ferne die Zirkulation starten. Nett - für einen 10 Euro ebay-Fund.

Andreas

Und sehr wirksam. Wir haben hier im Haus einen Wärmezähler, der um einen sinnvollen Prozentsatz weniger zeigt als die Abgabe der Wärempumpe. Beim Verbrauch haben wir nur Wasserzähler. Einen Wert muß ich also raten. Wenn unser Kaltwasser mit 15 °C ankommt, dann verlieren wir mehr als die Hälfte der Gesamtwärme in der Zirkulation. Du sparst demnach vermutlich sehr viel mehr als das Bißchen Pumpenstrom. Mit den Anforderungstastern solltest Du die Ruhezeiten sehr großzügig anlegen.

Dann müßte ein im Warmwasserrohr verlegter Rücklauf auch wesentlich energiesparender sein als ein extra Rücklaufrohr. Der übliche Kreis.

Wird ja so gemacht, um einen reinen Abnehmerkreis kostengünstig um die Funktion Zirkulation zu erweitern. Dünnes Rohr zurück. Unten an der Pumpe dann ein Durchbruch durch das Rohr. Rücklaufmenge muss ja nur minimal sein.

Hi Michael,

Klar, damit spart man grob die Hälfte. wobei nicht ganz, weil die Oberfläche mit dem größeren Außendurchmesser auch steigt.

Das Hauptproblem bleibt: Die Leitung bleibt permanent warm, auch wenn man nur selten Warmwasser zapft. Da ist mir die Rücklauftemperatursteuerung mit Bedarfsanmeldung lieber. Bei mir sorgt ein kleiner Atmel im Steuergerät dafür, dass meine wöchentlichen wiederkehrenden Bedarfe registriert werden und dann die Anmeldung entfallen kann. Das spart die Taster, einen einigermaßen geregelten Wochenverlauf vorausgesetzt, was bei uns gegeben ist.

Marte

Gibt es die Einfühlersteuerung noch? Warmwasser nur kurz aufdrehen, die Steuerung bemerkt den Temperaturanstieg in der inzwischen etwas abgekühlten WW Zuleitung und aktiviert die Zirkulationspumpe eine Minute.

Funktioniert wie die Tasteranforderug, nur ohne Taster.

Marte Schwarz snipped-for-privacy@gmx.de schrieb:

[Warmwasserzirkulation]

Ich will einsehen, daß eine Warmwasserzirkulation in einem großen Gebäude (Mehrfamilienhaus mit zentraler Warmwasserversorgung) kein Schaden ist, sie kostet aber halt in jedem Fall Energie. Ich würde in meinem eigenen Einfamilienhaus keine Warmwasserzirkulation vorsehen, auch nicht eine mit Tricks wie Zeitsteuerung, Bedarfssteuerung etc.

Hier im Haus lag eine Schwerkraftzirkulation vor; die Warmwasserleitungen sind sämtlich unisoliert und so verbaut, daß man sie nicht nachträglich isolieren kann. Der Wärmeverlust durch die Leitungen dürfte höher sein als die real verbrauchte Wärme.

Ich habe die Zirkulationsleitung abgeklemmt, das hat den Gasverbrauch im Sommerbetrieb mehr als halbiert. Leider habe ich vergessen, bei gleicher Gelegenheit in den Warmwasserzulauf einen Thermosiphon einzubauen.

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Die Mikrozirkulation ist deutlich fühlbar.

Die ist auch nicht deutlich bequem und bedarf halt wieder der Installation.

(Siehe Parallelthread mit dem Kleinspannungsnetz zum Ersatz der Wandwarzen)

Man hat auch mit der besten Steuerung immer den Wärmeverlust durch das in den Leitungen verbleibende Warmwasser, das dort ungenutzt abkühlt. Je größer das Leitungsvolumen ist, desto größer der Wärmeverlust.

Je länger ich lebe, desto wichtiger ist mir das Prinzip KISS.

Irgendwo (Make Magazin?) habe ich da letztens noch eine Bauanleitung gesehen ...

cu Michael

Hallo Martin,

Wenn man darauf Einfluss hat, bin ich ganz bei Dir.

Das sollte nur bei der Rückleitung so sein.

Klar, unter Putz, versteht sich.

Immer.

Wie das, wenn Du nicht an die Leitungen kommst?

Dann hilft nur eine möglichst gute Isolation der Leitungen, die aus dem Speicher heraus führen, oder ebne dort ein lokaler Umbau.

Wie muss man sich das praktisch vorstellen?

Die Installation braucht keinen Eingriff ins Rohrsystem. Es reichen zwei Fühler für Vor- und Rücklauf und ein Zwischensteckerchen bei der Umwälzpumpe, die sinnvollerweise eine Rücklaufsperre mit Schwerkraftzirkulationssperre haben sollte. Die meisten Rücklaufsperren sperren die Schwerkraftzirkulation gleich mit. Wenn es bei mir nach 2 Minuten Duschen plötzlich kälter wird, dann weiß ich, dass ich die Pumpe mal wieder aufmachen und entkalken sollte, weil dann das Rückschlagventil kaltes Wasser via Zirkulationsleitung durchläßt :-)

Das ist wohl richtig. Da ich aber keine Lust hatte, die Fliesen in der Wand aufhauen zu lassen, um an die Rücklaufleitung zu gelangen (zudem ist nicht sicher, wo die Rücklaufleitung im Haus sonst noch einen Shunt hat, da ist zu oft dran erweitert worden) war das die einfache uns wirksame Lösung. Ein Problem ist noch, dass ich thermostatische Wasserhähne im Bad hab. Wenn die nicht ganz auf Kaltanschlag stehen, dann wird sehr oft versehentlich ein Bedarf angemeldet. Das sehe ich aber immer schnell, wenn ich im Heizungsraum bin und das Steuergerät mehr als einmal pro 2 Sekunden blinkt. Dann weiß ich, dass ich die Temperatur an den Waschtischthermostaten wieder an den Kaltanschlag drehen muss. Das passiert alle paar Monate, wenn die Putzfrau die Teile beim Putzen verstellt hat und wir vergessen hatten, das wieder zu korrigieren.

Marte

Hi Wolfgang,

Klar doch, sogar mit intelligenter Erkennung Deiner Gewohnheiten incl. Ferienmodus... Den Link hatte ich hier schon oft gepostet. Ich gehe jetzt nicht in den Keller...

Marte

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