Am 03.05.2024 um 18:39 schrieb Hergen Lehmann:
Praktisch keine, ob man nun 550kWh oder 600kWh "Ertrag" p.a. hat, ist in der Praxis kaum relevant, entscheidend ist die Autarkie - also welchen Anteil der benötigten Elektroenergie kann man selber produzieren bzw. muss man nicht kaufen. Beispiel: Wenn die Mini PV vor allem z.B. von 10:00 bis 14:00 viel produziert und man ist zu der Zeit auf Arbeit, speist man die Energie ohne Vergütung ein und der VNB bekommt sie geschenkt. In der Zeit vorher und nachher wird weniger Energie produziert, aber man könnte sich eher gebrauchen, muss jedoch zukaufen. Maximale Energie-Jahresproduktion ist ein Optimierungsfaktor für reine Einspeiseanlagen.
Nur eine kleine statistische Leistungs- und Energieauswertung des Wechselrichters per WLAN ab Werk würde ich empfehlen, das dient auch gleichzeitig als Funktionskontrolle.
Eigenverbrauch ist der Sinn dieser Mini PVs.
Bei 60...65° Süd-Ost (nicht an einem Balkon) bin ich auf 560kWh p.a. über 1,5 Jahre Erfassungszeitraum gekommen. Da ich einen Zweirichtungszähler habe, kann ich sagen dass das bei mir >90% Eigenverbrauch war - das kann man natürlich nicht verallgemeinern. Bei 500€ Eigenanteil/Kosten (der OP könnte sogar noch eine Förderung bekommen) und 30Cent/kWh Bezugskosten kann man ohne Zinsbetrachtung leicht die Amortisationszeit ausrechnen. Ich würde dabei nicht mehr als
90% Eigenverbrauchsanteil ansetzen, bei senkrechten Modulen weniger.Bei angenommenen, tatsächlich eingesparten 500kWh p.a. sind das in dem Beispiel beo 30Cent/kWh 150€ Einsparung p.a. 500€ Kosten wären (ohne Zinsbetrachtungen) nach weniger als 3,5 Jahren refinanziert. Danach kann man eine virtuelle kleine Schüssel unter den Modulen aufstellen, wenn die € Stücke herausfallen und die Netze werden etwas entlastet.
Wer die Möglichkeit hat ein/e Mini PV / BKW zu betreiben und macht es nicht, dem kann ich nicht helfen (die höfliche Variante). Eine EEG Anlage auf Dach oder Freifläche ist allein finanziell eine andere Baustelle und ohne Dach/Grundstück wird es schwierig.