Amen. Und in Wahrheit ist jede Open Source Lösung besser als das was die Firmen selbst stricken und für das beste seit geschnitten Brot halten. Merke: Das Produktmanagement arbeitet nicht für den Kunden.
Grüße Marc
Amen. Und in Wahrheit ist jede Open Source Lösung besser als das was die Firmen selbst stricken und für das beste seit geschnitten Brot halten. Merke: Das Produktmanagement arbeitet nicht für den Kunden.
Grüße Marc
Das ist nicht einzige Frage. Mein Balkon ist mit fünf Metern imho sehr lang. Mit zwei Modulen ist der voll. Die Höhe des Geländers liegt dabei schon deutlich unter der Modulbreite, sie stehen also unten stark über. Meine Balkonplatte hier scheint mir sehr dick, da paßt es ohne in den Nachbarn unten zu ragen. Aber die miesten Balkone, meine ich, sind dünner.
Hallo Axel,
Schau mal im SecondHand-Bereich nach. Ausgemusterte aus Repowering sind oft noch recht jung und dennoch noch viele Jahre leistungsfähig.
Damals waren die Module noch deutlich handlicher, was ich persönlich auch für die Montage sehr angenehm finde. Ein Freund von mir hat mit leicht kupfern schimmernden Dünnschichtmodulen sein neues Gerätehaus gen Westen verkleidet. Das sieht richtig schick aus und bringt in den Wechselrichter gar nicht so wenig. Wenn Du Platz hast, denk an Dünnschichtmodule. Die sind optisch schöner, kosten fast nichts mehr und liefern bei Bewölkung und Teillast gar nicht so viel weniger. Am Balkon fallen die gar nicht als Solarmodule auf, wenn Du sie nicht aufständerst, das ist wie ein modernes Glasgeländer. Da fragt auch keiner nach, wie beim Freund, da denkt jeder, das sind die Fenster vom Schuppen ;-)
Marte
Am 12.05.24 um 21:28 schrieb Marte Schwarz:
Ack. Kenne auch jemanden, der einen ganzen Stapel auf die Tor bekommen hat.
Das sehen die Handwerkerkosten u.U. anders. Wenn man 20kWp in kleinen Modulen auf's Dach packen will, ist das halt einiges an mehr Arbeit und Montagematerial. Daher der Trend zum größeren. Das ist natürlich im Kontext Balkon kontraproduktiv. Aktuell sind wohl 2m² üblich. Die passen mit Ach und Krach noch in manche PKWs. Der Trend geht aber schon Richtung 3m². Die passen in keinen PKW mehr und die Transportkosten für einzelne Module übersteigen deren Wert.
Man korrigiere mich, aber sind nicht nahezu /alle/ aktuellen Zellen Dünnschicht? Dem ist zu einem guten Teil der Preisverfall in den letzten Jahren (exclusive China-Dumping) geschuldet. Man braucht einfach weniger Material, und das Licht kann die Zelle 1½-mal durchdringen.
Wenn sie stark rötlich schimmern, sind die Zellen halt so dünn geraten, dass der rote Lichtanteil selbst nach zweimaligem durchdringen der Zelle noch nicht in Strom umgesetzt wird. Das ist in den Morgen- und Abendstunden ein Nachteil, weil dann der Wirkungsgrad einbricht.
Oder meinst du die früher mal verfügbaren a-Silizium-Zellen? Die haben einen erheblich geringeren Wirkungsgrad, geschätzt vllt. die Hälfte. Man hat sie genutzt, wenn der Platz keine Rolle spielte, sondern nur die Produktionskosten. Die amorphen Zellen waren einfach viel billiger herzustellen als poly- oder gar monokristalline. Heutzutage, wo die Zellen nur noch einen kleineren Anteil der Gesamtkosten ausmachen, tut das niemand mehr. AFAIK ist fast alles monokristallin PERC.
Alle, die ich kenne, nehme ich auch als Solarmodul wahr, egal, ob sie nun bläulich, rötlich oder sonst wie schimmern. Im wesentlichen ist die Farbe immer schwarz, was ja auch eine notwendige Bedingung für die Stromerzeugung ist.
Das sind dann aber auch schon sehr spezielle Fenster, bzw. ein sehr spezieller Schuppen, wo Dinge passieren, die keiner sehen sollte. ;-)
marcel
Marcel Mueller:
Apropos Größe:
Ich habe mich nach einigen Versuchen mit Pappen in verschiedenen Größen an meinem französischen Balkon(gitter) für eine kleine Fläche entschieden.
Ursprünglich wollte ich die Fläche des gesamten Gitters von 115x120 abdecken.
Jetzt soll es ein Modul von 115 x ca. 60 werden.
Kann jemand einen Händler empfehlen, der Module in so einer Größe anbietet oder sogar konfigurierbare Größen?
Prima wäre es, wenn er auch WR anbietet, damit man alles in einem Rutsch bestellen kann.
Noch eine Frage zu Kabeln: Es soll flache Kabel geben, die sich durch die Fensterdichtung legen lassen. Hat jemand von euch das schonmal ausprobiert? Ist das praxistauglich? Ich kenne flache Querschnitte von LAN-Kabeln, das geht problemlos. Aber wir reden hier ja über ganz andere Querschnitte.
Ideal wäre in meiner Situation, wenn ich den WR innen platzieren könnte.
Andreas
Am 22.05.24 um 09:47 schrieb Andreas Borutta:
Sonderanfertigung? Dafür kannst du den Strom kaufen, den das Modul während seiner Lebenszeit produziert, und den für die nächsten 10 Jahre auch gleich noch.
Diese Größen gibt es im Camping-Bedarf.
Allerdings eigen sich die Camping Inverter nicht, da die für das Laden von Blei-Akkus gedacht sind.
Grundsätzlich kann man Camping-Module auch an Wechselrichter anschließen, allerdings muss man dann mit der Spannung aufpassen. Übliche Mirkowechselrichter (für Balkone) habe einen begrenzten Arbeitsbereich, und der ist auf die gängigen, großen Module abgestimmt. Üblicherweise irgendwas zwischen 15V und 25V als untere Grenze und
45V-60V obere Grenze. Genaues steht im Datenblatt des WR. Man braucht den MPPT-Spannungsbereich, nicht die maximale Leerlaufspannung. Letztere ist höher.Bei den Modulen gibt es ebenfalls einen MPPT Spannungsbereich. Der ist deutlich enger, weicht aber von Bauart zu Bauart stark ab. Der Spannungsbereich des Moduls muss komplett innerhalb dessen des Wechselrichters liegen, und zwar mit einiger Reserve für den Temperaturkoeffizienten. Im Winter steigt die Spannung der Module nämlich und im Sommer wird sie kleiner.
Camping-Module gibt es mit stark unterschiedlichen MPPT Spannungen. Von
15-20V für billige Shuntregler bis 70-80V für Inverter ist da alles dabei. Brauchen tut man aber eher 30-40V MPPT-Spannung. Die gibt es auch.Haken an der Sache: Camping-Zeug ist vor allem eines: teuer. Für den Preis eines geeigneten kleinen Camping-Moduls bekomme ich mit etwas Glück schon zwei große 400W-Module.
WR ist egal. Die sind nicht groß und kosten wenig Versand.
Du brauchst eh nur einen ganz kleinen WR. Ein Modul dieser Größe wird allerhöchstens 150W produzieren, eher deutlich weniger.
Ich würde das nicht machen wollen.
Technisch gesehen ist es kein Problem. Hinreichend breite und isolierte Kupferfolie wird definitiv funktionieren.
Aber die Dinger, die es da gibt, haben immer noch eine nicht vernachlässigbar dicke Kunststoffummantelung, ca. 2mm in Summe. Es ist m.E. mehr als wahrscheinlich, dass das die Gummidichtung im Fenster nachhaltig beschädigt. Beispiel:
Der Querschnitt ist nicht das Problem. Du kannst es ja 10cm breit machen, wenn es nötig ist. Selbst eine 35µm dicke Kupferschicht, wie sie auf Platinen üblich ist, würde dafür ausreichen. In der Praxis nimmt man natürlich dickeres, weniger breites Material.
Das Problem ist die Isolierung. Die muss ja sowohl witterungsbeständig sein als auch mechanisch. Letzteres ist vor allem wichtig, damit es zusammen mit den Metallteilen im Fenster auch nach häufigem Öffnen und Schließen keinen Kurzschluss geben kann. Die Ströme aus Solarzellen sind nämlich durchaus nicht unerheblich und können schon mal punktuell etwas in Brand setzen. Mit einem größeren Modul kann man schon mal kleinere Schweißarbeiten durchführen, wenn die Sonne drauf scheint.
Ist möglich.
Aber wirtschaftlich sehe ich das Projekt als Totalschaden. Die Kosten werden m.E. in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen. Neben Modulen und WR fallen ja auch noch Kosten für Halterung/Montage und Kabel an. Und wehe, der Vermieter stellt irgendwann die ramponierte Fensterdichtung in Rechnung.
Vor allem die geringe Modulleistung von nur 100-150Wp sehe ich als Problem. Aufgrund der senkrechten Montage bringen die ja höchstens mal
75-100W und ohne direkte Sonneneinstrahlung unter 10W. Dem stehen selbst unter idealistischer Betrachtung zu hohe Fixkosten gegenüber. Kannst du nicht wenigstens die komplette Fläche nutzen?Marcel
Bei Nature oder Science einreichen. Neue Erkenntnisse, die allen bisherigen Lehrbüchern widersprechen, werden sofort prominent publiziert
-- wenn sie reproduzierbar sind und stimmen natürlich.
Am 22.05.24 um 16:37 schrieb Helmut Wabnig:
Du betreibst deine Module also bei Leerlaufspannung, 0W Liestung, genial! ;-)
Die einzig relevante Spannung ist die MPPT-Spannung, und die steigt im Winter, weil die Photodioden der Solarzellen bei niedrigeren Temperaturen eine höhere Vorwärtsspannung haben und den gerade erzeugten Strom daher weniger früh kurzschließen. In Folge des MPPT-Tracking steigt dann natürlich auch der Strom ein wenig, aber der Effekt ist wesentlich kleiner.
Und natürlich ändert sich auch die Leerlaufspannung der Zellen. Die Messung war wohl Mist. bei meinen Modulen ist der TK etwa -0,25%/K. Die Stromänderung ist nur etwa ein fünftel.
Der Kurzschlussstrom sinkt sogar im Winter, allerdings auch nur geringfügig. Der hängt an der Quanteneffizienz der Zellen, die im wesentlichen bauartbedingt ist.
Marcel
Hi Helmut,
Wenn Du schon keine Ahnung hast, dann halte doch bitte Deine Finger still.
Marte
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