Haustür-Video-Anlage aufrüsten

May 21, 2025 Last reply: 1 year ago 7 Replies

Die FritzBox kann auch Haustür-Videoanlagen einbinden, wenn die ins Heimnetz ausgeben, und so ermöglichen, dass das Bild der Haustür-Kamera im Schnurlostelefon angezeigt wird (und das Schnurlosteleon ggfs. sogar die Tür öffnen kann). Voraussetzung ist, dass die Haustür-Videoanlage das Videosignal digital (über Netzwerkkabel in einen LAN-Port) oder analog (über Telefonkabel an einen FON-Port) weiterleiten kann.



Nun ist in meiner Mietwohnung bereits eine Sprechanlage mit Videoübertragung montiert, Produktname unbekannt, nur leider ohne eine solche Weiterleitung. Aber immerhin muss jedenfalls eine Bildleitung von der Haustür bis ins Gerät vorhanden sein.


Frage:



Üblicherweise stellt die Haustür-Videoanlage das Signal ins Netz, ich brauche aber keine neue (teure) Videoanlage, sondern quasi "nur" den Wandler Analogsignal -> WLAN oder schlimmstenfalls Analogsignal -> Telefonkabel für FON1 oder FON2.

Gibt es vielleicht solch ein videoanlagenunabhängiges Endgerät, das ein solches Analogsignal aufgreifen und ***per WLAN*** ins Netz stellen kann?


Hallo Wendelin!

Am 21.05.2025 um 17:02 schrieb Wendelin Uez:

Im Zweifel ein Raspi?

F'up2dchm.

Bastian Lutz

Am 21.05.25 um 17:02 schrieb Wendelin Uez:

Üblicherweise? In dem Umfeld wimmelt es doch nur so von proprietären Implementierungen.

Wie ein Videosignal durch einen POTS-Port mit mit einigen Dutzen kbit passen soll, drängt sich mir gerade nicht auf.

Geben tut es viel. Die Frage ist nur, ob es billiger ist als eine neue, (zusätzliche?) Kamera. Wenn ich wetten sollte, würde ich auf nein setzen.

Was hast du denn für ein Signal vorliegen? NTSC? Bevor das nicht geklärt ist, kannst du dir alles weitere sparen.

Marcel

Der OP ist Mieter. Veränderungen außerhalb der eigenen Wohnung gehen gar nicht und innerhalb nur, solange sie nichts anderes stören und vollständig rückbaubar bleiben. Ich spreche aus eigener Erfahrung. Die Anlage hatte ich nicht installiert sondern geerbt, wie üblich ohne jede Dokumentation. Nach dem Eingriff des Mieters ging in allen Wohnungen nichts mehr und natürlich war bei ihm nichts zu holen. Und es war natürlich keiner wie viele hier in der Gruppe, der wußte was er tat und/oder sich vorher bemühte, er herauszufinden und dessen Lügenmärchen irgendetwas mit dem wirklich Getanen zu tun gehabt hätten.

Es hat gut Gründe, wenn viele Vermieter gelernt haben, so etwas sehr restriktiv zu handhaben.

Ordentlich ausgeführte Verbesserungen am Haus oder an der Wohnung unter Mithilfe des Mieters sind etwas anderes. Bei etlichen von Mietern vorgeschlagenen Änderungen habe ich die Materialkosten übernommen. Vom Mieter angerichtete Zerstörungen, die einen teuren Handwerkereinsatz erfordern sehe nicht nur ich gar nicht gern. Und bei irgendwelchen "Rechten" und "Ansprüchen" fragt sich der Nicht-Jurist, der in der realen Welt lebt, ob er sich wirklich zusätzlich zum realen Schaden auch noch Anwälte und Prozesse ans Bein binden will.

Eine von jedem jederzeit überall auf der Welt fernabfragbare Kamera (wenn Du es kannst, kann es jeder, der erfolgreich vortäuscht, du zu sein) werden viele Nachbarn im Haus nicht wollen und ein Vermieter hat die Rechte aller Mieter zu wahren.

Ich weiss zwar nicht, was ein POTS-Port ist, ich weiss aber, dass Videosignale flüssig via WLAN übertragen werden können, WhatsApp, YouTube & Co. beweisen das täglich.

Ich brauche keine Kamera - die ist unten an der Gemeinschaftshaustüre eingebaut, Marke Siedle, und liefert ein Signal an die vorhandene Sprecheinheit in der Wohnung. Sowohl Ton als auch Video. Keine Ahnung, ob das FBAS ist oder ein digitales Format.

Wenn, wie ich nur vermuten kann, dieses Signal standardisiert wäre, dann müssten auch unterschiedliche Hersteller das Signal (des Marktführers Siedle) abnehmen und eigene Lösungen dafür anbieten können. Wenn nicht, kämen leider nur die Komponenten von Siedle in Frage.

Aus den recht undurchsichtigen Siedle-Hochglanz-Informationen im Netz kann ich bisher noch nicht enmal erkennen, ob nur die Türöffnungsfunktion mit Sprache via WLAN ans Smartphone weitergegeben werden kann oder auch zusätzlich das Bildsignal. Ich vermute nicht das Bild, da ich in dem umfangreichen Bildmaterial bisher nichts entdecken konnte.

Aber immerhin können die Siedle-Sprechgarnituren die Funktionen sprechen und öffnen via WLAN und herstellerspezifischer App ins Heimnetz stellen.

Bei Siedle stört mich persönlich der Hinweis auf eine Cloud-Lösung, die vermutlich nur dazu da ist, um die Zahl der erlaubten Gegenstationen (Smartphones) auf vier begrenzen zu können. Eine wirkliche Notwendigkeit für dauerhafte Cloud-Anbindung ist mir noch nicht eingefallen.

Insofern wäre mir eine Nicht-Siedle-Lösung von vorneherein sympathischer. Wenn also jemand dazu mehr Informationen hat, nur her mit, würde mich sehr interessieren.

Am 31.05.2025 um 11:25 schrieb Wendelin Uez:

über wen oder was schwafelst hier?

Am 31.05.2025 um 11:25 schrieb Wendelin Uez:

POTS bedeutet "Plain Old Telephone Service" und ist ein Begriff für das traditionelle, analoge Festnetztelefonsystem. Es handelt sich um die älteste Form der öffentlichen Telekommunikationsinfrastruktur, die auf der analogen Signalübertragung basiert. Erklärung:

POTS (Plain Old Telephone Service): Die ursprüngliche und traditionelle Form des Telefondienstes, die über Kupferdrähte (verdrillte Zweidrahtleitungen) funktioniert.

PSTN (Public Switched Telephone Network): Ein weiterer, oft verwendeter Begriff für das Festnetztelefon, der ähnliche Bedeutungen wie POTS hat. Analoge Signalübertragung: Die Grundvoraussetzung für POTS, bei der die Sprachinformationen in analoge Signale umgewandelt und über die Leitungen übertragen werden. Historische Bedeutung: POTS ist heute eher von historischer Bedeutung, da viele Unternehmen und Betreiber auf IP-basierte Kommunikation und Cloud-Lösungen umgestiegen sind.

Am 31.05.25 um 11:25 schrieb Wendelin Uez:

Alte Analogtelefonie (wg. FON1/2)

Bei Bitraten, die einen Faktor 10 unter der der TV-Sendeanstalten liegen. Zum einen werden wesentlich mehr Kompressionsverluste akzeptiert, zum anderen moderne Codes verwendet, weil die Handys sowieso alle paar Jahre weggeschmissen werden. Bei TVs geht die technische Umstellung (glücklicherweise) langsamer, so dass man wenigstens nur alle 10-12 Jahre alles wegschmeißen muss. Ich habe schon eine Sammlung von diversen Receivern, die funktionieren, aber trotzdem nur noch als Ausschlachtware taugen.

... in einem Format, was niemand außer Siedle auseinander bekommt. Gerade Siedle kocht wo immer möglich sein eigenes Süppchen, damit die Kunden alles von ihnen kaufen müssen.

Genau das ist der Punkt. Vermutlich ist es irgendwas davon, aber so verändert oder in irgendein Protokoll eingepackt, dass es niemand sonst mehr versteht, oder verstehen darf (wegen Patenten). Gut möglich, dass es von Siedle eine Netzwerk-Brücke gibt, die das kann, was du willst, aber stelle dich auf einen 3- bis 4-stelligen Preis ein.

Falls sie das dürfen.

Exakt.

Wenn, dann braucht man dafür mutmaßlich ein spezielles Gerät, was die Brücke zwischen dem Siedle-Protokoll und gängigen Netzwerkprotokollen anbietet. Soweit ich weiß kochen die aber auch hier nur ihr eigenes Süppchen, und bieten nur eine Siedle-App an, die mit deren Geräten kommunizieren kann.

Eben. Herstellerspezifisch, also bloß keinen rein lassen.

... und, um Daten abzugreifen. Das machen eigentlich alle Cloud-Lösungen. Manche legal, andere illegal.

Natürlich nicht. Es wäre ja noch schöner, wenn man Häuser mit gestörter Internetverbindung nicht mehr betreten kann. Das macht den Einzug auch nicht eben einfach. Aber das hindert die Hersteller nicht daran, so etwas trotzdem zu verkaufen. Und solange die Kunden den Scheiß kaufen, ist aus deren Sicht doch alles in Ordnung.

Ich halte, wie man wohl leicht erkennen kann, gar nichts davon, alles mit dem Internet zu verbinden oder gar nur noch darüber benutzen zu können. Das ist schon alleine deshalb fragwürdig, weil diese ganzen IoT-Geräte überhaupt nicht den minimalen Sicherheitsanforderungen für den Betrieb im öffentlichen Netzwerk genügen. Millionen davon sind deshalb mittlerweile Teil von Botnetzen geworden, die für Rechtsverstöße verkauft werden. Das einzige, was ich toleriert habe, ist ein Wechselrichter, der nach Hause telefonieren darf, aber zum Heimnetz hat der selbstverständlich keinen Zugang.

Dann wirst du etwas komplett neues aufbauen müssen, was ohne deren Komponenten auskommt.

Siedle möglicherweise auch, und zwar um nachher eine Abmahnung zu versenden.

Nicht falsch verstehen, ich möchte hier nicht pauschal Siedle-Bashing betrieben. Deren Geräte sind zumeist gusseisern und halten Jahrzehnte, was man von anderem Elektrospielzeug wahrlich nicht behaupten kann. Ich habe gerade kürzlich erst wieder eine ca. 50 Jahre alte Türsprechanlage repariert. Da war tatsächlich nur eine Schmelzsicherung durch. Warum ließ sich nicht mehr nachvollziehen. Gerade diese Sicherungen für sehr kleine Ströme geben nach Jahrzehnten auch mal von alleine auf.

Marcel

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