:: = Wolfgang G. Gasser news:ekn0lj$luc$ snipped-for-privacy@atlas.ip-plus.net : = Tom Berger in news:1un4vip0o3kue.1mvfdfkt3gahs$. snipped-for-privacy@40tude.net
:: Dann wird der gesamte Rotor zusätzlich mit einer Umdrehung pro Sekunde :: in Rotation versetzt. Die Geschwindigkeit der Rotorenden ergibt sich :: zweifelsfrei zu w = v + u = 150 000 km/s + 15 000 km/s = 165 000 km/s :: und nicht zu w = (v + u) / (1 + v*u/c^2). : : Zweifelsfrei? Hast Du das gemessen? Wenn nicht: warum zweifelst Du dann : nicht daran?
Wieso sollte ich an einem so trivialen logischen (besser: synthetisch-apriorischen) Schluss zweifeln?
Sowohl Länge der Rotorblätter (15 000 km/ 2 pi) als auch der Weg, den ein Rotorblattende während einer Rotation umläuft (15 000 km) bleiben von der Rotation der Rotorblätter und des ganzen Rotors unbeinflusst (es handelt sich somit auch nicht um eine Problematik des "starren Körpers").
Wenn die Rotorblätter des Rotors in einer Sekunde zehn Umdrehungen machen und der Rotor im Ruhesystem eine Umdrehung, dann lässt sich das Faktum nicht leugnen, dass die Rotorblätter im Ruhesystem elf Umdrehungen machen.
: Und was sagst Du dazu, dass andere Experimente Deiner Vorhersage : widersprechen?
Experimente können korrekten logischen Schlüssen nicht widersprechen. Dass die relativistische Geschwindigkeitsaddition ihre Berechtigung hat und fundamentaler Natur ist, dürfte keine vernünftiger Physiker bezweifeln.
Stellen wir uns vor, an den Rotorblattenden würden sich tangential ausgerichtete "Doppelgeschosse" befinden. Durch eine Explosion sollen bei solchen Doppelgeschossen zwei Kugeln auf je 15 000 km/s in entgegengesetzte Richtung beschleunigt werden.
Bei ruhendem Rotorblatt bewegen sich die Kugeln nach der Explosion mit je 15 000 km/s in entgegengesetzte Richtungen. Falls die Rotor- blätter mit zehn Umdrehungen (zum Ruhesystem) rotieren, hat ein Doppelgeschoss eine Geschwindigkeit von 150 000 km/s. Durch die Explosion kommen 15 000 km/s hinzu und weg.
In diesem Falle ist nur die relativistische, nicht aber die klassische Geschwindigkeitsaddition mit Impuls- und Energie- erhaltung in Einklang zu bringen.
Norbert Dragon bestätigt hier meine These auf etwas subtile Weise, vermeidet es natürlich aber, das ganze zu präzisieren.
Wir haben drei klar gegebene Geschwindigkeiten, wobei die dritte w = 165 000 km/s sich als Überlagerungen bzw. Addition der ersten zwei (u = 150 000 km/s und v = 15 000 km/s) ergibt. An der Summe w gibt's nichts zu rütteln. Es muss somit entweder u durch U u oder v durch V v ersetzt werden, damit wieder entweder
(150 000 km/s + V) / (150 000 km/s * V / c^2) = 165 000 m/s
oder
(U + 15 000 km/s) / (U * 15 000 km/s / c^2) = 165 000 m/s
gilt.
Gruss, Wolfgang
-- Die Gedanken, aus denen sich das Weltbild eines Menschen zusammen-
-- setzt, sind eingeübt, wie die Bewegungsabläufe einer Sportart.