Hallo! Ich schließe in Kürze mein FH-Studium in Elektrotechnik, Fachrichtung Mikroelektronik, ab, und habe vor, mich in einem Unternehmen zu bewerben, das seine Schwerpunkte auf Forschung & Entwicklung von Embedded Systems und VLSI Design setzt. In diesem Bereich sind bisher zu 70 % Diplom-Ingenieure von Universitäten, TU und TH beschäftigt. Meine Frage ist: Ist mit einer für beide Seiten befriedigenden Zusammenarbeit im gleichen Projekt zu rechnen? Gibt es Diskriminierungen im Berufsalltag gegenüber den "weniger qualifizierten" FH-Absolventen? Werden diese gegen ihren ausdrücklichen Willen eher in weniger forschungsintensive Arbeitsbereiche abgedrängt?
Zusammenarbeit FH- und Uni-Ingenieure
Sep 15, 2003
17 Replies
Wer daraufhin jetzt mit Pauschalaussagen antwortet versteht nix vom Berufsalltag. Das hängt ganz vom persönlichen und unternehmerischen Einzelfall ab. Ein selbstbewußter und motivierter FH-Ing. ganz einen schüchternen TU-Dr. ganz schnell in die Tasche stecken. Das merken aber dann (hoffentlich) auch die Vorgesetzten und werden das Projekt dann auch von der Verantwortlichkeit anders gestalten.
Marco
Genau das ist nämlich z. Zt. noch meine Befürchtung: Der FH-Ingenieur kann fachlich durchaus mit einigen anderen Uni-Ingenieuren mithalten, aber die Vorgesetzten und Projektleiter wollen von diesem Umstand nichts wissen. Im öffentlichen Dienst sind die Strukturen ganz klar definiert, in den Unternehmen sollte sich die jeweilige persönliche Kompetenz der Betreffenden durchsetzen. Bei meinem bisherigen Industriepraktikum habe ich nichts bemerkt von Differenzen zwischen Uni- und FH-Absolventen, hoffentlich bewahrheitet sich dieser Eindruck, wenn ich dort als Festangestellter arbeite.
Hallo, Paul,
Du (rwepluscom) meintest am 15.09.03:
Wenn Du das befürchtest, dann wirst Du untergebuttert werden - Du hast dafür die richtige Erwartungshaltung.
Viele Grüße! Helmut
Da empfehle ich training in "sozialer kompetenz" wie z.B.:
- Suggestion (Um anderen die Illusion von eigenen Ideen zu geben.)
- Manipulation (Um Andere dazu zu bringen etwas für mich zu tun, und dabei möglichst glauben Sie tun es für sich.)
- Rechtfertigung (Um seine Fehlentscheidungen zu Fehlern anderer zu machen)
- Authorität (Um kompetent und "Intelligent" für etwas zu erscheinen, bevor man das belegt hat oder noch besser ohne das belegen zu müssen.)
Raymund Hofmann
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"Paul Brinkmann" schrieb im Newsbeitrag news:bk3val$b34$ snipped-for-privacy@news2.citykom.de...
Hängt vom Einzelfall ab.
Immer wieder.
Michael Dahms
Full Ack! Liegt aber manchmal auch am FH-Ing selbst. Ich verstehe aber noch nicht ganz den Hintergrund für den der OP solche Fragen zu stellen.
Marco
Ich vermute mal er hat noch nie gearbeitet und bekommt es nun mit der Angst zutun wo das Studium sich dem Ende zuneigt.
Olaf
Ich arbeite seit mehr als zehn Jahren als Datenbankprogrammierer in einem Unternehmen mit 1700 Beschäftigten. Ich habe vor gar nichts Angst. Wenn ich mich der Redewendung "ich befürchte, daß ... " bediene, so äußere ich damit lediglich einen Verdacht, daß dumpfbackige Vorgesetzte der Meinung sein könnten, Uni-Absolventen seien den FH-Absolventen in ihrer wissenschaftlichen Qualifikation überlegen.
Dies kann ja auch durchaus mal zutreffen.
Die Sache ist doch die: Wenn du in einer Firma anfaengst die eine Entwicklungsabteilung hat die eine groessere Anzahl von Ings rechtfertigt dann werden deren Projekte so kompliziert sein das du da erstmal fuer 6-12 Monate ein besserer Lehrling bist. Und nach dieser Zeit kann man sehr gut unterscheiden ob du dein Geld wert bist oder nicht.
Es kann natuerlich auch sein das tatsaechlich eine Auswahl rein nach Diplom+Noten erfolgt und Faehigkeiten nebensaechlich sind. In dem Fall aber ist das nicht weiter schlimm da du sowieso bald wieder auf Jobsuche bist weil es die Firma nicht mehr lange geben wird. :-)
Olaf
Jemand ist IMHO dann nach dem Studium _wissenschaftlich_ qualifiziert, wenn er grundsätzlich zur Promotion fähig ist. Nach meiner Erfahrung ist das 1 von 20 FH-Absolventen. An der Uni dürfte es 1 von 2 sein.
Michael Dahms
Michael Dahms schrieb:
Wenn ich da was mitschwafeln darf: Der Dipl.-Ing.(FH) ist doch _IMHO_ dazu eingef=FChrt worden, um eine hohe fachliche Qualifikation f=FCr die Industrie [tm] herzubringen, ohne den ganzen Ballast f=FCr die wissenschaftliche Forschung mit sich zu schleppen.
Im Prinzip ist der DI(FH) ja doch nur (!) der alte Ing.(grad) mit akademischer Weihe, um mit den Franzosen mithalten zu k=F6nnen. Er hat _nicht_ den Zweck, zum Professor weiterentwickelt zu werden, zum Richter oder zum Gerichtssachverst=E4ndigen sondern er soll im Betrieb seine Aufgabe sicher, fachm=E4nnisch und als guter Vorgesetzter erf=FCllen.
Das ist nicht wissenschaftlich, in Hosianna (Eng'l, boaniga) - Wolken.
MfG
--=20 Franz Glaser MEG Glasau 3 A-4191 Vorderweissenbach
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snipped-for-privacy@meg-glaser.com
Hallo, Franz,
Du (netinvalid) meintest am 16.09.03:
Wobei der Ing. (grad.) der Nachfolger des Dipl.-Ing. HTL ist (der mit dem Dipl.-Ing. TH konkurrierte).
Alle 20 Jahre muss das Türschild gewechselt werden. Demnächst werden wir sicherlich den "master of technology" haben.
Viele Grüße! Helmut
Helmut Hullen spoke thusly:
Ich kenne nur den "Master of Science" und den haben wir[1] schon.
Tschüs,
Sebastian, traditionellen "Dipl.-Ing." ansteuernd.
_____ Anmerkungen: [1] TU Darmstadt.
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Dito für die Schweiz. Hier dürfen sich dann auch die FH-Absolventen mit dem Titel Bachelor respektive Master schmücken.
Gruss, Georg
Hallo, Georg,
Du (durandal) meintest am 17.09.03:
Aber "science" klingt nicht kewl genug ...
Viele Grüße! Helmut
Hallo Helmut.
Ähh, wie ist das jetzt gemeint?Gruss, Georg
"Sebastian Suchanek" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@suchanek.de... .
Hallo Sebastian,
ist das MSc-Studium zeitlich begrenzt?
-- Gruss Jan C. Hoffmann
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